Innenstadtsanierung Osterholz-Scharmbeck 1975

Haus am Markt in Osterholz-Scharmbeck
Fluch oder Segen: Haus am Markt
2018 soll das Quartier rund um den Scharmbecker Markt mal wieder zum Sanierungsgebiet werden. Bei den Vorbereitungen kam zur Sprache, dass es schon mal eine Innenstadtsanierung Osterholz-Scharmbeck 1975 bis 1998 gab. Gut zu wissen, denn das Ergebnis dieser „Sanierung“ wurde bereits 1999 mehr als kontrovers beurteilt. Zwischen „gut gemeint“ und „gut gelungen“ klaffen hier teilweise Welten. Beispiel Haus am Markt: In den 1970er-Jahren eines der zentralen Projekte der Innenstadtsanierung, heute eher Problemzone. Dabei war es doch so gut gemeint … Bei näherer Betrachtung der damaligen Pläne und Resultate stößt man schnell auf einige Punkte, die bei einer neuerlichen Sanierung tunlichst besser gehandhabt werden sollten.
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Buch: Lintel – die Geschichte eines Dorfes

Linteler Chronik
Lintel – die Geschichte eines Dorfes

von Eide Bohlen, Erhard Cronjäger, Hans-Fried Jacobs († 2014), Jan-Georg Kluth, Reelf Menkhoff, Helmut Schröder, Georg Steeneck, Clas Wellbrock

Grafische Gestaltung Susanne Stelljes (Stadt Osterholz-Scharmbeck)

195 Seiten, ca. 348 Abbildungen
Hrsg.: Linteler Chronik-Team, September 2017

Erhältlich in der Schatulle (€ 19.50)

Letzten Samstag war ordentlich was los auf Clas Wellbrocks Hof in Lintel. Geschätzte 250 Menschen aus Osterholz-Scharmbeck und umzu waren der Einladung zu einem Sommerfest gefolgt, auf dem die druckfrische Linteler Chronik der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Und ich muss sagen, ich bin beeindruckt!
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Bahnhofstr. 1-3

Bahnhofstr. 1-3
Bahnhofstr. 1-3 (li. der Neubau von 2016)
Nach vielen Jahren Leerstand an der „AOK-Kreuzung“ ist sie seit 2016 wieder ansehnlicher, der Neubau Bahnhofstraße. 1 wertet den südöstlichen Ortseingang Osterholz-Scharmbecks merklich auf.

Viele Jahre residierte die 1914 per Gesetz gegründete AOK (Allgemeine Ortskrankenkasse) für den Landkreis Osterholz in einem ursprünglich als Wohnhaus gebauten Gebäude, 1964 feierte sie dort ihr 50-jähriges Bestehen. Die ursprüngliche Immobilie wurde in den 1960er-Jahren abgerissen, 1968 bezog die AOK einen Neubau am gleichen Standort. (Quelle: Menkhoff)
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Bahnhofstr. 14 in Osterholz-Scharmbeck

Bahnhofstr. 14 in Osterholz-Scharmbeck
Bahnhofstraße. 14 (re.) und 16 in Osterholz-Scharmbeck ca. 1935
Anfang des 20. Jh. entstand im damaligen Flecken Osterholz entlang der Bahnhofstraße ein neues Villenviertel. Dazu waren im März 1905 im Klosterholz zwischen Bördestraße und Trägers Garten (heute Bahnhofstraße. 22) insgesamt 18 Bauplätze vermessen worden. Neben der 1906 entstandenen Kaiserlichen Hauptpost (Bahnhofstraße. 18) und dem Wohnhaus von Kreistierarzt Gustav Düwell (Bahnhofstr. 16) baute sich auch Apotheker a. D. Friedrich Ruyter eine repräsentative Villa, die heutige Bahnhofstr. 14 in Osterholz-Scharmbeck (auf den Fotos re., früher Bahnhofstr. 83). Das Grundstück dafür hatte er 1907 dem Fabrikanten C. W. Schröder abgekauft.
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Bahnhofstr. 16

Bahnhofstraße 16 in Osterholz-Scharmbeck
Bahnhofstraße. 16 (li.) und 14 ca. 1935
Anfang des 20. Jh. entstand im damaligen Flecken Osterholz entlang der Bahnhofstraße ein neues Villenviertel. Im März 1905 wurden im Klosterholz zwischen Bördestraße und Trägers Garten (heute Bahnhofstraße. 22) insgesamt 18 Bauplätze vermessen. 1906 entstanden hier die Kaiserlichen Hauptpost (heute Bahnhofstraße. 18) und das auf den Fotos links befindliche Wohnhaus von Kreistierarzt Gustav Düwell (heute Bahnhofstr. 16, früher Bahnhofstr. 86), das er für sich und seine Familie bauen ließ. In der Nachbarschaft bauten u. a. Zigarrenfabrikant Hoyermann und Apotheker a. D. Ruyter ihre Villen.
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Schlauchturm

Schlauchturm in Osterholz-Scharmbeck
Schlauchturm in Osterholz-Scharmbeck ca. 1930 - Foto: E. Krohn
Der Schlauchturm genannte ehemalige Steigerturm am Marktplatz in Osterholz-Scharmbeck wurde 1926 auf Antrag der Feuerwehr nach Beratung im Scharmbecker Magistrat erbaut. Der 17.35 m hohe Klinkerbau am Spritzenhaus sollte eine trockene Aufbewahrung der Schläuche ermöglichen und zudem als Zierde des Marktplatzes dienen. Den damals noch aus Hanf gefertigten Schläuchen drohte andernfalls Schimmelbefall. Nach jahrelangem Leerstand und einem tristen Bauruinen-Desaster 2012-14 ist im neu errichteten Anbau jetzt das griechische Restaurant Kreta von Theodora Lefteroglou und Vasili Diamantakis untergebracht.
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AOK-Kreuzung in Osterholz-Scharmbeck

AOK-Kreuzung in Osterholz-Scharmbeck
Die AOK-Kreuzung ca. 1930 - Foto: E. Krohn
Im Volksmund heißt die Kreuzung Bahnhofstraße / Bördestraße / Heidkampstraße / Bremer Straße in Osterholz-Scharmbeck oft noch AOK-Kreuzung, obgleich die Namensgeberin AOK (Allgemeine Ortskrankenkasse) sie bereits 2005 verlassen hat. Immerhin aber feierte die Krankenkasse an der AOK-Kreuzung 1964 ihr 50-jähriges Bestehen, damals noch in dem ehemaligen Wohnhaus re. im Bild. 1968 enstand dann ein Neubau im 60er-Jahre-Stil, der wiederum 2014 abgerissen wurde.

Verkehrsknoten

So beschaulich wie auf dem ca. 1930 entstandenen Foto blieb die Kreuzung nicht lange. Die Inbetriebnahme der Hammebrücke bei Tietjens Hütte im Jahr 1938 verschaffte ihr bald den Status eines Verkehrsknotenpunktes. Nicht zuletzt, weil große „Frequenzbringer“ wie Bahnhof, Reiswerke, Kaufhaus Reuter, Drettmann-Werke und Landkreis-Verwaltung in unmittelbarer Nähe lagen. Nicht umsonst wurde hier die erste Ampelanlage Osterholz-Scharmbecks installiert, am 25. April 1974 vom damaligen Landrat Walter Schlüter höchstpersönlich in Betrieb genommen. Anfang der 1980er-Jahre berichtete die Lokalpresse regelmäßig über Pläne zur „Entschärfung“ der stauträchtigen Kreuzung. Unter anderem wurde dabei an eine Verlängerung der Osterholzer Straße direkt zur Heidkampstraße (K9) gedacht.

Kriegerdenkmal am Marktplatz

Kriegerdenkmal Marktplatz Osterholz-Scharmbeck
Marktplatz Osterholz-Scharmbeck (ca. 1930)
Das Kriegerdenkmal am Scharmbecker Markt gibt es jetzt schon über 50 Jahre nicht mehr. Es wurde Ende Mai 1922 vom damalig selbstständigen Flecken Scharmbeck in Gedenken an die 108 im 1. Weltkrieg gefallenen Scharmbecker am damaligen Kirchplatz errichtet und am 8. Dezember 1964 von einem Lastzug zerstört, dessen Fahrer sich mit der davor befindlichen Linkskurve der damaligen Hauptstrecke Bremen-Stade offenbar nicht anfreunden konnte.
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Sammelalbum Heimatbilder

Heimatbilder Osterholz-Scharmbeck
Rückseite des 1. Fotos der 1. Serie
Anfang der 1930er Jahre hat der Fotograf Ernst Krohn eine Sammlung von Fotos aus dem Landkreis Osterholz aufgelegt. Die Bilder müssen ungefähr 1930 bis 1935 entstanden sein und wurden unter dem Titel „Heimatbilder! Kennst du deine Heimat?“ in örtlichen Geschäften als Sammelobjekte abgegeben. Die Scans der historischen Fotografien verdanke ich Jürgen Heitmann aus Worpswede, vielen Dank dafür!
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Voland-Villa in Osterholz-Scharmbeck

Voland-Villa Osterholz-Scharmbeck
Voland-Villa ca. 1930

Diese idyllisch anmutende Szene ist seit Jahrzehnten Geschichte. 1981-82 entstand hier die Bahnunterführung, die der damalige Ministerpräsident Ernst Albrecht so „scheußlich“ fand, als er Osterholz-Scharmbeck 1982 anlässlich des Niedersachsentages besuchte. (Quelle: Menkhoff) Seither ist die zwischen Bahngleisen, Straßenunterführung (Osterholzer Str.) und „Querspange“ (Am Kleinbahnhof) eingepferchte Voland-Villa kaum noch zu sehen. Nach jahrelangem Leerstand wechselte sie 2009 den Besitzer und wurde mit der Geschichte ihrer aufwändigen Sanierung durch die Familie Raspe 2014 Gegenstand der Serie „Baudenkmale im Landkreis Osterholz“ im Osterholzer Kreisblatt. (Quelle: Osterholzer Kreisblatt 7.1.2014)

Die Bremer Familie Voland hatte das heute denkmalgeschützte Gebäude 1897 als Sommerresidenz im Schweizer Baustil der Jugendstil-Zeit erbaut. Sie hatte Gefallen gefunden an der illustren Sommerfrische rund um das Hohetor (heute Erntefestplatz), wo sich 1864 mit Windhorsts Gasthaus und 1865 mit dem Hotel Bremer Haus sowie dem Hotel Hansa-Haus jeweils mit Sommergärten und Sälen eine regelrechte Partymeile für das vergnügungssuchende Bremer Klientel etabliert hatte. Tausende von Bremer Ausflüglern nutzten die 1862 eröffnete Bahnlinie als für damalige Verhältnisse exzellente Verbindung in’s Grüne.

Riesschule in Ritterhude

Riesschule Ritterhude
Riesschule in Ritterhude

In der Riesschule in Ritterhude residiert seit 2008 die Oberstufe des Gymnasiums Ritterhude. Die 1930 eingeweihte Riesschule galt seinerzeit als modernstes Schulgebäude Preußens. Auf Betreiben des damaligen Bürgermeisters und Landrates Christian Evers hatten die nach New York ausgewanderten und dort zu Reichtum gekommenen Gebrüder Ries die heute denkmalgeschützte Schule gestiftet, ebenso wie die Turnhalle (1912), die alte Apotheke (1926), das Rathaus (1928), das Pfarrhaus (1929) und die alte Post (1932).

Das Foto stammt von Ernst Krohn, der bis 1949 in der Bahnhofstr. 77 a ein Fotogeschäft unterhielt. Es muss etwa 1930 entstanden sein und gehört zur Sammlung „Heimatbilder! Kennst du deine Heimat?“, die damals als Sammelobjekte in örtlichen Geschäften abgegeben wurde. Den Scan verdanke ich Jürgen Heitmann aus Worpswede, danke!

Muna Lübberstedt

Muna Lübberstedt
Muna Lübberstedt
Muna Lübberstedt ist die umgangssprachliche Kurzform für eine der ehemaligen Lufthauptmunitionsanstalten der deutschen Luftwaffe im 2. Weltkrieg, heute ein ca. 400 ha großes abgesperrtes Waldstück im sog. Bremer Wald zwischen Lübberstedt und Bilohe. Der 1996 gegründete Arbeitskreis MUNA Lübberstedt hat eine umfangreiche Dokumentation über die Geschichte der Muna erstellt und bietet in der Regel 1-mal monatlich Führungen auf dem Gelände an.

Nach Planungen aus dem Jahr 1936 entstanden in Axstedt und Lübberstedt 1939-40 zunächst sieben Barackenlager für Reichsarbeitsdienst (RAD) und Wehrmacht. Ab August 1941 wurden unter der Bezeichnung Lufthauptmunitionsanstalt 2/XI Lübberstedt Seeminen, Fliegerbomben und Flak-Munition produziert und in damals 102 erdbedeckten Betonbunkern gelagert. Etwa 1.600 Zwangsarbeiter und -arbeiterinnen sowie von 1944 bis 1945 als Außenstelle des KZ Neuengamme auch etwa 500 ungarische Jüdinnen aus dem Lager Auschwitz wurden zur Arbeit gezwungen und von überwiegend deutschen dienstverpflichteten Frauen und Gefolgschaftsleuten beaufsichtigt.
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Marktstr. 5

Marktstraße in Scharmbeck ca. 1920
Das dritte Haus von li. ist die Marktstr. 5
(Postkarte vermutlich um 1915. Die Kirchenstraße ist eigentlich nicht abgebildet, sie beginnt erst an der Willehadi-Kirche im Hintergrund)
Das geschichtsträchtige Haus an der Marktstr. 5 (früher Marktstr. 75) in Osterholz-Scharmbeck steht seit 1968 nicht mehr, heute residiert unter der Postadresse Marktstraße 1-5 die Volksbank Osterholz im neuen Bankhaus Ecke Marktstraße/Baustraße.
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Stagges

Februar 2015: Mit neuem Anstrich
Update August 2016: Nach 2-wöchiger Umdekoration hat bei Stagge’s unter neuer Leitung am 16.8. wieder eröffnet. Martina Lindner, bei Feierlichkeiten und besonderen Anlässen unterstützt von Ribana Colar, feierten offizielle Einweihung am 20. August, Öffnungszeiten wohl weiterhin Di-So, aber auch am Abend, mit Frühstück, Mittagstisch und einer abwechslungsreichen Karte. Das frühere Stagges Hotel bzw. Stagge’s Wirtshaus am Markt an der Marktstraße 13 in Osterholz-Scharmbeck bleibt damit das traditionsreichste Gasthaus am Ort und nach mehr als 320 Jahren Dorfkrug, Marktherberge, Kult-Diskothek und Speisegaststätte eines der Wahrzeichen der Stadt.
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Bahnhof Osterholz-Scharmbeck

Alte Postkarte um 1910
2012 feierte der Bahnhof Osterholz-Scharmbeck seinen 150. Geburtstag. Genau am 23. Januar 1862 wurde er mit der Bahnverbindung Bremen-Geestendorf (Geestemünde) in Betrieb genommen. Seither hat er einiges mitgemacht und anderthalb Jahrhunderte Bahnhofsgeschichte erzählen viel über die Geschichte des heutigen Osterholz-Scharmbeck und seiner Bewohner. Im Laufe der Jahre hat der Bahnhof viele Rollen gespielt: Vom Inbegriff des Modernen über das Wirtschaftszentrum der Stadt bis hin zum nahezu überflüssigen Streitobjekt. Nicht zu vergessen seine namensgebende Rolle: Mit seiner Bezeichnung „Osterholz-Scharmbeck“ war er dem Zusammenschluss der Orte Osterholz und Scharmbeck 65 Jahre voraus.
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Hammehütten

Die traditionellen Hammehütten entstanden Anfang des 19. Jh. an den damaligen Warte- und Umschlagplätzen entlang der Hamme zwischen Osterholz und Worpswede. Drei von ihnen werden heute noch bewirtschaftet und sind beliebte Ausflugsziele für Einheimische und Touristen.

Hamme im Wandel der Zeit (1764-2008)
Hammehütten (rot) an Hamme und Beek (Karte von 1764, heutiger Gewässerverlauf zur Orientierung in dunkelblau)
Es soll 7 Hammehütten gegeben haben, drei davon zum Flecken Osterholz gehörig. Heute noch erhalten sind (Reihenfolge flussabwärts):

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Moorkate Hambergen

Museumsanlage Hambergen
Heimathaus in der Museumsanlage
Die Museumsanlage Moorkate in Hambergener Ortsteil Spreddig entstand ab 1980 auf Initiative des ehemaligen Ratsherren Hans-Georg Taube, der 1991 auch den Heimatverein Ströhe-Spreddig gründete. (Quelle: Osterholzer Kreisblatt 26.5.2010) Sie ist im Besitz der Gemeinde Hambergen, wird vom Heimatverein Ströhe-Spreddig e.V. gepflegt und bietet vielfältige Einblicke in das seinerzeit entbehrungsreiche Leben im Moor. Das Heimathaus dient als Vereinstreffpunkt und beherbergt auch kleinere Veranstaltungen. Anfang September werden die „Handwerkertage“ ausgerichtet, bei denen historische Werkzeuge und Maschinen sowie traditionelle Handwerksarbeiten demonstriert werden.
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