Beckstraße 34

Der auch als Sandbecker Witwenhaus bekannte große eingeschossige Fachwerkbau in der Beckstraße 34 steht heute unter Denkmalschutz (Objekt-ID 25084454). 1763 hatte Ernst-August von Sandbeck ihn für seine verwitwete Mutter auf einem niveauausgleichenden Feld- und Backsteinsteinsockel errichten lassen.

1910 wurde es nach Plänen von Heinrich Vogeler umfangreich renoviert. Dabei wurde eine Veranda mit Freitreppe zum Garten angelegt, die Ende der 1970er-Jahre allerdings wieder abgerissen wurde. (Quelle: Osterholzer Kreisblatt 20./21.5.1978, 11.4.1991 und 16.9.1991)
1934 zog der weibliche Reichsarbeitsdienst (RAD) von der Bahnhofstraße 63 ins Witwenhaus und nutzte die Eingangshalle als Speisesaal.

Gegen Ende des 2. Weltkrieges zog Gerd Buurman (1904-1987) mit seiner in Bremen ausgebombten Privatschule „Buurman-Institut“ in das Witwenhaus, es war die erste Oberschule im Landkreis. Auf Grund fehlender Erweiterungsmöglichkeiten zog es ihn 1949 nach Marburg, wo er mit einem Partner das Internat Steinmühle gründete. Ende der 1960er-Jahre erwarb der Berufschullehrer Nikolaus Wellmann das Witwenhaus und restaurierte es über Jahre aufwändig. (Quelle: Osterholzer Kreisblatt 1.11.1978 und 14./15.6.1980) Den rückwärtige Garten verkaufte er als Baugrundstück an den Töpfer Klaus Röhl, der hier 1977-83 ein ca. 1800 erbautes Fachwerkhaus aus der Nähe von Bruchhausen-Vilsen wieder aufbaute. (Quelle: Osterholzer Kreisblatt 14.12.1983)

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