Bahnhofstr. 68

Bahnhofstr. 68 in Osterholz-Scharmbeck
Umbauphase April 2016
1972 verlegte Gerda Fehsenfeld (zuvor Lange Straße 29) ihr Baby- und Kindermodengeschäft „Baby & Junior“ zur Bahnhofstraße 68.
1984 übernahm A. Jaursch den Laden.
1987 bezog die Goldschmiedin Ruth Bellmann ihre neuen Geschäftsräume. (Quelle: Meenkhoff)

Nach längerem Leerstand, die Vormieter Artphoto waren bereits einige Jahre ausgezogen, weht im April 2016 ein Hauch von Neuanfang durch die Räume: Mitte Juli 2016 will Catrin Meyerhoff mit Catrin’s Hus aus Vollersode in die Kreisstadt ziehen. (Geschenkeladen mit lt. Kreisblatt 2014 „Mode und Tüdelüt aus Dänemark“, Webseite „im Aufbau“ 🙂, Facebook).

Bahnhofstr. 74

1901 verkaufte Bierverleger Johann Tapking den Bauplatz für 3.300 Mark an Wilhelm Struß. Dieser ließ vom Maurermeister Christian Döring ein 2-geschossiges Wohn- und Geschäftshaus errichten, in das Bäckermeister de Lormé (zuvor Bahnhofstr. 83) zog. (Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. I, R. Meenkhoff, 2004)

1974 feierte das Blumenhaus Ohm (Nr 74b) sein 25-jähriges Bestehen. 1991 eröffnete in Nr. 74b das „Ambiente KW“ (Inh. Karin Wolff), 1999 das Beerdigungsinstitut Leopold. (Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)

2009: Fitnessstudio „Rolling Pritschen“, Deutsche Bank 24 AG, Geschäftsstelle des Kneipp-Vereins.

April 2016 bis November 2017: Orient Markt (Inh. Ayse und Hüsnü Özalp, ab Dez. 2017 Bahnhofstraße. 111)

Flüchtlingshilfe OHZ 2015/2016

VolksbankHalle in Osterholz-Scharmbeck
Notunterkunft bis März 2016
2015 hat sich auch in Osterholz-Scharmbeck viel getan in Sachen Flüchtlingshilfe. Anlässlich der ersten Notunterkunft in Osterholz-Scharmbeck von Dezember 2015 bis Ende März 2016 in der VolksbankHalle hörte ich anfangs von einigen frustrierten Bürgern der Stadt, die ihr ins Auge gefasstes ehrenamtliches Engagement nicht „an den Mann bringen“ konnten. Weder bei der Stadt Osterholz-Scharmbeck noch auf deren „Flüchtlingsplattform“ OHZ-hilft oder im Haus der Kulturen war es ihnen gelungen, Ansprechpartner für die Neuankömmlinge zu finden.
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Moorkate Hambergen

Museumsanlage Hambergen
Heimathaus in der Museumsanlage
Die Museumsanlage Moorkate in Hambergener Ortsteil Spreddig entstand ab 1980 auf Initiative des ehemaligen Ratsherren Hans-Georg Taube, der 1991 auch den Heimatverein Ströhe-Spreddig gründete. (Quelle: Osterholzer Kreisblatt 26.5.2010) Sie ist im Besitz der Gemeinde Hambergen, wird vom Heimatverein Ströhe-Spreddig e.V. gepflegt und bietet vielfältige Einblicke in das seinerzeit entbehrungsreiche Leben im Moor. Das Heimathaus dient als Vereinstreffpunkt und beherbergt auch kleinere Veranstaltungen. Anfang September werden die „Handwerkertage“ ausgerichtet, bei denen historische Werkzeuge und Maschinen sowie traditionelle Handwerksarbeiten demonstriert werden.
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Neu Helgoland

Neu Helgoland
Neu Helgoland: Sunset über dem Teufelsmoor
Neu Helgoland in Worpswede (mehr Fotos …) ist eine der traditionellen Hammehütten. Früher ein bedeutender Waren-Umschlagplatz ist sie heute ein überregional beliebtes Ausflugslokal und Ausgangspunkt für die touristische Erkundung der Hamme auf einem Torfkahn oder des Teufelsmoores per Fahrrad oder Schusters Rappen. Nach mehrmonatiger Renovierung bieten seit März 2016 Andreas und Patrick Baier (zuvor Emma am See im Bürgerpark) mit Küchenchef Rene Baumann (ganz früher übrigens Souschef im Worpsweder Landhaus) und ihrem 10-köpfigen Team gehobene regionale Küche „mit deutsch-französischem Touch“.
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Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmarkt Osterholz-Scharmbeck
Der Weihnachtsmarkt in Osterholz-Scharmbeck dauert traditionell nur ein Adventswochenende, seit 2012 am 2. Advent.

Auf dem Marktplatz im Carée die von der Stadt für 50.- bis 180.- € vermieteten Holzbuden und das Zeltdorf der Mittelaltertruppe Domus Draconis. Bei gutem Wetter drängeln sich Jung und Alt bei Glühwein, diversen Punschgetränken, Currywurst und Feuerkünstlern. Im Haus am Markt und dem Zelt allerlei Hobby- und Kunsthandwerker, in der Willehadikirche Musikdarbietungen oder stille Einkehr mit Krippenausstellung.

Weihnachtsmarkt in Osterholz-Scharmbeck
Weihnachtsmarkt 2010 im Schnee
Selten ist es so stimmungsvoll wie im Winter 2010, als der Schnee bereits Anfang Dezember Einzug hielt und den Scharmbecker Weihnachtsmarkt wunderbar weiß einfärbte. Damals war auch die Kaiser-Wilhelm-Eiche noch mit einer Lichterkette geschmückt, die 2013 der Überlebenswahrscheinlichkeit des fast 120 Jahre alten Baumes geopfert werden musste.

In der Region gibt es wie in den vergangenen Jahren Weihnachtsmärkte in Osterholz-Scharmbeck, Hambergen, Worpswede und Lilienthal. Einen Ausflug über den Tellerrand wert sind wie immer die Märkte in Bremen (24.11.-23.12.2011) und Stade (z. B. mit dem Moorexpress).
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Kirchenstr. 7

Café MaNiCl in Osterholz-Scharmbeck
Neueröffnung 2015: Café MaNiCl
Nach (wieder einmal) mehreren Monaten Leerstand eröffnete im Dezember 2015 anlässlich des Weihnachtsmarktes des Café MaNiCl (Tel. 04791-8077582) in der Kirchenstr. 7a.

Der Gebäudekomplex mit den Hausnummern 7 und 7a (früher Kirchenstr. 104) im Herzen der Scharmbecker Innenstadt blickt auf ein über 275-jährige Geschichte zurück, viele Jahre davon als mehr oer weniger renommiertes Gasthaus (Helmkens Gasthaus, Hotel Coldewey, Norddeutsches Haus, Strandkorb 101).
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Buch: Jüdische Bürgerinnen und Bürger in Osterholz-Scharmbeck

Jüdische Bürgerinnen und Bürger in Osterholz-Scharmbeck
Jüdische Bürgerinnen und Bürger in Osterholz-Scharmbeck
Schicksale in der Zeit des Nationalsozialismus 1933-1945

Eine Dokumentation – 70 Jahre nach Ende des II. Weltkrieges
von Ilse Schröder, Sonja K. Sancken und Horst Böttjer (Stadt Osterholz-Scharmbeck)

54 Seiten, ca. 53 Abbildungen
Hrsg.: Stadt Osterholz-Scharmbeck, November 2015

Über Jahrzehnte gewachsene und mehrfach in Ausstellungen präsentierte Dokumentation zum jüdischen Leben in Osterholz-Scharmbeck vor und während des Nationalsozialismus. Diese Ausgabe wurde am 9.11.2015 im Anschluss an die Gedenkfeier zur Pogromnacht im Rathaus vorgestellt.

Pogromnacht 2015

Stimmungsvoll am Originalschauplatz nach Einbruck der Dunkelheit
Auch in diesem Jahr trafen sich eine ganze Reihe von Osterholz-Scharmbeckern am Mahnmal in der Bahnhofstraße, um anlässlich des 77. Jahrestages der sog. Reichspogromnacht ihrer ehemaligen jüdischen Mitbürger zu gedenken.

Gedenkstunde zur Reichspogromnacht in Osterholz-Scharmbeck
Mit knapp 50 Teilnehmern waren es diesmal sogar deutlich mehr Menschen als in den Vorjahren, die der stellv. Bürgermeister Klaus Sass begrüßen konnte. Wie in jedem Jahr überkam mich ein leichter Schauer, als Volker Müller und Ulrich Marahrens am Schauplatz der 1938 in Brand gesetzten Synagoge die Namen und Adressen der jüdischen Bürgerinnen und Bürger Osterholz-Scharmbecks verlasen, die Opfer des Nazi-Terrors wurden. Ihnen und ihrem hier beschriebenen Schicksal galten die anschließende Schweigeminute und viele Blumen und Steine auf dem Gedenkstein.
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Buch: Im Teufelsmoor

Buchcover: Im Teufelsmoor
Im Teufelsmoor
Maren Arndt, Grit Klempow

Gebunden, 144 Seiten, ca. 80 Abbildungen
ISBN 978-3-88132-980-4, 29,80 Euro

Fast 80 Fotos aus zwölf Jahre ihres engagierten Wirkens als Natur- und Landschaftsfotografin hat Maren Arndt für diesen Fotoband ausgewählt und ansprechend präsentiert. Sieben kurze Texte von Grit Klempow sollen die moorige Stimmung der Teufelsmoorlandschaften verdichten.

Juden in OHZ

Synagoge in Osterholz-Scharmbeck
Ehemalige Synagoge in der Bahnhofstraße
nach der Reichsporgromnacht 1938
Osterholz und Scharmbeck waren vor 150 Jahren eine Hochburg jüdischer Ansiedlung im Elbe-Weser-Dreieck. Noch zu Beginn des 20. Jh. waren viele jüdische Mitbürger in Osterholz-Scharmbeck als Kaufleute, Ärzte, dekorierte Kriegsteilnehmer und Heimatforscher respektiert und bei Vielen im Ort beliebt. Die Geschichte ihrer Demütigung, Vertreibung und fast vollständigen Vernichtung in den Jahren 1933-45 ist wegen ihrer „Überschaubarkeit“ und der lokalen Bezüge ein bedenkenswertes Lehrstück über menschliche Schwächen, Toleranz und Zivilcourage.

„Das meiste Unrecht beginnt im Kleinen – und da lässt es sich mit Mut und Zivilcourage noch bekämpfen.“
Roman Herzog (ehemaliger Bundespräsident) im Mai 1997

Beachtlich sind auch Schicksal und Auftreten Wilhelm Arons, des einzigen „Volljuden“ unserer Stadt, der nach diesen Ereignissen an seinen Heimatort zurückkehrte.
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Campus

Campus Osterholz-Scharmbeck
Der Campus Osterholz-Scharmbeck im Jahr 2015
Der Campus (Webseite) ist ein Städtebau-Projekt auf einer Fläche von 4 Hektar in Osterholz-Scharmbeck im neuerdings „Quartier Am Barkhof“ genannten Areal um die Straße „Am Barkhof“ (Lageplan). Zwischen 2010 und 2015 sind hier zwei Neubauten entstanden, die unter Einbeziehung bestehender Einrichtungen jetzt den Campus für lebenslanges Lernen darstellen. Anders als der früher für akademische Bildungseinrichtungen verwandte Begriff vielleicht nahelegt, handelt es sich dabei im Wesentlichen um die frühere Haupt- und Realschule sowie das Gymnasium.
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Rahmenplan Innenstadt

Torsten Rohde begrüßt
Der 2015 angestoßene Rahmenplan Innenstadt ist ein rechtlich unverbindliches Konzept für die Stadtentwicklung im Innenstadtbereich von Osterholz-Scharmbeck. Neben einer Analyse soll er themenübergreifende Handlungsansätze und konkrete Projekte beinhalten, wobei (O-Ton Stadtverwaltung) Schwerpunkte und Schlüsselprojekte mit konkreten Umsetzungschancen herausgearbeitet werden sollen. Als zentrale Fragestellungen werden die Qualität des öffentlichen Raumes, fehlende Wohnangebote und die bessere Anbindung umliegender Quartiere genannt. Der Rahmenplan soll möglichst innerhalb eines Jahres erstellt werden und eine Perspektive bis ca. 2030 aufzeigen.
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Herbert Behrens

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Herbert Behrens

Auf dem Willkommensfest vor gut drei Wochen habe ich noch ein weiteres Gesicht entdeckt, das für mich aus Osterholz-Scharmbeck nicht mehr wegzudenken ist. Herbert Behrens war vor zehn Jahren Mitbegründer der damaligen WASG im Landkreis und wurde ihr Fraktionsvorsitzender, nachdem sie 2006 bei der Kommunalwahl 5.1 % und damit zwei Stadtratssitze errungen hatte. Das ist er auch heute noch, nach Zusammenschluss von WASG und PDS seit 2007 für DIE LINKE. Mit ihr zog der gelernte Schriftsetzer und später studierte Sozialwissenschaftler 2009 auch als MdB in den Bundestag ein, seit 2015 ist er ihr nds. Landesvorsitzender.
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Mizgin Ciftci

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Mizgin Ciftci

Mizgin, du warst nicht nur dem Veranstaltungs-Transparent eine Stütze. 🙂 Ohne dich hätte es das Willkommensfest im September so nicht gegeben.

Zusammen mit Malte und einer von beiden initiierten Facebook-Gruppe hat Mizgin Ciftci dieses Fest in wenigen Wochen auf die Beine gestellt. Und es war nicht nur kurzweilig und bewegend, es hat zur richtigen Zeit auch etwas angestoßen, die richtigen Leute nebeneinander auf die Weide gebracht. Ich kenne Mizgin noch nicht lange, unsere Begegnungen in diesem knappen Jahr haben mich aber nachhaltig beeindruckt. Das liegt hauptsächlich daran, dass sie meist in irgendeiner Weise mit der „Flüchtlingsfrage“ zu tun hatten, in meinen Augen einer der größten Herausforderungen dieser Tage. Mizgin ist Yezide, und als wir im Dezember 2014 die hiesige Yezidische Gemeinde anlässlich ihres Cejna Êzîd besuchten, war es u. a. Mizgin, der über die aktuelle Lage im Nord-Irak berichtete. Das Fest war vom IS-Terror schmerzlich überschattet und dieser Schmerz blieb mir nach diesem Abend viele Wochen ganz anders präsent als „nur“ nach den allgegenwärtigen Nachrichtensendungen.
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Herbstmarkt

Herbstmarkt
Quelle: J. Segelken Osterholz-Scharmbecker Heimatbuch. Selbstverlag, 1938
Der traditionell eigentlich im Oktober abgehaltene Scharmbecker Herbstmarkt galt lange Zeit neben dem Markt in Leer als bedeutendster Viehmarkt im Nordwesten der Provinz Hannover. Der 267. Herbstmarkt vom 25. bis 29. September 2015 ist wie in den Jahren zuvor kein „echter“ Viehmarkt, auch wenn durch den Verkauf von allerlei Kleinvieh (Hühner, Gänse etc.) und die alljährliche Bullenwette Anklänge an alten Zeiten gepflegt werden. Heutzutage handelt es sich um ein fünf Tage währendes Stadtfest mit Fahrgeschäften, Live-Konzerten, Disco-Abenden und einem verkaufsoffenen Sonntag.
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