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	<title>Stolperstein &#8211; teufelsmoor.eu</title>
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	<description>Osterholz-Scharmbeck - Radfahren - Mac - Fotografie</description>
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	<title>Stolperstein &#8211; teufelsmoor.eu</title>
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		<title>Davidsohn, John</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Jun 2021 05:35:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Historische Aufnahmen]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Stolperstein]]></category>
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					<description><![CDATA[John Davidsohn (auch Johan Davidsohn und später John Davidson; geb. 1. August 1904, gest. Sept. 1985) war ein Sohn der alteingesessenen und angesehenen Kaufmannsfamilie Davidsohn in Scharmbeck. Im Nationalsozialismus wurde er entrechtet und mehrmals verhaftet, bevor ihm 1939 die Flucht nach England gelang. Nach dem 2. Weltkrieg wanderte er in die USA aus. John war &#8230; <p class="link-more"><a href="https://www.teufelsmoor.eu/geschichte/davidson-johan/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Davidsohn, John“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="DavidsohnJohn1" aria-describedby="caption-DavidsohnJohn1" style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/uSYRstzX3yUneotBgE78Pw?feat=embedwebsite"><img decoding="async" src="http://lh5.ggpht.com/_OV4xvtkBx0M/TLflwra_NKI/AAAAAAAAUCU/1c7CF8cZsH8/s400/John%20and%20Ilse%20Davidsohn2.jpg" alt="Johann und Ilse Davidson"/></a><figcaption id="caption-DavidsohnJohn1" class="wp-caption-text">Johan und Ilse Davidsohn ca. 1913</figcaption></figure> <strong>John Davidsohn</strong> (auch Johan Davidsohn und später John Davidson; geb. 1. August 1904, gest. Sept. 1985) war ein Sohn der alteingesessenen und angesehenen <a href="http://www.teufelsmoor.eu/allgemein/davidsohn/">Kaufmannsfamilie Davidsohn</a> in Scharmbeck. Im Nationalsozialismus wurde er entrechtet und mehrmals verhaftet, bevor ihm 1939 die Flucht nach England gelang. Nach dem 2. Weltkrieg wanderte er in die USA aus.<br />
<span id="more-3975"></span></p>
<p>John war das älteste Kind von Sally Davidsohn und dessen Frau <a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/davidsohn-toni/">Toni, geb. Goldschmidt</a>. Mit seiner 1906 geborenen Schwester <a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/davidsohn-ilse/">Ilse</a> wuchs er schräg gegenüber der <a href="http://www.teufelsmoor.eu/osterholz-scharmbeck/bahnhofstrase/bahnhofstr-105/">Synagoge</a> im Haus <a href="https://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/bahnhofstrase/bahnhofstr-84/">Bahnhofstr. 84</a> (&#8222;Kohlmannsches Erbe&#8220;) auf, das die Davidsohns 1902 gekauft hatten. </p>
<p>John studierte Jura und bestand im Juli 1931 das 1. Staatsexamen. Das Referendariat absolvierte er beim Amtsgericht Wesermünde-Geestemünde. Nach der sog. Machtergreifung Hitlers wurde er in Folge des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gesetz_zur_Wiederherstellung_des_Berufsbeamtentums"> Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums</a> am 29. Mai 1933 &#8222;mit Rücksicht auf die gegenwärtigen Zeitverhältnisse &#8230; von sogleich ab bis auf weiteres beurlaubt&#8220;. Im November 1934 wurde er von 40-50 Männern zusammengeschlagen, in &#8222;Schutzhaft&#8220; genommen und nach Berlin gebracht, nachdem er mehrere Flugblätter entfernt hatte, die zum Boykott jüdischer Geschäfte aufriefen.</p>
<p><figure id="DavidsohnJohn2" aria-describedby="caption-DavidsohnJohn2" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><a href="https://photos.app.goo.gl/Zy2SbBpsp1Si2Ppc9"><img decoding="async" src="http://lh4.ggpht.com/_OV4xvtkBx0M/S7TdlBlf2FI/AAAAAAAASq4/3WN2fHRcb1c/s400/19381110_Schutzhaft.JPG" alt="Polizeiprotokoll Johan Davidsohn Schutzhaft"></a><figcaption id="caption-DavidsohnJohn2" class="wp-caption-text">Polizeiprotokoll betr. 'Schutzhaft'</figcaption></figure>Nach der sog. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Novemberpogrome_1938">Reichspogromnacht</a> (9./10. November 1938), in deren Verlauf SA-Männer im Anschluss an die vereitelte Brandstiftung an der ehemaligen Synagoge in die Wohnungen ansässiger Juden eindrangen und u. a. Johans Schwester Ilse schwer verletzten, wurden Johan und sein Cousin <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/stolperstein/davidsohn-ernst/">Ernst</a> in &#8222;Schutzhaft&#8220; genommen. </p>
<p>Mindestens seit 1938 bemühte sich John um eine Ausreise in die USA. Trotz eines aktenkundigen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Affidavit">Affidavits</a> seiner dort geborenen Cousins Edwin und James Davidson gelang ihm dies zunächst aber nicht.</p>
<p><figure id="DavidsonJohn3" aria-describedby="caption-DavidsonJohn3" style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/LZW01RqzoL4Qq6MlRocZttMTjNZETYmyPJy0liipFm0?feat=embedwebsite"><img decoding="async" src="https://lh3.googleusercontent.com/-oaZFP7rduBk/T50U7pcz_MI/AAAAAAAAXts/l9llDDkTYYc/s400/PassDavidsohnJohn.jpg"/></a><figcaption id="caption-DavidsonJohn3" class="wp-caption-text">Pass 1939</figcaption></figure>Am 31. März 1939 erhielt John in Osterholz-Scharmbeck noch einen neuen Pass mit dem seit Anfang 1939 für alle Juden verbindlich vorgeschriebenen roten &#8222;J&#8220;, auch bei der Volkszählung vom 17.05.1939 wohnte er noch in der Bahnhofstr. 84 (ID-Nr. VZ275455). Am 11. August 1939 und damit nur drei Wochen vor Beginn des 2. Weltkrieges konnte er schließlich an Bord der MS Europa von Bremenhaven nach Southamptom flüchten. </p>
<p>In England lernte er die 1936 aus Gelsenkirchen geflüchtete Else Eichwald kennen, die beiden heirateten 1942 in Hammersmith. Am 3.5.1946 emigrierten beide dann von Liverpool in die USA. Im Zuge der sog. Wiedergutmachung nach dem 2. Weltkrieg wurde John zum Regierungsrat a. D. ernannt und bezog Ruhegehalt, im Jahre 1959 in Höhe von DM 851,98 monatlich. Vor seinem Tod im September 1985 lebte John in Queens im Staat New York. </p>
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		<title>Stolpersteine in Osterholz-Scharmbeck</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Jun 2021 06:00:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Osterholz-Scharmbeck]]></category>
		<category><![CDATA[Stolperstein]]></category>
		<category><![CDATA[Juden]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalsozialsmus]]></category>
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					<description><![CDATA[Update 24.06.2021: Heute wurden auch in Osterholz-Scharmbeck die ersten Stolpersteine verlegt. Gunter Demning verlegte sie an der Stadthalle sowie in der Börde-, Sandberg-, Post- und Bahnhofstraße. Stolpersteine (siehe auch www.stolpersteine.eu und Wikipedia-Artikel &#8222;Stolpersteine&#8220;) suchte man in Osterholz-Scharmbeck bislang vergebens. Die 10 x 10 x 10 cm großen Steine mit Gedenktafeln aus Messing sind seit den &#8230; <p class="link-more"><a href="https://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/stolpersteine/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Stolpersteine in Osterholz-Scharmbeck“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="Stolper01" aria-describedby="caption-Stolper01" style="width: 230px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/M9nfL1ssom8NxURTIfCiMQ?feat=embedwebsite"><img decoding="async" src="http://lh3.ggpht.com/_OV4xvtkBx0M/S6erN0gI-ZI/AAAAAAAASpA/7x9EA8B6nME/s288/201003Stolperstein.jpg" alt="Stolpersteine in Hamburg-Eppendorf"/></a><figcaption id="caption-Stolper01" class="wp-caption-text">Stolpersteine in Hamburg-Eppendorf</figcaption></figure>Update 24.06.2021: Heute wurden auch in Osterholz-Scharmbeck die ersten Stolpersteine verlegt. Gunter Demning verlegte sie an der Stadthalle sowie in der Börde-, Sandberg-, Post- und Bahnhofstraße.</p>
<p>Stolpersteine (siehe auch <a href="http://www.stolpersteine.eu">www.stolpersteine.eu</a> und Wikipedia-Artikel <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stolpersteine">&#8222;Stolpersteine&#8220;</a>) suchte man in Osterholz-Scharmbeck bislang vergebens. Die 10 x 10 x 10 cm großen Steine mit Gedenktafeln aus Messing sind seit den 1990er-Jahren in mittlerweile über 1.200 Orten Deutschlands und 20 Ländern Europas meist in Gehwege eingelassen und sollen am jeweils letzten selbstgewählten Wohnort an die Opfer der NS-Zeit erinnern. Das Projekt wurde von dem Kölner Künstler <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gunter_Demnig">Gunter Demning</a> ins Leben gerufen. </p>
<blockquote><p>&#8222;Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist&#8220; <small>(Gunter Demnig)</small>
</p></blockquote>
<p><span id="more-3204"></span><br />
1995 begann Demning in Köln zunächst ohne behördliche Genehmigung, Stolpersteine zu installieren. Die ersten genehmigten Steine wurden im Jahr 2000 ebenfalls in Köln verlegt. </p>
<blockquote><p>&#8222;Sie können ein Buch aufschlagen und lesen, dass die Nazis sechs Millionen Juden und fünf Millionen andere ermordet haben, aber Sie können nicht voll ermessen, was geschah. Wenn Sie aber über das Schicksal eines Mannes oder einer Frau erfahren, die in einem bestimmten Haus wohnten, ist das etwas anderes.&#8220; <small>(Gunter Demnig)</small></p></blockquote>
<p>Das Projekt der Stolpersteine ist nicht unumstritten. Während die Mehrzahl der bislang damit befassten Gemeinden die Idee und ihre Verbreitung unterstützten und auch das nationale und internationale Presseecho fast durchweg positiv ausfällt, erteilt München keine Genehmigungen zur Steinverlegung. Auch innerhalb der jüdischen Gemeinde herrscht Uneinigkeit: Charlotte Knobloch, ehemalige Präsidentin des Zentralrates der Deutschen Juden, lehnt das Projekt seit Jahren scharf ab, andere Mitglieder des Zentralrates und beispielsweise die Jüdische Gemeinde Düsseldorf beurteilen es positiv (vgl. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stolpersteine">ausführliche Darstellung der Kontroverse bei Wikipedia</a>)</p>
<p>Anfang 2010 waren in <a href="http://www.lzpb-bremen.de/index.php?option=com_content&#038;task=blogcategory&#038;id=61&#038;Itemid=92">Bremen</a> ca. 400 und in <a href="http://www.stolpersteine-hamburg.de/">Hamburg</a> etwa 3.000 Stolpersteine verlegt, im Landkreis Osterholz einzelne in Lilienthal und Ritterhude. Für damals € 95.- und heute 120.- kann man die Patenschaft für die Herstellung und Verlegung eines Steines übernehmen. </p>
<p>Im Februar 2011 lehnten Kultur- und Verwaltungsausschuss der Stadt Osterholz-Scharmbeck einen Antrag von Carsten Roman Höft auf Installation von Stolpersteinen einstimmig ab. Die Stadtverwaltung begründete ihre ablehnende Haltung mit den Bedenken Knoblochs und des Vorsitzenden des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen sowie dem bereits vorhandenen Mahnmal an der Bahnhofstraße. <small>(Quelle: Osterholzer Kreisblatt 18.2.2011)</small></p>
<p>2020 befasste sich die Kommunalpolitik auf Initiative von Hartmut Oberstech vom <a href="http://muna-luebberstedt.de">Arbeitskreis MUNA Lübberstedt</a> und Manfred Bannow (<a href="https://www.spurensuche-kreis-osterholz.de/page/erinnern-fuer-die-zukunft-projekte-im-landkreis-osterholz/">Spurensuche Kreis Osterholz</a>) erneut mit dem Thema.</p>
<p>Im Juli 2020 schließlich stimmte der Stadtrat mehrheitlich für einen gemeinsamen Antrag von SPD, Grünen und Linksfraktion, Stolpersteine auch in Osterholz-Scharmbeck zuzulassen. <small>(Quelle: Osterholzer Kreisblatt 15.7.2020)</small></p>
<h3>Mögliche Stolpersteine in Osterholz-Scharmbeck</h3>
<p>Demning als Initiator und Inhaber der Markenrechte will mit den Stolpersteinen &#8222;aller verfolgten oder ermordeten Opfer des Nationalsozialismus&#8220; gedenken. Ausdrücklich genannt sind Juden, Sinti und Roma, politisch und religiös Verfolgte, Zeugen Jehovas, Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung und Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Hautfarbe verfolgt wurden sowie als „asozial“ stigmatisierte und verfolgte Menschen wie Obdachlose oder Prostituierte, Zwangsarbeiter und Deserteure. Voraussetzung für die Verlegung von Stolpersteinen sei auch, Familien im Gedenken wieder zusammenzuführen. Auch überlebende Familienangehörige werden deshalb einbezogen und erhalten einen Stolperstein. <small>(Quelle: <a href="http://www.stolpersteine.eu/faq/">stolpersteine.eu</a>)</small></p>
<p><strong>Jüdische Mitbürger</strong></p>
<ol>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/aron-moritz/">Moritz Aron</a> (Auf dem Kamp 14)</li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/aron-wilhelm/">Wilhelm Aron</a> (1938: Auf dem Kamp 14, 1960: Auf dem Kamp 32, Arbeitsstelle bis 1945-1960: Bahnhofstraße 105) Überlebte den Holocaust, KZ 1944-45.</li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/bahr-hedwig/">Hedwig Bähr</a>, vermutlich identisch mit Edwig Bähr (Gedenkstein Bahnhofstraße)</li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/cohen-alfred-und-flora/">Alfred Cohen</a> (Hohetorstraße 14 oder Bremer Str. 47). Es existiert bereits ein Stolperstein in Bremen (ehem. Judenhaus Nordstraße 210).</li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/cohen-clara-und-siegmund/">Clara Cohen</a> (Bahnhofstraße 37, nach Konkurs und Zwangsversteigerung Lindenstraße 6) Es existiert bereits ein Stolperstein in Bremen (ehem. Judenhaus Elsässer Str. 114).
</li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/cohen-alfred-und-flora/">Flora Cohen</a>  (Hohetorstraße 14 oder Bremer Str. 47). Überlebte den Holocaust, KZ 1942-45. Es existiert bereits ein Stolperstein in Bremen (ehem. Judenhaus Nordstraße 210) </li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/cohen-henny/">Henny Cohen</a>.  (Hohetorstraße 14 oder Bremer Str. 47)
</li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/cohen-dr-richard/">Dr. Richard Cohen</a> (Marktstraße 5)
</li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/cohen-clara-und-siegmund/">Siegmund Cohen</a> (Bahnhofstraße 37, nach Konkurs und Zwangsversteigerung Lindenstraße 6)
</li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/stolperstein/davidsohn-ernst/">Ernst Davidsohn</a> (Poststraße 4, 1937 Kirchenstraße 4, 1938 vermutlich gezwungenermaßen Bahnhofstraße 84)</li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/davidsohn-ilse/">Ilse Davidsohn</a> (Bahnhofstraße 84)</li>
<li><a href="https://www.teufelsmoor.eu/geschichte/davidson-johan/">Johan &#8222;John&#8220; Davidsohn</a> (Bahnhofstraße 84), flüchtete im August 1939 über England in die USA, wo er 1985 verstarb.</li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/davidsohn-toni/">Toni Davidsohn</a> (Bahnhofstraße 84)</li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/heidemann-grete-und-alfred/">Alfred Heidemann</a></li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/heidemann-betty/">Betty Heidemann</a></li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/heidemann-grete-und-alfred/">Grete Heidemann</a></li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/heidemann-iwan/">Irma Heidemann</a></li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/heidemann-iwan/">Iwan Heidemann</a></li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/lowenstein-leopold/">Leopold Löwenstein</a> (Bahnhofstraße 105)
</li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/meibergen-moritz/">Moritz Meibergen</a> (Bahnhofstraße 90) </li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/meyer-hanni/">Hanni Meyer</a> (Lindenstraße 6) in 2 Listen mit ihrem Geburtsnamen Hanny Cohen geführt (hat aber im Bremer Judenhaus Bernhard Meyer geheiratet). Von ihr existiert bereits ein Stolperstein in Bremen (ehem. Judenhaus Elsässer Str. 114).
</li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/ratusch-anna/">Anna Ratusch</a> (Sandbergstraße, identisch mit <a href="http://www.genealogy.net/vereine/maus/datenbanken/grabsteine/tomb.php?cem=172&#038;tomb=524&#038;b=R">&#8222;Chana Ratusch gest. 24.9.1938&#8220;</a>)</li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/meyer-rosenhoff/">Meyer-Rosenhoff, Cläre</a></li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/meyer-rosenhoff/">Meyer-Rosenhoff, Hugo</a> (identisch mit Hugo Mejer und Hugo Meyer)</li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/meyer-rosenhoff/">Meyer-Rosenhoff, Ruth</a></li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/meyer-rosenhoff/">Meyer-Rosenhoff, Selma</a> (identisch mit Elya Rosenhoff) </li>
</ol>
<p><strong>Politisch verfolgte Mitbürger</strong></p>
<ol>
<li><a href="https://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/august-lange/">August Lange</a></li>
</ol>
<p><strong>unsicher</strong><br />
Bernhard Meyer (*1883 aus Halberstadt), hat <a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/meyer-hanni/">Hanni Meyer</a> erst im Bremer Judenhaus geheiratet und war vermutlich nie in OHZ</p>
<p><strong>Zu klären</strong><br />
Ottilie Davidsohn (Poststraße 4, ab 1938 vermutlich gezwungenermaßen Bahnhofstr. 84). Starb am 7.4.1938 im Alter von 78 Jahren.</p>
<p><strong>Quelle: Gedenkstein Bahnhofstraße (23 Personen)</strong><br />
Edwig Bähr<br />
Moritz Aron<br />
Hanny Cohen<br />
Alfred Cohen<br />
Dr. Richard Cohen<br />
Henny Cohen<br />
Clara und Siegmund Cohen<br />
Leopold Löwenstein<br />
Moritz Meibergen<br />
Anna Ratusch<br />
Ilse Davidsohn<br />
Ottilie Davidsohn<br />
Ernst Davidsohn<br />
Toni Davidsohn<br />
Elya und Hugo Rosenhoff<br />
Ruth Rosenhoff<br />
Cläre Rosenhoff<br />
Irma und Iwan Heidemann<br />
Grete und Alfred Heidemann</p>
<p><strong>Quelle: Yad Vashem <em>The Central Database of Shoah Victims&#8216; Names</em> (47 Einträge, 29 Personen)</strong><br />
Aron Moritz<br />
Baehr Hedwig<br />
Cohen Alfred<br />
Cohen Clara<br />
Cohen Fritz<br />
Cohen Erich<br />
Cohen Henny<br />
Cohen Richard<br />
Cohen Sigmund<br />
Davidsohn Ottilie<br />
Davidsohn Sally<br />
Davidsohn Toni<br />
Davidsohn Ilse<br />
Davidsohn Ernst<br />
Feist Ella<br />
Heidemann Alfred<br />
Heidemann Betty<br />
Heidemann Grete<br />
Heidemann Irma<br />
Heidemann Ivan<br />
Heidemann Josef<br />
Löwenstein Leopold<br />
Meyer Hanni (Anm.: =Cohen Hanni)<br />
Mejer, Hugo (Anm.; =Hugo Rosenhoff)<br />
Neuman Selma (Quelle: <a href="https://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&#038;itemId=765392&#038;ind=1">Yad Vashem</a>)<br />
Ratusch Anna<br />
Rosenhoff Claere<br />
Rosenhoff Hugo<br />
Rosenhoff Ruth<br />
Rosenhoff Selma</p>
<p><strong>Quelle: Bundesarchiv: Gedenkbuch &#8211; Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933 &#8211; 1945 (Stand 2011: 11 Personen)</strong><br />
Aron, Moritz (* 11.10.1873 in Scharmbeck)<br />
Bähr, Hedwig (* 01.02.1904 in Etteln)<br />
Cohen, Alfred (* 17.02.1864 in Osterholz-Scharmbeck)<br />
Cohen, Clara (* 28.05.1871 in Ottersberg)<br />
Davidsohn, Ernst (* 27.07.1891 in Osterholz-Scharmbeck)<br />
Davidsohn, Ilse (* 22.01.1906 in Osterholz-Scharmbeck)<br />
Davidsohn, Toni (* 27.12.1877 in Harpstedt)<br />
Löwenstein, Leopold (* 14.11.1873 in Gudensberg)<br />
Meyer, Hanni (geb. Cohen, * 31.03.1905 in Osterholz-Scharmbeck)<br />
Rosenhoff gen. Meyer, Hugo (* 12.02.1887 in Kamen)<br />
Rosenhoff, Selma (* 14.04.1889 in Obermöllrich)</p>
<p>(Stand 2020: 16 Personen) zusätzlich:<br />
Bähr, Friedrich Elias Raphael Fritz (* 02.09.1890 in Prenzlau) wohnhaft in Osterholz-Scharmbeck und Frankfurt a. Main<br />
Fränkel, Paula Pauline Bertha (* 08.04.1887 in Abterode) wohnhaft in Abterode, Eickedorf und Osterholz-Scharmbeck<br />
Heidemann, Greta Grete Gretchen (* 02.02.1884 in Boizenburg) wohnhaft in Osterholz-Scharmbeck und Hamburg<br />
Rosenhoff gen. Meyer, Cläre (* 23.02.1927 in Osterholz-Scharmbeck) wohnhaft in Osterholz-Scharmbeck und Hamburg<br />
Rosenhoff gen. Meyer, Ruth (* 08.08.1924 in Osterholz-Scharmbeck) wohnhaft in Osterholz-Scharmbeck und Hamburg</p>
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		<title>Davidsohn, Ernst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jul 2020 10:41:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Stolperstein]]></category>
		<category><![CDATA[1942]]></category>
		<category><![CDATA[Juden]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalsozialsmus]]></category>
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					<description><![CDATA[Ernst Davidsohn (1891-1942) war ein Sohn der alteingesessenen und angesehenen Kaufmannsfamilie Davidsohn in Scharmbeck. Im Nationalsozialismus wurde er entrechtet, in ein Konzentrationslager gesperrt und 1942 ermordet. Ernst wurde am 27. Juli 1891 als Sohn von Eduard Davidsohn und dessen Frau Ottilie geboren. Sein Cousin Johan Davidsohn wurde bereits im November 1934 als 30-jähriger Referendar von &#8230; <p class="link-more"><a href="https://www.teufelsmoor.eu/geschichte/stolperstein/davidsohn-ernst/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Davidsohn, Ernst“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="DavidsohnErnst1" aria-describedby="caption-DavidsohnErnst1" style="width: 230px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/7Nlujbo0PUMUks8U7Olg-A?feat=embedwebsite"><img decoding="async" src="http://lh6.ggpht.com/_OV4xvtkBx0M/S9MkgrYYpdI/AAAAAAAASuk/yObxaYyDdmA/s288/DavidsohnErnst.jpg" alt="Ernst Davidsohn"></a><figcaption id="caption-DavidsohnErnst1" class="wp-caption-text">Ernst Davidsohn</figcaption></figure> <strong>Ernst Davidsohn (1891-1942)</strong> war ein Sohn der alteingesessenen und angesehenen <a href="http://www.teufelsmoor.eu/allgemein/davidsohn/">Kaufmannsfamilie Davidsohn</a> in Scharmbeck. Im Nationalsozialismus wurde er entrechtet, in ein Konzentrationslager gesperrt und 1942 ermordet. </p>
<p>Ernst wurde am 27. Juli 1891 als Sohn von Eduard Davidsohn und dessen Frau Ottilie geboren. Sein Cousin <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/davidson-johan">Johan Davidsohn</a> wurde bereits im November 1934 als 30-jähriger Referendar von 40-50 Männern zusammengeschlagen, in &#8222;Schutzhaft&#8220; genommen und nach Berlin gebracht, nachdem er mehrere Flugblätter, die zum Boykott jüdischer Geschäfte aufriefen, entfernt hatte.</p>
<p>Dem seit 1933 von den Nationalsozialisten organisierten, u. a. mit Plakaten und uniformierten Wachen vor den Geschäften durchgesetzten Boykott jüdischer Geschäfte hielt das Unternehmen zunächst stand, erst das völlige Verbot jüdischer Geschäftstätigkeit führte 1938 zur Geschäftsaufgabe. Geschäft und Immobilie  Bekleidungshaus wurde von Heinrich von Seggern übernommen. </p>
<p>Nach der sog. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Novemberpogrome_1938">Reichspogromnacht</a> (9./10. November 1938), in deren Verlauf SA-Männer nach der vereitelten Brandstiftung an der <a href="http://www.teufelsmoor.eu/osterholz-scharmbeck/bahnhofstrase/bahnhofstr-105/">ehemaligen Synagoge</a> in die Wohnungen ansässiger Juden eindrangen und u. a. Ernsts Cousine <a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/davidsohn-ilse/">Ilse (geb. 1906)</a> schwer verletzten, wurden Ernst und sein Cousin Johan in &#8222;Schutzhaft&#8220; genommen. </p>
<p><figure id="DavidsohnErnst2" aria-describedby="caption-DavidsohnErnst2" style="width: 250px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/7fdlBndAPdby61ukdIwucQ?feat=embedwebsite"><img decoding="async" src="http://lh4.ggpht.com/_OV4xvtkBx0M/S7TdlBlf2FI/AAAAAAAASq4/3WN2fHRcb1c/s288/19381110_Schutzhaft.JPG" alt="Polizeiprotokoll Henny Cohen Schutzhaft"></a><figcaption id="caption-DavidsohnErnst2" class="wp-caption-text">Polizeiprotokoll betr. 'Schutzhaft'</figcaption></figure>Im Oktober 1937 verkaufte Ernst für die Fa. J. D. Davidsohn eine Hammewiese von 4 ha bei Tietjens Hütte für RM 11.000 (Kaufkraft 2011 ca. € 43.000, <small>Quelle: Wikipedia</small>) an den Landwirt Gevert Blendermann aus Heilshorn. Im Kaufvertrag des Notars Heinrich Helck ist Ernsts Wohnadresse zu diesem Zeitpunkt mit <a href="https://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/kirchenstrase/kirchenstr-4/">Kirchenstraße 4</a> angegeben. Am 28.10.1938 verkaufte Ernst Geschäft und Immobilie für RM 40.000 (Kaufkraft 2011 ca. € 170.000) an von Seggern <small>(Quelle: Anzeige Osterholzer Kreisblatt)</small>. Am 6. Dezember 1938 musste Ernst seinen Führerschein, dessen Besitz Juden nunmehr untersagt war, bei der Polizei abgeben. </p>
<p>Ebenfalls 1938 musste Ernst in das von seiner Tante Toni und Cousine Ilse sowie zuvor von Johan bewohnte Haus in der Bahnhofstraße 84 ziehen. 1939 mussten die Davidsohns dort die Familie ihres ehemaligen Konkurrenten <a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/cohen-alfred-und-flora/">Alfred Cohen</a> als Mieter aufnehmen, die auf Grund des <em>Gesetzes über Mietverhältnisse mit Juden</em> vom 30. April 1939 von der Stadtverwaltung unfreiwillig zum Umzug genötigt wurden. Die Immobilie in der Bahnhofstraße verkaufte Toni im Januar 1941, bevor sie mit Ilse in ein Bremer Judenhaus in der Wiesbadener Straße umzog. <small>(Quelle: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/de-geschicht-is-logenhaft/">Murken</a>)</small></p>
<p>Ernst wurde am 18. November 1941 mit 569 seiner Leidensgenossen (440 aus Bremen und 130 aus dem Regierungsbezirk Stade) am Bremer Lloydbahnhof zusammengetrieben und über Hamburg, wo weitere 407 Juden aus Hamburg und Umgebung zusteigen mussten, nach Minsk verfrachtet. Dort kam er am 23. November an, sein weiteres Schicksal ist nicht bekannt. Er kam entweder bereits im ersten Winter im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ghetto_Minsk">Ghetto von Minsk</a> oder 1942 im Rahmen der Massentötungen durch Vergasen oder Erschießen ums Leben.</p>
<p><a href="http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/directory.html?id=851109&#038;submit=1&#038;page=1&#038;maxview=50&#038;offset=0">Eintrag im Gedenkbuch</a> beim Bundesarchiv</p>
<blockquote><p>Davidsohn, Ernst<br />
* 27. Juli 1891 in Osterholz-Scharmbeck<br />
wohnhaft in Osterholz-Scharmbeck</p>
<p>Deportation:<br />
ab Hamburg<br />
18. November 1941, Minsk, Ghetto</p>
<p>Todesdatum:<br />
28. Juli 1942, Minsk, Ghetto</p></blockquote>
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		<title>Familie Ratusch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Oct 2018 13:51:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Stolperstein]]></category>
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					<description><![CDATA[Anna (Chana) Ratusch (geb. 1892 in Polen, gest. 24.09.1938 in Bremen) wohnte mit ihrer Familie viele Jahre in Osterholz-Scharmbeck in der Sandbergstraße 15 (früher Nr. 281). Sie wurde im Nationalsozialismus in den Freitod getrieben, ihrem Ehemann Leon Ratusch (geb. 7.7.1891) und ihren drei Kindern Sonja (&#8222;Sara&#8220;, geb. 1926), Jacob (&#8222;Jack&#8220;, geb. 16.9.1927) und Erika Ratusch &#8230; <p class="link-more"><a href="https://www.teufelsmoor.eu/menschen/ratusch-anna/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Familie Ratusch“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="AnnaRatusch" aria-describedby="caption-AnnaRatusch" style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" src="https://lh3.googleusercontent.com/IA11FjDK8WAJQYpzEib6M1mczBfvZevMx8lTsB-eG_HtDIg4Z9k-NpywYaaHKgzcRGL5kGXnUewJC-7piyThBmFU7e_4ZDmX9ip0A8PGLaK1PpPRUGcvP-E5Afy6qKoyyMpwl21hOjHUCwSHGagyyE7hDy9I6ADIh-6DAw68r-9H5ww0YiB4yBQTtZMd9c9zftJzfARirCszZnD8CfiN2M9DQpBrcGaqgx0g6pA5t4253k8N2qdBGH7uUWrTJQK1Ep9NV89EQAdSoIzH3YqqiIqQYNnDksQstMHbaxq_180NGFr9BAvgqd5qH3MxJKBaP02FHvHrR7VU6vpDus5sHH0Q-Q74LnyJBP52a-XtZVZB9edUkdiTX8rUjiTe1Mc4gFMZ9wBnVwYSX-Eq1rju3TFVWe_qiKkWLCCEiAn-J_hUuMzcbFwfNsB4nOmmz3R9_2_NWlkkPF_0Xtpj4obk1uuC2kyIshNZHP6rjTpurLDizVkOnxrqZzhPUZYOrPPmRFqmpD5NijitPmCGc06ReTRlxn5XldndwP8gYfFWJPgo004jsA8q-rKzCXMMSawb3yvcEg2O_OzWmFD30QurXnL9L5CgtJqXmWg-cAq4PEcfGaIRzqcm_Mspujc0ySwd=w2048-h1536-no?.jpg" alt="Wohnhaus Anna Ratusch"><figcaption id="caption-AnnaRatusch" class="wp-caption-text">Sandbergstr. 15 in Osterholz-Scharmbeck heute</figcaption></figure><strong>Anna (Chana) Ratusch</strong> (geb. 1892 in Polen, gest. 24.09.1938 in Bremen) wohnte mit ihrer Familie viele Jahre in Osterholz-Scharmbeck in der Sandbergstraße 15 (<a href="http://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/hausnummern-in-ohz/">früher Nr. 281</a>). Sie wurde im Nationalsozialismus in den Freitod getrieben, ihrem Ehemann <strong>Leon Ratusch</strong> (geb. 7.7.1891) und ihren drei Kindern <strong>Sonja</strong> (&#8222;Sara&#8220;, geb. 1926), <strong>Jacob</strong> (&#8222;Jack&#8220;, geb. 16.9.1927) und <strong>Erika Ratusch Link</strong> (geb. 1930) gelang die Flucht in die USA.<br />
<span id="more-3417"></span></p>
<p>Anna und Leon stammten beide aus Polen und heirateten 1925 in Bremen. Sie zogen nach Osterholz-Scharmbeck, wo sie in der Sandbergstraße ein Haus erwarben. Hier sind zwischen 1926 und 1930 ihre drei Kinder Sonja, Jacob und Erika geboren. </p>
<h2>Im Nationalsozialismus</h2>
<p>Seit 1934 wurde überall im Deutschen Reich die Ausgrenzung jüdischer Mitbürger drastisch intensiviert. Inhaber und Kunden jüdischer Geschäfte wurden beschimpft, Boykottposten vor den Läden aufgestellt, Schaufenster beschmiert und eingeworfen und Kunden beim Betreten oder Verlassen der Geschäfte fotografiert und mit Namen und Anschrift in den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Stürmer">„Stürmerkästen“</a> veröffentlicht. Bereits 1935 verweigerten viele &bdquo;christliche&rdquo; Geschäftsleute auch in Osterholz-Scharmbeck ihren jüdischen Mitbürgern den Verkauf von Dingen des täglichen Bedarfs.</p>
<blockquote><p><strong>Juden sind hier unerwünscht</strong><br />
Ein nachahmenswertes Beispiel hat jetzt unsere Kreishauptstadt Osterholz-Scharmbeck gegeben: Seit einigen Tagen sind in sämtlichen Geschäften und Handwerksbetrieben, bis auf eine unrühmliche Ausnahme, Schilder sichtbar angebracht, die die Aufschrift tragen: Juden sind hier unerwünscht. Einige wenige Geschäftsleute und Handwerker, die bisher &#8218;Bedenken&#8216; hatten, das Plakat auszuhängen, haben sich zuletzt doch noch eines Besseren besonnen &#8230; Erfreulich ist der Gemeinschaftsgedanke &#8230; Wer beim Juden kauft, ist ein Volksverräter!<br />
<small>Quelle: Osterholzer Kreisblatt vom 21.8.1935, zitiert nach <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/chronik-von-osterholz-scharmbeck/">Menkhoff</a></small></p></blockquote>
<p>Sonja, Jacob und Erika gehörten 1938 zu den letzten sechs Kindern, die noch die jüdische Religionsschule in der <a href="http://www.teufelsmoor.eu/osterholz-scharmbeck/bahnhofstrase/bahnhofstr-105/">Synagoge</a> besuchten. <small>(Quelle: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/buch-juedische-buergerinnen-und-buerger-in-osterholz-scharmbeck/">Schröder et al.</a>, <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/buch-historisches-handbuch/">Obenaus</a>, Geburtsregister Osterholz-Scharmbeck und <a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/lowenstein-leopold/">Löwenstein&#8217;sche Schulchronik</a>)</small></p>
<h3>Flucht</h3>
<p>Leon Ratusch gelang 1938 die Emigration in die USA, wo er sich um Einreisegenehmigungen auch für den Rest der Familie bemühte. Anna jedoch nahm sich im Alter von 45 Jahren, acht Tage nach dem 11. Geburtstag ihres Sohnes, in der Lesum das Leben. Sie sollte ohne ihre Kinder nach Polen abgeschoben werden und glaubte wohl nicht mehr an eine Ausreise in die USA. </p>
<p>Die Kinder wurden nach Annas Tod von Verwandten in Bremen aufgenommen, Rebecka und Samuel Fuchs <small>(Quelle: pers. Mitteilung Erika Ratusch Link)</small>. Die beiden betrieben in der Vegesacker Str. 41 in Walle einen Kurzwaren- und Seifenhandel <small>(Quelle: Weserkurier 14.11.2013)</small>. Sie kümmerten sich liebevoll um die Kinder, sorgten für Annas Bestattung auf dem jüdischen Friedhof in Bremen-Hastedt (<a href="http://grabsteine.genealogy.net/tomb.php?cem=172&#038;tomb=524&#038;b=R">Grabstein</a>) und halfen Leon beim Verkauf des Hauses in der Sandbergstraße. Dieser konnte im Dezember 1938 durch einen New Yorker Rechtsanwalt über das deutsche Generalkonsulat noch abgewickelt werden. </p>
<p>Auch bei der Ausreise von Sonja, Jacob und Erika im März 1939 mit der <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/SS_President_Roosevelt_(1921)">SS President Roosevelt</a> von Hamburg zu ihrem Vater in die USA waren die Fuchs behilflich. Sie selbst wurden 1942 nach Theresienstadt deportiert und 1943 in Auschwitz ermordet.</p>
<blockquote><p><strong>Fuchs, Samuel</strong><br />
geboren am 21. Februar 1879 in Tarnopol/Galizien<br />
wohnhaft in Bremen</p>
<p>Deportation ab Hannover:<br />
23. Juli 1942, Theresienstadt, Ghetto<br />
06. September 1943, Auschwitz, Konzentrations-und Vernichtungslager</p>
<p><strong>Fuchs, Rebeka Rebecka Rifka Rahel</strong><br />
geborene Birnberg, geboren am 02. Januar 1879 in Tarnopol/Galizien<br />
wohnhaft in Bremen</p>
<p>Deportation ab Hannover:<br />
23. Juli 1942, Theresienstadt, Ghetto<br />
06. September 1943, Auschwitz, Konzentrations-und Vernichtungslager</p>
<p><small>Quelle: <a href="http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/directory.html.de">Gedenkbuch (Bundesarchiv)</a></small></p></blockquote>
<h2>Nach 1945</h2>
<p>Leon Ratusch war in den USA in der Bekleidungsbranche tätig und lebte in Brooklyn, New York. Er starb im November 1968 im Alter von 77 Jahren.</p>
<p>Jacob Ratusch nannte sich in den USA Jack. Im November 1945, kurz nach Kriegsende, ging er mit gerade 18 Jahren zum Militär (Service Number 42 261 135). Als Soldat der amerikanischen Besatzungstruppen war er auch in Osterholz-Scharmbeck als Interviewer und Übersetzer tätig <small>(Quelle: pers. Mitteilung Erika Ratusch Link)</small>. Später arbeitete er in New York ebenso wie sein Vater viele Jahre in in der Bekleidungsbranche. Neben anderen wurde er 2009 in einem Dokumentarfilm (&bdquo;<a href="https://www.imdb.com/title/tt1299651/?ref_=ttpl_pl_tt">Dressing America</a>&rdquo;) über den New Yorker Fashion District (&bdquo;Garment Center&rdquo;) porträtiert. Er wurde 91 Jahre alt und lebte bis zu seinem Tod im November 2017 in seiner Wohnung in der Park Avenue 799. Er blieb praktizierender Jude und war bis zuletzt Präsident der <a href="https://www.garmentcentercongregation.org">Garment Center Congregation Synagogue</a> am Broadway in Midtown Manhattan <small>(Quelle: The Jewish Press 14.1.2011)</small>.</p>
<p>Erika Ratusch Link stieß im Juli 2018 zusammen mit ihrem Sohn John auf die Artikel über <a href="http://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/bahnhofstrase/mahnmal-bahnhofstrasse/">das Mahnmal in der Bahnhofstraße</a> und <a href="http://www.teufelsmoor.eu/leitartikel/ilse-schroeder/">Ilse Schröder</a> hier auf <a href="http://www.teufelsmoor.eu">teufelsmoor.eu</a>. Nach einem regen E-Mail-Wechsel über den Atlantik führte dieser Kontakt ihren Sohn John und Schwiegertochter Cheryl Link auf einer Deutschlandreise im September 2018 auch nach Osterholz-Scharmbeck. Ilse Schröder, Mitautorin von &bdquo;<a href="http://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/buch-juedische-buergerinnen-und-buerger-in-osterholz-scharmbeck/">Jüdische Bürgerinnen und Bürger in Osterholz-Scharmbeck</a>&rdquo;, besuchte mit Ihnen das Geburtshaus der Mutter in der Sandbergstraße und gemeinsam mit Bürgermeister <a href="http://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/torsten-rohde/">Torsten Rohde</a> auch das Mahnmal. Anlässlich eines Empfangs beim Bürgermeister übermittelten die Links eine Videobotschaft ihrer Mutter und konnten ihr im Gegenzug eine Kopie ihrer Eintragung im Geburtregister der Stadt aus dem Jahr 1930 mit nach Hause nehmen (vgl. Artikel im <a href="https://weserreport.de/2018/09/landkreis-osterholz/auf-spuren-der-vor-80-jahren-vertriebenen-vorfahren/">Hamme-Report</a> und im <a href="https://www.weser-kurier.de/region/osterholzer-kreisblatt_artikel,-geschichtstraechtig-und-bewegend-_arid,1772752.html">Osterholzer Kreisblatt</a>).</p>
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		<title>Buch: Jüdische Bürgerinnen und Bürger in Osterholz-Scharmbeck</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Nov 2015 19:00:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Osterholz-Scharmbeck]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Stolperstein]]></category>
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					<description><![CDATA[Jüdische Bürgerinnen und Bürger in Osterholz-Scharmbeck Schicksale in der Zeit des Nationalsozialismus 1933-1945 Eine Dokumentation &#8211; 70 Jahre nach Ende des II. Weltkrieges von Ilse Schröder, Sonja K. Sancken und Horst Böttjer (Stadt Osterholz-Scharmbeck) 54 Seiten, ca. 53 Abbildungen Hrsg.: Stadt Osterholz-Scharmbeck, November 2015 Über Jahrzehnte gewachsene und mehrfach in Ausstellungen präsentierte Dokumentation zum jüdischen &#8230; <p class="link-more"><a href="https://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/buch-juedische-buergerinnen-und-buerger-in-osterholz-scharmbeck/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Buch: Jüdische Bürgerinnen und Bürger in Osterholz-Scharmbeck“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="schroederbuch1" aria-describedby="caption-schroederbuch1" style="width: 280px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" src="https://lh3.googleusercontent.com/-pam6FhAlXz8/VkDskcg1BDI/AAAAAAAAjMU/uBtOU6sNknY/s400-Ic42/IMG_01381.jpg" alt="Jüdische Bürgerinnen und Bürger in Osterholz-Scharmbeck"><figcaption id="caption-schroederbuch1" class="wp-caption-text"> </figcaption></figure><strong>Jüdische Bürgerinnen und Bürger in Osterholz-Scharmbeck</strong><br />
Schicksale in der Zeit des Nationalsozialismus 1933-1945</p>
<p>Eine Dokumentation &#8211; 70 Jahre nach Ende des II. Weltkrieges<br />
von Ilse Schröder, Sonja K. Sancken und Horst Böttjer (Stadt Osterholz-Scharmbeck)</p>
<p>54 Seiten, ca. 53 Abbildungen<br />
Hrsg.: Stadt Osterholz-Scharmbeck, November 2015</p>
<p>Über Jahrzehnte gewachsene und mehrfach in Ausstellungen präsentierte Dokumentation zum <a href="http://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/geschichte-der-juden/">jüdischen Leben in Osterholz-Scharmbeck</a> vor und während des Nationalsozialismus. Diese Ausgabe wurde am 9.11.2015 im Anschluss an die  <a href="http://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/bahnhofstrase/pogromnacht-2015/">Gedenkfeier zur Pogromnacht</a> im Rathaus vorgestellt. </p>
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		<title>Pogromnacht 2015</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Nov 2015 18:19:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bahnhofstraße]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Stolperstein]]></category>
		<category><![CDATA[2015]]></category>
		<category><![CDATA[Juden]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch in diesem Jahr trafen sich eine ganze Reihe von Osterholz-Scharmbeckern am Mahnmal in der Bahnhofstraße, um anlässlich des 77. Jahrestages der sog. Reichspogromnacht ihrer ehemaligen jüdischen Mitbürger zu gedenken. Mit knapp 50 Teilnehmern waren es diesmal sogar deutlich mehr Menschen als in den Vorjahren, die der stellv. Bürgermeister Klaus Sass begrüßen konnte. Wie in &#8230; <p class="link-more"><a href="https://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/bahnhofstrase/pogromnacht-2015/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Pogromnacht 2015“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="Pogrom15a" aria-describedby="caption-Pogrom15a" style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/RETVRI1QAjrdgwwMQBqGMtMTjNZETYmyPJy0liipFm0?feat=embedwebsite"><img decoding="async" loading="lazy" src="https://lh3.googleusercontent.com/-AvUXO7mX9BE/VkDr174CMwI/AAAAAAAAjK0/hVrGiIJf5Bg/s400-Ic42/20151109Porgromnacht0131.jpg" height="267" width="400" /></a><figcaption id="caption-Pogrom15a" class="wp-caption-text">Stimmungsvoll am Originalschauplatz nach Einbruck der Dunkelheit</figcaption></figure>Auch in diesem Jahr trafen sich eine ganze Reihe von Osterholz-Scharmbeckern am <a href="http://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/bahnhofstrase/mahnmal-bahnhofstrasse/">Mahnmal in der Bahnhofstraße</a>, um anlässlich des 77. Jahrestages der sog. Reichspogromnacht ihrer ehemaligen jüdischen Mitbürger zu gedenken.</p>
<p><figure id="Pogrom15b" aria-describedby="caption-Pogrom15b" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/TTXEGPDpx1cVViiqhfCDvNMTjNZETYmyPJy0liipFm0?feat=embedwebsite"><img decoding="async" loading="lazy" src="https://lh3.googleusercontent.com/-ZCesMHlUeug/VkDsEtfB2-I/AAAAAAAAjLM/MVHe5GSz_OE/s400-Ic42/20151109Porgromnacht0181.jpg" height="267" width="400" alt="Gedenkstunde zur Reichspogromnacht in Osterholz-Scharmbeck"/></a><figcaption id="caption-Pogrom15b" class="wp-caption-text"> </figcaption></figure>Mit knapp 50 Teilnehmern waren es diesmal sogar deutlich mehr Menschen als in den Vorjahren, die der stellv. Bürgermeister Klaus Sass begrüßen konnte. Wie in jedem Jahr überkam mich ein leichter Schauer, als Volker Müller und Ulrich Marahrens <a href="http://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/bahnhofstrase/bahnhofstr-105/">am Schauplatz der 1938 in Brand gesetzten Synagoge</a> die Namen und Adressen der jüdischen Bürgerinnen und Bürger Osterholz-Scharmbecks verlasen, die Opfer des Nazi-Terrors wurden. Ihnen und <a href="http://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/geschichte-der-juden/">ihrem hier beschriebenen Schicksal</a> galten die anschließende Schweigeminute und viele Blumen und Steine auf dem Gedenkstein.<br />
<span id="more-10282"></span></p>
<p><figure id="Pogrom15c" aria-describedby="caption-Pogrom15c" style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/BU8Pb2zkdPRcKqAgzeK3IdMTjNZETYmyPJy0liipFm0?feat=embedwebsite"><img decoding="async" loading="lazy" src="https://lh3.googleusercontent.com/-Rlv1YVYOfsw/VkDsL64_rfI/AAAAAAAAjLc/EvRiM9C00Xk/s400-Ic42/20151109Porgromnacht0231.jpg" height="267" width="400" /></a><figcaption id="caption-Pogrom15c" class="wp-caption-text">Ilse Schröder, Sigrid Korte und Anneliese Kothe (von li.) lasen aus der Dokumentation</figcaption></figure>Im Anschluss stellte die Stadt im Rathaus die druckfrische <a href="http://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/buch-juedische-buergerinnen-und-buerger-in-osterholz-scharmbeck/">Dokumentation &#8222;Jüdische Bürgerinnen und Bürger in Osterholz-Scharmbeck&#8220;</a> von Ilse Schröder, Sonja Sancken und Horst Böttjer (Stadt Osterholz-Scharmbeck) vor. Zur Feierstunde im Foyer reichte zur allgemeinen Freude die vorgesehen Bestuhlung nicht, den über 100 Interessierten Platz zu bieten. </p>
<p><figure id="pogrom15d" aria-describedby="caption-pogrom15d" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/5js1R7HJ8wsFQc1lNw8G0dMTjNZETYmyPJy0liipFm0?feat=embedwebsite"><img decoding="async" loading="lazy" src="https://lh3.googleusercontent.com/-poV7eZeGUSE/VkDsYxdqu4I/AAAAAAAAjL0/UNt2iUgNkEU/s400-Ic42/20151109Porgromnacht0261.jpg" height="267" width="400" alt="Herbert Behrens, Ilse Schröder, Reelf Menkhoff"/></a><figcaption id="caption-pogrom15d" class="wp-caption-text">Herbert Behrens, Ilse Schröder und Reelf Menkhoff (von li.)</figcaption></figure>Die kurze Feierstunde wurde von Klaus Sass eröffnet und von Klezmer eines Projektorchesters unter Leitung von Ilse Zink aufgelockert. Nach einem Grußwort und einem Blumenstrauß von Pastor Gert Glaser an die Hauptautorin Ilse Schröder wurden Abschnitte der Dokumentation gelesen. Einmal mehr, wenn sich der Jahrestag der brennenden Synagogen in Deutschland jährt, gingen mir die Sätze von Martin Niemöller durch den Kopf:</p>
<blockquote><p>Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist. Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat. Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter. Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.</p></blockquote>
<p>Mögen möglichst viele sich auch diese Tage daran erinnern, wenn irgendwo in Deutschland mal wieder etwas in Brand gesetzt wird.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Juden in OHZ</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Oct 2015 05:26:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Osterholz-Scharmbeck]]></category>
		<category><![CDATA[Stolperstein]]></category>
		<category><![CDATA[1735]]></category>
		<category><![CDATA[1938]]></category>
		<category><![CDATA[Juden]]></category>
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					<description><![CDATA[Osterholz und Scharmbeck waren vor 150 Jahren eine Hochburg jüdischer Ansiedlung im Elbe-Weser-Dreieck. Noch zu Beginn des 20. Jh. waren viele jüdische Mitbürger in Osterholz-Scharmbeck als Kaufleute, Ärzte, dekorierte Kriegsteilnehmer und Heimatforscher respektiert und bei Vielen im Ort beliebt. Die Geschichte ihrer Demütigung, Vertreibung und fast vollständigen Vernichtung in den Jahren 1933-45 ist wegen ihrer &#8230; <p class="link-more"><a href="https://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/geschichte-der-juden/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Juden in OHZ“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="juden1" aria-describedby="caption-juden1" style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" src="https://lh3.googleusercontent.com/-tGmNsrswrJs/VGOa187iKYI/AAAAAAAAhc8/fBhvcB9wYLs/s400-Ic42/Synagoge1938.jpg" alt="Synagoge in Osterholz-Scharmbeck"><figcaption id="caption-juden1" class="wp-caption-text">Ehemalige Synagoge in der Bahnhofstraße<br />nach der Reichsporgromnacht 1938</figcaption></figure>Osterholz und Scharmbeck waren vor 150 Jahren eine Hochburg jüdischer Ansiedlung im Elbe-Weser-Dreieck. Noch zu Beginn des 20. Jh. waren viele jüdische Mitbürger in <a href="http://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/osterholz-scharmbeck/">Osterholz-Scharmbeck</a> als Kaufleute, Ärzte, dekorierte Kriegsteilnehmer und Heimatforscher respektiert und bei Vielen im Ort beliebt. Die Geschichte ihrer Demütigung, Vertreibung und fast vollständigen Vernichtung in den Jahren 1933-45 ist wegen ihrer &#8222;Überschaubarkeit&#8220; und der lokalen Bezüge ein bedenkenswertes Lehrstück über menschliche Schwächen, Toleranz und Zivilcourage. </p>
<blockquote><p>&#8222;Das meiste Unrecht beginnt im Kleinen &#8211; und da lässt es sich mit Mut und Zivilcourage noch bekämpfen.&#8220;<br />
<small>Roman Herzog (ehemaliger Bundespräsident) im Mai 1997</small>
</p></blockquote>
<p>Beachtlich sind auch Schicksal und Auftreten <a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/aron-wilhelm/">Wilhelm Arons</a>, des einzigen &#8222;Volljuden&#8220; unserer Stadt, der nach diesen Ereignissen an seinen Heimatort zurückkehrte.<br />
<span id="more-28"></span></p>
<h3>Anfänge</h3>
<p>Als erster namentlich erwähnter Jude erhielt Levi Hertz 1732 einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geleitrecht">Geleitbrief</a> für Scharmbeck. 1756 oder 1757 kaufte er ein ca. 150 m² großes Grundstück an der Chaussee zwischen Lintel und Pennigbüttel für einen jüdischen Friedhof. <small>(Quelle: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/buch-historisches-handbuch/">Obenaus</a>)</small> Anderen Quellen zur Folge <small>(<a href="http://aidaonline.niedersachsen.de/AktenAIDA.aspx?CryptPara=Cg08DNWFhfOc7wdNIFeNLTYsMVD9qldeiCNkijmkcDOj6H2LnyC9m2XeWXPrFzIV">Staatsarchiv Stade</a>)</small> erhielten 1731 Levy Herz und Moses Hein in Osterholz sowie Cahn Meyer und David Meyer in Scharmbeck einen Schutzbrief.</p>
<p>Die jüdische Gemeinde für Osterholz und Scharmbeck wurde am 1. Dezember 1768 gegründet. Sie bestand damals aus vier Familien mit insgesamt 18 Personen sowie einem Knecht und vier Mägden. In Scharmbeck lebten die Familien Levi Hertz (lt. Stadtchronik seit 1735), Philipp Moses (seit 1753) und Leffmann Moses Meyer (seit 1758), in Osterholz die Familie Salomon Levi seit 1761. </p>
<p>1772 gründete die spätere <a href="http://www.teufelsmoor.eu/allgemein/davidsohn/">Familie Davidsohn</a> in der Obernstraße (später Poststraße) ein Textilgeschäft, den Namen Davidsohn nahmen sie vermutlich erst später während der französischen Besatzung 1803-13 an. 1780 erhielt auch Jakob Nachmann einen Schutzbrief, um auf dem Heidkamp eine Schlachterei einzurichten. Zuvor hatte er bereits drei Jahre bei Moses Hein in Scharmbeck gearbeitet. <small>(Quelle: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/chronik-von-osterholz-scharmbeck/">Menkhoff</a>)</small> 1796 wurde der Levi Lefmann in Scharmbeck gewährte Schutz auf Heine Lefmann Goldberg in Scharmbeck übertragen <small>(Quelle: <a href="http://aidaonline.niedersachsen.de/AktenAIDA.aspx?CryptPara=Cg08DNWFhfOc7wdNIFeNLTYsMVD9qldex07U$(XrfQPkGeiU96s7mS4UbGMw6IiPV">Nds. Landesarchiv</a>)</small></p>
<h3>Wachstum</h3>
<p>Bis 1875 wuchs der Bevölkerungsanteil jüdischen Glaubens in Osterholz und Scharmbeck fast stetig, mit ca. 3 % lag er damals höher als in jedem heutigen Land der Welt, abgesehen von Israel. Für das Wachstum der hiesigen jüdischen Gemeinde gab es mehrere Gründe: Zum einen waren gerade die Berufe des Schlachters und des Textilhändlers unter Juden sehr verbreitet, da ihnen der Zugang zu vielen anderen Berufen bis Mitte des 19. Jh. verwehrt war. Insofern war die herausragende Stellung Scharmbecks in der Stoffproduktion und im Viehhandel für viele Juden von Belang: Sowohl die Tuchmacherzunft als auch der seit 1748 gehaltene <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/herbstmarkt/">Viehmarkt im Herbst</a> waren bis in das späte 19. Jh. weit überregional berühmt. Hinzu kam Bremens bis 1849 völlig ablehnende Haltung den Juden gegenüber, die einige von ihnen zur Ansiedlung in der unmittelbaren Umgebung veranlasste. </p>
<p>1803, zu Beginn der französischen Besatzung durch Napoleons Truppen, waren zumeist Juden für die Organisation der Verpflegung verantwortlich: Hyam Marks aus Bremerlehe, Jakob Lachmann, Levi Lefmann, Lüder Hartmann (Koppelstraße) und Oppenheimer (später Markus Kayser). 1804-09 beschäftigte die jüdische Gemeinde Benjamin Jacob, der zuvor in der Synagoge wohnte und eine Schänke betrieb, als &#8222;Schulmeister, Schecher und Vorsinger&#8220;. 1811 erhielt Salomon Meyer aus Scharmbeck vom Kanton-Maire Eickenrodt einen Schutzbrief. 1815 bestand die Gemeinde bereits aus sieben Familien mit fast 50 Personen, Gemeindevorsteher und Schullehrer war Meyer Aaron. 1824 wurde er von Nathan Cohen abgelöst, Distriktvorsteher für den Weserdistrikt des Herzogtums Bremen. <small>(Quelle: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/chronik-von-osterholz-scharmbeck/">Menkhoff</a>)</small> </p>
<p>1829 lebten in Osterholz und Scharmbeck bereits 12 jüdische Familien mit 101 Personen. In Scharmbeck waren es Abraham Heidemann, Hein Lefmann Goldberg, Salomon Meyer, Meyer Aron Aronsohn Witwe, Nachmann Jacob Kugelmann, Isaac David Davidsohn, David Weinberg und Jeckel Jacob. In Osterholz lebten Nathan Cohen, Moses David Davidsohn, Levi Weinberg und Moritz Cohen. <small>(Quelle: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/chronik-von-osterholz-scharmbeck/">Menkhoff</a>)</small></p>
<p>Das 1830 an der Teichstraße erbaute Synagogen- und Schulgebäude erhielt im vorderen Teil Schulstube und Küche und im hinteren Teil die Synagoge mit 12 Gebetspulten. Im oberen Stockwerk befanden sich die &#8222;Synagogenstände&#8220; für die Frauen und eine Lehrerwohnung. 1830 wurde der 3. Distrikt der Judenschaft im Elbe-Weserraum mit Sitz in Rotenburg aufgelöst und dem 2. Distrikt mit Sitz in Osterholz zugeschlagen, der damit die Ämter Ottersberg, Lilienthal und Osterholz sowie das Gericht Ritterhude umfasste. <small>(Quelle: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/buch-historisches-handbuch/">Obenaus</a>)</small> 1840 wurde Moses Davidsohn Bezirksvorsteher, sein Nachfolger war der Osterholzer Heidemann. <small>(Quelle: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/chronik-von-osterholz-scharmbeck/">Menkhoff</a>)</small> 1841 wurde Salomon Goldberg in Scharmbeck Schutz verliehen. <small>(Quelle: <a href="http://aidaonline.niedersachsen.de/AktenAIDA.aspx?CryptPara=Cg08DNWFhfOc7wdNIFeNLTYsMVD9qldeh7/UI1g7GlK8bpNJvJBBaR3sRp43dhkS">Nds. Staatsarchiv</a>)</small></p>
<table class="ohneRand">
<tr class="ohneRand">
<td></td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">&nbsp;Einwohner&nbsp;</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Juden&nbsp;</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;%&nbsp;</td>
</tr>
<tr class="ohneRand">
<td>1815</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right"></td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">ca. 49</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right"></td>
</tr>
<tr class="ohneRand">
<td>1845</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">3.079</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">101</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">3,28</td>
</tr>
<tr class="ohneRand">
<td>1861</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">3.406</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">96</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">2,82</td>
</tr>
<tr class="ohneRand">
<td>1864</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">3.441</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">106</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">3,08</td>
</tr>
<tr class="ohneRand">
<td>1871</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">3.467</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">127</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">3,66</td>
</tr>
<tr class="ohneRand">
<td>1895</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">4.419</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">99</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">2,24</td>
</tr>
<tr class="ohneRand">
<td>1905</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">4.844</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">62</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">1,28</td>
</tr>
<tr class="ohneRand">
<td>1925</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">5.760</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">47</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">0,82</td>
</tr>
<tr class="ohneRand">
<td>1939</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">5.568</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">27</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">0,48</td>
</tr>
</table>
<p><small>(Quelle: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/buch-historisches-handbuch/">Obenaus</a> und <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/chronik-von-osterholz-scharmbeck/">Menkhoff</a>)</small></p>
<p>1844 waren im gesamten Bezirk Stade 210 jüdische Familien registriert, 33 von ihnen ohne Schutzbrief. In Scharmbeck lebten Salomon Meyer, Meyer Aaron Aaronsohn Witwe, Nachmann Jacob Kugelmann, Isaak David Davidsohn, David Weinberg, Jeckel Jacob, Abraham Heidemann und Hein Lefmann Goldberg. In Osterholz waren Nathan Cohen, Moritz Cohen, Moses David Davidsohn und Levi Weinberg registriert, auf Sandbeck Philipp Samson Feist. Seit Juli 1847 brauchten Juden im Königreich Hannover keine Schutzgelder mehr zu entrichten. <small>(Quelle: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/chronik-von-osterholz-scharmbeck/">Menkhoff</a>)</small></p>
<p>Aus dem Jahr 1876 stammt eine Aufstellung der an den Vermögensverhältnissen orientierten Abgaben für die Synagogengemeinde für das Jahr 1877: </p>
<table width="50%">
<tr>
<td align="right"><strong>Mark</strong></td>
<td align="left"><strong>Familie</strong></td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top">100.00<br /><small>(Kaufkraft 2008 ca. € 640)</small></td>
<td align="left">J. Gotthelf (Scharmbeck)<br />A. Goldschmidt (Scharmbeck)<br />S. Feist (Scharmbeck)<br />J. D. Davidsohn (Scharmbeck)<br />S. Heidemann (Osterholz)</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top">90.00</td>
<td align="left">D. Weinberg (Scharmbeck)<br />L. Feist (Scharmbeck)<br />J. Davidsohn (Osterholz)</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top">60.00</td>
<td align="left">P. S. Feist (Scharmbeck)<br />J. A. Heidemann (Scharmbeck)</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top">35.00</td>
<td align="left">M. Cohen (Osterholz)<br />A. Cohen (Osterholz)</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top">30.00</td>
<td align="left">J. Cohen (Ritterhude)</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top">20.00</td>
<td align="left">E. Ries (Scharmbeck)<br />A. Bähr Scharmbeck)<br />A. Löwenbach (Scharmbeck)<br />S. Cohen (Scharmbeck)<br />L. Weinberg (Osterholz)</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top">17.50</td>
<td align="left">M. Meyer (Worpswede<small>(?)</small>)</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top">15.00</td>
<td align="left">W. Cohen (Scharmbeck)</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top">13.00</td>
<td align="left">S. Simonsohn (Osterholz)<br />L. Simonsohn (Osterholz)<br />A. Rosbach (Osterholz)</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top">10.00</td>
<td align="left">M. Abraham (Worpswede)<br />J. Gunst <small>(?)</small> (Ritterhude)<br />A. Cohen (Ritterhude)</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top">9.00</td>
<td align="left">N. Simon (Ritterhude)</td>
</tr>
</table>
<h3>Integration</h3>
<p>1881 wurde der Kaufmann Eduard Davidsohn (Poststr. 159, später Nr. 4) Scharmbecker Schützen-Vizekönig. Von 1893 bis 1915 wurde er mindestens vier mal zum Bürgervorsteher gewählt. <small>Quelle: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/chronik-von-osterholz-scharmbeck/">Menkhoff</a></small></p>
<p>Im 1. Weltkrieg fielen zwei Kriegsteilnehmer der jüdischen Gemeinde Scharmbecks, unter ihnen am 7.5.15 Ludwig Aron, geb. 19.8.1892, der ältere Bruder  von <a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/aron-wilhelm/">Wilhelm Aron</a>.</p>
<p><strong><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/cohen-dr-richard/">Dr. Richard Cohen</a></strong> besuchte nach der jüdischen Elementarschule in der Bahnhofstraße eine höhere Schule in Bremen, studierte in Berlin Medizin und promovierte dort. Er übernahm 1899 die Praxis des verstorbenen Dr. Neander in Scharmbeck in der späteren <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/historische-aufnahmen/marktstr-5/">Marktstraße 5</a>. Richard war deutsch und vaterländisch orientiert, Freiwilliger im 1. Weltkrieg und diente an der französischen Front als Sanitätsrat. Ausgezeichnet mit dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eisernes_Kreuz">Eisernen Kreuz 1. Klasse</a> wurde er 1917 in Scharmbeck zum Bürgervorsteher 2. Klasse gewählt und erlangte 1919 einen Sitz im Kreistag und als Spitzenkandidat mit der Bürgerlichen Liste 9 von 15 Sitzen in der Scharmbecker Gemeindevertretung. 1920 wählte das Bürgervorsteherkollegium ihn zu seinem Wortführer. </p>
<p><strong><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/lowenstein-leopold/">Leopold &#8222;Leo&#8220; Löwenstein</a></strong> war Vorbeter und hauptamtlicher Lehrer der jüdischen Gemeinde. Er gehörte 1910 zu den Gründungs- und Vorstandsmitgliedern des <em>Vereins der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fortschrittliche_Volkspartei">Fortschrittlichen Volkspartei</a> Osterholz-Scharmbeck</em>. Ab 1915 diente er als Soldat im 1. Weltkrieg. In den 1920er-Jahren war Löwenstein nicht nur Vorsteher der Jüdischen Gemeinde, sondern auch anerkannte Persönlichkeit des öffentlichen Lebens, u. a. Schriftführer im einflussreichen Scharmbecker Bürgerverein und Autor zahlreicher heimatkundlicher Artikel im <em>Heimatboten</em>, einer Beilage zum <em>Osterholzer Kreisblatt</em>.</p>
<h3>Dunkle Jahre</h3>
<p><figure id="juden2" aria-describedby="caption-juden2" style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" src="http://lh3.google.de/moorteufel/RvP9ihaJkEI/AAAAAAAABTk/YLQkEj_VVk4/s400/IMG_1414.JPG" alt="Jüdischer Friedhof Osterholz-Scharmbeck"><figcaption id="caption-juden2" class="wp-caption-text">Grabstein <em>Moritz Meibergen</em> auf dem Jüdischen Friedhof</figcaption></figure><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/meibergen-moritz/">Moritz Meibergen</a> (1875-1933) aus der <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/bahnhofstr-90/">Bahnhofstraße 90</a> war das erste jüdische Opfer des Nationalsozialismus aus Osterholz-Scharmbeck. Am Tag nach seinem 58. Geburtstag wurde er in Ahlhorn von der SA zu Tode misshandelt. Er ist auf dem Jüdischen Friedhof beerdigt.</p>
<p>1934 wurde die Ausgrenzung jüdischer Mitbürger überall im Reich drastisch intensiviert. In jedem Ort wurden sog. &#8222;Stürmerkästen&#8220; installiert, in denen das antisemitische Wochenblatt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Stürmer">&#8222;Der Stürmer&#8220;</a> ausgehängt wurde. Inhaber und Kunden jüdischer Geschäfte wurden zunehmenden Repressalien ausgesetzt, indem Boykottposten vor den Läden aufgestellt, Schaufenster beschmiert und eingeworfen und Kunden beim Betreten oder Verlassen der Geschäfte fotografiert und teilweise mit vollem Namen und Anschrift in den &#8222;Stürmerkästen&#8220; veröffentlicht wurden.</p>
<p><figure id="Juden3" aria-describedby="caption-Juden3" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/ab/Bundesarchiv_Bild_133-075%2C_Worms%2C_Antisemitische_Presse%2C_%22Stürmerkasten%22.jpg" width="400" alt="Stürmerkasten"><figcaption id="caption-Juden3" class="wp-caption-text">Stürmerkasten in Worms (Quelle: Bundesarchiv)</figcaption></figure>Im Herbst 1934 druckte die &#8222;Nordwestdeutsche Landeszeitung&#8220; Flugblätter, die zum Boykott jüdischer Geschäfte aufriefen und in zahlreichen Schaufenster aufgehängt wurden. Der 30-jährige Referendar John Davidsohn, Sohn des Inhabers der Manufakturwarenhandlung Davidsohn in der Poststraße, entfernte einige davon am 27. November und wurde darauf hin von 40-50 Männern zusammengeschlagen, in Schutzhaft genommen und nach Berlin gebracht. Auf Intervention eines vom Vater eingeschalteten Bremer Rechtsanwaltes und des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Central-Verein_deutscher_Staatsbürger_jüdischen_Glaubens">Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens (CV)</a> ließ man ihn am 15. Dezember wieder frei. <small>(Quelle: Obenaus H (Hrsg): Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Bremen Band II, 2005)</small></p>
<p>1935 wurden auch aus Osterholz-Scharmbeck Fälle gemeldet, in denen Geschäftsleute christlichen Glaubens ihren jüdischen Mitbürgern den Verkauf von Dingen des täglichen Bedarfs verweigerten. <small>(Quelle: <a href="http://books.google.de/books?id=WNk_8-TDaV4C&#038;pg=PA3&#038;dq=scharmbeck+Jude&#038;source=gbs_selected_pages&#038;cad=3#v=onepage&#038;q=&#038;f=false">Wildt M: Geschichte des Nationalsozialismus, 2008</a>)</small></p>
<blockquote><p><strong>&#8222;Juden sind hier unerwünscht</strong><br />
Ein nachahmenswertes Beispiel hat jetzt unsere Kreishauptstadt Osterholz-Scharmbeck gegeben: Seit einigen Tagen sind in sämtlichen Geschäften und Handwerksbetrieben, bis auf eine unrühmliche Ausnahme, Schilder sichtbar angebracht, die die Aufschrift tragen: Juden sind hier unerwünscht. Einige wenige Geschäftsleute und Handwerker, die bisher &#8218;Bedenken&#8216; hatten, das Plakat auszuhängen, haben sich zuletzt doch noch eines Besseren besonnen &#8230; Erfreulich ist der Gemeinschaftsgedanke &#8230; Wer beim Juden kauft, ist ein Volksverräter!&#8220; <small>(Osterholzer Kreisblatt vom 21.8.1935, zitiert nach <em>Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II</em>, R. Meenkhoff, 2009)</small></p></blockquote>
<p>Am 1.10.1937 ging das Bekleidungsgeschäft Heidemann (seit 1851) in der Findorffstraße wegen des Boykotts jüdischer Händler in &#8222;arische Hände&#8220; über und wurde als Fa. Chr. Essen fortgeführt. Stuhlfabrik und Sägewerk von S. Feist wurden 1938 vom Kaufmann Heinrich Kramer aus Oberneuland erworben. Ebenfalls 1938 wurde dem jüdischen Arzt Dr. Richard Cohen (<a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/historische-aufnahmen/marktstr-5/">Marktstraße 5</a>) Berufsverbot erteilt, er starb verarmt und seelisch gebrochen am 8. April in Bremen.  <small>(Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)</small></p>
<p>1938 veröffentlichte der Lehrer und Heimatforscher <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/johann-segelken-heimatforscher/">Johann Segelken</a> die erste Auflage seines &#8222;Heimatbuches&#8220; mit Unterstützung durch Bürgermeister und NSDAP-Parteileitung, in dessen Anhang er die Geschichte der Juden in der Region überaus geringschätzig behandelt (<a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/ohz-heimatbuch-1938/">siehe Auszüge</a>). </p>
<p>Die Löwenstein&#8217;sche Schulchronik endet 1938 mit dem Vermerk, dass die Gemeinde noch aus 31 Personen besteht und die Synagoge wegen Ausfalls steuerkräftiger Mitglieder und zusätzlicher Belastungen nicht halten kann. Nur noch sechs Kinder (Ruth und Cläre Meyer, Sonja, Erika und Jacob Ratusch sowie Inge Cohen) besuchten den Religionsunterricht. Löwenstein verlor durch den notwendigen Verkauf der Synagoge seine Wohnung und sah sich nach 45-jähriger Tätigkeit gezwungen, zu Verwandten nach Paderborn zu ziehen. Am 16.1.44 wurde Löwenstein in Theresienstadt ermordet.</p>
<p>In der sog. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Novemberpogrome_1938">Reichspogromnacht</a> 9. November 1938 drangen SA-Männer in die Häuser jüdischer Familien ein, schlugen auf männliche Bewohner ein und verletzten mehrere von ihnen schwer. In der Bremer Str. 47 (westlich der Bahnschranke) wurden Alfred, Flora und Henny Cohen in den Keller ihres Hauses getrieben und dort stehende Einweckgläser zerschlagen. Annelie Müller (damals wh. im &#8222;Judenhaus&#8220; Bördestr. 20) und Otto Arnholt erinnerten sich noch 2001 an die Namen der beteiligten SA-Männer. <small>Quelle: K. Beer <em>Ein Denkmal für Familie Cohen die in Osterholz-Scharmbeck in Niedersachsen gelebt hat</em>. Verl. H. Saade, 2001. S. 75</small></p>
<p>In unmittelbarer Folge der Novemberpogrome wurden Ende 1938 im gesamten Reich Ausgehverbote, Einkaufs- und Verkehrsbeschränkungen für Juden erlassen. Sie durften nicht mehr Autofahren, unterlagen nachts zwischen 21:00 und 5:00 Uhr (im Winter 20:00-6:00 Uhr) einem Ausgehverbot und durften nur noch zu festgelegten Zeiten in ausgewählten Geschäften einkaufen. In Osterholz-Scharmbeck waren dies Pape (<a href="http://www.teufelsmoor.eu/osterholz-scharmbeck/kirchenstrase/kirchenstrase-19/">Kirchenstraße 19</a>) für Lebensmittel, Seedorf (Koppelstraße 23) für Fleischwaren und Habekost (<a href="http://www.teufelsmoor.eu/osterholz-scharmbeck/bahnhofstrase/bahnhofstr-117/">Bahnhofstraße 117</a>) bzw. später Minkwitz (Bremer Straße 51) für Backwaren. </p>
<p>Bei Inkrafttreten der &#8222;Polizeiverordnung  über die Kennzeichnung der Juden&#8220; am 1. September 1941 lebten hier noch sieben jüdische Mitbürger: die Brüder Moritz und Wilhelm Aron, Familie Alfred und Flora Cohen mit Tochter Henny sowie das Ehepaar Hugo und Selma Meyer-Rosenhoff. 13 Osterholz-Scharmbecker Juden befanden sich mit 570 Leidensgenossen in dem Reichsbahntransport, der am 18. November 1941 von Bremen über Hamburg in das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ghetto_Minsk">Ghetto von Minsk</a> (Weißrussland) führte:</p>
<blockquote><p>Henny Cohen, Hohetorstraße<br />
Clara Cohen, Lindenstraße<br />
Hanni Meyer, geb. Cohen, Lindenstraße<br />
Ilse und Toni Davidsohn, Bahnhofstraße<br />
Ernst Davidsohn, Poststraße<br />
Irma, Betty und Iwan Heidemann, Findorffstraße<br />
Cläre, Ruth, Selma und Hugo Meyer-Rosenhoff, Bördestraße</p>
<p>Keiner von ihnen überlebte.
</p></blockquote>
<p>Mit Flora und Alfred Cohen, die zum Umzug nach Bremen gezwungen und später über Hannover in das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Theresienstadt">Lager Theresienstadt</a> deportiert wurden, verließen am 21.3.1942 die letzten Mitglieder der in Osterholz und Scharmbeck einst zahlreichen Familie Cohen den Ort. Alfred starb im August 1942 im Lager, während Flora am 8. Mai 1945 befreit wurde. Sie kehrte zu ihrer Schwägerin Frieda (Witwe von Dr. Richard Cohen) zurück, reiste 1946 zu ihrem Sohn Fritz nach Brasilien, wo sie 1955 starb.</p>
<p>Als am 30. März 1942 alle jüdischen Wohnungen gekennzeichnet werden sollten, betraf dies hier nur noch ein Haus: Übrig waren am 2. April 1942 nur noch zwei jüdische Einwohner: Moritz und <a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/aron-wilhelm/">Wilhelm Aron</a>. Moritz Aron wurde am 23.7.1942 ebenfalls nach Theresienstadt deportiert und kam dort oder im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Auschwitz">KZ Auschwitz</a> ums Leben.<br />
 <small>(Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)</small></p>
<h3>Nachkriegsgeschichte</h3>
<p>Nur <a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/aron-wilhelm/">Wilhelm Aron</a> und seine Kinder Annelie und Wilhelm (&#8222;Willi&#8220;) kehrten nach Osterholz-Scharmbeck zurück. Wilhelm senior engagierte sich in der Nachkriegszeit viele Jahre in der SPD, der Gewerkschaft sowie bei der Feuerwehr, der AOK, im Stadtrat und beim VSK. Bis 1960 arbeitete er als Leiter des Gewerkschaftsbüros in der ehemaligen Synagoge seiner Gemeinde in der Bahnhofstraße und machte vielen Zeitzeugenberichten zur Folge kein Aufheben von der erlittenen Verfolgung. </p>
<p>Der öffentliche Umgang mit dem Schicksal der jüdischen Mitbürger in den 1930er-Jahren ist aus heutiger Sicht über Jahrzehnte stark problembehaftet gewesen. Eine in verschiedenen Quellen (u.a. <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Geschichte_von_Osterholz-Scharmbeck&#038;oldid=71827082">Wikipedia-Artikel zur Geschichte Osterholz-Scharmbecks</a>, s. Kap. &#8222;Arbeitslosigkeit und Nationalsozialismus&#8220;) vermutete oder behauptete Empfindlichkeit noch in der Stadt lebender Angehöriger ehemaliger Nazis mag ein Grund gewesen sein. Sie erklärt aber beispielsweise nicht, warum dem Juden und Ex-KZ-Häftling Wilhelm Aron 1972 die Anerkennung verweigert wurde, eine Sporthalle nach ihm zu benennen, während der Judenhetzer und Ex-NSDAP-Sympathisant Johann Segelken (vgl. die <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/ohz-heimatbuch-1938/">Ausführungen über Juden in seinem Heimatbuch von 1938</a>) 1964 das Bundesverdienstkreuz erhielt. Ebensowenig lässt sich damit begründen, dass Oberkreisdirektor Gottschalk 1967 in einem Brief an den niedersächsischen Landesrabbiner Dr. Zvi Asaria eben jenen Segelken als Informationsquelle für das Schicksal der Juden in der Region empfiehlt, da dieser &#8222;die Aktenunterlagen über das Judentum genau kennen&#8220; dürfte (Quelle: Brief des OKD an den Landesrabbiner vom 26.1.1967, zitiert nach <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/de-geschicht-is-logenhaft/">Murken</a>).</p>
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		<title>Bahnhofstraße 105</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Nov 2014 04:15:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bahnhofstraße]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Grundstück an der Bahnhofstraße 105 (früher Chausseestraße und Bahnhofstr. 136) im Zentrum von Osterholz-Scharmbeck ist überaus geschichtsträchtig. Das heutige Wohn- und Geschäftshaus mit den Hausnummern 99-105a steht erst seit 2005, an seinem unteren Ende befand sich noch bis 2004 das Gebäude der ehemaligen jüdischen Synagoge. Als die vorherige Synagoge an der Teichstraße -vor der &#8230; <p class="link-more"><a href="https://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/bahnhofstrase/bahnhofstr-105/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Bahnhofstraße 105“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="bahnhof105a" aria-describedby="caption-bahnhof105a" style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/i0H7pTdGkNMMGTOF5hwWpNMTjNZETYmyPJy0liipFm0?feat=embedwebsite"><img decoding="async" loading="lazy" src="https://lh5.googleusercontent.com/-tGmNsrswrJs/VGOa187iKYI/AAAAAAAAhc8/TH0qt4SVB3Q/s400/Synagoge1938.jpg" height="271" width="400" alt="Jüdisches Mahnmal Osterholz-Scharmbeck"/></a><figcaption id="caption-bahnhof105a" class="wp-caption-text">Die ehemalige Synagoge nach der Reichspogromnacht 1938</figcaption></figure>Das Grundstück an der <strong>Bahnhofstraße 105</strong> (<a href="http://www.teufelsmoor.eu/osterholz-scharmbeck/hausnummern-in-ohz">früher</a> Chausseestraße und Bahnhofstr. 136) im Zentrum von Osterholz-Scharmbeck ist überaus geschichtsträchtig. Das heutige Wohn- und Geschäftshaus mit den Hausnummern 99-105a steht erst seit 2005, an seinem unteren Ende befand sich noch bis 2004 das Gebäude der ehemaligen jüdischen Synagoge.<br />
<span id="more-85"></span><br />
Als die vorherige Synagoge an der Teichstraße -vor der heutigen Menckeschule- 1864 einem Brand zum Opfer gefallen war, entschloss sich die <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/geschichte-der-juden/">jüdische Gemeinde</a> rasch zu einem Neubau. An der damaligen Chausseestraße direkt an der Furt (=Wurth) durch den Scharmbecker Bach entstand die seinerzeit größte Synagoge in der Drostei Stade mit 150 Sitzplätzen für Männer und einer Galerie für Frauen. Im westlichen Gebäudeteil war im Erdgeschoss die Jüdische Schule untergebracht, im 1. Stock die Lehrerwohnung. </p>
<p>Hier wohnte und arbeitete von 1894 bis 1938 <a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/lowenstein-leopold">Leo Löwenstein</a>, u. a. Lehrer und Vorbeter der Jüdischen Gemeinde Scharmbeck sowie anerkannte Persönlichkeit des öffentlichen Lebens. Die Löwenstein’sche Schulchronik endet 1938 mit dem Vermerk, dass die Gemeinde noch aus 31 Personen besteht und die Synagoge wegen Ausfalls steuerkräftiger Mitglieder und zusätzlicher Belastungen nicht halten kann.</p>
<p>In der sog. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Novemberpogrome_1938">Reichspogromnacht</a> 9. November 1938 setzten SA-Männer die Synagoge in Brand, der aber nach anfänglichem Zögern letztlich von der Feuerwehr gelöscht wurde. 1941 wurde in dem Gebäude die Kreisluftschutzschule eröffnet. </p>
<p><figure id="bahnhof105b" aria-describedby="caption-bahnhof105b" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/oeDmLdX6atJkr4HYG8xS-tMTjNZETYmyPJy0liipFm0?feat=embedwebsite"><img decoding="async" loading="lazy" src="https://lh6.googleusercontent.com/-8lYxCAAFEqQ/RvQBUBaJkOI/AAAAAAAABVM/DXhYJQhAxxI/s400/IMG_1286.JPG" height="267" width="400" alt="Gedenkstätte Osterholz-Scharmbeck"/></a></a><figcaption id="caption-bahnhof105b" class="wp-caption-text">Gedenkstätte</figcaption></figure>Ab 1948 wurde die ehemaligen Synagoge von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde genutzt. 1982 eröffnete Rechtsanwalt Günter Kieber seine Kanzlei. 1984 zog das Kontakt- und Beratungszentrum für arbeitslose Bürger der AGO (Arbeitslosengemeinschaft Osterholz-Scharmbeck) ein. 1991 bewilligte die Stadt dem Verband Alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) DM 10.000 für den Umbau der Teestube im Garten des Grundstückes. 1999 wurden Sozialberatung und Nähstube vom Verein Gegenwind aufgegeben, da die von der Stadt geforderte Miete nicht gezahlt werden konnte. </p>
<p>2004 wurden die Grundstücke Bahnhofstr. 99-105 von einem auswärtigen Immobilienunternehmen aufgekauft und die bestehenden Gebäude abgerissen. Es entstand ein Wohn- und Geschäftsgebäude, Richtfest war im Oktober 2005. Dort finden sich u. a. Filialen von Aldi, Vodafone und O2. Auf einem kleinen Teil des ehemaligen Synagogengrundstückes hat die Stadt Osterholz-Scharmbeck eine <a href="http://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/bahnhofstrase/mahnmal-bahnhofstrasse/">Gedenkstätte für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus</a> errichtet, die 2006 eingeweiht wurde. Der Verkauf der Immobilie Bahnhofstraße 105 hat seinerzeit zu sehr emotional geführten Diskussionen über dessen Rechtmäßigkeit geführt. Bereits die Bekanntgabe der Pläne 2003 führte zu Kontroversen über etwaiige Entschädigungsansprüche, ausführlicher dargestellt u. a. <a href="http://www.hagalil.com/deutschland/nord/osterholz-syn.htm">von Harald Goergens bei hagalil.com</a>.</p>
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		<title>Mahnmal Bahnhofstraße</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Nov 2014 18:01:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bahnhofstraße]]></category>
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					<description><![CDATA[An der Bahnhofstraße 105 in Osterholz-Scharmbeck befindet sich heute eine Gedenkstätte für die hiesigen jüdischen Opfer des Nationalsozialismus. Das von Steinmetzmeister Wolfgang Strauß aus der Langen Straße geschaffene Mahnmal steht auf dem Grundstück der ehemaligen jüdischen Synagoge, die in der Reichspogromnacht 1938 von SA und sympathisierenden Bürgern der Stadt in Brand gesetzt, von der örtlichen &#8230; <p class="link-more"><a href="https://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/bahnhofstrase/mahnmal-bahnhofstrasse/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Mahnmal Bahnhofstraße“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="mahnmal0" aria-describedby="caption-mahnmal0" style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" loading="lazy" src="https://lh4.googleusercontent.com/-h1itQviBmcE/VGGj_fIZsoI/AAAAAAAAhbk/e5VsHkJ8O-U/s400/IMG_1286.JPG" alt="Mahnmal in Osterholz-Scharmbeck" width="400" height="267" /><figcaption id="caption-mahnmal0" class="wp-caption-text">Granitplatte und Stelen</figcaption></figure>An der <a href="http://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/bahnhofstrase/bahnhofstr-105/">Bahnhofstraße 105</a> in Osterholz-Scharmbeck befindet sich heute eine Gedenkstätte für die hiesigen jüdischen Opfer des Nationalsozialismus. Das von Steinmetzmeister Wolfgang Strauß aus der Langen Straße geschaffene Mahnmal steht auf dem Grundstück der ehemaligen jüdischen Synagoge, die in der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Novemberpogrome_1938">Reichspogromnacht 1938</a> von SA und sympathisierenden Bürgern der Stadt in Brand gesetzt, von der örtlichen Feuerwehr unter dem Kommando von Fritz Torbohm aber gelöscht und vor der Zerstörung bewahrt wurde.<br />
<span id="more-9675"></span></p>
<p><figure id="mahnmal1" aria-describedby="caption-mahnmal1" style="width: 267px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" loading="lazy" src="https://lh6.googleusercontent.com/-ZfLFudOHmtk/VGGj_azjpTI/AAAAAAAAhbk/QNvuB60TDNI/s400/IMG_1287.JPG" alt="Gedenktafel am Mahnmal Osterholz-Scharmbeck" width="267" height="400" /><figcaption id="caption-mahnmal1" class="wp-caption-text">Gedenktafel</figcaption></figure>Die Gedenkstätte besteht aus einer Granitplatte, 19 Stelen, dem Untergrund aus Pflastersteinen und einer Gedenktafel am Nachbarhaus. Sie wurde am 9. November 2006 eingeweiht, dem 68. Jahrestag der Novemberpogrome.</p>
<ul>
<li>Die mittig platzierte polierte Granitplatte wiegt 2 Tonnen und trägt die 23 Namen der jüdischen Gemeindemitgliedern, die im Nationalsozialismus ums Leben kamen. Sie ist symbolisch mehrfach gebrochen und wird von rostenden Flacheisen scheinbar notdürftig zusammengehalten.</li>
<li>19 teilweise polierte hellgraue Stelen stellen sich Passanten sinnbildlich in den Weg und sollen an die in Konzentrationslagern ermordeten jüdischen Bürger der Stadt erinnern.</li>
<li>Die Pflastersteine des Bodens stammen von der ehemaligen Ladestraße am Bahnhof, auf der viele Juden den letzten Weg auf dem Abtransport in die KZ zurückgelegt haben sollen.</li>
<li>Die Gedenktafel am Nachbarhaus trägt die Inschrift<br />
<blockquote><p>IN DER ZEIT DER NATIONALSOZIALISTISCHEN GEWALTHERRSCHAFT WURDEN JÜDISCHE BÜRGERINNEN UND BÜRGER DER STADT OSTERHOLZ-SCHARMBECK IN DEN KONZENTRATIONSLAGERN LODZ-MINSK-THERESIENSTADT-AUSCHWITZ UND AN ANDEREN ORTEN ERMORDET ODER IN DEN TOD GETRIEBEN</p>
<p>AN DIESEM STANDORT BEFAND SICH DAS GEBÄUDE DER FRÜHEREN SYNAGOGE DER JÜDISCHEN GEMEINDE</p></blockquote>
</li>
</ul>
<figure id="mahnmal2" aria-describedby="caption-mahnmal2" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/i0H7pTdGkNMMGTOF5hwWpNMTjNZETYmyPJy0liipFm0?feat=embedwebsite"><img decoding="async" loading="lazy" src="https://lh5.googleusercontent.com/-tGmNsrswrJs/VGOa187iKYI/AAAAAAAAhc8/TH0qt4SVB3Q/s400/Synagoge1938.jpg" alt="Jüdisches Mahnmal Osterholz-Scharmbeck" width="400" height="271" /></a><figcaption id="caption-mahnmal2" class="wp-caption-text">Die ehemalige Synagoge nach der Reichspogromnacht 1938</figcaption></figure>
<p>Die 23 Namen auf der Granitplatte, fälschlicherweise wurde oft nur von 22 Namen berichtet, sind diese:</p>
<p><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/bahr-hedwig/">Hedwig Bähr</a><br />
<a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/aron-moritz/">Moritz Aron</a><br />
<a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/meyer-hanni/">Hanny Cohen</a> (Anm.: Cohen war Hannys Geburtsname, nach ihrer Hochzeit mit Bernhard Meyer 1940 oder 1941 während ihrer Zeit im Bremer Judenhaus hieß sie eigentlich Hanny Meyer)<br />
<a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/cohen-alfred-und-flora/">Alfred Cohen</a><br />
<a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/cohen-dr-richard/">Dr. Richard Cohen</a><br />
<a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/cohen-henny/">Henny Cohen</a><br />
<a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/cohen-clara-und-siegmund/">Clara und Siegmund Cohen</a><br />
<a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/lowenstein-leopold/">Leopold Löwenstein</a><br />
<a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/meibergen-moritz/">Moritz Meibergen</a><br />
<a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/ratusch-anna/">Anna Ratusch</a><br />
<a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/davidsohn-ilse/">Ilse Davidsohn</a><br />
Ottilie Davidsohn (Anm.: Ottilie starb am 7.4.1939 im Alter von 79 J. lt. Sterbeurkunde an &#8222;spastischer Spinalparalyse&#8220;)<br />
<a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/stolperstein/davidsohn-ernst/">Ernst Davidsohn</a><br />
<a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/davidsohn-toni/">Toni Davidsohn</a><br />
<a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/meyer-rosenhoff/">Selma u. Hugo Rosenhoff</a><br />
<a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/meyer-rosenhoff/">Ruth Rosenhoff</a><br />
<a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/meyer-rosenhoff/">Cläre Rosenhoff</a><br />
<a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/heidemann-iwan/">Irma u. Iwan Heidemann</a><br />
<a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/heidemann-grete-und-alfred/">Grete u. Alfred Heidemann</a></p>
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		<title>75 Jahre Reichspogromnacht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Nov 2013 06:23:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Osterholz-Scharmbeck]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[Gedenkfeier und Ausstellung im November 2013]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="75Pogrom2" aria-describedby="caption-75Pogrom2" style="width: 280px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/VEbLTCnJHopxj12C6th1iNMTjNZETYmyPJy0liipFm0?feat=embedwebsite"><img decoding="async" loading="lazy" src="https://lh3.googleusercontent.com/-xFxC94HnsZ8/Un5FjpDSlsI/AAAAAAAAd1I/zQ6luAnXHGI/s288/20131109Pogromnacht001.jpg" height="192" width="288" /></a><figcaption id="caption-75Pogrom2" class="wp-caption-text">Einführung vom stellv. Bürgermeister Klaus Sass</figcaption></figure><figure id="75Pogrom1" aria-describedby="caption-75Pogrom1" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/CMaA6FNk4l7c4fhu2S7fAtMTjNZETYmyPJy0liipFm0?feat=embedwebsite"><img decoding="async" loading="lazy" src="https://lh5.googleusercontent.com/-Z9lRXPJIM1o/Un5FtLRm5-I/AAAAAAAAd1Y/sSOHo4JwDTo/s400/20131109Pogromnacht004.jpg" height="400" width="267" alt="Gedenkfeier Reichspogromnacht Osterholz-Scharmbeck"/></a><figcaption id="caption-75Pogrom1" class="wp-caption-text">Die Namen der Opfer ... <br />gelesen von Ulrich Marahrens und Volker Müller</figcaption></figure>Ohne auf die in meinen Augen sehr akademisch-abgehobene <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Novemberpogrome_1938#Heutige_Begriffe">Diskussion</a> um die politisch korrekte Bezeichnung der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 eingehen zu wollen, will ich unter dieser Überschrift kurz über die Gedenkfeier am Mahnmal in der Bahnhofstraße und die Ausstellungeröffnung im Rathaus berichten.</p>
<p>Samstag morgen um 10.30 Uhr trafen sich auf Einladung der Stadt etwa 30 Menschen an der Gedenkstätte, die ja bekanntlich auf einem Teil des <a href="http://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/bahnhofstrase/bahnhofstr-105">Grundstückes der ehemaligen Synagoge</a> steht. </p>
<p>Nach der Begrüßung durch den stellv. Bürgermeister wurden die Namen und Adressen der jüdischen Bürgerinnen und Bürger Osterholz-Scharmbecks verlesen, die Opfer des Nazi-Terrors wurden. Die Erinnerung an sie fand mit einer Schweigeminute und vielen Blumen und Steinen auf dem Gedenkstein ihren Ausdruck.  </p>
<p>Im Anschluss, nach einem kurzen Fußweg zum Rathaus, eröffnete Sass dort die Ausstellung <em>&#8222;<a href="http://www.osterholz-scharmbeck.de/index.phtml?object=tx|1983.263&#038;mNavID=1983.7&#038;sNavID=1983.171&#038;La=1&#038;FID=422.2053.1">Reichspogromnacht &#8211; 75 Jahre danach</a>&#8222;</em>. Diese erstmals 2002 von Claudia Körber zusammengestellte, 2006 anlässlich der Eröffnung der Gedenkstätte von Horst Böttjer  (Stadt Osterholz-Scharmbeck) und Ilse Schröder (Ökumenischen Arbeitskreis 9. November) überarbeitete und jetzt von Sonja Sancken, Ilse Schröder und Horst Böttjer erneut aktualisierte Ausstellung wird dort bis zum 29. November im Foyer gezeigt.</p>
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		<title>Davidsohn (Familie)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 May 2012 14:16:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Historische Aufnahmen]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Stolperstein]]></category>
		<category><![CDATA[1772]]></category>
		<category><![CDATA[Poststraße]]></category>
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					<description><![CDATA[Die jüdische Familie Davidsohn lebte etwa 200 Jahre lang in Osterholz und Scharmbeck. Unter ihnen waren hochangesehene Kaufleute und Lokalpolitiker, ihr Manufakturgeschäft und späteres Textilkaufhaus J. D. Davidsohn in der Poststraße war mehr als 160 Jahre lang eines der prägenden Merkmale von Stadtbild und Einkaufserlebnis. Unter nationalsozialistischer Herrschaft wurden die hier ansässigen Familienmitglieder verfolgt und &#8230; <p class="link-more"><a href="https://www.teufelsmoor.eu/geschichte/davidsohn/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Davidsohn (Familie)“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="Davidsohn01" aria-describedby="caption-Davidsohn01" style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/IzRbRfyfXJ7c0tzlHjAT0g?feat=embedwebsite"><img decoding="async" loading="lazy" src="http://lh4.ggpht.com/_OV4xvtkBx0M/TLSbCtTNfRI/AAAAAAAAUBc/k12etgvhkG8/s400/davidsohn%20store5.jpg" height="307" width="400" alt="Kaufhaus Davidsohn in Scharmbeck"/></a><figcaption id="caption-Davidsohn01" class="wp-caption-text">Das Kaufhaus Davidsohn in der Poststraße (Foto von Bob Davidson mit frdl. Genehmigung von Jonathan Strauss)</figcaption></figure>Die jüdische <strong>Familie Davidsohn</strong> lebte etwa 200 Jahre lang in Osterholz und Scharmbeck. Unter ihnen waren hochangesehene Kaufleute und Lokalpolitiker, ihr Manufakturgeschäft und späteres Textilkaufhaus <em>J. D. Davidsohn</em> in der Poststraße war mehr als 160 Jahre lang eines der prägenden Merkmale von Stadtbild und Einkaufserlebnis. Unter nationalsozialistischer Herrschaft wurden die hier ansässigen Familienmitglieder verfolgt und entrechtet, mindestens vier von ihnen kamen in Konzentrationslagern ums Leben. Insoweit ähnelt die Familie in Vielem der gleichfalls jüdischen Familie Cohen (vgl. u. a. <a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/cohen-clara-und-siegmund/">Clara und Siegmund Cohen</a>), über die einer der Nachkommen ein beeindruckendes Buch (<a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/buch-ein-denkmal/">Beer K: Ein Denkmal der Familie Cohen)</a> veröffentlicht hat. Nach meiner bisherigen Kenntnis fehlen vergleichbare historische Betrachtungen zur Familie Davidsohn, so dass die Geschichte der Familienmitglieder nur bruchstückhaft geschildert werden kann. Wesentlichen Anteil an dieser Darstellung haben Bob Davidson (USA) und Jonathan Strauss (London), die als direkte Nachfahren der Scharmbecker Davidsohns mit Unterstützung von Klaus-Peter Schulz viele Informationen zusammengetragen und Fotografien zur Verfügung gestellt haben.<br />
<span id="more-3361"></span></p>
<h3>Die Wurzeln</h3>
<p>&#8222;Urvater&#8220; der hiesigen Davidsohns war Moses Hein (gestorben ca. 1792), wohl ein Neffe von Levi Hertz, dem ersten namentlich erwähnten Jude in Scharmbeck. Moses heiratete Jette David (ca.1745-6.9.1825), im Jahr 1772 gründeten sie in der Obernstraße (später Poststraße 159 und heute Poststraße 4) ein Textilgeschäft. Jette und Moses hatten fünf Kinder:</p>
<ol>
<li>Miriam Davidsohn (∼1768-14.4.1816), verheiratet mit Jacob Nachmann aus Fulda</li>
<li>David Moses Davidsohn (25.9.1780-8.6.1852), verheiratet seit 12.8.1806 mit Röschen Cohn.</li>
<li>Johanne Davidsohn (∼1788-11.11.1873), verheiratet mit Meyer Aronsohn. Sie lebte 1830 und 1844 als Witwe in Scharmbeck.</li>
<li>Friederike (Fratje) Davidsohn, verheiratet mit Joseph Michael Goldberger (10.3.1776-12.4.1859) </li>
<li>Frommedt (Fromet) Davidsohn (gest. ∼1837), verheiratet mit Salomon Meyer aus Eicholz (2.3.1780-9.2.1865), der 1830 und 1844 noch in Scharmbeck lebte.</li>
</ol>
<p>Röschen und David Moses Davidsohn hatten ebenfalls fünf Kinder:</p>
<ol>
<li>Moses David Davidsohn (12.8.1805-10.7.1857), verheiratet mit Rebecka Fontheim aus Diepholz (25.4.1800-17.6.1870)</li>
<li>Frieda Davidsohn (geb. ca. 1808)</li>
<li>Frodche Davidsohn (4.11.1810-1.11.1883 in Harpstedt), verheiratet mit Meyer Goldschmidt</li>
<li>Isaac David Davidsohn (12.5.1813-20.4.1896), verheiratet seit 3.9.1845 mit Jeanette Joseph (2.9.1825-15.2.1907)</li>
<li>Hein David Davidsohn (2.1.1820-8.5.1845)</li>
</ol>
<p>Während sich Moses David im benachbarten Osterholz eine Existenz als Kaufmann aufbaute, blieb sein jüngerer Bruder Isaac David in Scharmbeck und übernahm die elterliche Firma. Deren späterer Name <em>&#8222;J. D. Davidsohn&#8220;</em> ist auf die im 19 Jh. übliche Schreibweise <em>Jsaac</em> zurückzuführen, könnte theoretisch aber auch als Abkürzung für <em>Jette David Davidsohn</em> bereits während der französischen Besatzungzeit (1803-1813) entstanden sein, als die Juden französischem Recht folgend einen festen Familiennamen annehmen mussten.</p>
<h3>Der &#8222;Osterholzer Zweig&#8220;</h3>
<p><figure id="Davidsohn1823" aria-describedby="caption-Davidsohn1823" style="width: 144px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/mpVUWnyHcozDpUuMsTktXNMTjNZETYmyPJy0liipFm0?feat=embedwebsite"><img decoding="async" loading="lazy" src="https://lh3.googleusercontent.com/-ETAQEmNaz9A/T6a3RDo4n_I/AAAAAAAAXuU/j_NsoO0cUr8/s144/1823SchutzantragMoses1.jpg" height="144" width="90" /></a><figcaption id="caption-Davidsohn1823" class="wp-caption-text">Seite 1 des Antrags</figcaption></figure>Als 19-Jähriger stellte Moses David 1823 beim Amt Osterholz einen Antrag auf Gewährung &#8222;Landesherrlichen Schutzes&#8220; für eine Tätigkeit als Kaufmann in Osterholz. Er begründete ihn mit der Tatsache, dass zwei dort zuvor ansässige Handelsunternehmen nicht mehr existierten und ein Glaubensgenosse in Osterholz zwar bereits wohnhaft sei, sich aber ausschließlich vom Schlachterhandwerk ernähre. Außerdem habe er den Warenhandel bei seinem Vater hinlänglich erlernt, der sein Vorhaben auch finanziell unterstütze.</p>
<p>Seinem Antrag wurde stattgegeben und Moses David Davidsohn war auch 1830 noch als Kaufmann in Osterholz registriert. 1840 wurde er Bezirksvorsteher der jüdischen Gemeinde und 1844 war er Distriktvorsteher. Rebecka und Moses David Davidsohn hatten vier Kinder:</p>
<p><figure id="Davidsohn10" aria-describedby="caption-Davidsohn10" style="width: 140px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/HCx0-wxCsiNQ6MkCcUtfMw?feat=embedwebsite"><img decoding="async" loading="lazy" src="http://lh6.ggpht.com/_OV4xvtkBx0M/TMqZlVv2fvI/AAAAAAAAUIQ/BardiHKy5P0/s144/Rosalie%20Levison%20%26%20Emma%20Bauchwitz.jpg" height="144" width="138" /></a><figcaption id="caption-Davidsohn10" class="wp-caption-text">Rosalie Levison<br />und<br />Emma Bauchwitz</figcaption></figure><strong>1. Rosalie (Roeschen) Davidsohn (11.11.1832-6.2.1919)</strong><br />
heiratete am 18.6.1856 Abraham Levison (14.6.1814-7.10.1898) aus Bückeburg. Die Levisons hatten vier Kinder. Ihre Tochter Emma (7.5.1857-11.7.1942) heiratete 1883 Leopold Bauchwitz aus Neustadt (Dosse) und wurde 1942 in Theresienstadt ermordet. Einen Teil der Informationen in diesem Artikel verdanken wir ihrem Urenkel Jonathan Strauss aus London. <small>(Abb. mit frdl. Genehmigung von Jonathan Strauss)</small> Emmas Schwester Bertha heiratete Bernhard Kramer, ihr Sohn Albert Kramer (18.8.1887-6.10.1942) war als Stadtdirektor von Köln einer der wenigen jüdischen Beamten in der Zeit vor der nationalsozialistischen Machtergreifung, er kam in einem Konzentrationslager ums Leben.</p>
<p><strong>2. Jen Davidsohn (geb. ca. 1837)</strong><br />
heiratete am 8.11.1861 in Scharmbeck David Delmonte (geb. ca. 1833).</p>
<p><strong>3. Ernst Jacob Davidsohn (2.4.1841-5.3.1918)</strong><br />
heiratete am 21.6.1871 in Rheine Betty Ephraim (17.8.1847-22.9.1927).</p>
<p><strong>4. Sophie Davidsohn (geb. 25.4.1845)</strong><br />
verheiratet mit Theodore Ephraim.</p>
<p><figure id="DavidsohnFindorff" aria-describedby="caption-DavidsohnFindorff" style="width: 144px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/Q3QkN_3mLIdyw-Dxq_4miNMTjNZETYmyPJy0liipFm0?feat=embedwebsite"><img decoding="async" loading="lazy" src="https://lh3.googleusercontent.com/-7NgcmhsSDRc/T6gBhcIdW2I/AAAAAAAAXuw/CG9SRdcMxOg/s144/Findorffstr1600.jpg" height="90" width="144" /></a><figcaption id="caption-DavidsohnFindorff" class="wp-caption-text">ehem. Findorffstr. 27 (abgerissen)</figcaption></figure><strong>Ernst Jacob Davidsohn </strong>übernahm den elterlichen Betrieb, 1873 war die Fa. J. Davidsohn in der Hauptstraße 27 (später Unter den Linden, heute Findorffstraße 6, das Gebäude wurde in den 1970er-Jahren ebgerissen) als eines von fünf jüdischen Unternehmen in Osterholz verzeichnet. 1878 wurde der &#8222;Kaufmann Jacob Davidsohn&#8220; zum Ersatz-Schöffen für das Amt Osterholz und 1903 zum Rechnungsführer der Israeliten-Gemeinde Scharmbeck/Osterholz gewählt. <small>(Quelle: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/chronik-von-osterholz-scharmbeck/">Menkhoff</a>)</small> Betty und Ernst Jacob hatten drei Kinder:</p>
<p><strong>1. Rebecca Sophie Davidsohn (14.10.1874 &#8211; 10.3.1902)</strong><br />
heiratete am 19.11.1898 Max Mengers (geb. 21.7.1872). Sie starb im Alter von 27 Jahren in Hamburg.</p>
<p><strong>2. Ida Davidsohn (geb. 24.3.1876) </strong><br />
heiratete am 5.9.1903 Heinrich Heilbuth (oder Heilbut, geb. 8.11.1870) aus Lübeck. 1918 lebten sie in Hamburg</p>
<p><strong>3. Dr. Egon Davidsohn (geb. 13.4.1880)</strong><br />
studierte im Sommersemester 1903 an der <em>Königlich bayerischen Ludwig-Maximilians-Universität</em> in München Medizin und wohnte zu dieser Zeit Am Glockenbach 23/0. Später heiratete er Toni Grappel (oder Grassl) aus Untertürkheim.</p>
<p>Im Oktober 1916 kam es im Hause Davidsohn zu einem Brand, bei dem dank nachbarschaftlicher Hilfe nur geringer Schaden entstand. Im November 1916 wurde die Fa. <em>M. D. Davidsohn</em> im Handelsregister beim Amtsgericht gelöscht. Am 8.4.1919 wurden Haus und Grundstück (ca. 32 ar 04 qm) zum Verkauf angeboten und am 15.4.1919 in der Wohltmann&#8217;schen Gastwirtschaft öffentlich zum Aufgebot gebracht. <small>(Quelle: Zeitungsannoncen)</small></p>
<h3>Der &#8222;Scharmbecker Zweig&#8220;</h3>
<p>Jeanette und Isaac David Davidsohn blieben in Scharmbeck, sie gehörten 1830 und 1844 zu den jeweils acht jüdischen Familien des Fleckens <small>(Quelle: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/chronik-von-osterholz-scharmbeck/">Menkhoff</a>)</small> und hatten neun Kinder:</p>
<table class="ohneRand">
<tr class="ohneRand">
<td>
<figure id="Davidsohn02" aria-describedby="caption-Davidsohn02" style="width: 115px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/AqSG4ZVwuoIWcJowLVfs-g?feat=embedwebsite"><img decoding="async" loading="lazy" src="http://lh4.ggpht.com/_OV4xvtkBx0M/TLrPk9Kif9I/AAAAAAAAUC0/XGOLzHUfLMc/s144/Emil%20Davidsohn1.jpg" height="144" width="107" alt="Emil Davidsohn"/></a><figcaption id="caption-Davidsohn02" class="wp-caption-text">Emil Davidsohn</figcaption></figure><br />
<figure id="Davidsohn03" aria-describedby="caption-Davidsohn03" style="width: 115px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/nEFXqEBOlL98RWDe_jJw_A?feat=embedwebsite"><img decoding="async" loading="lazy" src="http://lh6.ggpht.com/_OV4xvtkBx0M/TLrPmV76UbI/AAAAAAAAUC4/RB_-BaXxWe4/s144/Herman%20Davidsohn1.jpg" height="144" width="96" alt="Hermann Davidsohn"/></a><figcaption id="caption-Davidsohn03" class="wp-caption-text">Herman Davidsohn</figcaption></figure><br />
<figure id="Davidsohn04" aria-describedby="caption-Davidsohn04" style="width: 115px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/jOfo9Bq63p_1QiR4qI9jlw?feat=embedwebsite"><img decoding="async" loading="lazy" src="http://lh5.ggpht.com/_OV4xvtkBx0M/TLrVLhGs4AI/AAAAAAAAUDI/mvnUEMfIw4c/s144/Hermine%20Davidsohn%20Leeser1.jpg" height="144" width="104" alt="Hermine Leeser geb. Davidsohn"/></a><figcaption id="caption-Davidsohn04" class="wp-caption-text">Hermine Leeser</figcaption></figure>
</td>
<td>
<ol>
<li>Emil Davidsohn (7.10.1846-27.12.1914), der in die USA auswanderte und 1914 in Quincy, Illinois starb.</li>
<li>Julius Davidsohn (15.12.1848-15.5.1858), im Alter von neun Jahren verstorben.</li>
<li>Rosalie Davidsohn (9.9.1850-2.8.1924), verheiratet mit Alexander Löwenstein (19.8.1846-7.12.1929). Ihr Sohn Carl (Karl) Löwenstein (geb. ca. 1879) floh mit seiner Familie 1933 nach Amsterdam (Scheldestraat 108) und dessen Sohn Bernd Löwenstein (geb. 1916) beabsichtigte 1938, in die USA auszuwandern.</li>
<li>Fredericke Davidsohn (22.10.1852-11.7.1925).</li>
<li>Johanna Davidsohn (8.4.1855-13.3.1932), verheiratet mit Lewin H Cohen (ca. 1842-28.9.1888).</li>
<li>(David) Eduard Davidsohn (26.4.1857-21.12.1917), verheiratet mit Ottilie Leeser (2.9.1860-7.4.1939).</li>
<li>Sally Davidsohn (26.9.1859-ca. 1938), verheiratet mit <a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/davidsohn-toni/">Toni Goldschmidt</a> (27.12.1877-28.7.1942) aus Harpstedt.</li>
<li>Herman Davidson (3.2.1862-7.3.1925), verheiratet mit Irene Charlotte Meyer (23.6.1874-17.1.1955) aus Quincy, Illinois. Sein Enkel Bob Davidson hat viele Informationen und Abbildungen für diesen Artikel zusammengetragen.</li>
<li>Hermine Davidsohn (21.8.1863-ca. 1925), verheiratet mit Jacob Leeser.</li>
</ol>
<p><small>Abb. mit frdl. Genehmigung von Bob Davidson</small>
</td>
</tr>
</table>
<p>Das Kaufhaus <em>J. D. Davidsohn</em> war 1873 als eines von sechs jüdischen Unternehmen in Scharmbeck verzeichnet, 1878 wurde ein Neubau bezogen, der im Wesentlichen heute noch erhalten ist. 1892 übernahmen Eduard und sein Bruder Sally die Firma. </p>
<p>Als 24-jähriger wurde Eduard 1881 Vize-Schützenkönig. 1893, 1897, 1911 und 1915 wurde er zum Bürgervorsteher und 1906 in den Aufsichtsrat der neu gegründeten Spar- und Vorschußkasse gewählt. 1902 erwarb er das Kohlmannsche Erbe an der Bahnhofstraße 280 (heute <a href="http://www.teufelsmoor.eu/osterholz-scharmbeck/bahnhofstrase/bahnhofstr-84/">Bahnhofstraße 84</a>). 1909 war er Vorsteher der Synagogengemeinde Scharmbeck, 1910 gewann er vor dem Landgericht Verden zwei das Wegerecht betreffende Prozesse gegen die Gemeinde und den Schulvorstand der <a href="http://www.teufelsmoor.eu/osterholz-scharmbeck/scharmbeck/menckeschule/">Scharmbecker Schule</a>. 1913 ließ er von der Fa. Gottfried Stehnke in der Lindenstraße ein Haus bauen, das dem Gendarmeriewachtmeister als Dienstwohnung dienen sollte. <small>(Quelle: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/chronik-von-osterholz-scharmbeck/">Menkhoff</a>)</small></p>
<p>Ottilie und Eduard hatten zwei Kinder:</p>
<ol>
<li>Johanna Davidsohn (geb. 8.3.1890) heiratete am 6.4.1919 den Zahnarzt Louis Rosendahl (29.5.1877-7.3.1958) aus Dortmund. Sie flüchtete mit ihrem Mann und ihrer am 19.8.1920 in Düsseldorf geborenen Tochter Gerda (später Gerda Richards) 1939 über England in die USA. Louis Rosendahl hat handschriftliche Erinnerungen hinterlassen, die im <a href="http://www.lbi.org/">Leo Baeck Institute</a> in New York digitalisiert abrufbar sind.</li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/stolperstein/davidsohn-ernst/">Ernst Davidsohn</a> (27.7.1891-ca. 28.7.1942), ermordet in Minsk. </li>
</ol>
<p><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/davidsohn-toni/">Toni</a> und Sally Davidsohn hatten drei Kinder:</p>
<ol>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/davidson-johan/">John (&#8222;Johan&#8220;) Davidsohn</a> (geb. 1.8.1904), konnte 1939 noch nach England flüchten, wo er Else Eichwald heiratete. Er emigrierte 1946 in die USA und starb im September 1985 im Staat New York.</li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/davidsohn-ilse/">Ilse Davidsohn</a> (22.1.1906-ca. 1942), ermordet im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ghetto_Minsk">Ghetto von Minsk</a>.</li>
<li>Gertrud Davidsohn (13.9.1908-11.4.1909), die als Säugling starb.</li>
</ol>
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		<title>Jewish Community OHZ (engl.)</title>
		<link>https://www.teufelsmoor.eu/geschichte/stolperstein/jewish-community-ohz-engl/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Dec 2010 15:55:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Stolperstein]]></category>
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					<description><![CDATA[During the 19th Century, Osterholz and Scharmbeck became significant Jewish strongholds within the Elbe-Weser triangle. At the beginning of the 20th century, members of the community included merchants, doctors, decorated war veterans and even local historians, respected by many in the town. The story of their humiliation, expulsion and almost total annihilation between 1933 and &#8230; <p class="link-more"><a href="https://www.teufelsmoor.eu/geschichte/stolperstein/jewish-community-ohz-engl/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Jewish Community OHZ (engl.)“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>During the 19th Century, Osterholz and Scharmbeck became significant Jewish strongholds within the Elbe-Weser triangle. At the beginning of the 20th century, members of the community included merchants, doctors, decorated war veterans and even local historians, respected by many in the town. The story of their humiliation, expulsion and almost total annihilation between 1933 and 1945 is a lesson in human weakness, tolerance and moral courage.</p>
<blockquote><p>most injustice begins on a small scale – which one can combat with courage and conviction<br />
<small>Roman Herzog (former German president) May 1997</small>
</p></blockquote>
<p>A case in point being the fate and conduct of <a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/aron-wilhelm/">Wilhelm Aron</a>, the only Jew  who returned back to his home town after these events.<br />
<span id="more-4186"></span></p>
<h3>Origins</h3>
<p>The first recorded Jew in Scharmbeck was Levi Hertz who in 1732 received a <em><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Schutzjude">Geleitbrief</a></em> (literally a safe-conduct letter, entitling him to protection in the community). In 1756 or 1757 he purchased a 150 m² plot of land on the road between Lintel and Penningbütel to be used as a  <a href="http://www.teufelsmoor.eu/osterholz-scharmbeck/scharmbeck/jewish-graveyard">Jewish graveyard</a> <small>(source: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/buch-historisches-handbuch/">Obenaus</a>)</small>. According to other sources <small>(<a href="http://aidaonline.niedersachsen.de/AktenAIDA.aspx?CryptPara=Cg08DNWFhfOc7wdNIFeNLTYsMVD9qldeiCNkijmkcDOj6H2LnyC9m2XeWXPrFzIV">Staatsarchiv Stade</a>)</small>, in 1731 Levi Herz and Moses Hein (in Osterholz) as well as Cahn Meyer and David Meyer (in Scharmbeck) received “Schutzbriefe” (letters of protection) from the local community.</p>
<p>The Jewish community in Osterholz and Scharmbeck was officially established on 1st  December 1768. It was comprised of 4 families with 18 individuals as well as a servant and four maids. The families of Levi Hertz (from 1735, according to the city chronicle), Philipp Moses (from 1753), as well as Leffmann Moses Meyer (from 1758) lived in Scharmbeck. The family of Salomon Levi (from 1761) lived in Osterholz.</p>
<p>In 1772 the <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/davidsohn-family">Davidsohn family</a> founded a textile and clothing shop on the Obernstrasse (subsequently renamed Poststrasse).  The family probably officially adopted their surname sometime between 1803 and 1813, when they were obliged to do so during the French occupation. In 1780 Jakob Nachmann also received a “letter of protection” with authority to set up an abattoir in the Heidkamp area. He had previously worked for Moses Hein in Scharmbeck for three years <small>(source: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/chronik-von-osterholz-scharmbeck/">Menkhoff</a>)</small>. In 1796, the “protection” previously afforded to Levi Lefmann was transferred to Heine Lefmann Goldberg of Scharmbeck. <small>(source: <a href="http://aidaonline.niedersachsen.de/AktenAIDA.aspx?CryptPara=Cg08DNWFhfOc7wdNIFeNLTYsMVD9qldex07U$(XrfQPkGeiU96s7mS4UbGMw6IiPV">Lower Saxony State archives</a>)</small></p>
<h3>Growth</h3>
<p>Up until 1875, the local Jewish community grew steadily, then accounting for 3% of the local population, higher than anywhere in the world today, other than Israel. This growth occurred for a number of reasons:</p>
<p>Up until the mid 19th century, Jews were prevented from working in many professions. They were however allowed to work as both textile merchants and butchers. The region was particularly known for its textile industry as well as its excellent livestock and cattle. Up until the late 19th century, the draper’s guild as well as the <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/herbstmarkt">autumn cattle market</a> (dating back to 1748) were well known beyond the local region. Additionally, after 1849, quite some Jews settled from neighbouring Bremen as a result of anti-Semitic attitudes there.</p>
<p>In 1803, during the French occupation by Napoleonic troops, many of the Jews became responsible for supplying food. These included: Hyam Marks from Bremerlehe,  Jakob Lachmann, Levi Lefmann, Lüder Hartmann (Koppelstrasse) as well as Oppenheimer (later Markus Kayser). Between 1804 and 1809, the Jewish community employed Benjamin Jacob as school teacher, choirmaster and ritual slaughterer; he lived in the synagogue. In 1811 Salomon Meyer received a “Schutzbrief” (so called “letter of protection”) from Regional Mayor Eickenrodt. By 1815 the local community was comprised of seven families – almost 50 individuals. Meyer Aaron was both community leader and school teacher. He was succeeded by Nathan Cohen in 1824, whose title was Jewish community superintendent for the Duchy of Bremen and Weser district <small>(source: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/chronik-von-osterholz-scharmbeck/">Menkhoff</a>)</small>. </p>
<p>By 1829, 101 Jews from 12 families lived in Osterholz and Scharmbeck. The following lived in Scharmbeck: Abraham Heidemann, Hein Lefmann Goldberg, Salomon Meyer, the widow of Meyer Aron Aronsohn, Nachman Jakob Kugelmann, Isaac David Davidsohn, David Weinberg and Jeckel Jacob. The following lived in Osterholz: Nathan Cohen, Moses David Davidsohn, Levi Weinberg and Moritz Cohen. <small>(source: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/chronik-von-osterholz-scharmbeck/">Menkhoff</a>)</small></p>
<p>The synagogue and school building was built in 1830 on Teichstrasse. The front part of the building was the school and kitchen, the rear part the synagogue, with just 12 prayer seats. The upstairs of the building contained the gallery for the women with no seats as well as an apartment where the teacher lived. In 1830, the 3rd Jewish district of the Elbe-Weser headquartered in Rotenburg dissolved and amalgamated with the 2nd district headquartered in Osterholz, grouping together Ottersberg, Lilienthal, Osterholz and Ritterhude. <small>(source: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/buch-historisches-handbuch/">Obenaus</a>)</small> Moses Davidsohn became the district director, succeeded by Heidemann, from Osterholz. <small>(source: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/chronik-von-osterholz-scharmbeck/">Menkhoff</a>)</small> In 1841, Salomon Goldberg from Scharmbeck received his Schutzbrief (letter of protection). <small>(source: <a href="http://aidaonline.niedersachsen.de/AktenAIDA.aspx?CryptPara=Cg08DNWFhfOc7wdNIFeNLTYsMVD9qldeh7/UI1g7GlK8bpNJvJBBaR3sRp43dhkS">Lower Saxony State Archives</a>)</small></p>
<table class="ohneRand">
<tr class="ohneRand">
<td></td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">&nbsp;Inhabitants&nbsp;</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Jews&nbsp;</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;%&nbsp;</td>
</tr>
<tr class="ohneRand">
<td>1815</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right"></td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">ca. 49</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right"></td>
</tr>
<tr class="ohneRand">
<td>1845</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">3.079</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">101</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">3,28</td>
</tr>
<tr class="ohneRand">
<td>1861</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">3.406</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">96</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">2,82</td>
</tr>
<tr class="ohneRand">
<td>1864</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">3.441</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">106</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">3,08</td>
</tr>
<tr class="ohneRand">
<td>1871</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">3.467</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">127</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">3,66</td>
</tr>
<tr class="ohneRand">
<td>1895</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">4.419</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">99</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">2,24</td>
</tr>
<tr class="ohneRand">
<td>1905</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">4.844</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">62</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">1,28</td>
</tr>
<tr class="ohneRand">
<td>1925</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">5.760</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">47</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">0,82</td>
</tr>
<tr class="ohneRand">
<td>1939</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">5.568</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">27</td>
<td>&nbsp;</td>
<td align="right">0,48</td>
</tr>
</table>
<p><small>(sources: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/buch-historisches-handbuch/">Obenaus</a> und <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/chronik-von-osterholz-scharmbeck/">Menkhoff</a>)</small></p>
<p>By 1844 there were 210 Jewish families registered within the province Stade, 33 of these did not have a “Schutzbrief”. The Scharmbeck community included Salomon Meyer, Meyer Aaron Aaronsohn’s widow, Nachmann Jacob Kugelmann, Isaak David Davidsohn, David Weinberg, Jeckel Jacob, Abraham Heidemann and Hein Lefmann Goldberg. The Osterholz community included  Nathan Cohen, Moritz Cohen, Moses David Davidsohn as well as Levi Weinberg, additionally Philipp Samson Feist from Sandbeck. After July 1847, Jews in the Kingdom of Hannover were no longer required to pay protection tax and purchase a “Schutzbrief”. <small>(source: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/chronik-von-osterholz-scharmbeck/">Menkhoff</a>)</small></p>
<p>The following is a copy of a financial statement prepared in 1876, by the Synagogue, indicating financial contributions to be made by members in 1877, depending on financial circumstances:</p>
<table class="ohneRand">
<tr class="ohneRand">
<td align="right"><strong>Mark</strong></td>
<td align="left"><strong>Family</strong></td>
</tr>
<tr class="ohneRand">
<td align="right" valign="top">100.00<br /><small> (equivalent amount in  2008 ca. € 640)</small></td>
<td align="left">J. Gotthelf (Scharmbeck)<br />A. Goldschmidt (Scharmbeck)<br />S. Feist (Scharmbeck)<br />J. D. Davidsohn (Scharmbeck)<br />S. Heidemann (Osterholz)</td>
</tr>
<tr class="ohneRand">
<td align="right" valign="top">90.00</td>
<td align="left">D. Weinberg (Scharmbeck)<br />L. Feist (Scharmbeck)<br />J. Davidsohn (Osterholz)</td>
</tr>
<tr class="ohneRand">
<td align="right" valign="top">60.00</td>
<td align="left">P. S. Feist (Scharmbeck)<br />J. A. Heidemann (Scharmbeck)</td>
</tr>
<tr class="ohneRand">
<td align="right" valign="top">35.00</td>
<td align="left">M. Cohen (Osterholz)<br />A. Cohen (Osterholz)</td>
</tr>
<tr class="ohneRand">
<td align="right" valign="top">30.00</td>
<td align="left">J. Cohen (Ritterhude)</td>
</tr>
<tr class="ohneRand">
<td align="right" valign="top">20.00</td>
<td align="left">E. Ries (Scharmbeck)<br />A. Bähr Scharmbeck)<br />A. Löwenbach (Scharmbeck)<br />S. Cohen (Scharmbeck)<br />L. Weinberg (Osterholz)</td>
</tr>
<tr class="ohneRand">
<td align="right" valign="top">17.50</td>
<td align="left">M. Meyer (Worpswede<small>(?)</small>)</td>
</tr>
<tr class="ohneRand">
<td align="right" valign="top">15.00</td>
<td align="left">W. Cohen (Scharmbeck)</td>
</tr>
<tr class="ohneRand">
<td align="right" valign="top">13.00</td>
<td align="left">S. Simonsohn (Osterholz)<br />L. Simonsohn (Osterholz)<br />A. Rosbach (Osterholz)</td>
</tr>
<tr class="ohneRand">
<td align="right" valign="top">10.00</td>
<td align="left">M. Abraham (Worpswede)<br />J. Gunst <small>(?)</small> (Ritterhude)<br />A. Cohen (Ritterhude)</td>
</tr>
<tr class="ohneRand">
<td align="right" valign="top">9.00</td>
<td align="left">N. Simon (Ritterhude)</td>
</tr>
</table>
<h3>Integration</h3>
<p>In 1881, businessman <strong>Eduard Davidsohn</strong>, of No. 159 Poststrasse, later No. 4 Poststrasse, won the title of “Scharmbecker Schützen-Vizekönig” (runner-up in the Scharmbeck shooting competition). Between 1893 and 1915 he was chosen to be senior Alderman on at least 4 occasions. <small>(source: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/chronik-von-osterholz-scharmbeck/">Menkhoff</a>)</small></p>
<p>During WW1, two members of the Jewish community died in combat, including <strong>Ludwig Aron</strong> (b. 19.8.1892, d. 7.5.1915), elder brother of <a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/aron-wilhelm">Wilhelm Aron</a>.</p>
<p><strong><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/cohen-dr-richard/">Dr. Richard Cohen</a></strong> attended the Jewish elementary school on the Bahnhofstrasse, high school in Bremen, then studied medicine in Berlin, where he received his doctorate. In 1899 he took over the practise of the late Dr Neander in Scharmbeck at what was to become 5 Marktstrasse. Richard was very much orientated towards supporting the German “Fatherland”. He volunteered in WW1 and served as a medical officer on the French front. Awarded the Iron Cross, 1st class in 1917, he served as “Bürgervorsteher”, a civic Superintendant. In 1919 he was elected to the local council with the most votes. In 1920, the councilors selected him as Speaker.</p>
<p><strong><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/lowenstein-leopold/">Leopold &#8222;Leo&#8220; Löwenstein</a></strong> was the cantor and full-time teacher of the Jewish community. In 1910, he was one of the founding members of the <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Progressive_People%27s_Party_(Germany)">Progressive Peoples Party</a> of Osterholz -Scharmbeck. From 1915, he served as a soldier during WW1. Besides his position as head of the Jewish community, during the 1920’s, Löwenstein was also a well respected citizen within the wider community. He was secretary of the <em>Bürgerverein</em> (civic association), and also author of several local history articles published in the <em>Heimatbote</em> (Homeland  Messenger), a supplement distributed with the local Osterholzer Kreisblatt newspaper. </p>
<h3> The Dark Years</h3>
<table class="ohneRand" style="float:left; width:auto">
<tr class="ohneRand">
<td><a href="http://picasaweb.google.de/moorteufel/JuedischerFriedhof/photo#5112708771521073218"><img decoding="async" src="http://lh3.google.de/moorteufel/RvP9ihaJkEI/AAAAAAAABTk/YLQkEj_VVk4/s400/IMG_1414.JPG" alt="Jüdischer Friedhof"></a></td>
</tr>
</table>
<p><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/meibergen-moritz/">Moritz Meibergen</a> (1875-1933), of <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/bahnhofstr-90">90 Bahnhofstrasse</a>, was the first Nazi victim in Osterholz-Scharmbeck. He died the day after his 58th birthday, after having been abused by the Nazi’s in Ahlhorn. He is buried in the Jewish cemetery. </p>
<p>During 1934, the isolation and exclusion of Jews from normal life significantly increased throughout the country. “Stürmerkästen” were installed in every town. These were used to dispense a weekly anti-Semitic newspaper called “<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Der_Stürmer">Der Stürmer</a>”. Owners and customers of Jewish businesses were faced with increasing repression. Boycott posters were put up in front of stores, shop windows were defaced and smashed, and customers entering and leaving the shops were photographed. The pictures, together with details including names and addresses were put into the “Stürmerkästen” to notify the locals.</p>
<p><figure id="Juden05" aria-describedby="caption-Juden05" style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/ab/Bundesarchiv_Bild_133-075%2C_Worms%2C_Antisemitische_Presse%2C_%22Stürmerkasten%22.jpg" width="400" alt="Stürmerkasten"><figcaption id="caption-Juden05" class="wp-caption-text">Stürmerkasten in Worms (source: Bundesarchiv)</figcaption></figure>In autumn 1934, the “Nordwestdeutsche Landzeitug”, a local newspaper, published leaflets, put up in local shops, calling for a boycott of Jewish businesses. On 27th November, <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/davidson-johan">John Davidsohn</a>, aged 30, son of the owner of the department store on the Poststrasse, removed some of them and was beaten up by a mob of 40 to 50 men. He was put into &#8222;protective custody&#8220; and taken to Berlin. With assistance from his father’s Bremen lawyer as well as the <em>Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens</em> (CV) (Central Association of German Citizens of the Jewish Faith), he was released on 15th December. <small>(source: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/buch-historisches-handbuch/">Obenaus</a>)</small></p>
<p>In 1935, there were also reported incidences where members of the Christian faith refused to sell everyday items to the Jewish inhabitants. <small>(source: <a href="http://books.google.de/books?id=WNk_8-TDaV4C&#038;pg=PA3&#038;dq=scharmbeck+Jude&#038;source=gbs_selected_pages&#038;cad=3#v=onepage&#038;q=&#038;f=false">Wildt M: Geschichte des Nationalsozialismus, 2008</a>)</small></p>
<blockquote><p><strong>&#8222;Jews are not wanted here</strong><br />
A noteworthy example of this is provided in our very own Osterholz-Scharmbeck: For several days, with one exception, shops and tradesmen’s outlets have been displaying signs stating that “Jews are not wanted here”.  A few of the shopkeepers and tradesmen who, up until now, had had reservations about putting up the posters, have now become more prudent….Rejoice and thanks to our team spirit.…. whoever buys from a Jew is a traitor!&#8220; <small>(translation of an article in the Osterholzer Kreisblatt of Aug 21st 1935, cited from <em>Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II</em>, R. Meenkhoff, 2009)</small></p></blockquote>
<p>On 1.10.1937, as a result of the boycott of Jewish businesses, the Heidemann clothes store, in existence for 86 years, was taken over or “put into Aryan hands”, henceforth known as Firma Chr. Essen. In 1938, the saw mill and chair factory owned by S Feist was taken over by businessman Heinrich Kramer of Oberneuland. In 1938 Jewish doctor, Dr Richard Cohen (of 5 Marktstrasse), was forbidden from practising his profession. He died mentally broken and destitute on 8th April in Bremen. <small>(source: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/chronik-von-osterholz-scharmbeck/">Menkhoff</a>)</small></p>
<p>In 1938, with support from the mayor and the local Nazi party, teacher and local historian <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/johann-segelken-heimatforscher/">Johann Segelken</a>, published the first edition of his book “Heimatbuch” about the local community. Mention of Jews was relegated to the appendix and the contents highly insulting (<a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/ohz-heimatbuch-1938/">see extracts</a>). </p>
<p>The school chronicles written by Leo Löwenstein end in 1938 with a final remark that there were still 31 members of the community. On account of the additional charges and heavy supplemental taxes, the synagogue could not continue. Only 6 children attended religious classes (Ruth and Cläre Meyer, Sonja, Erika and Jacob Ratusch as well as Inge Cohen). As a result of the forced sale of the synagogue, Löwenstein lost his flat, after 45 years of community service and was forced to move in with relatives in Paderborn. On 16.1.1944 Löwenstein was murdered in Theresienstadt.</p>
<p>On the so called <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Reichskristallnacht">Kristallnacht</a> of 9th November 1938, SA men forced their way into Jewish homes, beat up male residents injuring many severely. Alfred, Flora and Henny Cohen were driven into the basement of their house at 47 Bremer Strasse (west of the railway crossing) where glass jars were being thrown and smashed around them. In 2001 Annelie Müller and Otto Arnholt (were living in the “Judenhaus” at 20 Börderstrasse on the Kristallnacht) could still remember the names of the SA men taking part. <small>(source: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/buch-ein-denkmal/">Beer</a>)</small></p>
<p>At the end of 1938, immediately after the November pogroms, restrictions tightened considerably for Jews, throughout the country. These included curfews, travel restrictions as well as restrictions on purchases. Jews could not drive cars, were not allowed out between 9pm and 5am (8pm and 6pm in winter) and were only able to buy from certain shops and at specific times. In Osterholz-Scharmbeck, these shops were Pape (<a href="http://www.teufelsmoor.eu/osterholz-scharmbeck/kirchenstrase/kirchenstrase-19/">19 Kirchenstrasse</a>) for groceries, Seedorf (23 Koppelstrasse) for meats and Habekost (<a href="http://www.teufelsmoor.eu/osterholz-scharmbeck/bahnhofstrase/bahnhofstr-117/">117 Bahnhofstrasse</a>) and later Minkwitz (51 Bremer Strasse) for bakery products.</p>
<p>According to the &#8222;Police ordinance regarding the identifying of Jews&#8220; which came into effect on 1st September 1941 there were then 7 Jewish inhabitants: brothers Moritz and Wilhelm Aron, the family of Alfred and Flora Cohen with daughter Henny as well as the couple Hugo and Selma Meyer-Rosenoff. There were 13 Jews from Osterholz-Scharmbeck amongst 570 deported by train on 18th Novermber 1941 to the <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Minsk_Ghetto">Minsk ghetto</a> (Belarus) via Bremen and Hamburg:</p>
<blockquote><p>Henny Cohen, Hohetorstraße<br />
Clara Cohen, Lindenstraße<br />
Hanni Meyer, geb. Cohen, Lindenstraße<br />
Ilse and Toni Davidsohn, Bahnhofstraße<br />
Ernst Davidsohn, Poststraße<br />
Irma, Betty and Iwan Heidemann, Findorffstraße<br />
Cläre, Ruth, Selma and Hugo Meyer-Rosenhoff, Bördestraße</p>
<p>None of them survived.
</p></blockquote>
<p><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/cohen-alfred-und-flora">Flora and Alfred Cohen</a> were the last members of the once numerous Cohen family left in Osterholz. They first moved to Bremen on 21.3.1942 and were later deported to <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Theresienstadt_concentration_camp">Theresienstadt</a> via Hannover. Alfred died in the camp in August 1942. Flora survived and was freed on 8th May 1945. She returned to her sister-in-law Frieda (widow of Dr Richard Cohen) and immigrated to Brazil, where her son Fritz lived. She died in 1955.</p>
<p>As of 30th March 1942, all Jewish homes had to been clearly identified. This only effected one residence, that of Moritz and Wilhelm Aron, the last 2 remaining Jews. On 23.7.1942 Moritz was deported to Theresienstadt and subsequently to Auschwitz, where he died. <small>source: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/chronik-von-osterholz-scharmbeck/">Menkhoff</a></small></p>
<h3>Post-War History</h3>
<p>Only <a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/aron-wilhelm">Wilhelm Aron</a> and his children Annelie and Wilhelm (Willi) returned to Osterholz-Scharmbeck. For many years Wilhelm Sr was actively involved in the SPD (Social Democratic Party), the trade union, fire brigade, AOK (local health service/insurance), the local council as well as the VSK (local sports association). He worked until 1960, as director of the trade union office in the building which was previously the synagogue, on the Bahnhofstrasse. Many admired his positive tolerant and forward looking attitude despite the terrible past.</p>
<p>The public treatment of the Jewish population, even decades later, still posed uncomfortable questions. One of various sources (such as the german Wikipedia article <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Geschichte_von_Osterholz-Scharmbeck&#038;oldid=71827082">Geschichte von Osterholz-Scharmbeck</a>, see section “Arbeitslosigkeit und Nationalsozialismus”) refers to the sensitivities of relatives of former Nazis, still living in the town today. For example, in 1963, a proposition to name a sports hall in honour of concentration camp survivor, Wilhelm Aron was refused but the following year, Jew baiter and ex Nazi party sympathiser Johann Segelken (see above, remarks in his 1938 book), was awarded the Bundesverdienstkreuz (Federal Order of Merit). In 1967, Herr Gottschalk, director of the local district (OKD), wrote to Dr Zvi Asaria, Rabbi of Lower Saxony, advising him that the same Johann Segelken was a valuable source of information regarding the fate of Jews in the region and that he knew all about the subject. <small>(source: letter from the OKD to the Chief Rabbi 26.1.1967, citation <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/de-geschicht-is-logenhaft/">Murken</a>)</small></p>
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		<title>Notizen eines jüdischen Schulkindes</title>
		<link>https://www.teufelsmoor.eu/geschichte/notizen-eines-judischen-schulkindes/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Nov 2010 18:54:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Stolperstein]]></category>
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					<description><![CDATA[Notizen der Erlebnisse eines jüd. Schulkindes während der Nazizeit (zwischen 1932-1934/35) von Lilly Heidemann aus der &#8222;Ausstellung anlässlich der Einweihung des jüdischen Mahnmals in Osterholz-Scharmbeck am 9. November 2006&#8220; (2002 gestaltet von Claudia Körber &#8211; 2006 überarbeitet und ergänzt von Horst Böttjer und Ilse Schröder)]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Notizen der Erlebnisse eines jüd. Schulkindes während der Nazizeit (zwischen 1932-1934/35)</strong><br />
von Lilly Heidemann</p>
<p>aus der<br />
<em>&#8222;Ausstellung anlässlich der Einweihung des jüdischen Mahnmals in Osterholz-Scharmbeck am 9. November 2006&#8220;</em><br />
(2002 gestaltet von Claudia Körber &#8211; 2006 überarbeitet und ergänzt von Horst Böttjer und Ilse Schröder)</p>
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		<title>Heidemann (Familie)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Nov 2010 05:01:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Stolperstein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.teufelsmoor.eu/?p=3243</guid>

					<description><![CDATA[Die Familie Heidemann war über 100 Jahre lang in Osterholz-Scharmbeck ansässig und führte Anfang des 20. Jh. das größte Bekleidungsgeschäft in Osterholz an der Hauptstraße, der heutigen Findorffstraße. Im Nationalsozialismus wurden sie gedemütigt, entrechtet und bis auf wenige Ausnahmen deportiert und in Lagern ermordet. Mitte des 19. Jh. lebte sowohl in Osterholz als auch in &#8230; <p class="link-more"><a href="https://www.teufelsmoor.eu/menschen/heidemann-2/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Heidemann (Familie)“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die <strong>Familie Heidemann</strong> war über 100 Jahre lang in Osterholz-Scharmbeck ansässig und führte Anfang des 20. Jh. das größte Bekleidungsgeschäft in Osterholz an der Hauptstraße, der heutigen Findorffstraße. Im Nationalsozialismus wurden sie gedemütigt, entrechtet und bis auf wenige Ausnahmen deportiert und in Lagern ermordet.<br />
<span id="more-3243"></span><br />
Mitte des 19. Jh. lebte sowohl in Osterholz als auch in Scharmbeck jeweils eine Familie Heidemann, ein evtl. Verwandtschaftsverhältnis der beiden Familien ist nicht dokumentiert. </p>
<h3>Die Heidemanns in Scharmbeck</h3>
<p>In Scharmbeck war die Familie von <strong>Abraham Heidemann</strong> bereits 1829 und 1844 als eine von acht dort ansässigen jüdischen Familien registriert. Das Bekleidungsgeschäft von J. A. Heidemann in der Scharmbecker <a href="http://www.teufelsmoor.eu/osterholz-scharmbeck/kirchenstrase/kirchenstr-10/">Kirchenstraße 115 (später Nr. 10)</a> übernahm 1880 Iwan Gotthelf. <small>(Quelle: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/chronik-von-osterholz-scharmbeck/">Menkhoff</a>)</small></p>
<h3>Die Heidemanns in Osterholz</h3>
<p>In Osterholz wurde &#8222;der Osterholzer Heidemann&#8220; 1840 Bezirksvorsteher der jüdischen Gemeinde. Das Unternehmen <strong>S. J. Heidemann</strong> wurde 1851 in der Osterholzer Hauptstraße 16 (später Findorffstraße 8 )  gegründet, 1893 wurde <strong>David Heidemann</strong> neuer Inhaber der Firma. Das Ehepaar S. J. Heidemann feierte 1901 Goldene Hochzeit. 1902 wurde das Geschäftshaus durch die Fa. Torbohm erweitert. David Heidemann wurde 1903 in den Gemeinderat der Israeliten-Gemeinde Osterholz-Scharmbeck gewählt. 1910 erwarb die Fa. Heidemann ein benachbartes Grundstück vom Uhrmacher Albert Murken, um ein modernes Geschäftshaus bauen zu lassen, welches 1911  eingeweiht wurde. <strong>J. Heidemann</strong> (vermutlich <a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/heidemann-iwan/">Josef bzw. Iwan Heidemann</a>) wurde 1922 Rechnungsführer des neu gegründeten &#8222;Kaufmännischen Vereins Osterholz-Scharmbeck und Umgebung&#8220;. Am 1. Oktober 1937 kam es in Folge des Boykotts jüdischer Geschäfte zum Zwangsverkauf des Unternehmens an die Fa. Chr. Essen. <small>(Quelle: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/chronik-von-osterholz-scharmbeck/">Menkhoff</a>)</small></p>
<p>Die Brüder Alfred (1884-1942) und Josef (&#8222;Iwan&#8220;, 1883-1941) Heidemann lebten bis 1937 in der Findorffstraße und betrieben dort das väterliche Geschäft. <strong><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/heidemann-grete-und-alfred/">Alfred und Grete Heidemann</a></strong> lebten im 2. Stock und wurden 1942 über Bremen in das Konzentrationslager Minsk deportiert und ermordet. Ihre Tochter Lilly (1920-1999) konnte 1938 nach London in Sicherheit gebracht werden. <strong><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/heidemann-iwan/">Josef und Irma Heidemann</a></strong> lebten im 1. Stock und wurden 1941 über Hamburg ins Konzentrationslager gebracht und ermordet, ihr Sohn Gottfried (David) Heidemann konnte nach Palästina ausreisen, wo er 1999 eine große Farm besaß. <small>(Quellen: Ernst-Goergens B, Goergens H: <a href="http://www.hagalil.com/deutschland/nord/osterholz-3.htm">Die Geschichte der Juden in Osterholz-Scharmbeck</a> 1999; teilweise korrigiert anhand von Lebenserinnerungen von Lilly und Gottfried Heidemann)</small></p>
<h3>Moritz Heidemann und Familie</h3>
<p>Es ist anzunehmen, dass der später in Hamburg tätige Kinderarzt <strong>Moritz Heidemann (*15.11.1885 in Osterholz)</strong> ein jüngerer Bruder von Alfred und Iwan war. Er studierte Medizin in Freiburg, Göttingen, München sowie Heidelberg und promovierte 1911. Von 1914 bis 1917 nahm er am 1. Weltkrieg teil und erlitt eine 50%-ige Kriegsbeschädigung. Ab 1922 war er mit seiner Frau Charlotte (geb. Cohn, Dr. med.) in der Isestraße 69 in Hamburg ansässig. 1938 emigrierte er mit seiner Frau zu seinem Sohn Rolf nach Buenos Aires, Argentinien. Über sein weiteres Schicksal ist nichts bekannt. <small>Quelle: GV, Staatsarchiv HH, PäA, RAR; zitiert nach Seidler E: Jüdische Kinderärzte 1933-1945: Entrechtet/Geflohen/Ermordet; Erw. Neuaufl. &#8211; Basel ; Freiburg [u.a.] : Karger, 2007.</small></p>
<h3>Adolf Heidemann und Familie</h3>
<p>Ein weiterer Bruder war vermutlich der Bankkaufmann <strong>Adolf Heidemann (*15.8.1887 in Osterholz-Scharmbeck)</strong>, der zunächst in Halberstadt lebte und von dort mit seiner Frau Therese Heidemann (*6.12.1891, geb. Senior in Halberstadt) im Jahr 1922 nach Stade zog. Dort lebte er in der <a href="http://maps.google.de/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=Bremerv%C3%B6rder+Stra%C3%9Fe+31,+Stade&#038;sll=53.564171,9.990735&#038;sspn=0.009189,0.022745&#038;gl=de&#038;ie=UTF8&#038;hq=&#038;hnear=Bremerv%C3%B6rder+Stra%C3%9Fe+31,+Stade+21682+Stade,+Niedersachsen&#038;t=h&#038;z=16">Bremervörder Straße 31</a> und führte das <em>&#8222;Stader Bank- und Effektenkommissionsgeschäft Adolf Heidemann&#8220;</em>. </p>
<p>Im Januar 1936 forderte  der NSDAP-Ortsgruppenleiter den Reichskommissar für das Kreditwesen als Aufsichtsbehörde auf, gegen Heidemann vorzugehen, da &#8222;kein Bedarf für jüdische Winkelbanken&#8220; mehr bestehe. Heidemann wurde als &#8222;Hausierer&#8220; beschimpft, der enge Beziehungen &#8222;zu ehemals führenden Marxisten und Demokraten&#8220; unterhielte, so dass es unverständlich sei, dass &#8222;derartige Parasiten heute noch amtlich bestätigt werden&#8220;. Reichskommissar Ernst antwortete im Februar 1936 zwar noch, dass weder die Firmenbilanzen noch die Geschäftsführung Anlass zur Beanstandung geben würden, verlieh aber gleichzeitig seiner Prognose Ausdruck, dass die Bevölkerung die &#8222;richtige Auswahl unter den bestehenden Bankgeschäften&#8220; treffen werde. <small>(Quelle: <a href="http://books.google.de/books?id=Kyvvx7pxsIIC&#038;pg=PA404&#038;lpg=PA404&#038;dq=%22Adolf+">Köhler I: Die &#8222;Arisierung&#8220; der Privatbanken im Dritten Reich.</a> Verl. C.H. Beck, 2. Aufl. 2008) </small></p>
<p>Am 13. Mai 1939 jedenfalls zogen Adolf und Therese mit ihrer einzigen Tochter Ruth (geb. 1920 in Halberstadt) nach Hamburg in die <a href="http://maps.google.de/maps?gl=de&#038;ie=UTF8&#038;hq=&#038;hnear=Osterholz-Scharmbeck,+Osterholz,+Niedersachsen&#038;ll=53.564171,9.990735&#038;spn=0.009189,0.022745&#038;t=h&#038;z=16">Feldbrunnenstraße 3</a>, wo sie auf Visa für die USA warteten. Die Eltern wurden am 6. Dezember 1941 nach Riga deportiert und später dort ermordet, für sie sind <a href="http://www.stolpersteine-hamburg.de/?MAIN_ID=7&#038;BIO_ID=446">in Hamburg Stolpersteine</a> verlegt. Tochter Ruth gelang es, im August 1939 nach London auszuwandern. <small>(Quelle: <a href="http://www.athenaeum-stade.de/Athenaeum-Online/Pressespiegel/2010-04/Stolperstein2.pdf">Tageblatt online 20.4.2010</a>)</small></p>
<h3>Betty Heidemann</h3>
<p>Die unverheiratete Schwester <strong><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/heidemann-betty/">Betty Heidemann</a></strong> (1889-) verzog im Juli 1940 nach Verden und kam vermutlich in einem Lager im Osten ums Leben. <small>(Quelle: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/de-geschicht-is-logenhaft/">Murken</a>)</small></p>
<h3>Einträge im Gedenkbuch beim Bundesarchiv</h3>
<blockquote><p>Heidemann, Alfred<br />
* 03. August 1884 in Osterholz-Scharmbeck<br />
wohnhaft in Hamburg</p>
<p>Deportation:<br />
ab Hamburg<br />
25. Oktober 1941, Litzmannstadt (Lodz), Ghetto</p>
<p>Todesdatum:<br />
19. März 1942, Litzmannstadt (Lodz), Ghetto
</p></blockquote>
<blockquote><p>Heidemann, Adolf<br />
* 15. August 1887 in Osterholz-Scharmbeck<br />
wohnhaft in Hamburg</p>
<p>Deportation:<br />
ab Hamburg<br />
06. Dezember 1941, Riga-Jungfernhof, Außenlager Ghetto Riga</p></blockquote>
<blockquote><p>Heidemann, Betty<br />
* 06. August 1889 in Osterholz-Scharmbeck<br />
wohnhaft in Verden</p>
<p>Deportation:<br />
1941, unbekannter Deportationsort</p></blockquote>
<blockquote><p>Heidemann, Lilli<br />
* 23. November 1920 in Osterholz-Scharmbeck<br />
wohnhaft in Münster i. Westf.</p>
<p>Deportation:<br />
unbekannter Deportationsort</p></blockquote>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Heidemann, Betty</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Nov 2010 17:29:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Stolperstein]]></category>
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					<description><![CDATA[Betty Heidemann (*6.8.1889) zog im Juli 1940 nach Verden. (Quelle: Murken) Sie wurde am 18. November 1941 mit 569 jüdischen Leidensgenossen von Bremen über Hamburg nach Weißrussland in das Ghetto von Minsk deportiert, ihr weiteres Schicksal ist unbekannt. Quelle: Menkhoff Den Erinnerungen ihres seinerzeit 15-jährigen Neffen Gottfried Heidemann zur Folge zog Betty ca. 1937 mit &#8230; <p class="link-more"><a href="https://www.teufelsmoor.eu/menschen/heidemann-betty/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Heidemann, Betty“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Betty Heidemann (*6.8.1889)</strong> zog im Juli 1940 nach Verden. <small>(Quelle: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/de-geschicht-is-logenhaft/">Murken</a>)</small> Sie wurde am 18. November 1941 mit 569 jüdischen Leidensgenossen von Bremen über Hamburg nach Weißrussland in das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ghetto_Minsk">Ghetto von Minsk</a> deportiert, ihr weiteres Schicksal ist unbekannt. <small>Quelle: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/chronik-von-osterholz-scharmbeck/">Menkhoff</a></small></p>
<p>Den Erinnerungen ihres seinerzeit 15-jährigen Neffen Gottfried Heidemann zur Folge zog Betty ca. 1937 mit ihrem Bruder Iwan und dessen Frau Irma nach Bremen, sie seien 1944 in ein Vernichtungslager nach Polen deportiert worden.</p>
<p><strong>Eintrag im Gedenkbuch beim Bundesarchiv</strong></p>
<blockquote><p>Heidemann, Betty<br />
* 06. August 1889 in Osterholz-Scharmbeck<br />
wohnhaft in Verden<br />
Deportation: 1941, unbekannter Deportationsort</p></blockquote>
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		<title>Heidemann, Grete und Alfred</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Nov 2010 05:02:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Stolperstein]]></category>
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					<description><![CDATA[Alfred Heidemann (1884-1942) und seine Frau Greta (&#8222;Grete&#8220;) Heidemann (geb. Cohn, 1884-1942) waren Anfang des 20. Jh. respektierte Bürger von Osterholz und Mitinhaber des 1851 etablierten größten Osterholzer Bekleidungsgeschäftes S. J. Heidemann in der heutigen Findorffstraße. Während ihre beiden Kinder Lilli (auch &#8222;Lilly&#8220;, 1920-1999) und Gottfried (1922-2000) noch nach England bzw. Palästina emigrieren konnten, wurden &#8230; <p class="link-more"><a href="https://www.teufelsmoor.eu/menschen/heidemann-grete-und-alfred/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Heidemann, Grete und Alfred“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Alfred Heidemann (1884-1942)</strong> und seine Frau <strong>Greta (&#8222;Grete&#8220;) Heidemann (geb. Cohn, 1884-1942)</strong> waren Anfang des 20. Jh. respektierte Bürger von Osterholz und Mitinhaber des 1851 etablierten größten Osterholzer Bekleidungsgeschäftes <em>S. J. Heidemann</em> in der heutigen Findorffstraße. Während ihre beiden Kinder <strong>Lilli</strong> (auch &#8222;Lilly&#8220;, 1920-1999) und <strong>Gottfried</strong> (1922-2000) noch nach England bzw. Palästina emigrieren konnten, wurden die Eltern im Nationalsozialismus entrechtet und ermordet, .<br />
<span id="more-3430"></span><br />
Sie lebten im 2. Stock des Gebäudes über der Familie von Alfreds Bruder Iwan. Die Firma mussten die Heidemanns 1937 in Folge des Boykotts jüdischer Geschäfte verkaufen, Greta und Alfred zogen mit Tochter Lilli nach Hamburg und versuchten dort, ihren Lebensunterhalt mit einer Pension zu bestreiten. Lilli konnte (vermutlich 1939) noch nach England auswandern, Gottfried flüchtete nach Palästina. Die Eltern wurden 1941 von Hamburg in das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ghetto_Litzmannstadt">Ghetto Litzmannstadt</a> (Lodz) deportiert, wo sie 1942 ermordet wurden. <small>(Quelle: Lebenserinnerungen Gottfried Heidemann)</small></p>
<p><strong>Einträge im Gedenkbuch beim Bundesarchiv</strong></p>
<blockquote><p>Heidemann, Alfred<br />
* 03. August 1884 in Osterholz-Scharmbeck<br />
wohnhaft in Hamburg<br />
Deportation: ab Hamburg 25. Oktober 1941, Litzmannstadt (Lodz), Ghetto<br />
Todesdatum: 19. März 1942, Litzmannstadt (Lodz), Ghetto
</p></blockquote>
<blockquote><p>Heidemann, Greta<br />
geb. Cohn<br />
* 02. Februar 1884 in Boizenburg<br />
wohnhaft in Hamburg<br />
Deportation: ab Hamburg 25. Oktober 1941, Litzmannstadt (Lodz), Ghetto</p></blockquote>
<blockquote><p>Heidemann, Lilli<br />
* 23. November 1920 in Osterholz-Scharmbeck<br />
wohnhaft in Münster i. Westf.<br />
Deportation: unbekannter Deportationsort</p></blockquote>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Ter Berg (Familie)</title>
		<link>https://www.teufelsmoor.eu/region/ritterhude/ter-berg-familie/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Nov 2010 17:58:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ritterhude]]></category>
		<category><![CDATA[Stolperstein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.teufelsmoor.eu/?p=4135</guid>

					<description><![CDATA[Die Familie ter Berg war Anfang des 20. Jh. eine angesehene Kaufmannsfamilie in Ritterhude. Ihre dortige Existenz lässt sich bis in das Jahr 1730 zurückverfolgen, die Vorfahren sind aus Groningen in Holland zugewandert. Den Namen ter Berg erhielten sie durch die Heirat von Sophie Simons (geb. 06.04.1858 in Ritterhude) und Hartog ter Berg (geb. 05.05.1856 &#8230; <p class="link-more"><a href="https://www.teufelsmoor.eu/region/ritterhude/ter-berg-familie/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Ter Berg (Familie)“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die <strong>Familie ter Berg</strong> war Anfang des 20. Jh. eine angesehene Kaufmannsfamilie in <a href="http://www.teufelsmoor.eu/ritterhude/ritterhude">Ritterhude</a>. Ihre dortige Existenz lässt sich bis in das Jahr 1730 zurückverfolgen, die Vorfahren sind aus Groningen in Holland zugewandert. Den Namen ter Berg erhielten sie durch die Heirat von Sophie Simons (geb. 06.04.1858 in Ritterhude) und Hartog ter Berg (geb. 05.05.1856 in Noordbroek, Niederlande; gest. 1921 in Ritterhude).<br />
<span id="more-4135"></span><br />
Sophie und Hartog hatten vermutlich 5 Kinder:</p>
<ol>
<li><a href="javascript:submitHiddenForm('hiddenSearchForm','/gedenkbuch/directory.html?id=841034&#038;submit=1&#038;page=2&#038;maxview=50&#038;offset=50')">Levie ter Berg</a> (auch Levi; geb. 28.08.1882; am 6.12.1941 von Hamburg nach Riga deportiert) heiratete 1905 in Wilhelmshaven <a href="javascript:submitHiddenForm('hiddenSearchForm','/gedenkbuch/directory.html?id=841033&#038;submit=1&#038;page=1&#038;maxview=50&#038;offset=0')">Clara Voß</a> (auch: Vohs, geb. 26.10.1878 in Wilhelmshaven; am 6.12.1941 von Hamburg nach Riga deportiert). </li>
<li><a href="http://www.online-ofb.de/famreport.php?ofb=juden_nw&#038;ID=I371&#038;nachname=TER%20BERG&#038;lang=de">Rebecka Sara ter Berg</a> (geb. 21.8.1884 in Ritterhude) heiratete Alfred Herz (geb. 23.12.1880 in Aumund) und wurde mit ihm gemeinsam am 18.11.1941 nach Minsk deportiert.</li>
<li><a href="javascript:submitHiddenForm('hiddenSearchForm','/gedenkbuch/directory.html?id=841028&#038;submit=1&#038;page=1&#038;maxview=50&#038;offset=0')">Hartog Isaak ter Berg</a> (geb. 12.07.1886 in Ritterhude, für tot erklärt) heiratete <a href="javascript:submitHiddenForm('hiddenSearchForm','/gedenkbuch/directory.html?id=841037&#038;submit=1&#038;page=3&#038;maxview=50&#038;offset=100')">Paula Wolff</a> (oder Wolf; geb. 02.06.1886 in Bedburg, gest. 28.07.1942 in Minsk). Beide wurden am 18.11.1941 nach Minsk deportiert.</li>
<li><a href="javascript:submitHiddenForm('hiddenSearchForm','/gedenkbuch/directory.html?id=841029&#038;submit=1&#038;page=1&#038;maxview=50&#038;offset=0')">Elias ter Berg</a> (geb. 28.08.1888 in Ritterhude, gest. 28.07.1942 in Minsk) lebte in Bremen.</li>
<li><a href="javascript:submitHiddenForm('hiddenSearchForm','/gedenkbuch/directory.html?id=912316&#038;submit=1&#038;page=16&#038;maxview=50&#038;offset=750')">Johanna &#8222;Hanna&#8220; Levy</a> (geb. ter Berg, geb. 18.04.1895 in Ritterhude) lebte in Ritterhude. Sie wurde  1942 nach Auschwitz deportiert und für tot erklärt.</li>
</ol>
<p><small>Quellen: <a href="http://levie-kanes.com/humogen/family/humo_/F50185/I133846/">Genealogy database Levie-Kanes</a>, <a href="http://www.online-ofb.de/famreport.php?ofb=juden_nw&#038;ID=I12&#038;nachname=TER%20BERG&#038;lang=de">genealogy.net</a> und <a href="http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/directory.html">Gedenkbuch beim Bundesarchiv</a></small></p>
<p>Während Hartog Isaak mit seinem Vater bis zu dessen Tod das Textilgeschäft in Ritterhude führte, ging Levie  als junger Mann nach Wilhelmshaven.</p>
<h3>Die &#8222;Wilhelmshavener&#8220;, Levie ter Berg und Familie</h3>
<p>Levie heiratete 1905 in Wilhelmshaven die dort geborene Clara Voß (oder Vohs). Sie hatten 4 Töchter:</p>
<ol>
<li><a href="javascript:submitHiddenForm('hiddenSearchForm','/gedenkbuch/directory.html?id=841002&#038;submit=1&#038;page=3&#038;maxview=50&#038;offset=100')">Reta ter Berg</a> (geb. 22. September 1906 in Fedderwarden, gest. 22. Oktober 1942 in Riga) lebte in Berlin und wurde von dort deportiert.</li>
<li>Hanna Geber (geb. ter Berg, geb. 1907, gest. 1954 in Düsseldorf) heiratete 1932 Kurt Geber (geb. 1905 in Erfurt, gest. 1985 in Mülheim).
<li><a href="http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/directory.html?id=1184309&#038;submit=1&#038;page=1&#038;maxview=50&#038;offset=0">Berta Zabner</a> (geb. ter Berg, geb. 23.02.1909 in Sengwarden / Kniphausen), die mit ihrem Mann <a href="javascript:submitHiddenForm('hiddenSearchForm','/gedenkbuch/directory.html?id=1184516&#038;submit=1&#038;page=1&#038;maxview=50&#038;offset=0')">Moschek Zabner</a> (auch: Josef, geb. 28.10.1899 in Ostrowiec) in Wilhelmshaven lebte. Beide wurden ebenso wie ihre Tochter <a href="javascript:submitHiddenForm('hiddenSearchForm','/gedenkbuch/directory.html?id=1184680&#038;submit=1&#038;page=1&#038;maxview=50&#038;offset=0')">Hildegard Zabner</a> (auch: Hilde, geb. 19.06.1929 in Rüstringen) 1943 in Auschwitz ermordet.</li>
<li><a href="javascript:submitHiddenForm('hiddenSearchForm','/gedenkbuch/directory.html?id=1170613&#038;submit=1&#038;page=1&#038;maxview=50&#038;offset=0')">Frieda de Taube</a> (geb. ter Berg, geb. 08.11.1912 in Wilhelmshaven, gest. 1943/44 in Auschwitz) wohnte mit ihrem Mann <a href="javascript:submitHiddenForm('hiddenSearchForm','/gedenkbuch/directory.html?id=1170518&#038;submit=1&#038;page=1&#038;maxview=50&#038;offset=0')">Ernst de Taube</a> (geb. 06.02.1889 in Neustadtgödens, gest. ca. 1943 in Auschwitz) in Wilhelmshaven und Berlin.</li>
</ol>
<p><small>Quellen: <a href="http://www.levie-kanes.com/new-website/famtree/d_789.htm">Genealogy database Levie-Kanes</a> und <a href="http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/directory.html">Gedenkbuch beim Bundesarchiv</a></small></p>
<p>Hanna ter Berg hatte als junge Frau mit den jüdischen Traditionen wenig im Sinn. „Sie trug einen Bubikopf, aß heimlich Schweinefleisch und ließ sich 1932 vor ihrer Hochzeit taufen“, erzählte ihre Tochter Ingrid Willing später. <small>Quelle: <a href="http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Die-Wurzelsucherin">HAZ 23.02.2008</a></small> 1932 heiratete Hanna den nicht-jüdischen Kurt Geber (1905-1985), der bei der Kriegsmarine war und Hanna deswegen erst nach ihrer Taufe heiraten konnte. Ingrid, das erste ihrer drei Kinder, war bereits 1930 geboren. 1935 musste Kurt wegen der jüdischen Abstammung seiner Frau den Dienst quittieren und eröffnete einen Fuhrbetrieb, verlor aber bald darauf wegen &#8222;jüdischer Versippung&#8220; auch diese Konzession. Hanna starb 1954 &#8222;an gebrochenem Herzen&#8220;. Ihre Tochter Ingrid Willing besuchte 1971 eine Großtante in einem Altenheim in Tel Aviv <small>Quelle: <a href="http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Die-Wurzelsucherin">HAZ 23.02.2008</a></small> und wurde Ende des 20. Jh. ein wichtiges Mitglied der <em><a href="http://www.ljgh.de/">Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover</a></em>. Im Jahre 2007 berichtete sie hiesigen Schülern bei einem Besuch in Ritterhude von ihren Großeltern. <small>(Quellen: Heutger N, Sahin AA (Hrsg.): &#8222;<a href="http://oops.uni-oldenburg.de/volltexte/2002/580/pdf/heufue01.pdf">Die Fülle an Weisheit und Erkenntnis: Festschrift zum 70. Geburtstag</a>&#8220;<br />
und Osterholzer Kreisblatt 12.11.2007)</small></p>
<h3>Die &#8222;Ritterhuder&#8220;, Hartog Isaak ter Berg und Familie</h3>
<p>Paula und Hartog Isaak hatten zwei Söhne:</p>
<ol>
<li>Erwin ter Berg (<a href="http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/directory.html?id=841030&#038;submit=1&#038;page=1&#038;maxview=50&#038;offset=0">vermutlich</a> geb. 09.09.1914 in Bremen, gest. 28.07.1942 in Minsk), lebte in Bremen und wurde am 18.11.1941 nach Minsk deportiert. <small>(Quellen: <a href="http://www.levie-kanes.com/new-website/famtree/d_789.htm">Genealogy database Levie-Kanes</a> und <a href="http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/directory.html">Gedenkbuch beim Bundesarchiv</a>)</small></li>
<li>Adolf ter Berg (geb. 27.06.1917 in Ritterhude, gest. Juni 1974 in Tenby, Wales) gelang die Emigration nach England am 22.09.1938 und nannte sich Adrian ter Berg oder Terberg. <small>(Quelle: pers. Mitteilung seines Sohnes)</small></li>
</ol>
<p>Hartog Isaak führte mit seinem Vater das Ritterhuder Textilgeschäft. Im Juni 1920 verhandelten beide mit den örtlichen USPD- und KPD-Vorsitzenden, um  Plünderungen im Zuge der sog. Teuerungskrawalle abzuwenden, die an vielen Orten entlang der Unterweser und später ganz Deutschlands ausgebrochen waren. <small>(Quelle: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/rotes-band-am-hammerand">Schröder</a>)</small> Nach dem Tode des Vaters führten Hartog Isaak und seine Frau Paula das elterliche Textilgeschäft weiter, in den 1930er-Jahren wohnten sie in Ritterhude Nr. 302. 1936 wurde Hartog Vorsteher der Jüdischen Gemeinde Scharmbeck. <small>(Quelle: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/buch-historisches-handbuch/">Obenaus</a>)</small> In der sog. Reichspogromnacht wurde die Familie von SA-Männern unter Sturmhauptführer Fritz-Johann Köster, dem damaligen Bürgermeister von Lesum, verhaftet und mit dessen Wagen zur Erschießung auf freies Feld gebracht. Weder Köster noch sein Truppführer brachten die Erschießung dann aber über sich, sondern ließen die ter Bergs unter Abgabe eines Schreckschusses laufen. <small>(Quelle: Götz Aly &#8222;Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Bd. 2&#8220; S. 391)</small></p>
<p>Irgendwann in den nächsten Monaten musste die Familie in ein sog. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Judenhaus">Judenhaus</a> in der <a href="http://maps.google.de/maps?hl=de&#038;q=Bremen+Humboldtstra%C3%9Fe+10&#038;client=safari&#038;ie=UTF8&#038;hq=&#038;hnear=Humboldtstra%C3%9Fe+10,+Bremen+28203+Bremen&#038;z=16">Humboldtstraße 10</a> in Bremen ziehen. Mit dieser Adresse jedenfalls wurde der in seiner Abwesenheit von einem Bremer Makler verhandelte Kaufvertrag für das ehemalige Synagogengebäude (<a href="http://www.teufelsmoor.eu/osterholz-scharmbeck/bahnhofstrase/bahnhofstr-105">Bahnhofstraße 105</a>) in Osterholz-Scharmbeck am 16. September 1939 beurkundet. </p>
<p>Angaben des Offenen Arbeitskreises für Fragen zur jüdischen Geschichte in Osterholz-Scharmbeck (1999):<br />
&#8211; ter Berg, Adolf &#8211; 1938 nach London ausgewandert<br />
&#8211; ter Berg, Isaak &#8211; August 1939 nach Bremen umgezogen, weiteres Schicksal unbekannt<br />
&#8211; ter Berg, Paula &#8211; August 1939 nach Bremen umgezogen, weiteres Schicksal unbekannt<br />
<small>Quelle: <a href="http://www.hagalil.com/deutschland/nord/osterholz-3.htm">Geschichte der Juden in Osterholz-Scharmbeck</a></small></p>
<h3>Einträge im Gedenkbuch beim Bundesarchiv</h3>
<p><strong>Berg, Elias ter</strong><br />
* 28. August 1888 in Ritterhude<br />
wohnhaft in Bremen<br />
Deportation: ab Hamburg 18. November 1941, Minsk, Ghetto<br />
Todesdatum/-ort: 28. Juli 1942, Minsk, Ghetto</p>
<p><strong>Berg, Hartog Isaak ter</strong><br />
* 12. Juli 1886 in Ritterhude<br />
wohnhaft in Ritterhude<br />
Deportation: ab Hamburg 18. November 1941, Minsk, Ghetto<br />
Todesdatum/-ort: für tot erklärt</p>
<p><strong>Berg, Levie ter</strong><br />
* 26. August 1882 in Ritterhude<br />
wohnhaft in Wilhelmshaven<br />
Deportation: ab Hamburg 06. Dezember 1941, Riga-Jungfernhof, Außenlager Ghetto Riga</p>
<p><strong>Berg, Paula ter </strong><br />
geb. Wolff<br />
* 02. Juni 1886 in Bedburg<br />
wohnhaft in Ritterhude<br />
Deportation: ab Hamburg 18. November 1941, Minsk Ghetto<br />
Todesdatum/-ort: 28. Juli 1942, Minsk, Ghetto</p>
<p><strong>Berg, Simon Semmi Ter</strong><br />
* 17. Januar 1897 in Ritterhude<br />
wohnhaft in Schönholthausen und Bigge<br />
Inhaftierung: bis 11. Januar 1939, Sachsenhausen, Konzentrationslager<br />
Deportation: ab Bielefeld 02. März 1943, Auschwitz, Vernichtungslager</p>
<p><strong>Zabner, Berta</strong><br />
geb. ter Berg<br />
* 23. Februar 1909 in Sengwarden (Kniphausen)<br />
wohnhaft in Wilhelmshaven<br />
Deportation: ab Berlin 29. Januar 1943, Auschwitz, Vernichtungslager</p>
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		<title>Jewish graveyard</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Oct 2010 06:08:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Scharmbeck]]></category>
		<category><![CDATA[Stolperstein]]></category>
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					<description><![CDATA[The Jewish graveyard on “Klosterkamp” (location • more photographs) dates back to the mid 1700’s, over 100 years prior to the construction of the neighbouring railway line. The last burial took place in 1939. As a result of the desecration by the Nazi’s, it is not possible to determine the exact number of graves present. &#8230; <p class="link-more"><a href="https://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/scharmbeck/jewish-graveyard/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Jewish graveyard“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="graveyard01" aria-describedby="caption-graveyard01" style="width: 350px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/986_pknLzyIYHzH5cU5FAg?feat=embedwebsite"><img decoding="async" src="https://lh3.googleusercontent.com/-hKlnCJ5f4XU/S90-sdh4apI/AAAAAAAAVtU/K1MnuFJcA3E/s400/Friedhof.jpg" /></a><figcaption id="caption-graveyard01" class="wp-caption-text">Plan of tombs (incomplete)</figcaption></figure>The <strong>Jewish graveyard</strong> on “Klosterkamp” <small>(<a href="http://maps.google.com/maps/ms?ie=UTF8&amp;hl=de&amp;t=h&amp;om=1&amp;msa=0&amp;msid=104701110756881066241.000438074a6421ef36de0&amp;ll=53.220797,8.794212&amp;spn=0.002865,0.007296&amp;z=17">location </a> • <a href="http://picasaweb.google.de/moorteufel/JuedischerFriedhof">more photographs)</a></small> dates back to the mid 1700’s, over 100 years prior to the construction of the neighbouring railway line.  The last burial took place in 1939. As a result of the desecration by the Nazi’s, it is not possible to determine the exact number of graves present. According to the <em><a href="http://www.uni-heidelberg.de/institute/sonst/aj/FRIEDHOF/NIEDERSA/PROJEKTE/liste-f.htm#OsterholzScharmbeck">Heidelberger Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland</a></em>  there are 74 gravestones. This information was provided following research undertaken by Klaus-Peter Schulz  in 1968-69. In 1997 Klaus  Beer documented 71 individual gravestones as well as 2 family tomb stones for 76 plots.  In 2000, there were 2 missing gravestones <small>(source: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/buch-ein-denkmal/">Beer</a>)</small>.  Other sources refer to 75 graves dating from between 1854 and 1935 <small>(source: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/buch-historisches-handbuch/">Obenaus</a>)</small>.<br />
<span id="more-4073"></span></p>
<h3>History</h3>
<p>In 1756 or 1757, Levi Hertz, the first Jew documented in official Scharmbeck records, purchased a 150 m² plot of land, an open field site, on the main road between Lintel and Penningbüttel, to be used as a Jewish cemetery. This was long before the local Jewish community was officially established in 1768. Adjacent land was purchased in 1847 and today the cemetery extends over an area of 1973 m². <small>(source: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/buch-historisches-handbuch/">Obenaus</a>)</small> There are no longer any visible graves on the original slope (The area shaded dark green on the map).</p>
<p><figure id="friedhof03" aria-describedby="caption-friedhof03" style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://picasaweb.google.de/moorteufel/JuedischerFriedhof/photo#5112708771521073218"><img decoding="async" src="http://lh3.google.de/moorteufel/RvP9ihaJkEI/AAAAAAAABTk/YLQkEj_VVk4/s400/IMG_1414.JPG" alt="Jewish graveyard" /></a><figcaption id="caption-friedhof03" class="wp-caption-text">Tombstone of Moritz Meibergen</figcaption></figure>During or immediately after the Kristallnacht pogrom  of 9th/10th November 1938, the cemetery was severely desecrated; tombstones were overturned, damaged or destroyed and also partially removed. <a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/cohen-clara-und-siegmund">Siegmund Cohen</a> was the last person to be buried in the devastated cemetery, on 23rd November 1939, following injuries sustained during the pogrom. As a result, no stone was ever erected over the grave and, to this day, its precise location is unknown. </p>
<p>In June 1946 the local authority forced previously active Nazi party members, in particular the local party branch manager and several of “his most temperamental colleagues”, to put the cemetery in order as far as possible. <small>(Quelle: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/de-geschicht-is-logenhaft/">Murken</a>)</small> <a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/aron-wilhelm">Wilhelm Aron</a>, the only Jew to return to Osterholz-Scharmbeck, did his best to identify the graves. However, without doubt, it was not possible to repair all stones nor place all on the correct graves. Indeed, in 1966 when Fritz Cohen visited from Brazil, he was able to show, with the help of an original photo, that the gravestone of his aunt, Mimi Cohen, had been placed on the tomb of his grandmother, Elise Cohen. <small>(source: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/buch-ein-denkmal/">Beer</a>)</small></p>
<p>Today the graveyard belongs to the National Association of Jewish Communities of Lower Saxony and is a listed monument. Klaus-Peter Schulz, former Director of the Osterholz local history museum, has studied the cemetery for many years, drawn up plans, documented the German inscriptions, photographed the Hebrew text and has undertaken considerable additional research.</p>
<p>Further publications regarding the cemetery:</p>
<ul>
<li>Ursula Siebert: <em>Steinerne Zeugen unserer Kultur. Die alten Grabsteine in den Gemeinden des Landkreises Osterholz</em>. Osterholz-Scharmbeck 1986.</li>
<li>Jürgen Lodemann: <em>Die drei Judenfriedhöfe im Landkreis Osterholz: Mahn- und Warnstätten zugleich</em>. In: Heimat-Rundblick. Geschichte. Kultur. Natur. 6 (1993), Heft 24, S. 6-7.</li>
<li><a href="http://www.uniheidelberg.de/institute/sonst/aj/FRIEDHOF/NIEDERSA/PROJEKTE/liste-f.htm#OsterholzScharmbeck">Zentralarchiv/ Juden in DE: Friedhöfe: Niedersachsen: Übersicht: Liste der Friedhöfe</a>
</li>
</ul>
<p><small>Thank you, Jonathan Strauss, for providing this translation of the german article <em><a href="http://www.teufelsmoor.eu/schaufenster/judischer-friedhof-ohz">Jüdischer Friedhof</a></em>.</small></p>
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		<title>Davidsohn (family)</title>
		<link>https://www.teufelsmoor.eu/geschichte/davidsohn-family/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Oct 2010 05:40:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Stolperstein]]></category>
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					<description><![CDATA[The Davidsohns were a Jewish family who lived in Osterholz and Scharmbeck for almost 200 years. They were highly respected members of the local community and included merchants as well as local politicians. The J. D. Davidsohn store on Poststraße was one of the town&#8217;s landmarks for over 160 years. Initially just selling textiles, the &#8230; <p class="link-more"><a href="https://www.teufelsmoor.eu/geschichte/davidsohn-family/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Davidsohn (family)“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="DavidsohnE01" aria-describedby="caption-DavidsohnE01" style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/IzRbRfyfXJ7c0tzlHjAT0g?feat=embedwebsite"><img decoding="async" loading="lazy" src="http://lh4.ggpht.com/_OV4xvtkBx0M/TLSbCtTNfRI/AAAAAAAAUBc/k12etgvhkG8/s400/davidsohn%20store5.jpg" height="307" width="400" alt="department store Davidsohn in Scharmbeck"/></a><figcaption id="caption-DavidsohnE01" class="wp-caption-text">Poststraße with department store Davidsohn (photo: Bob Davidson, courtesy of Jonathan Strauss)</figcaption></figure>The <strong>Davidsohns</strong> were a Jewish family who lived in Osterholz and Scharmbeck for almost 200 years. </p>
<p>They were highly respected members of the local community and included merchants as well as local politicians. The <em>J. D. Davidsohn</em> store on Poststraße was one of the town&#8217;s landmarks for over 160 years. Initially just selling textiles, the shop developed into a department store selling a full assortment of products. </p>
<p>Under Nazi rule, those members of the family that remained in the town were persecuted and deprived of their rights. At least four family members were killed in concentration camps. In many ways their historical contribution to the local community, as well as their terrible fate, is similar to that of the Cohen family (for example <a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/cohen-clara-und-siegmund/">Clara and Siegmund Cohen</a>), also members of the local Jewish community and subjects of an impressive book written by one of their descendants (<a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/buch-ein-denkmal/">Beer K: Ein Denkmal für Familie Cohen</a>). As far as we are aware, there is no comparable historical documentation regarding the Davidsohn family. Their history can only be described piece meal. This presentation was facilitated by significant contributions from Bob Davidson in the US and Jonathan Strauss from Switzerland, who provided the photographs and, assisted by Klaus-Peter Schulz, gathered lots of information about their ancestors.<br />
<span id="more-4060"></span></p>
<h3>Roots</h3>
<p>Forefather of the local Davidsohns was Moses Hein (died about 1792), probably a nephew of Levi Hertz, the first Jew mentioned in Scharmbeck by name. Moses married Jette David (ca. 1745-06.09.1825) and in 1772 they established a textile business in the Obernstraße (later No. 159 Poststraße and today No. 4 Poststraße) . Jette and Moses had five children:</p>
<ol>
<li>Miriam Davidsohn (∼1768-14.4.1816), married to Jacob Nachmann from Fulda</li>
<li>David Moses Davidsohn (25.9.1780-8.6.1852), married to Röschen Cohn on 12.8.1806.</li>
<li>Johanne Davidsohn (∼1788-11.11.1873), married to Meyer Aronsohn. She was registered  in Scharmbeck as a widow in 1830 and 1844.</li>
<li>Friederike (Fratje) Davidsohn, married to Joseph Michael Goldberger (10.3.1776-12.4.1859) </li>
<li>Frommedt (Fromet) Davidsohn (died ∼1837), married to Salomon Meyer from Eicholz (2.3.1780-9.2.1865), the latter still registered in Scharmbeck in 1830 and 1844.</li>
</ol>
<p>Röschen and David Moses Davidsohn also had five children:</p>
<ol>
<li>Moses David Davidsohn (12.8.1805-10.7.1857), married to Rebecka Fontheim from Diepholz (25.4.1800-17.6.1870)</li>
<li>Frieda Davidsohn (born ca. 1808)</li>
<li>Frodche Davidsohn (4.11.1810-1.11.1883 in Harpstedt), married to Meyer Goldschmidt</li>
<li>Isaac David Davidsohn (12.5.1813-20.4.1896), married to Jeanette Joseph (2.9.1825-15.2.1907) on 3.9.1845</li>
<li>Hein David Davidsohn (2.1.1820-8.5.1845)</li>
</ol>
<p>While Moses David developed his business as a merchant in neighboring Osterholz, his younger brother Isaac David took over the family business in Scharmbeck. Its name <em>&#8222;J. D. Davidsohn&#8220;</em> is most likely due to the spelling of <em>Jsaac</em> in the 19th century, possibly it could instead stand for <em>Jette David Davidsohn</em> and then been created during the French occupation (1803-1813), when the Jews according to French law, were obliged to choose a permanent family name (principally for taxation as well as military inscription purposes). </p>
<h3>Family branch in Osterholz</h3>
<p>In 1830 Moses David Davidsohn was registered as a merchant in Osterholz. In 1840 he became District Chairman of the Jewish community and in 1844 he was District Superintendent. Rebecka und Moses David Davidsohn had four children:</p>
<figure id="Davidsohn10" aria-describedby="caption-Davidsohn10" style="width: 140px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/HCx0-wxCsiNQ6MkCcUtfMw?feat=embedwebsite"><img decoding="async" loading="lazy" src="http://lh6.ggpht.com/_OV4xvtkBx0M/TMqZlVv2fvI/AAAAAAAAUIQ/BardiHKy5P0/s144/Rosalie%20Levison%20%26%20Emma%20Bauchwitz.jpg" height="144" width="138" /></a><figcaption id="caption-Davidsohn10" class="wp-caption-text">Rosalie Levison<br />and<br />Emma Bauchwitz</figcaption></figure>
<ol>
<li>Rosalie (Roeschen) Davidsohn (11.11.1832-6.2.1919), married Abraham Levison (14.6.1814-7.10.1898) from Bückeburg on 18.6.1856. The Levisons had four children. Her daughter Emma (7.5.1857-11.7.1942) married Leopold Bauchwitz from Neustadt (Dosse) in 1883 and was murdered in Theresienstadt in 1942. Her son Louis (4.5.1859-26.10.1942) and Louis&#8216; wife Selly (née David) were also killed in Theresienstadt.<br />
Emma&#8217;s sister Bertha married Bernhard Kramer. Their son Albert (18.8.1887-6.10.1942) served as Stadtdirektor of Cologne, one of few Jewish civic officials in the period prior to the Nazis seizing power. He, along with his wife Irma, was also killed in a concentration camp.</li>
<li>Jen Davidsohn (born ca. 1837), married to David Delmonte (born ca. 1833) on 8.11.1861 in Scharmbeck.</li>
<li>Ernst Jacob Davidsohn (2.4.1841-5.3.1918), married to Betty Ephraim (17.8.1847-22.9.1927) on 21.6.1871 in Rheine.</li>
<li>Sophie Davidsohn (born 25.4.1845), married to Theodore Ephraim.</li>
</ol>
<p><small>Photograph courtesy of Jonathan Strauss</small></p>
<p>Ernst Jacob took over the family firm. In 1873, the <em>J. Davidsohn</em> business, situated at No. 27 Hauptstraße (later Findorffstraße), was registered as one of five Jewish businesses in Osterholz. In 1878 the merchant Jacob Davidsohn was elected as <em>Ersatzschöffe</em> (standby juror) in the <em>Amt Osterholz</em> (former local authority) and in 1903 as treasurer of the Jewish community of Scharmbeck/Osterholz. <small>Source: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/chronik-von-osterholz-scharmbeck/">Menkhoff</a></small> Betty and Jacob had three children:</p>
<ol>
<li>Rebecca Sophie Davidsohn (born 14.10.1874), married to Max Mengers (born 21.7.1872) on 19.11.1898.</li>
<li>Ida Davidsohn (born 24.3.1876), married to Heinrich Heilbut (born 8.11.1870) from Lübeck on 5.9.1903.</li>
<li>Egon Davidsohn (born 13.4.1880), married to Toni Grappel from Untertürkheim.</li>
</ol>
<p>We have no further information regarding the fate of these family members and the company in Osterholz.</p>
<h3>Family branch in Scharmbeck</h3>
<p>Jeanette und Isaac David Davidsohn stayed in Scharmbeck. In 1830 and 1844 they were among the eight Jewish families registered in the borough. <small>(Source: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/chronik-von-osterholz-scharmbeck/">Menkhoff</a>)</small> They had nine children:</p>
<table class="ohneRand">
<tr class="ohneRand">
<td>
<figure id="DavidsohnE02" aria-describedby="caption-DavidsohnE02" style="width: 115px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/AqSG4ZVwuoIWcJowLVfs-g?feat=embedwebsite"><img decoding="async" loading="lazy" src="http://lh4.ggpht.com/_OV4xvtkBx0M/TLrPk9Kif9I/AAAAAAAAUC0/XGOLzHUfLMc/s144/Emil%20Davidsohn1.jpg" height="144" width="107" alt="Emil Davidsohn"/></a><figcaption id="caption-DavidsohnE02" class="wp-caption-text">Emil Davidsohn</figcaption></figure><br />
<figure id="DavidsohnE03" aria-describedby="caption-DavidsohnE03" style="width: 115px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/nEFXqEBOlL98RWDe_jJw_A?feat=embedwebsite"><img decoding="async" loading="lazy" src="http://lh6.ggpht.com/_OV4xvtkBx0M/TLrPmV76UbI/AAAAAAAAUC4/RB_-BaXxWe4/s144/Herman%20Davidsohn1.jpg" height="144" width="96" alt="Hermann Davidsohn"/></a><figcaption id="caption-DavidsohnE03" class="wp-caption-text">Herman Davidsohn</figcaption></figure><br />
<figure id="DavidsohnE04" aria-describedby="caption-DavidsohnE04" style="width: 115px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/jOfo9Bq63p_1QiR4qI9jlw?feat=embedwebsite"><img decoding="async" loading="lazy" src="http://lh5.ggpht.com/_OV4xvtkBx0M/TLrVLhGs4AI/AAAAAAAAUDI/mvnUEMfIw4c/s144/Hermine%20Davidsohn%20Leeser1.jpg" height="144" width="104" alt="Hermine Leeser geb. Davidsohn"/></a><figcaption id="caption-DavidsohnE04" class="wp-caption-text">Hermine Leeser</figcaption></figure>
</td>
<td>
<ol>
<li>Emil Davidsohn (7.10.1846-27.12.1914), emigrated to the United States, died in Quincy, Illinois.</li>
<li>Julius Davidsohn (15.12.1848-15.5.1858), died at the age of nine.</li>
<li>Rosalie Davidsohn (9.9.1850-2.8.1924), married to Alexander Löwenstein (19.8.1846-7.12.1929). Their son Carl (Karl) Löwenstein (born ca. 1879) and his family fled to Amsterdam (Scheldestraat 108) in 1933 and his son Bernd Löwenstein (born 1916) tried to emmigrate to the U.S. in 1938.</li>
<li>Fredericke Davidsohn (22.10.1852-11.7.1925).</li>
<li>Johanna Davidsohn (8.4.1855-13.3.1932), married to Lewin H Cohen (ca. 1842-28.9.1888).</li>
<li>(David) Eduard Davidsohn (26.4.1857-21.12.1917), married to Ottilie Leeser (2.9.1860-7.4.1939).</li>
<li>Sally Davidsohn (26.9.1859-ca. 1938), married to <a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/davidsohn-toni/">Toni Goldschmidt</a> (27.12.1877-28.7.1942) from Harpstedt.</li>
<li>Herman Davidson (3.2.1862-7.3.1925), married to Irene Charlotte Meyer (23.6.1874-17.1.1955) from Quincy, Illinois. His grandson, Bob Davidson, has collected many images and information for this article.</li>
<li>Hermine Davidsohn (21.8.1863-ca. 1925), married to Jacob Leeser (born 7.7.1858 in Dülmen, d: 17.1.1916).</li>
</ol>
<p><small>Photographs courtesy of Bob Davidson</small>
</td>
</tr>
</table>
<p>In 1873, the <em>J. D. Davidsohn</em> store was among six Jewish companies listed in Scharmbeck and in 1878 it moved into a new building, which essentially still exists. In 1892 Eduard and his brother Sally took over the company.</p>
<p>In 1881, as a 24-year-old, Eduard became <em>Vize-Schützenkönig</em> (vice-champion of the shooting club). In 1893, 1897, 1911 and 1915, he became <em>Bürgervorsteher</em> (local councilman), and in 1906 he was elected to the board of the newly formed <em>Spar- und Vorschußkasse</em> (local savings and loans bank). In 1902 he acquired the &#8222;Kohlmann heritage&#8220; at No. 280 Bahnhofstraße (today <a href="http://www.teufelsmoor.eu/osterholz-scharmbeck/bahnhofstrase/bahnhofstr-84/">No. 84 Bahnhofstraße</a>). In 1909 he was head of the Jewish community in Scharmbeck. In 1910, he won two lawsuits at the District Court in Verden against the church and the school board of the <a href="http://www.teufelsmoor.eu/osterholz-scharmbeck/scharmbeck/menckeschule">Scharmbecker school</a> regarding a right of way. In 1913 he commissioned Gottfried Stehnke, a local company, to build a new house in the Lindenstraße as a service appartement for the gendarmerie sergeant. <small>(Source: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/chronik-von-osterholz-scharmbeck/">Menkhoff</a>)</small></p>
<p>Ottilie und Eduard had two children:</p>
<ol>
<li>Johanna Davidsohn (born 8.3.1890), married to Louis Rosendahl (29.5.1877-7.3.1958) from Dortmund on 6.4.1919.</li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/stolperstein/davidsohn-ernst/">Ernst Davidsohn</a> (27.7.1891-ca. 28.7.1942), murdered in the Minsk Gheto. </li>
</ol>
<p><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/davidsohn-toni/">Toni</a> und Sally Davidsohn had three children:</p>
<ol>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/davidson-johan/">Johan (&#8222;John&#8220;) Davidsohn</a> (1.8.1904-Sept. 1985), was able to flee to the United States in 1938. Married to Elsa Eichwald.</li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/davidsohn-ilse/">Ilse Davidsohn</a> (22.1.1906-ca. 1942), murdered in the <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Minsk_Ghetto">Minsk Gheto</a>.</li>
<li>Gertrud Davidsohn (13.9.1908-11.4.1909), who died in infancy.</li>
</ol>
<p><small>Thank you, Jonathan Strauss, for providing this translation of the german article <em><a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/davidsohn">Familie Davidsohn</a></em>.</small></p>
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		<title>Davidsohn, Toni</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Apr 2010 15:11:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Stolperstein]]></category>
		<category><![CDATA[1941]]></category>
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					<description><![CDATA[Eintrag im Gedenkbuch beim Bundesarchiv Davidsohn, Toni geb. Goldschmidt * 27. Dezember 1877 in Harpstedt wohnhaft in Osterholz-Scharmbeck Deportation: ab Hamburg 18. November 1941, Minsk, Ghetto Todesdatum: 28. Juli 1942, Minsk, Ghetto]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Eintrag im Gedenkbuch beim Bundesarchiv</h3>
<blockquote><p>Davidsohn, Toni<br />
geb. Goldschmidt<br />
* 27. Dezember 1877 in Harpstedt<br />
wohnhaft in Osterholz-Scharmbeck</p>
<p>Deportation:<br />
ab Hamburg<br />
18. November 1941, Minsk, Ghetto</p>
<p>Todesdatum:<br />
28. Juli 1942, Minsk, Ghetto
</p></blockquote>
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