Buch: Heimatbuch 1938

Osterholz-Scharmbecker Heimatbuch
von Johann Segelken
mit 83 Abbildungen im Text
1. Auflage
1938
Selbstverlag Johann Segelken, Osterholz-Scharmbeck
Druck von Buchdruckerei H. Saade, Osterholz-Scharmbeck

453 Seiten.

Auszüge aus dem Anhang:

Juden
Wie überall bei den Gastvölkern, kamen auch die hiesigen Juden nach Ausweis der Alten sehr oft mit den Gesetzesvorschriften in Konflikt.

Zur Betreuung aller in einem Bezirk „vergleiteter Juden“ wurde ein besonderer Vorsteher ernannt. Er hatte darauf zu sehen, daß die Juden seines Gebietes sich nach den bestehenden Anordnungen und „dem Inhalte ihrer Concession gemäß betragen und zu keinen begründeten Beschwerden Anlaß“ gaben. … Es ist unverständlich, daß die Regierung mit einem so wichtigen Amte einen Juden betraute. Das bedeutete doch nichts anderes, als den Bock zum Gärtner zu machen.

Durch „fabelhafte Geschäftstüchtigkeit“ gelangten die hiesigen Juden meist zu großem Reichtum. Bei ihrem Handeln und Schachern schreckten sie oft nicht davor zurück, den in Not geratenen Bauern und Bürgern bedeutende Warenmengen zu kreditieren oder ihnen Geld gegen Wucherzinsen zu leihen, bis die Schulden als hypothekarische Sicherheiten eingetragen werden mußten. Dadurch gerieten die Schuldner in immer größer werdende Abhängigkeit von den Juden. Mit dem so erworbenen Gelde konnte großzügig gebaut werden. Die größten Gebäude der beiden Orte waren von Juden bewohnt. Noch heute bezeichnet der bittere Wahrheit sagende Volksmund das ehemalige Haus des Juden Weinberg (jetzt Familienhaus Bruns) mit „Tränenpalast“.

Durch die Judengesetze des Dritten Reiches hat die Judenfrage die endgültige Regelung erfahren.‘

2 Antworten auf „Buch: Heimatbuch 1938“

  1. Guten Tag,

    ich forsche zum Thema Nationalsozialismus im Landkreis Lüneburg und wollte nur einmal fragen, ob Paul Lange in Osterholz-Scharmbeck geboren war?

    Würde mich freuen auch zu erfahren, wann er genau 1944 im Zweiten Weltkrieg gefallen war.

    HERZLICHEN DANK VORAB!

    1. In der Chronik heißt es dazu: „Der bisherige Kreisleiter der NSDAP, Reinhard Löffler, wird Bürgermeister in Blumenthal. Nachfolger ist Paul Lange aus Lüneburg“. Vermute also, dass er nicht von hier kommt.

      Und später unter dem Kapitel „1944“: „Der ehemalige NSDAP-Kreisleiter Paul Lange fällt als Leutnant an der Front.“ (ohne konkretes Datum)

      Auf der Seite mit den Gefallenen ist auch ein Wehrmachtspassbild von ihm.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.