Bahnhofstr. 49

Früher Bahnhofstr. 337

1904 eröffnete der Malermeister Carl Stüben in seinem Haus ein alkoholfreies Restaurant und Café. 1911 kaufte ihm der ehemalige Tivoli-Besitzer Fritz Dreyer das Restaurant „Worpsweder Hof“ für 32.000 Mark ab. 1924 eröffnete die Hamburger Fa. Thams & Garfs hier eine Filiale, im Oktober 1927 erwarb der Bäcker- und Konditormeister Hermann Grotelüschen das Gebäude und eröffnete ein „Cafe mit Conditorei-Betrieb“. Thams & Garfs zogen in die Teichstr. (später Poststr. 2). (Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band 1, 2004)

1953 pachtete der 1945 aus Nippern bei Breslau vertriebene Johann Pissarczyk die Bäckerei Grothelüschen. (Quelle: Chronik der Stadtbäckerei OHZ)

1960 übergab Bäckermeister Johann Pissarczyk seine Bäckerei und Konditorei an seinen Sohn Johannes. Das alte Gebäude wurde 1971 abgerissen (Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009), nachdem Johannes 1968 in die neu gebaute Bäckerei Bahnhofstr. 57b gezogen war. (Quelle: Chronik der Stadtbäckerei OHZ)

Bahnhofstr. 22

Früher Bahnhofstraße 43

Gasthaus Bernhard Traeger (Leiter der Bezirksfechtschule Osterholz, der 1908 das Patent zum Bundesfechtmeister erhielt).

1927 übernahm Bernhard Teuteberg das Haus von Traegers Witwe. 1948 gehörte das Lokal „Waldschänke“ Hr. Meyer, 1962 wurde es von Willi Link übernommen, der zuvor die Ahrensfelder Kleinbahnhofgaststätte bewirtschaftet hatte. Er machte 1967 auf dem Parkplatz hinter dem Haus einen Schnellimbiss auf. 1987 eröffnete Blumen-Böttjer hier und in der Bahnhofstraße 33b einen Blumenladen. (Quelle: Menkhoff)

1996 wurde die Gaststätte „Zur Waldschänke“ durch Luci und Erhard Döhring wieder eröffnet, nach dem Tod ihres Mannes führt Luci Döring die Waldschänke bis heute. (Quelle: Osterholzer Kreisblatt 1.10.2014)

Bahnhofstr. 42

Vor 1934 Bahnhofstr. 330 (alte Nummer möglicherweise falsch, siehe Bahnhofstr. 81)

1888 zog der Schuhmachermeister J. D. Strebe in das frühere Haus Stehnke. 1921 machte Friedrich Kück in der Bahnhofstr. 330 (also hier oder in der heutigen Nr. 81) ein Manufaktur-, Modewaren- und Konfektionsgeschäft auf. 1924: Schuhwarengeschäft Johann Strebe. 1927 eröffnete Bernhard Teuteberg seinen „1a-Mittagstisch“ im Haus des Schuhmachermeisters Johann Strebe. (Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band 1, 2004)

1927: Arthur Levy & Co. Credit-Haus zur Lieferung von Garderobe, Wollwaren, Betten, Möbel usw. Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band 1, S. 394.

Bahnhofstr. 44

Früher Bahnhofstr. 372

1889-1930 war Maurermeister Johann Steeneck Vorsitzender des Scharmbecker Schützenvereins. Im September 1927 wurde das Gebäude dem neuen Flecken nach der „Vereinigung“ von Osterholz und Scharmbeck als Rathaus angeboten. (Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band 1, 2004)

2007: Hilse Bauunternehmung GmbH

Bahnhofstr. 96

Früher Bahnhofstr. 410

1901 verkaufte Johann Flathmann (Marktstr. 98, heute 2) das Grundstück an Dr. Adolf Schmidt. (Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. I, R. Meenkhoff, 2004)

1903 ließ Schmidt hier das Haus bauen, in dem er dann 56 Jahre seine Praxis (zuvor Bahnhofstr. 45) ausübte. Der mit einer Spanierin Verheiratete war der erste motorradfahrende Arzt Scharmbecks. Quelle: J. Meyer-Korte: Osterholz-Scharmbeck in alten Ansichten Bd. 2

Seine Tochter Irmgard heiratete 1922 ihren Studienkollegen, den Schriftsteller, Journalisten und späteren Ältestenprediger Dr. Manfred Hausmann, der hier 1923-25 lebte und „täglich auf der Bahnhofstraße im Eiltempo zum Bahnhof lief, weil er zunächst in einer Überseespedition und dann später als Feuilletonredakteur in Bremen arbeitete.“ Quelle: E. Meyer-Stiens: Heimliche Hauptstraße, Verl. Saade, 2000

1961 breitete sich hier nach Kauf durch das Land Niedersachsen das damals benachbarte Finanzamt (Nr. 94) aus, bis es 1983 in den Neubau an der Pappstr. zog. Quelle: J. Meyer-Korte: Osterholz-Scharmbeck in alten Ansichten Bd. 2

1990 bis 2006: Gaststätte „Bierpraxis Dr. Pfiffikus“

2000: Praxis der Heilpraktikerin Sigrid Weidenbach. (Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)

2007: Gaststätte Red Lion
2009: Gaststätte Picasso (span.-franz. Küche)
2012: Restaurant Tüffel Keller

Bahnhofstr. 89

Früher Bahnhofstr. 364 und Bahnhofstr. 9a (?) Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band 1, S. 303

1910 kaufte der Viehhändler Christ. Fahlbusch das Haus von Zimmermeister Ludwig Ficken für 17.500 Mark. Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band 1, S. 303.

1926 erwarb der Elektromeister Heinz Zander, seit 1919 in der Bahnhofstr. gegenüber der Mittelschule ansässig, die Immobilie vom Sattlermeister Georg Reichenbach. 1928 gab Reichenbach sein Geschäft auf. Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band 1, u.a . S. 381, 401. 1938 wurde Heinz Zander 1. Vorsitzender des Männergesangsvereins Germania, 1946-50 war er Obermeister der Elektriker-Innung. (Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)

Bahnhofstr. 52

Früher Chausseestraße 137, dann bis 1934 Bahnhofstr. 137.

Erbaut 1865 von Schuhmachermeister Martin Heilshorn, dessen gerade errichtetes Haus an der Teichstraße abgerissen wurde, nachdem die Gemeinde das Gelände zwecks Neubau der neuen Schule (später Menckeschule) erworben hatte. Heilshorn eröffnete hier 1865 eine Gesellenherberge mit Gastwirtschaft.

1901 machte Otto Klemme seine von Christian Döring erworbene Gastwirtschaft auf (1909: „Zur Linde“). 1925 eröffnete G. Geils im Haus des Gastwirtes O. Klemme ein Schuhgeschäft. (Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band I, 2004)

Besitzer bis 1881 Martin Heilshorn, 1903 Friedrich Klemme, 1909 Otto Klemme. 1948-1967 Otto Klemme („Atlantic-Diele“). Quelle: J. Segelken Osterholz-Scharmbecker Heimatbuch 1967. Verl. H. Saade, 1967.

Im Dezember 1945 wurde bei Otto Klemme eine der drei Ausgabestellen der Volksküche auf dem Schützenhof eingerichtet. (Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)

1979 Neueröffnung des Restaurants „Ratsdiele“ (Inhaber Cornelius Rühl).
1984 übernahm Norbert Segelken die „Rathsdiele“.
1987 wechselte Gitta Wittmann (ehemals Restaurant „Zur Börde“) zur „Rathsdiele“
1990 Übernahme durch die Familie Nordhoff
2006: Mexikanisches Restaurant
2007: B52 Restaurant & Cocktailbar (Barbara Boismard-Knoblich)

Bahnhofstr. 38

Früher Chaussestraße 331 und (bis 1934) Bahnhofstraße 331.

1880 machte H. von Lütcken im Haus von H. Finke ein Geschäft als Cartonagenfabrikant und Buchbinder auf. 1894 eröffnete Gefert Finke einen Kolonialwaren-, Kohlen- und Holzverkauf und die Fa. B. Steinbrügge aus Burg machte im Haus eine Niederlassung für den Verkauf von Brettern und Bauholz auf. Im Jahr 1900 übernahm D. Finke die Scharmbecker Filiale der Brauerei Wilhelm Remmer aus Bremen. 1925 übernahm Gevert Finke den Betrieb (Tankstelle, Spedition, Kohlenhandel) von seinem Vater Hinrich. 1926 wurde Gevert Scharmbecker Schützenkönig, 1982 starb er im Alter von 96 Jahren.

1946 übernahm sein Schwiegersohn Georg Ollrog das Geschäft. 1948 eröffnete Otto Giese einen Wein-, Bier- und Spirituosenhandel. 1954 machte Ollrog als Inhaber der Fa. Finke das Reisebüro „Finko“ unter Leitung von Ewald Künzel auf. 1961 richtete Ollrog zusätzlich eine Kfz-Werkstat ein und übernahm die Fiat-Vertretung. Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band 1+2.

Bis 2006 Autohaus G. Finke
2007 Abriss und Bau einer 2-stöckigen Wohnanlage (Fa. Hilsebau).

Fotos: Worpswede

Artikel dazu: Worpswede, Worpsweder Kunsthalle, Große Kunstschau, Heinrich Vogeler

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