<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Nationalsozialsmus &#8211; teufelsmoor.eu</title>
	<atom:link href="https://www.teufelsmoor.eu/Stichwort/nationalsozialsmus/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.teufelsmoor.eu</link>
	<description>Osterholz-Scharmbeck - Radfahren - Mac - Fotografie</description>
	<lastBuildDate>Sun, 27 Jun 2021 16:38:45 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.1.1</generator>

<image>
	<url>https://www.teufelsmoor.eu/wp-content/uploads/cropped-Logo-Kahn-32x32.jpg</url>
	<title>Nationalsozialsmus &#8211; teufelsmoor.eu</title>
	<link>https://www.teufelsmoor.eu</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Davidsohn, John</title>
		<link>https://www.teufelsmoor.eu/geschichte/davidson-johan/</link>
					<comments>https://www.teufelsmoor.eu/geschichte/davidson-johan/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Jun 2021 05:35:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Historische Aufnahmen]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Stolperstein]]></category>
		<category><![CDATA[Juden]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalsozialsmus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.teufelsmoor.eu/?p=3975</guid>

					<description><![CDATA[John Davidsohn (auch Johan Davidsohn und später John Davidson; geb. 1. August 1904, gest. Sept. 1985) war ein Sohn der alteingesessenen und angesehenen Kaufmannsfamilie Davidsohn in Scharmbeck. Im Nationalsozialismus wurde er entrechtet und mehrmals verhaftet, bevor ihm 1939 die Flucht nach England gelang. Nach dem 2. Weltkrieg wanderte er in die USA aus. John war &#8230; <p class="link-more"><a href="https://www.teufelsmoor.eu/geschichte/davidson-johan/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Davidsohn, John“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="DavidsohnJohn1" aria-describedby="caption-DavidsohnJohn1" style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/uSYRstzX3yUneotBgE78Pw?feat=embedwebsite"><img decoding="async" src="http://lh5.ggpht.com/_OV4xvtkBx0M/TLflwra_NKI/AAAAAAAAUCU/1c7CF8cZsH8/s400/John%20and%20Ilse%20Davidsohn2.jpg" alt="Johann und Ilse Davidson"/></a><figcaption id="caption-DavidsohnJohn1" class="wp-caption-text">Johan und Ilse Davidsohn ca. 1913</figcaption></figure> <strong>John Davidsohn</strong> (auch Johan Davidsohn und später John Davidson; geb. 1. August 1904, gest. Sept. 1985) war ein Sohn der alteingesessenen und angesehenen <a href="http://www.teufelsmoor.eu/allgemein/davidsohn/">Kaufmannsfamilie Davidsohn</a> in Scharmbeck. Im Nationalsozialismus wurde er entrechtet und mehrmals verhaftet, bevor ihm 1939 die Flucht nach England gelang. Nach dem 2. Weltkrieg wanderte er in die USA aus.<br />
<span id="more-3975"></span></p>
<p>John war das älteste Kind von Sally Davidsohn und dessen Frau <a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/davidsohn-toni/">Toni, geb. Goldschmidt</a>. Mit seiner 1906 geborenen Schwester <a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/davidsohn-ilse/">Ilse</a> wuchs er schräg gegenüber der <a href="http://www.teufelsmoor.eu/osterholz-scharmbeck/bahnhofstrase/bahnhofstr-105/">Synagoge</a> im Haus <a href="https://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/bahnhofstrase/bahnhofstr-84/">Bahnhofstr. 84</a> (&#8222;Kohlmannsches Erbe&#8220;) auf, das die Davidsohns 1902 gekauft hatten. </p>
<p>John studierte Jura und bestand im Juli 1931 das 1. Staatsexamen. Das Referendariat absolvierte er beim Amtsgericht Wesermünde-Geestemünde. Nach der sog. Machtergreifung Hitlers wurde er in Folge des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gesetz_zur_Wiederherstellung_des_Berufsbeamtentums"> Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums</a> am 29. Mai 1933 &#8222;mit Rücksicht auf die gegenwärtigen Zeitverhältnisse &#8230; von sogleich ab bis auf weiteres beurlaubt&#8220;. Im November 1934 wurde er von 40-50 Männern zusammengeschlagen, in &#8222;Schutzhaft&#8220; genommen und nach Berlin gebracht, nachdem er mehrere Flugblätter entfernt hatte, die zum Boykott jüdischer Geschäfte aufriefen.</p>
<p><figure id="DavidsohnJohn2" aria-describedby="caption-DavidsohnJohn2" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><a href="https://photos.app.goo.gl/Zy2SbBpsp1Si2Ppc9"><img decoding="async" src="http://lh4.ggpht.com/_OV4xvtkBx0M/S7TdlBlf2FI/AAAAAAAASq4/3WN2fHRcb1c/s400/19381110_Schutzhaft.JPG" alt="Polizeiprotokoll Johan Davidsohn Schutzhaft"></a><figcaption id="caption-DavidsohnJohn2" class="wp-caption-text">Polizeiprotokoll betr. 'Schutzhaft'</figcaption></figure>Nach der sog. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Novemberpogrome_1938">Reichspogromnacht</a> (9./10. November 1938), in deren Verlauf SA-Männer im Anschluss an die vereitelte Brandstiftung an der ehemaligen Synagoge in die Wohnungen ansässiger Juden eindrangen und u. a. Johans Schwester Ilse schwer verletzten, wurden Johan und sein Cousin <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/stolperstein/davidsohn-ernst/">Ernst</a> in &#8222;Schutzhaft&#8220; genommen. </p>
<p>Mindestens seit 1938 bemühte sich John um eine Ausreise in die USA. Trotz eines aktenkundigen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Affidavit">Affidavits</a> seiner dort geborenen Cousins Edwin und James Davidson gelang ihm dies zunächst aber nicht.</p>
<p><figure id="DavidsonJohn3" aria-describedby="caption-DavidsonJohn3" style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://picasaweb.google.com/lh/photo/LZW01RqzoL4Qq6MlRocZttMTjNZETYmyPJy0liipFm0?feat=embedwebsite"><img decoding="async" src="https://lh3.googleusercontent.com/-oaZFP7rduBk/T50U7pcz_MI/AAAAAAAAXts/l9llDDkTYYc/s400/PassDavidsohnJohn.jpg"/></a><figcaption id="caption-DavidsonJohn3" class="wp-caption-text">Pass 1939</figcaption></figure>Am 31. März 1939 erhielt John in Osterholz-Scharmbeck noch einen neuen Pass mit dem seit Anfang 1939 für alle Juden verbindlich vorgeschriebenen roten &#8222;J&#8220;, auch bei der Volkszählung vom 17.05.1939 wohnte er noch in der Bahnhofstr. 84 (ID-Nr. VZ275455). Am 11. August 1939 und damit nur drei Wochen vor Beginn des 2. Weltkrieges konnte er schließlich an Bord der MS Europa von Bremenhaven nach Southamptom flüchten. </p>
<p>In England lernte er die 1936 aus Gelsenkirchen geflüchtete Else Eichwald kennen, die beiden heirateten 1942 in Hammersmith. Am 3.5.1946 emigrierten beide dann von Liverpool in die USA. Im Zuge der sog. Wiedergutmachung nach dem 2. Weltkrieg wurde John zum Regierungsrat a. D. ernannt und bezog Ruhegehalt, im Jahre 1959 in Höhe von DM 851,98 monatlich. Vor seinem Tod im September 1985 lebte John in Queens im Staat New York. </p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.teufelsmoor.eu/geschichte/davidson-johan/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>6</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Stolpersteine in Osterholz-Scharmbeck</title>
		<link>https://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/stolpersteine/</link>
					<comments>https://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/stolpersteine/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Jun 2021 06:00:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Osterholz-Scharmbeck]]></category>
		<category><![CDATA[Stolperstein]]></category>
		<category><![CDATA[Juden]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalsozialsmus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.teufelsmoor.eu/?p=3204</guid>

					<description><![CDATA[Update 24.06.2021: Heute wurden auch in Osterholz-Scharmbeck die ersten Stolpersteine verlegt. Gunter Demning verlegte sie an der Stadthalle sowie in der Börde-, Sandberg-, Post- und Bahnhofstraße. Stolpersteine (siehe auch www.stolpersteine.eu und Wikipedia-Artikel &#8222;Stolpersteine&#8220;) suchte man in Osterholz-Scharmbeck bislang vergebens. Die 10 x 10 x 10 cm großen Steine mit Gedenktafeln aus Messing sind seit den &#8230; <p class="link-more"><a href="https://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/stolpersteine/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Stolpersteine in Osterholz-Scharmbeck“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="Stolper01" aria-describedby="caption-Stolper01" style="width: 230px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/M9nfL1ssom8NxURTIfCiMQ?feat=embedwebsite"><img decoding="async" src="http://lh3.ggpht.com/_OV4xvtkBx0M/S6erN0gI-ZI/AAAAAAAASpA/7x9EA8B6nME/s288/201003Stolperstein.jpg" alt="Stolpersteine in Hamburg-Eppendorf"/></a><figcaption id="caption-Stolper01" class="wp-caption-text">Stolpersteine in Hamburg-Eppendorf</figcaption></figure>Update 24.06.2021: Heute wurden auch in Osterholz-Scharmbeck die ersten Stolpersteine verlegt. Gunter Demning verlegte sie an der Stadthalle sowie in der Börde-, Sandberg-, Post- und Bahnhofstraße.</p>
<p>Stolpersteine (siehe auch <a href="http://www.stolpersteine.eu">www.stolpersteine.eu</a> und Wikipedia-Artikel <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stolpersteine">&#8222;Stolpersteine&#8220;</a>) suchte man in Osterholz-Scharmbeck bislang vergebens. Die 10 x 10 x 10 cm großen Steine mit Gedenktafeln aus Messing sind seit den 1990er-Jahren in mittlerweile über 1.200 Orten Deutschlands und 20 Ländern Europas meist in Gehwege eingelassen und sollen am jeweils letzten selbstgewählten Wohnort an die Opfer der NS-Zeit erinnern. Das Projekt wurde von dem Kölner Künstler <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gunter_Demnig">Gunter Demning</a> ins Leben gerufen. </p>
<blockquote><p>&#8222;Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist&#8220; <small>(Gunter Demnig)</small>
</p></blockquote>
<p><span id="more-3204"></span><br />
1995 begann Demning in Köln zunächst ohne behördliche Genehmigung, Stolpersteine zu installieren. Die ersten genehmigten Steine wurden im Jahr 2000 ebenfalls in Köln verlegt. </p>
<blockquote><p>&#8222;Sie können ein Buch aufschlagen und lesen, dass die Nazis sechs Millionen Juden und fünf Millionen andere ermordet haben, aber Sie können nicht voll ermessen, was geschah. Wenn Sie aber über das Schicksal eines Mannes oder einer Frau erfahren, die in einem bestimmten Haus wohnten, ist das etwas anderes.&#8220; <small>(Gunter Demnig)</small></p></blockquote>
<p>Das Projekt der Stolpersteine ist nicht unumstritten. Während die Mehrzahl der bislang damit befassten Gemeinden die Idee und ihre Verbreitung unterstützten und auch das nationale und internationale Presseecho fast durchweg positiv ausfällt, erteilt München keine Genehmigungen zur Steinverlegung. Auch innerhalb der jüdischen Gemeinde herrscht Uneinigkeit: Charlotte Knobloch, ehemalige Präsidentin des Zentralrates der Deutschen Juden, lehnt das Projekt seit Jahren scharf ab, andere Mitglieder des Zentralrates und beispielsweise die Jüdische Gemeinde Düsseldorf beurteilen es positiv (vgl. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stolpersteine">ausführliche Darstellung der Kontroverse bei Wikipedia</a>)</p>
<p>Anfang 2010 waren in <a href="http://www.lzpb-bremen.de/index.php?option=com_content&#038;task=blogcategory&#038;id=61&#038;Itemid=92">Bremen</a> ca. 400 und in <a href="http://www.stolpersteine-hamburg.de/">Hamburg</a> etwa 3.000 Stolpersteine verlegt, im Landkreis Osterholz einzelne in Lilienthal und Ritterhude. Für damals € 95.- und heute 120.- kann man die Patenschaft für die Herstellung und Verlegung eines Steines übernehmen. </p>
<p>Im Februar 2011 lehnten Kultur- und Verwaltungsausschuss der Stadt Osterholz-Scharmbeck einen Antrag von Carsten Roman Höft auf Installation von Stolpersteinen einstimmig ab. Die Stadtverwaltung begründete ihre ablehnende Haltung mit den Bedenken Knoblochs und des Vorsitzenden des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen sowie dem bereits vorhandenen Mahnmal an der Bahnhofstraße. <small>(Quelle: Osterholzer Kreisblatt 18.2.2011)</small></p>
<p>2020 befasste sich die Kommunalpolitik auf Initiative von Hartmut Oberstech vom <a href="http://muna-luebberstedt.de">Arbeitskreis MUNA Lübberstedt</a> und Manfred Bannow (<a href="https://www.spurensuche-kreis-osterholz.de/page/erinnern-fuer-die-zukunft-projekte-im-landkreis-osterholz/">Spurensuche Kreis Osterholz</a>) erneut mit dem Thema.</p>
<p>Im Juli 2020 schließlich stimmte der Stadtrat mehrheitlich für einen gemeinsamen Antrag von SPD, Grünen und Linksfraktion, Stolpersteine auch in Osterholz-Scharmbeck zuzulassen. <small>(Quelle: Osterholzer Kreisblatt 15.7.2020)</small></p>
<h3>Mögliche Stolpersteine in Osterholz-Scharmbeck</h3>
<p>Demning als Initiator und Inhaber der Markenrechte will mit den Stolpersteinen &#8222;aller verfolgten oder ermordeten Opfer des Nationalsozialismus&#8220; gedenken. Ausdrücklich genannt sind Juden, Sinti und Roma, politisch und religiös Verfolgte, Zeugen Jehovas, Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung und Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Hautfarbe verfolgt wurden sowie als „asozial“ stigmatisierte und verfolgte Menschen wie Obdachlose oder Prostituierte, Zwangsarbeiter und Deserteure. Voraussetzung für die Verlegung von Stolpersteinen sei auch, Familien im Gedenken wieder zusammenzuführen. Auch überlebende Familienangehörige werden deshalb einbezogen und erhalten einen Stolperstein. <small>(Quelle: <a href="http://www.stolpersteine.eu/faq/">stolpersteine.eu</a>)</small></p>
<p><strong>Jüdische Mitbürger</strong></p>
<ol>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/aron-moritz/">Moritz Aron</a> (Auf dem Kamp 14)</li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/aron-wilhelm/">Wilhelm Aron</a> (1938: Auf dem Kamp 14, 1960: Auf dem Kamp 32, Arbeitsstelle bis 1945-1960: Bahnhofstraße 105) Überlebte den Holocaust, KZ 1944-45.</li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/bahr-hedwig/">Hedwig Bähr</a>, vermutlich identisch mit Edwig Bähr (Gedenkstein Bahnhofstraße)</li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/cohen-alfred-und-flora/">Alfred Cohen</a> (Hohetorstraße 14 oder Bremer Str. 47). Es existiert bereits ein Stolperstein in Bremen (ehem. Judenhaus Nordstraße 210).</li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/cohen-clara-und-siegmund/">Clara Cohen</a> (Bahnhofstraße 37, nach Konkurs und Zwangsversteigerung Lindenstraße 6) Es existiert bereits ein Stolperstein in Bremen (ehem. Judenhaus Elsässer Str. 114).
</li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/cohen-alfred-und-flora/">Flora Cohen</a>  (Hohetorstraße 14 oder Bremer Str. 47). Überlebte den Holocaust, KZ 1942-45. Es existiert bereits ein Stolperstein in Bremen (ehem. Judenhaus Nordstraße 210) </li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/cohen-henny/">Henny Cohen</a>.  (Hohetorstraße 14 oder Bremer Str. 47)
</li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/cohen-dr-richard/">Dr. Richard Cohen</a> (Marktstraße 5)
</li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/cohen-clara-und-siegmund/">Siegmund Cohen</a> (Bahnhofstraße 37, nach Konkurs und Zwangsversteigerung Lindenstraße 6)
</li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/stolperstein/davidsohn-ernst/">Ernst Davidsohn</a> (Poststraße 4, 1937 Kirchenstraße 4, 1938 vermutlich gezwungenermaßen Bahnhofstraße 84)</li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/davidsohn-ilse/">Ilse Davidsohn</a> (Bahnhofstraße 84)</li>
<li><a href="https://www.teufelsmoor.eu/geschichte/davidson-johan/">Johan &#8222;John&#8220; Davidsohn</a> (Bahnhofstraße 84), flüchtete im August 1939 über England in die USA, wo er 1985 verstarb.</li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/davidsohn-toni/">Toni Davidsohn</a> (Bahnhofstraße 84)</li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/heidemann-grete-und-alfred/">Alfred Heidemann</a></li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/heidemann-betty/">Betty Heidemann</a></li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/heidemann-grete-und-alfred/">Grete Heidemann</a></li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/heidemann-iwan/">Irma Heidemann</a></li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/heidemann-iwan/">Iwan Heidemann</a></li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/lowenstein-leopold/">Leopold Löwenstein</a> (Bahnhofstraße 105)
</li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/meibergen-moritz/">Moritz Meibergen</a> (Bahnhofstraße 90) </li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/meyer-hanni/">Hanni Meyer</a> (Lindenstraße 6) in 2 Listen mit ihrem Geburtsnamen Hanny Cohen geführt (hat aber im Bremer Judenhaus Bernhard Meyer geheiratet). Von ihr existiert bereits ein Stolperstein in Bremen (ehem. Judenhaus Elsässer Str. 114).
</li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/ratusch-anna/">Anna Ratusch</a> (Sandbergstraße, identisch mit <a href="http://www.genealogy.net/vereine/maus/datenbanken/grabsteine/tomb.php?cem=172&#038;tomb=524&#038;b=R">&#8222;Chana Ratusch gest. 24.9.1938&#8220;</a>)</li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/meyer-rosenhoff/">Meyer-Rosenhoff, Cläre</a></li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/meyer-rosenhoff/">Meyer-Rosenhoff, Hugo</a> (identisch mit Hugo Mejer und Hugo Meyer)</li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/meyer-rosenhoff/">Meyer-Rosenhoff, Ruth</a></li>
<li><a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/meyer-rosenhoff/">Meyer-Rosenhoff, Selma</a> (identisch mit Elya Rosenhoff) </li>
</ol>
<p><strong>Politisch verfolgte Mitbürger</strong></p>
<ol>
<li><a href="https://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/august-lange/">August Lange</a></li>
</ol>
<p><strong>unsicher</strong><br />
Bernhard Meyer (*1883 aus Halberstadt), hat <a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/meyer-hanni/">Hanni Meyer</a> erst im Bremer Judenhaus geheiratet und war vermutlich nie in OHZ</p>
<p><strong>Zu klären</strong><br />
Ottilie Davidsohn (Poststraße 4, ab 1938 vermutlich gezwungenermaßen Bahnhofstr. 84). Starb am 7.4.1938 im Alter von 78 Jahren.</p>
<p><strong>Quelle: Gedenkstein Bahnhofstraße (23 Personen)</strong><br />
Edwig Bähr<br />
Moritz Aron<br />
Hanny Cohen<br />
Alfred Cohen<br />
Dr. Richard Cohen<br />
Henny Cohen<br />
Clara und Siegmund Cohen<br />
Leopold Löwenstein<br />
Moritz Meibergen<br />
Anna Ratusch<br />
Ilse Davidsohn<br />
Ottilie Davidsohn<br />
Ernst Davidsohn<br />
Toni Davidsohn<br />
Elya und Hugo Rosenhoff<br />
Ruth Rosenhoff<br />
Cläre Rosenhoff<br />
Irma und Iwan Heidemann<br />
Grete und Alfred Heidemann</p>
<p><strong>Quelle: Yad Vashem <em>The Central Database of Shoah Victims&#8216; Names</em> (47 Einträge, 29 Personen)</strong><br />
Aron Moritz<br />
Baehr Hedwig<br />
Cohen Alfred<br />
Cohen Clara<br />
Cohen Fritz<br />
Cohen Erich<br />
Cohen Henny<br />
Cohen Richard<br />
Cohen Sigmund<br />
Davidsohn Ottilie<br />
Davidsohn Sally<br />
Davidsohn Toni<br />
Davidsohn Ilse<br />
Davidsohn Ernst<br />
Feist Ella<br />
Heidemann Alfred<br />
Heidemann Betty<br />
Heidemann Grete<br />
Heidemann Irma<br />
Heidemann Ivan<br />
Heidemann Josef<br />
Löwenstein Leopold<br />
Meyer Hanni (Anm.: =Cohen Hanni)<br />
Mejer, Hugo (Anm.; =Hugo Rosenhoff)<br />
Neuman Selma (Quelle: <a href="https://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&#038;itemId=765392&#038;ind=1">Yad Vashem</a>)<br />
Ratusch Anna<br />
Rosenhoff Claere<br />
Rosenhoff Hugo<br />
Rosenhoff Ruth<br />
Rosenhoff Selma</p>
<p><strong>Quelle: Bundesarchiv: Gedenkbuch &#8211; Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933 &#8211; 1945 (Stand 2011: 11 Personen)</strong><br />
Aron, Moritz (* 11.10.1873 in Scharmbeck)<br />
Bähr, Hedwig (* 01.02.1904 in Etteln)<br />
Cohen, Alfred (* 17.02.1864 in Osterholz-Scharmbeck)<br />
Cohen, Clara (* 28.05.1871 in Ottersberg)<br />
Davidsohn, Ernst (* 27.07.1891 in Osterholz-Scharmbeck)<br />
Davidsohn, Ilse (* 22.01.1906 in Osterholz-Scharmbeck)<br />
Davidsohn, Toni (* 27.12.1877 in Harpstedt)<br />
Löwenstein, Leopold (* 14.11.1873 in Gudensberg)<br />
Meyer, Hanni (geb. Cohen, * 31.03.1905 in Osterholz-Scharmbeck)<br />
Rosenhoff gen. Meyer, Hugo (* 12.02.1887 in Kamen)<br />
Rosenhoff, Selma (* 14.04.1889 in Obermöllrich)</p>
<p>(Stand 2020: 16 Personen) zusätzlich:<br />
Bähr, Friedrich Elias Raphael Fritz (* 02.09.1890 in Prenzlau) wohnhaft in Osterholz-Scharmbeck und Frankfurt a. Main<br />
Fränkel, Paula Pauline Bertha (* 08.04.1887 in Abterode) wohnhaft in Abterode, Eickedorf und Osterholz-Scharmbeck<br />
Heidemann, Greta Grete Gretchen (* 02.02.1884 in Boizenburg) wohnhaft in Osterholz-Scharmbeck und Hamburg<br />
Rosenhoff gen. Meyer, Cläre (* 23.02.1927 in Osterholz-Scharmbeck) wohnhaft in Osterholz-Scharmbeck und Hamburg<br />
Rosenhoff gen. Meyer, Ruth (* 08.08.1924 in Osterholz-Scharmbeck) wohnhaft in Osterholz-Scharmbeck und Hamburg</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/stolpersteine/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Davidsohn, Ernst</title>
		<link>https://www.teufelsmoor.eu/geschichte/stolperstein/davidsohn-ernst/</link>
					<comments>https://www.teufelsmoor.eu/geschichte/stolperstein/davidsohn-ernst/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jul 2020 10:41:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Stolperstein]]></category>
		<category><![CDATA[1942]]></category>
		<category><![CDATA[Juden]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalsozialsmus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.teufelsmoor.eu/?p=3366</guid>

					<description><![CDATA[Ernst Davidsohn (1891-1942) war ein Sohn der alteingesessenen und angesehenen Kaufmannsfamilie Davidsohn in Scharmbeck. Im Nationalsozialismus wurde er entrechtet, in ein Konzentrationslager gesperrt und 1942 ermordet. Ernst wurde am 27. Juli 1891 als Sohn von Eduard Davidsohn und dessen Frau Ottilie geboren. Sein Cousin Johan Davidsohn wurde bereits im November 1934 als 30-jähriger Referendar von &#8230; <p class="link-more"><a href="https://www.teufelsmoor.eu/geschichte/stolperstein/davidsohn-ernst/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Davidsohn, Ernst“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="DavidsohnErnst1" aria-describedby="caption-DavidsohnErnst1" style="width: 230px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/7Nlujbo0PUMUks8U7Olg-A?feat=embedwebsite"><img decoding="async" src="http://lh6.ggpht.com/_OV4xvtkBx0M/S9MkgrYYpdI/AAAAAAAASuk/yObxaYyDdmA/s288/DavidsohnErnst.jpg" alt="Ernst Davidsohn"></a><figcaption id="caption-DavidsohnErnst1" class="wp-caption-text">Ernst Davidsohn</figcaption></figure> <strong>Ernst Davidsohn (1891-1942)</strong> war ein Sohn der alteingesessenen und angesehenen <a href="http://www.teufelsmoor.eu/allgemein/davidsohn/">Kaufmannsfamilie Davidsohn</a> in Scharmbeck. Im Nationalsozialismus wurde er entrechtet, in ein Konzentrationslager gesperrt und 1942 ermordet. </p>
<p>Ernst wurde am 27. Juli 1891 als Sohn von Eduard Davidsohn und dessen Frau Ottilie geboren. Sein Cousin <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/davidson-johan">Johan Davidsohn</a> wurde bereits im November 1934 als 30-jähriger Referendar von 40-50 Männern zusammengeschlagen, in &#8222;Schutzhaft&#8220; genommen und nach Berlin gebracht, nachdem er mehrere Flugblätter, die zum Boykott jüdischer Geschäfte aufriefen, entfernt hatte.</p>
<p>Dem seit 1933 von den Nationalsozialisten organisierten, u. a. mit Plakaten und uniformierten Wachen vor den Geschäften durchgesetzten Boykott jüdischer Geschäfte hielt das Unternehmen zunächst stand, erst das völlige Verbot jüdischer Geschäftstätigkeit führte 1938 zur Geschäftsaufgabe. Geschäft und Immobilie  Bekleidungshaus wurde von Heinrich von Seggern übernommen. </p>
<p>Nach der sog. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Novemberpogrome_1938">Reichspogromnacht</a> (9./10. November 1938), in deren Verlauf SA-Männer nach der vereitelten Brandstiftung an der <a href="http://www.teufelsmoor.eu/osterholz-scharmbeck/bahnhofstrase/bahnhofstr-105/">ehemaligen Synagoge</a> in die Wohnungen ansässiger Juden eindrangen und u. a. Ernsts Cousine <a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/davidsohn-ilse/">Ilse (geb. 1906)</a> schwer verletzten, wurden Ernst und sein Cousin Johan in &#8222;Schutzhaft&#8220; genommen. </p>
<p><figure id="DavidsohnErnst2" aria-describedby="caption-DavidsohnErnst2" style="width: 250px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/7fdlBndAPdby61ukdIwucQ?feat=embedwebsite"><img decoding="async" src="http://lh4.ggpht.com/_OV4xvtkBx0M/S7TdlBlf2FI/AAAAAAAASq4/3WN2fHRcb1c/s288/19381110_Schutzhaft.JPG" alt="Polizeiprotokoll Henny Cohen Schutzhaft"></a><figcaption id="caption-DavidsohnErnst2" class="wp-caption-text">Polizeiprotokoll betr. 'Schutzhaft'</figcaption></figure>Im Oktober 1937 verkaufte Ernst für die Fa. J. D. Davidsohn eine Hammewiese von 4 ha bei Tietjens Hütte für RM 11.000 (Kaufkraft 2011 ca. € 43.000, <small>Quelle: Wikipedia</small>) an den Landwirt Gevert Blendermann aus Heilshorn. Im Kaufvertrag des Notars Heinrich Helck ist Ernsts Wohnadresse zu diesem Zeitpunkt mit <a href="https://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/kirchenstrase/kirchenstr-4/">Kirchenstraße 4</a> angegeben. Am 28.10.1938 verkaufte Ernst Geschäft und Immobilie für RM 40.000 (Kaufkraft 2011 ca. € 170.000) an von Seggern <small>(Quelle: Anzeige Osterholzer Kreisblatt)</small>. Am 6. Dezember 1938 musste Ernst seinen Führerschein, dessen Besitz Juden nunmehr untersagt war, bei der Polizei abgeben. </p>
<p>Ebenfalls 1938 musste Ernst in das von seiner Tante Toni und Cousine Ilse sowie zuvor von Johan bewohnte Haus in der Bahnhofstraße 84 ziehen. 1939 mussten die Davidsohns dort die Familie ihres ehemaligen Konkurrenten <a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/cohen-alfred-und-flora/">Alfred Cohen</a> als Mieter aufnehmen, die auf Grund des <em>Gesetzes über Mietverhältnisse mit Juden</em> vom 30. April 1939 von der Stadtverwaltung unfreiwillig zum Umzug genötigt wurden. Die Immobilie in der Bahnhofstraße verkaufte Toni im Januar 1941, bevor sie mit Ilse in ein Bremer Judenhaus in der Wiesbadener Straße umzog. <small>(Quelle: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/de-geschicht-is-logenhaft/">Murken</a>)</small></p>
<p>Ernst wurde am 18. November 1941 mit 569 seiner Leidensgenossen (440 aus Bremen und 130 aus dem Regierungsbezirk Stade) am Bremer Lloydbahnhof zusammengetrieben und über Hamburg, wo weitere 407 Juden aus Hamburg und Umgebung zusteigen mussten, nach Minsk verfrachtet. Dort kam er am 23. November an, sein weiteres Schicksal ist nicht bekannt. Er kam entweder bereits im ersten Winter im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ghetto_Minsk">Ghetto von Minsk</a> oder 1942 im Rahmen der Massentötungen durch Vergasen oder Erschießen ums Leben.</p>
<p><a href="http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/directory.html?id=851109&#038;submit=1&#038;page=1&#038;maxview=50&#038;offset=0">Eintrag im Gedenkbuch</a> beim Bundesarchiv</p>
<blockquote><p>Davidsohn, Ernst<br />
* 27. Juli 1891 in Osterholz-Scharmbeck<br />
wohnhaft in Osterholz-Scharmbeck</p>
<p>Deportation:<br />
ab Hamburg<br />
18. November 1941, Minsk, Ghetto</p>
<p>Todesdatum:<br />
28. Juli 1942, Minsk, Ghetto</p></blockquote>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.teufelsmoor.eu/geschichte/stolperstein/davidsohn-ernst/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Flechtwerkscheune in der Museumsanlage</title>
		<link>https://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/flechtwerkscheune-in-der-museumsanlage/</link>
					<comments>https://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/flechtwerkscheune-in-der-museumsanlage/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Oct 2018 17:18:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gut zu wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Osterholz-Scharmbeck]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Unser OHZ]]></category>
		<category><![CDATA[1945]]></category>
		<category><![CDATA[1965]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalsozialsmus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.teufelsmoor.eu/?p=12024</guid>

					<description><![CDATA[Das ist schon eine ziemlich unheimliche Geschichte aus den Nachkriegstagen 1945, in der die mindestens 200 Jahre alte Flechtwerkscheune in der Museumsanlage eine nicht unerhebliche Nebenrolle spielt. Unmittelbar nach Kriegsende waren viele von den Alliierten entwaffnete Soldaten auf dem Weg in ihre Heimat. Die meisten von ihnen zu Fuß, andere Transportmöglichkeiten standen kaum zur Verfügung. &#8230; <p class="link-more"><a href="https://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/flechtwerkscheune-in-der-museumsanlage/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Flechtwerkscheune in der Museumsanlage“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="Flechtwerkscheune" aria-describedby="caption-Flechtwerkscheune" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" src="https://lh3.googleusercontent.com/WNrszXRBW5kk8lpnUbkhHwDwWmxyueLObE5HM4xKAcngBACJutB2daqEgWXOTnjDd1SK9SJktCl-13wQswemzANJiZsqGfrLr2CIUPv30pDa2zhUUc6hwHozZJN_XwRaYC6CXadODb_xD4GveKMXT-MO8Ebb8xKzutXl3DisURJ_Ks3f0tCSU0u_rEbytARuCna4X8QJtJyRQpIQ0MvBBHWIJhqoTSfJQoa6UI7cN2doOKk5XHdIpmNItROfibLLDq9HMBNJeIwHGHb6T5bBHoIMbCXpyBuTk3JZDKP9dHRX7M6NP7mcjl1DeoBnhQnrbKNsnHGKR6qeHTZTw05vOjtiSw0fNCnO021fKNm29S1Umc7SBmVj537HJB4k_k4kySWjIusCXhpU7RPx5gYeOzgEalqhQHRrcr8XfXRWx0ygr4YLaWwpifmU_ESalV-dwTwFAcGTk1UcrxwUu7_2tKE598OMnJUIwAvrNBTRDkjCFZZVW6dxhMqxu_lfM1a7khzZB41pk14ZnF4FLNMPTFS7in_HdLVWxExefBynD0Alll3XwnMctEBczM3jP3RMvehnl1QBpkLMK0GuFs2uL_cGD1zgtPGZR-4sQP0YNzUOdXixhKe2tSb_Z2bGe38G=w2356-h1766-no?.jpg" alt="Flechtwerkscheune Osterholz-Scharmbeck"><figcaption id="caption-Flechtwerkscheune" class="wp-caption-text">Flechtwerkscheune in der Museumsanlage</figcaption></figure>Das ist schon eine ziemlich unheimliche Geschichte aus den Nachkriegstagen 1945, in der die mindestens 200 Jahre alte <strong>Flechtwerkscheune in der Museumsanlage</strong> eine nicht unerhebliche Nebenrolle spielt.<br />
<span id="more-12024"></span></p>
<p>Unmittelbar nach Kriegsende waren viele von den Alliierten entwaffnete Soldaten auf dem Weg in ihre Heimat. Die meisten von ihnen zu Fuß, andere Transportmöglichkeiten standen kaum zur Verfügung. Hinsichtlich Verpflegung und Übernachtung waren sie unterwegs auf die Hilfe Anderer angewiesen. Einer der half, war Bauer Wohltmann in Pennigbüttel. In eben dieser Scheune, die bis 1965 auf seinem Hof an der Stubbenkuhle 38 stand, gewährte er vielen von ihnen Unterschlupf für die Nacht. Nur einer wollte partout nicht in der Scheune bei den anderen nächtigen und bat um Unterkunft im Haus. Dies wurde ihm nach Zögern gewährt. Am nächsten Morgen stand er früh auf, erkundigte sich nach dem Weg nach Stade und verschwand. Erst einige Wochen später erfuhren die Wohltmanns aus der Zeitung, um wen es sich dabei gehandelt hatte. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Himmler">Heinrich Himmler</a>, einer der größten Kriegsverbrecher des Zweiten Weltkrieges, hatte sich bei ihnen unter falschem Namen Zuflucht erschlichen. <small>(Quelle: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/chronik-von-osterholz-scharmbeck/">Menkhoff</a>)</small></p>
<p>1965 stiftete Diedrich Wohltmann die Scheune dem Museum, ihre Nebenrolle in Himmlers Fluchtkrimi findet dort heute keine Erwähnung.</p>
<h2>Himmlers Flucht 1945</h2>
<p>Nachdem Hitler ihn am 29. April 1945 wegen eigenmächtiger Verhandlungen mit den Westalliierten seiner Ämter enthoben hatte, machte sich Himmler mit einem Stab von anfangs 150 Personen über die sogenannte <a href="https://www.ndr.de/kultur/geschichte/chronologie/Als-die-SS-Verbrecher-nach-Flensburg-kamen,kriegsende348.html">Rattenlinie Nord</a> auf den Weg nach Flensburg. Er kam dort am 2. Mai <small>(Quelle: <a href="https://docs.google.com/viewer?a=v&#038;pid=sites&#038;srcid=d2lyLWluLWZsZW5zYnVyZy5kZXx3aXItaW4tZmxlbnNidXJnfGd4Ojc2ZjE5MjNmMTM3ODU3YTE">Paul</a>)</small> oder 3. Mai <small>(Quelle: <a href="https://www.shz.de/nachrichten/meldungen/zivilkleidung-augenklappe-neuer-name-doch-fuer-himmler-gab-es-kein-entrinnen-id9703421.html">Quelle: shz.de</a>)</small> Mai an und zeigte sich nach Berichten des Flensburger Sozialdemokraten und KZ-Häftlings Heinrich Lienau zunächst noch „mit voller Kriegsbemalung“ in den Straßen der Stadt. Die am Vortag gebildete Reichsregierung unter Karl Dönitz bestätigte Himmler am Abend des 3. Mai noch als Führer der Waffen-SS und Chef der deutschen Polizei, enthob ihn jedoch am Nachmittag des 6. Mai endgültig all seiner Ämter. Die Zwischenzeit hatte Himmler aber genutzt, um für sich und mehrere tausend Gesinnungsgenossen im Polizeipräsidium Flensburg falsche Personalpapiere erstellen zu lassen. Die Nächte verbrachte er auf Bauernhöfen in Ellgard, Atzbüll und Kollerup, wo er stets mit mehren Wagen, einem Dutzend Leibwächtern, seinem Adjutanten und zwei Leibärzten auftauchte.</p>
<p><figure id="flechtwerkscheune2" aria-describedby="caption-flechtwerkscheune2" style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" src="https://lh3.googleusercontent.com/jkd96hK0sGNc-X4dsNDjitHcLt3w1VwQ3xo9I87t9XbM9wdh6y8Wr1wZ8-qF0eiMTnwY9pNSZQa2YRT3BifpdxvDN5-tfz7lSHh956XJ_vwWF67OvkSpOwaWl6rygizsC1SJ-mKXm5xdNc9opZ0XPNI4m86lZ3qR2biCERfCqWg8K1UOXDp-1vEVJn4ZYZQQXZdchdO0BHSd-mPUbwq94as42WhNGoOhFEAaq81rReJDgJ4hlmcPkSpE6rX-CzMFfXW_g_4MEoVthYLsZ8TsrYAxY4fGg7losAxSwGHPVH1JZXZ_X8Bi2KiaF_A1A6GZJpG-moyHehim6pNWxuiCQzfienMouZlYPRtoUvsCLmQB40cqsfvlYTZH2e46vAZjMSD06ydzniKVBdHAVnGG7U-g1c9A40G0ZelxfjowH_9HLJGiU6UgBeFP8PFJ8QkywRKGUsupQel0WEc73kurlxc2xD0v5nMJnqs_q0rpvdzwaXQGnvr_b2InB2Kv3Dlafd47hLJJX6XMOux7xEhgWCLgDix1FNKp-66ta-v1s5vxVZ6dzKUnUBnpy7gcRiX1-Kvk9pBCGwq2kwcw1ak1f8m_jAQr9c3pONfQ6l4zwuebF9KJGvKoIGCicIhygSVqwQuAIRT9pnGWG3b6ByrUJlkFKg=w1428-h1438-no?.jpg" alt="Himmlers Fluchtweg 1945"><figcaption id="caption-flechtwerkscheune2" class="wp-caption-text">Himmlers letzte Tage 1945</br><small>Quellen <a href='https://www.shz.de/nachrichten/meldungen/zivilkleidung-augenklappe-neuer-name-doch-fuer-himmler-gab-es-kein-entrinnen-id9703421.html'>shz.de</a> und <a href='http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/chronik-von-osterholz-scharmbeck/'>Menkhoff</a> - Basiskarte <a href='http://www.openstreetmap.org/'>openstreetmap</a></small></figcaption></figure>Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht am 8. Mai verschwanden über Nacht sämtliche SS-Uniformen aus dem Straßenbild Flensburgs. Und aus Heinrich Himmler wurde am 9. Mai der Feldwebel Heinrich Hitzinger, der sich am 11. Mai in der Uniform eines Unterscharführers der Geheimen Feldpolizei auf den Weg nach Süden machte. Zur Tarnung trug er jetzt zeitweise eine Augenklappe statt seiner Brille, übernachtet wurde jetzt in Scheunen, Bahnhöfen und im Freien.</p>
<p>Die Flucht führte nach Dithmarschen zum Adolf-Hitler-Koog (heute Dieksanderkoog), dessen Bewohner ihn jedoch weggeschickt haben sollen. Von Friedrichskoog brachte ihn Fischer Willi Plett am 15. oder 16. Mai mit seinem Kutter über die Elbe nach Neuhaus, pro Person sollen dafür je nach Zeugenaussage 500 bis 1000 Reichsmark gezahlt worden sein. </p>
<p>Zu Fuß ging die Flucht weiter, die Tage zwischen dem 15./16. und dem 21. Mai blieben lange Zeit im Dunkeln. Auch der Aufenthalt in Pennigbüttel ist erst viele Jahre später an die Öffentlichkeit gekommen. Am 21., 22. oder 23. Mai jedenfalls (widersprüchliche Angaben, vgl. <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40952587.html">Spiegel</a>) wurde er mit zwei Begleitern in Meinstedt unweit von Bremervörde festgenommen. Dort war der schmächtige Mann mit Augenklappe und abgerissener Uniform bei einer Personenkontrolle durch befreite russische Kriegsgefangene oder britische Militärpolizisten (unterschiedliche Angaben) wegen seines zu neu erscheinenden Ausweises aufgefallen. Zur Klärung seiner Identität wurde er nach Lüneburg gebracht, wo er am 23. Mai 1945 im Verhörzimmer durch Suizid mit einer in einer Zahnlücke im Unterkiefer versteckten Zyankalikapsel starb. Sein Leichnam wurde sofort danach an einem unbekannten und  nicht gekennzeichneten Platz begraben.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/flechtwerkscheune-in-der-museumsanlage/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Buch: Worpswede im Dritten Reich</title>
		<link>https://www.teufelsmoor.eu/geschichte/buch-worpswede-im-dritten-reich/</link>
					<comments>https://www.teufelsmoor.eu/geschichte/buch-worpswede-im-dritten-reich/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Mar 2012 17:18:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalsozialsmus]]></category>
		<category><![CDATA[Worpswede]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.teufelsmoor.eu/?p=6232</guid>

					<description><![CDATA[Ferdinand Krogmann &#8222;Worpswede im Dritten Reich 1933-1945&#8220; 1. Aufl. 2011, Donat-Verlag Hardcover, 304 S. , € 19.80 Krogmann (*1948) ist ehemaliger Geschichts- und Politiklehrer und schied 1994 aus dem Schuldienst aus. Ende der 1990er-Jahre kam er als &#8222;Auswärtiger&#8220; nach Worpswede, wo er sich über viele Jahre intensiv mit der Geschichte des Ortes und seiner teils &#8230; <p class="link-more"><a href="https://www.teufelsmoor.eu/geschichte/buch-worpswede-im-dritten-reich/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Buch: Worpswede im Dritten Reich“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ferdinand Krogmann<br />
<strong>&#8222;Worpswede im Dritten Reich 1933-1945&#8220;</strong><br />
1. Aufl. 2011, <a href="http://www.donat-verlag.de/buch-detail.php?buchid=270&#038;katid=6">Donat-Verlag</a><br />
Hardcover, 304 S. , € 19.80</p>
<p>Krogmann (*1948) ist ehemaliger Geschichts- und Politiklehrer und schied 1994 aus dem Schuldienst aus. Ende der 1990er-Jahre kam er als &#8222;Auswärtiger&#8220; nach Worpswede, wo er sich über viele Jahre intensiv mit der Geschichte des Ortes und seiner teils prominenten Bewohner insbesondere während des Nationalsozialismus befasste. Seit 2007 lebt er in Vegesack. <small>(Quellen: <a href="http://www.ferdinandkrogmann.de/index.php">Webseite Krogmann</a> und <a href="http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2006/05/17/a0274">taz 2006</a>)</small> <em>&#8222;Worpswede im Dritten Reich 1933-1945&#8220;</em> ist sein jüngstes und nicht nur in Worpswede umstrittenes Buch, das diesem Thema gewidmet ist. </p>
<h5>Meinungen dazu</h5>
<p>Sehr informative Interviews mit dem Autor führten Christian Palm (<a href="http://www.weser-kurier.de/Artikel/Region/DIE-NORDDEUTSCHE/539265/Hitler-und-die-Heimatkunst.html">Weserkurier 21.2.2012</a>)</p>
<blockquote><p><em>Palm:</em> Ihre Hauptquelle für die Forschungen waren die historischen Jahrgänge der Lokalzeitung. Wie wahrscheinlich ist es, darin auf der Suche nach Widerständlern fündig zu werden?<br />
<em>Krogmann:</em> Wo es Widerstand gab, wurde auch in den staatstreuen Medien darüber berichtet. Auch die &#8222;Wümme-Zeitung&#8220; hätte über den Widerstand berichtet, wenn es ihn wirklich gegeben hätte. Da bin ich mir sicher.</p></blockquote>
<p>und Lars Fischer (<a href="http://www.weser-kurier.de/Artikel/Region/WUeMME-ZEITUNG/516202/%22Viele-Kuenstler-waren-in-der-NSDAP%22.html">Weserkurier 14.01.2012</a>).</p>
<blockquote><p><em>Fischer:</em>Es gibt keine Belege für Widerstand oder zumindest &#8222;zivilen Ungehorsam&#8220;?<br />
<em>Krogmann:</em> Nein, auch im Bundesarchiv finden Sie nichts zum Thema Widerstand in Worpswede. Gefunden habe ich noch eine Angelegenheit, die bezog sich auf den Maler Bernhard Huys. Der soll verbotenerweise &#8222;Feindsender&#8220; gehört haben, ist aufgeflogen und wurde verhaftet. Daraufhin hat sich Fritz Mackensen bei Gauleiter Otto Telschow für Huys eingesetzt. In einem Brief haben Mackensen und Waldemar Augustiny versucht, ihn da rauszupauken, indem sie ihn als harmlosen, national denkenden Menschen beschreiben. </p></blockquote>
<p>In diesem Zusammenhang bedenkenswert: <a href="http://www.gelderblom-hameln.de/zuchthaus/nszeit/sonderstrafrecht/huys.html">Bernhard Huys</a>.<br />
Arn Strohmeyer im <a href="http://www.schattenblick.de/infopool/buch/meinung/bumeb029.html">Schattenblick</a>:</p>
<blockquote><p>Krogmann weist in unendlicher und fast schon quälender Fülle nach. wie sehr die Künstlerschaft des Ortes dem Nationalsozialismus erlag und wie sie und ihre Verteidiger Mythen und Legenden schaffen mussten, um sich zu rechtfertigen, als der braune Spuk vorbei war. </p></blockquote>
<p>Ralf Rospeck in <a href="http://www.marktplatz-osterholz.de/Aktuelles.40.0.html?&#038;tx_ttnews%5Btt_news%5D=419&#038;cHash=0b27a3a2a0d4c73c729a4af567c57f3d">marktplatz-osterholz.de</a>:</p>
<blockquote><p>Ferdinand Krogmanns Buch ist schwer, ja, mitunter regelrecht langweilig zu lesen, was er auch  selber zugibt. Das ist seiner peniblen Fleißarbeit zuzuschreiben, alle genannten Fakten mit Quellen, Daten und Zitaten zu versehen. Ein bisschen erschlägt diese Informationsflut. Doch darin sieht Krogmann auch ein großes Plus. „Ich kann alle meine Behauptungen belegen. Meine Kritiker sparen sich das leider meistens und antworten lieber mit persönlichen Beleidigungen.“</p></blockquote>
<h5>Verlagstext:</h5>
<blockquote><p>Auch in Worpswede, der wohl bekanntesten deutschen Künstlerkolonie, saßen die Nationalsozialisten fest im Sattel. Ortsgruppenleiter Ferdinand Stolte tat mit den über 300 Parteigenossen alles, „damit man in der Welt einmal von dem neuen, dem nationalsozialistischen Worpswede“ spricht. Wie es sich präsentierte und die Künstler bei seiner Gestaltung mithalfen, ist ebenso zentrales Thema des Buches wie die Pläne des Propagandaministeriums und der Gauleitung von Ost-Hannover, Worpswede zum Kulturzentrum des gesamten niederdeutschen Raumes sowie zum Mittelpunkt niederdeutscher Heimatkunst auszubauen.<br />
Der Autor hat neben den Archiven die wichtigsten Presseorgane ausgewertet und die Rolle von Worpsweder Künstlern und Schriftstellern ebenso beachtet wie die der Handwerker, Bauern, Gewerbetreibenden, Händler, Lehrer, Pastoren, Frauen sowie der Verbände und Vereine. Persönlichkeiten aus anderen Orten sind ebenfalls einbezogen, sofern sie mit Worpswede oder mit dort lebenden Künstlern eng verbunden waren. Zahlreiche Abbildungen dokumentieren, wie sich Worpswede mit dem „Leben unter dem Hakenkreuz“ einrichtete, was man sich von ihm erhoffte und wie man sich von ihm leiten ließ. Dabei sind vor allem jene Bekanntgaben, Bilder und Ankündigungen berücksichtigt, die zeigen, wie vielfältig der Alltag und für jedermann sichtbar von NS-Vorstellungen durchsetzt gewesen ist.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.teufelsmoor.eu/geschichte/buch-worpswede-im-dritten-reich/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
