Corona-Wasserstand Landkreis Osterholz 24.11.2020

Corona-Zahlen Landkreis Osterholz
Neuinfektionen im Landkreis Osterholz (Quelle: NLGA 24. Nov. 2020 09:00 Uhr - Vorsicht: Meldeverzug)

2 Neu-Meldungen heute, beide für den gestrigen Montag. Inzidenzwert (heute 95.7) und 7-Tage-Mittel (15,6) fallen nochmals leicht, unverändert der niedrigste Stand seit dem 4. November.

Jetzt ist die Inzidenz auch auf Basis der in der Regel ein Tag nachhängenden RKI-Daten in (fast) allen Altersgruppen gefallen. Bei den >60-Jährigen auf 100 (-8), bei den 35-59-Jährigen auf 124 (-5), bei den 15-34-Jährigen auf 123 (-9). Kinder im Alter von 0-14 Jahren bleiben bei 70 (&plusmin;0).

Aktive Corona-Infektionen Landkreis Osterholz
Aktive Infektionen im Landkreis Osterholz (Quelle: Landkreis Osterholz zuletzt 24. Nov. 2020 11:05 Uhr)
Die Zahl der aktiven Infektionen ist auf 165 (-7) leicht zurückgegangen. Osterholz-Scharmbeck bleibt mit 98 (-2) aktiven Fällen (3,2/1.000 Einw.) Hot-Spot.

2.084 (±0) Personen sind wegen Kontaktes zu einem Infizierten (Kontaktperson Kategorie 1) in häuslicher Quarantäne.

Corona-Wasserstand Landkreis Osterholz 23.11.2020

Corona-Zahlen Landkreis Osterholz
Neuinfektionen im Landkreis Osterholz (Quelle: NLGA 23. Nov. 2020 09:00 Uhr - Vorsicht: Meldeverzug)

2 Neu-Meldungen heute, beide für den gestrigen Sonntag. Inzidenzwert (heute 100,9) und 7-Tage-Mittel (16,4) fallen nochmals leicht, beide auf dem niedrigsten Stand seit dem 4. November.

Auf Basis der in der Regel ein Tag nachhängenden RKI-Daten ist die Inzidenz noch in allen Altersgruppen gestiegen. Bei den >60-Jährigen auf 108 (+8), bei den 35-59-Jährigen auf 129 (+10), bei den 15-34-Jährigen auf 132 (+4) und bei Kindern im Alter von 0-14 Jahren auf 70 (+26).

Aktive Corona-Infektionen Landkreis Osterholz
Aktive Infektionen im Landkreis Osterholz (Quelle: Landkreis Osterholz zuletzt 23. Nov. 2020 11:00 Uhr)
Die Zahl der aktiven Infektionen ist über das Wochenende landkreisweit um 71 Fälle zurückgegangen. Osterholz-Scharmbeck bleibt mit 100 (-16) aktiven Fällen (3,3/1.000 Einw.) Hot-Spot, in fast alle übrigen Gemeinden hat sich die Zahl aktiv Infizierter mehr oder weniger halbiert. 6 Covid-Infizierte (-2) werden stationär behandelt.

2.084 (-139) Personen sind wegen Kontaktes zu einem Infizierten (Kontaktperson Kategorie 1) in häuslicher Quarantäne.

Corona-Wasserstand Landkreis Osterholz 22.11.2020

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Neuinfektionen im Landkreis Osterholz (Quelle: NLGA 22. Nov. 2020 09:00 Uhr - Vorsicht: Meldeverzug)

15 Neu-Meldungen heute, 12 für den gestrigen Samstag, 2 für Freitag und 1 für Donnerstag. Inzidenzwert (heute 103,6) und 7-Tage-Mittel (16,7) gehen erneut leicht zurück. Beide Werte sind damit auf dem niedrigsten Stand seit dem 5. November, der Abwärtstrend bleibt intakt.

Bei den >60-Jährigen ist die Inzidenz 100 (-6) erfreulicherweise leicht gefallen, ebenso bei den 35-59-Jährigen mit 119 (-15) und Kindern im Alter von 0-14 Jahren mit 44 (-13). Bei den 15-34-Jährigen stieg sie leicht an auf 128 (+5).

Corona-Wasserstand Landkreis Osterholz 21.11.2020

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Neuinfektionen im Landkreis Osterholz (Quelle: NLGA 21. Nov. 2020 09:00 Uhr - Vorsicht: Meldeverzug)

19 Neu-Meldungen heute, 14 für den gestrigen Freitag, 4 für Donnerstag, 2 für Mittwoch (dafür -1 Korrektur für Montag). Inzidenzwert (heute 113,2) und 7-Tage-Mittel (18,4) gehen erneut leicht zurück, der Abwärtstrend bleibt intakt. Die Zahl der Covid-Todesfälle hat sich auf 4 (+1) erhöht, ein zweiter Bewohner der betroffenen Pflegeeinrichtung in Osterholz-Scharmbeck ist im Alter von 78 Jahren verstorben.

Bei den >60-Jährigen ist die Inzidenz nochmals auf jetzt 106 (+9) gestiegen, bei den 35-59-Jährigen mit 134 (±0) unverändert. Bei den 15-34-Jährigen fiel sie weiter auf 123 (-14), bei Kindern 0-14 Jahre stieg sie auf 57 (+32).

Corona-Wasserstand Landkreis Osterholz 20.11.2020

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Neuinfektionen im Landkreis Osterholz (Quelle: NLGA 20. Nov. 2020 09:00 Uhr - Vorsicht: Meldeverzug)

Wenig Neues heute … die Zahlen: 22 Neu-Meldungen heute, alle für den gestrigen Donnerstag. Damit gehen Inzidenzwert (heute 113,2) und 7-Tage-Mittel (18,4) leicht zurück und der Abwärtstrend bleibt intakt. Bei den >60-Jährigen ist die Inzidenz weiter auf 97 (+23) gestiegen, bei den 35-59-Jährigen auf 134 (+42). Bei den Jüngeren fiel sie weiter: für 15-34 Jahre auf 137 (-9), für Kinder 0-14 Jahre auf 25 (-19).

Aktive Corona-Infektionen Landkreis Osterholz
Aktive Infektionen im Landkreis Osterholz (Quelle: Landkreis Osterholz zuletzt 20. Nov. 2020 11:00 Uhr)
Osterholz-Scharmbeck bleibt mit 116 (+5) aktiven Fällen (3,8/1.000 Einw.) der Hot-Spot im Landkreis. Mit landkreisweit 243 aktiv Infizierten (+4) haben wir erneut einen Höchststand zu verzeichnen, 8 von ihnen (±0) werden stationär behandelt.

2.223 (+271) Personen sind wegen Kontaktes zu einem Infizierten (Kontaktperson Kategorie 1) in häuslicher Quarantäne.

Corona-Wasserstand Landkreis Osterholz 19.11.2020

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Neuinfektionen im Landkreis Osterholz (Quelle: NLGA 19. Nov. 2020 09:00 Uhr - Vorsicht: Meldeverzug)

Leider keine guten Nachrichten heute. Auf den ersten Blick scheinen die Zahlen zwar im Trend zu liegen, die Details aber geben Anlass zur Sorge. Von den 26 Neu-Meldungen heute betreffen 19 den gestrigen Mittwoch, zwei den Dienstag, zwei den Montag, eine den Sonntag, eine den Freitag letzter Woche und eine den 6. Nov.(!). Damit gehen Inzidenzwert (heute 115,9) und 7-Tage-Mittel (18,9) leicht zurück und der Abwärtstrend bleibt intakt. Leider sind die Neuinfektionen jetzt aber fast ausschließlich bei älteren Mitbürgern aufgetreten, die Inzidenz bei >60-Jährigen hat sich auf 74 (+40) sprunghaft mehr als verdoppelt, während sie bei allen jüngeren Landkreisbewohnern deutlich zurückgegangen ist: 35-59-Jähre 92 (-44), 15-34 Jahre 146 (-50) und 0-14 Jahre 44 (-26). Ursache ist ein großes Infektions-Cluster in einer Osterholz-Scharmbecker Pflegeeinrichtung, wo allein in einer Wohngruppe mittlerweile 27 Bewohner infiziert sind.

Aktive Corona-Infektionen Landkreis Osterholz
Aktive Infektionen im Landkreis Osterholz (Quelle: Landkreis Osterholz zuletzt 19. Nov. 2020 13:15 Uhr)
Damit entwickelt sich Osterholz-Scharmbeck mit derzeit 111 aktiven Fällen zum Landkreis-Hot-Spot und liegt nach vielen Monaten der Beschaulichkeit mit 3,7 aktiv Infizierten/1.000 Einw. jetzt leider voll im Bundestrend (zum Vergleich: Deutschland 3,4 -Bremen 3,9 – Nds. 2,5). Mit 239 aktiven Fällen (+11) haben wir den bisherigen Höchststand zu verzeichnen, 8 von ihnen (±0) werden stationär behandelt.

1.952 (±0) Personen sind wegen Kontaktes zu einem Infizierten (Kontaktperson Kategorie 1) in häuslicher Quarantäne.

Corona-Wasserstand Landkreis Osterholz 18.11.2020

Corona-Zahlen Landkreis Osterholz
Neuinfektionen im Landkreis Osterholz (Quelle: NLGA 18. Nov. 2020 09:00 Uhr - Vorsicht: Meldeverzug)

Heute 26 Meldungen über Corona-Neuinfektionen (zwei für heute, 26 für den gestrigen Dienstag, zwei für Montag, dafür 4 weniger für Samstag). Inzidenzwert (heute 112,4) und 7-Tage-Mittel (18,3) steigen zwar leicht an, der Abwärtstrend bleibt aber intakt.

Aktive Corona-Infektionen Landkreis Osterholz
Aktive Infektionen im Landkreis Osterholz (Quelle: Landkreis Osterholz zuletzt 18. Nov. 2020 11:40 Uhr)
Als aktuell infiziert gelten 228 Personen (+19), davon werden 8 stationär behandelt (+1). Die Zahl der als aktiv infiziert Geltenden ist außer in Ritterhude in allen Gemeinden recht deutlich zurück gegangen.

Containment Center Osterholz-Scharmbeck
Containment Center unweit des Bahnhofs
1.952 (-105) Personen sind wegen Kontaktes zu einem Infizierten (Kontaktperson Kategorie 1) in häuslicher Quarantäne.

Um Infektionsketten möglichst frühzeitig zu unterbrechen, bietet der Landkreis weniger engen Kontaktpersonen (Kategorie 2) aus Corona-betroffenen Schulen, Kitas und Pflegeeinrichtungen seit einigen Tagen kostenlose freiwillige Schnelltests an. Dabei kommen die neuen Antigen-Tests zur Anwendung, die innerhalb von 15 Minuten ein Ergebnis liefern. Diese Abstriche werden von Mitarbeitern des Gesundheitsamtes im neuen Containment Center in Bahnhofsnähe nur nach Terminvergabe vorgenommen.

Inzidenzwerte in den verschiedenen Altersgruppen nach den heutigen RKI-Meldedaten, die in der Regel den Stand des Vortages abbilden: Landkreisbewohner 60+ Jahre 34 (-3), 35-59 Jahre 136 (-7), 15-34 Jahre 196 (-23) und 0-14 Jahre 70 (-12).

Corona-Wasserstand Landkreis Osterholz 17.11.2020

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Neuinfektionen im Landkreis Osterholz (Quelle: NLGA 17. Nov. 2020 09:00 Uhr - Vorsicht: Meldeverzug)

Heute erneut nur 5 Meldungen über Corona-Neuinfektionen (vier für den gestrigen Montag und eine Nachmeldung für Sonntag), einstellige Zahlen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen gab es zuletzt am 26./27.10.. Der Inzidenzwert im Landkreis Osterholz sinkt auf 104,5, den niedrigsten Wert seit dem 5.11.. Die heutige NLGA-Statistik korrigiert auch die Anzahl der Covid-19-Todesfälle auf 3 (-1) und entspricht damit wieder der des Landkreises.

Aktive Corona-Infektionen Landkreis Osterholz
Aktive Infektionen im Landkreis Osterholz (Quelle: Landkreis Osterholz zuletzt 17. Nov. 2020 11:50 Uhr)
Als aktuell infiziert gelten 209 Personen (-28), davon werden 7 derzeit stationär behandelt (-1). Die Zahl der als aktiv infiziert Geltenden ist außer in Ritterhude in allen Gemeinden recht deutlich zurück gegangen.

2.057 (+40) Personen sind wegen Kontaktes zu einem Infizierten (Kontaktperson Kategorie 1) in häuslicher Quarantäne.

Inzidenzwerte in den verschiedenen Altersgruppen nach den heutigen RKI-Meldedaten: Landkreisbewohner 60+ Jahre 37 (-9), 35-59 Jahre 143 (-8), 15-34 Jahre 219 (-9) und 0-14 Jahre 82 (-7).

Corona-Wasserstand Landkreis Osterholz 16.11.2020

Corona-Zahlen Landkreis Osterholz
Neuinfektionen im Landkreis Osterholz (Quelle: NLGA 16. Nov. 2020 09:00 Uhr - Vorsicht: Meldeverzug)

Heute 5 Neumeldungen, davon drei für den gestrigen Sonntag und zwei Nachmeldungen für Samstag. Damit sinkt der Inzidenzwert im Landkreis Osterholz auf jetzt wieder 111,5, den niedrigsten Wert seit dem 6.11.. Die heutige NLGA-Statistik weist bei Landkreis-Bewohnern insgesamt 4 Todesfälle mit Covid-19 aus (+2), die heutige Landkreis-Statistik hingegen 3.

Aktive Corona-Infektionen Landkreis Osterholz
Aktive Infektionen im Landkreis Osterholz (Quelle: Landkreis Osterholz zuletzt 16. Nov. 2020 12:00 Uhr)
Als aktuell infiziert gelten 237 Personen (+11), davon werden 8 derzeit stationär behandelt (+1). Die Neuinfektionen seit Freitag betrafen besonders Osterholz-Scharmbeck und Hambergen, am günstigsten bleibt die Lage in Worpswede.

2.017 (+301 seit Freitag) Personen sind wegen Kontaktes zu einem Infizierten (Kontaktperson Kategorie 1) in häuslicher Quarantäne.

Inzidenzwerte in den verschiedenen Altersgruppen nach den heutigen RKI-Meldedaten: Landkreisbewohner 60+ Jahre 46 (+3), 35-59 Jahre 151 (+5), 15-34 Jahre 228 (+14) und 0-14 Jahre 89 (±0).

Fluvoxamine bei Covid-19

Fluvoxamin
Fluvoxamin ist ein Antidepressivum
Das Antidepressivum Fluvoxamin hat in einer randomisierten plazebokontrollierten Studie der Washington University in St. Louis, Missouri einen signifikanten Vorteil für Patienten mit Covid-19 im Frühstadium gezeigt. Auf Grund der kleinen Fallzahl und der nur kurzen Nachbeobachtung von 15 Tagen kann damit noch keine Therapieempfehlung begründet werden, das Ergebnis soll in einer größeren Studie überprüft werden.

Fluvoxamin ist ein sog. selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) und wird zur Behandlung von Zwangsstörungen, Angststörungen und Depressionen eingesetzt. Im Gegensatz zu anderen SSRI interagiert Fluvoxamin stark mit dem Sigma-1-Rezeptor (S1R), einem Protein, dass auch bei der Regulation der Entzündungsreaktion des Körpers mitwirkt. In früheren Studien an Mäusen hatte Fluvoxamine bei Sepsis zu geringeren Schäden durch die Entzündungsreaktion geführt.

Lenze EJ et al.: Fluvoxamine vs Placebo and Clinical Deterioration in Outpatients With Symptomatic COVID-19.
A Randomized Clinical Trial. JAMA. Published online November 12, 2020.
doi:10.1001/jama.2020.22760

Von April bis August 2020 wurden insgesamt 152 ambulant behandelte Patienten mit Covid-19 und einer Sauerstoffsättigung von ≥92 % bis max. 7 Tage nach Symptombeginn eingeschlossen. 80 von ihnen erhielten 100 mg Fluvoxamine 3 x tgl. für 15 Tage, 72 ein Plazebo. Primärer Studienendpunkt war eine klinische Verschlechterung innerhalb von 15 Tagen, definiert als Kombination aus (1) Luftnot oder Klinikaufnahme wegen Luftnot oder Pneumonie und (2) O2-Sättigung <92 % (Raumluft) oder O2-Bedarf zum Errichen einer O2-Sättigung von ≥92 %.

Diesen Endpunkt erreichten 0 von 80 Patienten unter Fluvoxamin und 6 von 72 Patienten unter Plazebo (p=.009). In der Fluvoxamine-Gruppe traten 1 schweres und 11 andere unerwünschte Ereignise auf, in der Plazebo-Gruppe 6 schwere und 12 andere.

Corona-Wasserstand Landkreis Osterholz 14.11.2020

Corona-Zahlen Landkreis Osterholz
Neuinfektionen im Landkreis Osterholz (Quelle: NLGA 14. Nov. 2020 09:00 Uhr - Vorsicht: Meldeverzug)

23 Neumeldungen heute morgen: 15 für den gestrigen Freitag, acht Nachmeldungen für Donnerstag. Damit fällt der Inzidenzwert im Landkreis Osterholz leicht auf jetzt 114,1.

Wer den gestern gemeldeten Inzidenzwert von 109,7 noch im Kopf hat, wird im ersten Moment an einen Irrtum denken. Bei korrekter Zuordnung der Nachmeldungen lag der Wert gestern rückblickend aber bei 116,7, somit also tatsächlich heute eine leichte Besserung. Weiterhin noch kein eindeutiger Trend, aber: Inzidenzwert und 7-Tage-Mittel auf dem niedrigsten Stand seit dem 8.11.. Kurioses am Rande: Heute gab es eine Korrektur sowohl für den 8.11. (von 15 auf 14 Neuinfektionen) als auch für den 5.11. (von 32 auf 33).

Aktuelle Informationen zur Zahl der aktiven Infektionen, die Verteilung auf die einzelnen Gemeinden und die Zahl der Personen in Quarantäne liegen am Wochenende nicht vor. Dafür heute ein paar Zahlen zur Altersverteilung:

Nach den heutigen RKI-Meldedaten, die jenen des NLGA in der Regel einen Tag nachhängen, haben wir im Landkreis derzeit eine eher günstige Verteilung. Bei Landkreisbewohnern 60+ liegt der Inzidenzwert bei 43 (Nds.: 65, HB 93), im Alter von 35-59 Jahren bei 129 (Nds.: 112, HB 166), bei den 15-34-Jährigen bei 210 (Nds. 154, HB 234) und bei Kindern von 0-14 Jahren bei 82 (Nds. 87, HB 116).

Corona-Wasserstand Landkreis Osterholz 13.11.2020

Corona-Zahlen Landkreis Osterholz
Neuinfektionen im Landkreis Osterholz (Quelle: NLGA 13. Nov. 2020 09:00 Uhr - Vorsicht: Meldeverzug)

18 Neumeldungen heute morgen: 17 für Donnerstag, eine Nachmeldung für Mittwoch. Damit fällt der Inzidenzwert im Landkreis Osterholz leicht auf jetzt 109,7. Ein eindeutiger Trend ist nach wie vor nicht feststellbar, aber: Inzidenzwert und 7-Tage-Mittel sind auf dem niedrigsten Stand seit dem 6.11..

Aktive Corona-Infektionen Landkreis Osterholz
Aktive Infektionen im Landkreis Osterholz (Quelle: Landkreis Osterholz 6.-13. Nov. 2020 11:00 Uhr)
Als aktuell infiziert gelten 226 Personen (-5), davon werden 7 derzeit stationär behandelt. In Relation zur Bevölkerung hat sich die Lage in Grasberg mit 3,3 pro 1.000 Einw. deutlich verschlechtert, in Osterholz-Scharmbeck und Ritterhude hat sie sich leicht entspannt. Am günstigsten bleibt sie in Worpswede.

1.716 (+19) Personen sind wegen Kontaktes zu einem Infizierten (Kontaktperson Kategorie 1) in häuslicher Quarantäne.

Corona-Wasserstand Landkreis Osterholz 12.11.2020

Corona-Zahlen Landkreis Osterholz
Neuinfektionen im Landkreis Osterolz (Quelle: NLGA 12. Nov. 2020 09:00 Uhr - Vorsicht: Meldeverzug)

26 Neumeldungen heute morgen: 22 für Mittwoch, zwei Nachmeldungen für Dienstag, eine für Montag und eine für den 28.10. (!!). Damit steigt der Inzidenzwert im Landkreis Osterholz leicht auf jetzt 122,9.

Als aktuell infiziert gelten 231 Personen (+21), davon werden 7 derzeit stationär behandelt. In Relation zur Bevölkerung liegen Grasberg und Schwanewede mit 2,5 pro 1.000 Einw. an der Spitze, dicht gefolgt von Osterholz-Scharmbeck und Ritterhude. Am günstigsten ist die Lage in Worpswede.

Gemeinde Aktive Infektionen (geschätzt)
6.11. 9.11. 10.11. 11.11. 12.11. aktuell pro
1.000 Einw.
Grasberg 21 21 20 20 20 2,5
Hambergen 10 11 10 12 13 1,1
Lilienthal 34 32 33 31 38 1,9
Osterholz-Scharmbeck 51 65 64 63 71 2,3
Ritterhude 36 32 30 31 34 2,3
Schwanewede 45 55 50 49 51 2,5
Worpswede 4 5 5 4 4 0,4
Summe 201 221 212 210 231 2,0

1.697 (+109) Personen sind wegen Kontaktes zu einem Infizierten (Kontaktperson Kategorie 1) in häuslicher Quarantäne.

Corona-Wasserstand Landkreis Osterholz 11.11.2020

Corona-Zahlen Landkreis Osterholz
Neuinfektionen im Landkreis Osterolz (Quelle: NLGA 11. Nov. 2020 09:00 Uhr - Vorsicht: Meldeverzug)

Mit 14 neuen Fällen (13 für den gestrigen Dienstag, 1 Nachmeldung für Montag) fällt der Inzidenzwert im Landkreis Osterholz den zweiten Tag in Folge auf jetzt 119,4.

Gemeinde Aktive Infektionen (geschätzt)
6.11. 9.11. 10.11. 11.11.
Grasberg 21 21 20 20
Hambergen 10 11 10 12
Lilienthal 34 32 33 31
Osterholz-Scharmbeck 51 65 64 63
Ritterhude 36 32 30 31
Schwanewede 45 55 50 49
Worpswede 4 5 5 4
Summe 201 221 212 210

8 der ca. 210 aktiv Infizierten sind in stationärer Behandlung. 1.588 (+105) Personen sind wegen Kontaktes zu einem Infizierten (Kontaktperson Kategorie 1) in häuslicher Quarantäne.

Corona-Wasserstand Landkreis Osterholz 09.11.2020

Corona-Zahlen Landkreis Osterholz
Neuinfektionen im Landkreis Osterolz (Quelle: NLGA 08. Nov. 2020 09:00 Uhr - Vorsicht: Meldeverzug)

Es kam wie es kommen musste: Der scheinbare Rückgang der Zahlen am gestrigen Sonntagmorgen war leider nur auf die am Wochenende ausbleibenden Meldungen zurückzuführen. Mit den heute auf einen Schlag nachgemeldeten 41 Fällen (jeweils einer vom Donnerstag und Freitag, 25 vom Samstag und 14 vom Sonntag) steigt der Inzidenzwert auf den neuen Höchststand von 128,2.

Als aktuell infiziert gelten jetzt 221. Diese Zahl kann nur geschätzt werden, da das Ende der Infektiösität nicht gemeldet wird.

Gemeinde Aktive Infektionen
6.11. 9.11.
Grasberg 21 21
Hambergen 10 11
Lilienthal 34 32
Osterholz-Scharmbeck 51 65
Ritterhude 36 32
Schwanewede 45 55
Worpswede 4 5
Summe 201 221

Aktuell befinden sich lt. Gesundheitsamt 1.306 Personen wegen Kontaktes zu einem Infizierten (Kontaktperson Kategorie 1) in häuslicher Quarantäne.

Corona-Faktencheck: mehr Fälle nur wegen mehr Tests?

Seit Wochen haben wir wieder steigende Fallzahlen. Selbsternannte Gegner der vermeintlichen Corona-Diktatur behaupten, dies sei lediglich auf die höhere Anzahl von Corona-Tests zurückzuführen. Und viele Nachplapperer verbreiten das munter, ohne sich lange mit den Fakten abzumühen.

Corona-Tests Deutschland
Corona-Tests in Deutschland (Quelle: RKI-Lagebericht 12.8.20 und eigene Berechnung).

Dabei sind diese Fakten unmissverständlich:

JA, die Anzahl an Corona-Tests ist gestiegen (s. graue Balken in der Grafik). In den letzten fünf Wochen von 505.518 auf 672.171 nach den Zahlen des RKI.

UND NEIN, der Zuwachs an neuen Corona-Fällen (rote Balken) von 3.080 auf 6.909 wöchentlich ist dadurch keineswegs erklärt. Die gelbe Linie „fiktiver Fälle“ zeigt, was mit dem höheren Testaufkommen erklärbar wäre. In der vergangenen Woche wären das 4.033 positive Tests gewesen, tatsächlich aber waren es 6.909.

Corona-Faktencheck: Contact-Tracing in Japan

Japan soll das neue Schlaraffenland für Corona-Strategen im Kampf gegen die „2. Welle“ sein, die angesichts langsam steigender Zahlen zu drohen scheint. Anfang August meldete sich der von mir hochgeschätzte Charité-Virologe Drosten mit einem Gast-Kommentar bei Zeit-online aus dem Urlaub zurück, der solches nahezulegen scheint.

Es hilft ein Blick nach Japan. … Statt viel und ungezielt zu testen, hat Japan früh darauf gesetzt, Übertragungscluster zu unterbinden. … Die gezielte Eindämmung von Clustern ist anscheinend wichtiger als das Auffinden von Einzelfällen durch breite Testung.

Ich plädiere nun dafür, im Fall der Überlastung nur (oder zumindest vor allem) dann mit behördlichen Maßnahmen auf einen positiven Test zu reagieren, wenn er von einem möglichen Clustermitglied stammt. Die vielen Tests, die die Politik derzeit vorbereitet, werden bald öfter positiv ausfallen und die Gesundheitsämter dann überfordern – schließlich kann man das Virus ja nicht wegtesten, man muss auf positive Tests auch reagieren.

Hier gilt: Der Blick zurück ist wichtiger als der Blick nach vorn. Denn Infektionsfälle werden meist erst mehrere Tage nach dem Auftreten von Symptomen erkannt. Das Gesundheitsamt muss zurückblicken: War der Patient in einem Großraumbüro tätig, feierte er mit Verwandten, während er wirklich infektiös war, also etwa seit Tag zwei vor Symptombeginn? Noch wichtiger: Wo könnte sich der Patient eine Woche vor dem Auftreten der Symptome infiziert haben – könnte das in einem Cluster geschehen sein? Jeder Bürger sollte in diesem Winter ein Kontakt-Tagebuch führen.
(Quelle: Drosten C: Zweite Corona-Welle: Ein Plan für den Herbst. Zeit online 5.8.2020)

Hier aber irrt Drosten. Oder besser gesagt: seine Thesen stammen vermutlich aus einer Zeit (Anfang Juli in seinem Urlaub vielleicht?), als man solches noch annehmen durfte. Mittlerweile zeigen die Zahlen unmissverständlich, das ein Re-Make der Japan-Strategie kein wirklich toller Plan ist:

Corona-Tests Japan
Tgl. Fallzahl positiver SARS-Cov2-Tests in Japan
(Quelle: worldometers.info 09.08.2020)
Corona-Tests Deutschland
Tgl. Fallzahl positiver SARS-Cov2-Tests in Deutschland
(Quelle: worldometers.info 09.08.2020)

Ist mir ein Rätsel, wie man dann sowas Anfang August noch publizieren mochte …

Wissenswertes zur eigenen Meinungsbildung

Japan hat ca. 126 Mio Einw. und 469 „local public health centres“ mit mehr als 25.000 Beschäftigten. (Quelle: Saito T: Contact-tracing and peer pressure: how Japan has controlled coronavirus The Guardian 06.06.2020) Anfang August lag die Test-Häufigkeit lt. worldometers.info bei 7.790 Tests pro 1 Mio Einw..

Deutschland hat ca. 84 Mio. Einw. und knapp 400 Gesundheitsämter mit ca. 17.000 Beschäftigten, davon ca. 2.500 Ärztinnen oder Ärzte). (Quelle: BVÖGD abgerufen 09.08.2020) Die Test-Häufigkeit lag Anfang August lt. worldometers.info bei 102.500 Tests/1 Mio Einw.

Corona-Warn-App

Corona-Warn-App Logo
Quelle: RKI
Die Corona-Warn-App der Bundesregierung und des RKI ist seit dem 16. Juni 2020 verfügbar und wurde innerhalb von drei Tagen knapp 10 Mio. mal heruntergeladen. Detaillierte Informationen zur App gibt es auf der Projekt-Homepage und den einschlägigen Seiten der Bundesregierung, des RKI und bei Wikipedia.

Auch wenn der tatsächliche Nutzen der App erst in einigen Monaten bewertet werden kann, ist sie berechtigterweise mit großen Hoffnungen verbunden. Im Idealfall wird sie dazu beitragen, die Infektionszahlen auch in Zeiten zunehmender Kontakte so gering wie möglich zu halten. Gerade uns Beschäftigten im Gesundheitswesen kann sie dabei helfen, besonders gefährdete Menschen zu schützen, indem wir Infektionen frühzeitig erkennen und weitere Übertragungen vermeiden.

Funktion Corona-Warn-App
Quelle: RKI

Die Installation der App ist und bleibt ebenso freiwillig wie deren Nutzung. Die App überträgt keine personenbezogenen Daten und keine Standortdaten. Sowohl die Risikoermittlung als auch die Meldung eines positiven Corona-Befundes an die App müssen vom Nutzer ausdrücklich aktiviert werden.

Was heißt „Niedriges Risiko“

Meldung Niedriges Risiko
Der Status Niedriges Risiko bedeutet nicht, dass das Infektionsrisiko in diesem Moment gering ist. Er sagt lediglich aus, dass in den letzten 14 Tagen kein „riskanter“ Kontakt (grob gesagt: länger als 15 Minuten weniger als 1.5-2.0 m Abstand) mit einem anderen Handy bestand, dessen Besitzerin oder Besitzer positiv getestet wurde und dies auch in der App registriert hat.

Keine Berücksichtigung finden dabei Kontakte mit Menschen ohne Handy oder solchen, die die App nicht nutzen. Ebensowenig solche mit Menschen, die gar nicht getestet wurden, sei es wegen fehlender Symptome oder aus anderen Gründen.

Auch mit grün unterlegtem „Niedrigrisiko-Status“ heißt es also weiterhin wachsam sein: Abstand wahren, Mund-Nasen-Schutz in Risikosituationen, bei einschlägigen Symptomen an Covid-19 denken!

Was bedeutet „Erhöhtes Risiko“

Meldung Erhöhtes Risiko
Quelle: RKI
Die Meldung Erhöhtes Risiko sagt erstmal nur aus, dass ein „epidemiologisch relevanter“ Kontakt zu einer positiv getesteten Person bestanden haben kann. Aus Datenschutzgründen erfährt man nur das Datum dieses Kontaktes, dessen Bewertung somit nicht immer einfach ist. Die App weiß zum Beispiel nicht, ob Mund-Nasen-Schutz, FFP2-Masken oder Trennwände im Einsatz waren. Wie also damit umgehen?

Wer durch die App gewarnt wird, sollte Begegnungen vermeiden und – wenn möglich – nach Hause gehen. Per Telefon sollte dann mit Hausärztin oder Hausarzt oder dem ärztlichen Bereitschaftsdienst (Tel. 116 117) oder dem zuständigen Gesundheitsamt (für den LK Osterholz Tel. 04791 930 2900) über das weitere Vorgehen beraten werden.

Über eine Krankschreibung entscheidet der behandelnde Arzt, über die Anordnung von häuslicher Quarantäne das zuständige Gesundheitsamt jeweils nach eigener Einschätzung. Wer positiv auf Corona getestet wird, kann eine Krankschreibung erhalten und hat Anspruch auf Lohnfortzahlung. Wenn das Gesundheitsamt Quarantäne anordnet, zahlt der Arbeitgeber das Gehalt weiter und wird dafür vom Gesundheitsamt entschädigt.

Corona-Infektionswege in Japan

Furuse Y et al.: Clusters of coronavirus disease in communities, Japan, January–April 2020. Emerg Infect Dis. 2020 Sep.
doi: https://doi.org/10.3201/eid2609.202272

Y. Furuse vom Institute for Frontier Life and Medical Sciences and Hakubi Center for Advanced Research der Uni Kyoto in Japan und Co-Autoren haben 3.184 Fälle Coronavirus-Infektion in Japan analysiert und dabei 61 Cluster identifiziert, die ihren Ausgang in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, Restaurants und Bars, Arbeitsstätten und bei Musikveranstaltungen genommen haben. Sie haben dabei 22 mutmaßliche Ursprungspatienten identifiziert, die mehrheitlich 20–39 Jahre alt und zum Zeitpunkt der Virusübertragung prä- oder asymptomatisch waren.

Wer ist Corona-Risikopatient?

Viele Menschen inkl. Ärztinnen und Ärzte sind verunsichert, wer im Hinblick auf das neuen Corona-Virus als Risikopatient zu gelten hat. Die Datenlage dazu ist auch noch im Fluss, sehr hilfreich ist jetzt eine neue Studie aus unserem Nachbarland Dänemark:

heatmap covid-19-mortality
Sterberisiko für Covid-19-Patienten in %
Die für skandinavische Länder typische Vollständigkeit der erhobenen Daten und die mit Deutschland vergleichbaren Begleitumstände machen diese Studie zur bislang besten Grundlage, um das Risiko für einen tödlichen Verlauf einer Corona-Infektion abschätzen zu können. Eine aus den Studiendaten generierte Heatmap zeigt fast auf den ersten Blick recht deutlich, wer im Falle einer Infektion mit einem sehr niedrigen, einem mittleren oder gar einem hohen Sterberisiko rechnen muss.
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