Malek Samo

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Malek Samo

Der Blick sagt nicht unbedingt alles. Von wegen, dass er kein Wässerchen trüben kann. Ich habe Malek Samo jetzt bei zwei Auftritten erlebt und der Wortwitz des Schalkes in seinem Nacken ist schon bemerkenswert. Malek (Facebook-Seite) ist yezidischer Kurde, kam vor 13 Jahren als Flüchtling aus Syrien und stand mehrfach vor der Abschiebung. In seinen Songs mischt er Erlebnisse eines Migranten in urkomischer Manier mit Alltags-Szenen (nicht nur) seiner Generation. Dabei kommen dann Titel zustande wie das Kult-gewordene „Jobcenter“, oder auch „Vodafone“, „Whatsapp“, „10 Jahre hier“ und „Spielotheka“. Eine leise Ahnung davon bekommt man bei seinem Auftritt bei Bülent Ceylan (Vorsicht: Youtube-Video … nicht gerade HD).

Bülent Ceylan hat übrigens Recht, wenn er zu Malek sagt „Ich bin so froh, dass du geflüchtet bist. Weil Deutschland braucht sowas.“ Beim Willkommensfest vor zwei Wochen hat man es während seines Auftrittes gespürt: nach kaum 10 Minuten tanzten Alt und Jung sämtlicher anwesenden Hautfarben Hände-haltend über die Marktweide und hatten ihren Spaß. Ich bin auch froh, dass du da bist, Malek!

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