RSS-Reader

Google Reader
Ab Juli nur noch Geschichte ...
Google Reader am iPad
Ich bin unsicher, ob das überhaupt jemanden interessiert. Andererseits wissen viele vielleicht auch gar nicht, dass es sie interessieren könnte. Lesen Sie doch mal die ersten Zeilen und entscheiden dann …

Nützlich ist dieser Artikel für Sie, wenn Sie

  • regelmäßig RRS-Feeds lesen oder
  • häufiger die gleichen Internet-Seiten (wie diese hier) besuchen und sich immer schon gewünscht haben, deren neue Artikel automatisch und bequem am Computer, auf dem Tablet oder dem Smartphone lesen zu können. Ohne sich jedesmal von Homepage zu Homepage „durchklicken“ zu müssen.

Dafür nämlich braucht man einen RSS-Reader. Und will man „seine“ RSS-Feeds auf verschiedenen Endgeräten synchronisieren, benötigt man darüber hinaus eine zentrale Datenbank, neudeutsch: cloud. Die merkt sich, welche Webseiten man abonniert und welche Artikel man bereits gelesen hat. Idealerweise lässt sie einen die Artikel auch kategorisieren und (z.B. mit Sternchen) bewerten.

Diese Aufgabe hat bislang Google Reader erfüllt, kostenlos und werbefrei. Und eine ganze Reihe Drittanbieter haben eigene Reader drumherum gebastelt, die sich der Google-Datenbank bedienen und die RSS-Feeds optisch „aufpolieren“. Im April 2013 überraschte Google dann mit der plötzlichen Ankündigung, diesen Dienst am 30. Juni mir nichts dir nichts einzustellen.

Seither grüble ich nun immer wieder darüber nach, ob mich das nun stört oder nicht. Angeblich haben immer weniger Anwender den Dienst genutzt. Mag ja sein, dass Facebook, Google+ und Pinterest für viele den Job des RSS-Feeds übernommen haben. Mich aber nerven sie zunehmend und grad im vergangenen Jahr habe ich doch den guten, alten Google-Reader wieder sehr bevorzugt. Also habe ich mich nach Alternativen umgeschaut, nach Googles Ankündigung gab es viele Artikel über mögliche Alternativen. Keine hat mich überzeugt. Bis vor 2 Tagen …

Im Safari-Browser: feedly im 'cards view'
Feedly nämlich, bislang ein Reader mit Anbindung an die Google-Datenbank, hat jetzt seine eigene cloud in Betrieb genommen und (fast) gleichzeitig eine Browser-Oberfläche (s. Abb.) und Updates für die mobilen Apps (für iOS und Android) bereitgestellt.

Und genau so habe ich es mir gewünscht: An jedem Computer mit Internet-Zugang kann ich „meine“ Feeds ansehen, stylish im Magazin- oder „Cards“-Design oder funktionell als Überschriften-Liste. Alle meine Feeds werden synchronisiert, so dass ich am iPhone und iPad die gleiche Liste vorfinde und Feeds abspeichern oder als „gelesen“ markieren kann.

Der Wechsel von Google zu Feedly ist darüber hinaus sehr komfortabel: Einfach zur Feedly cloud und dort „Import Your Google Reader“ klicken. Es öffnet sich das Google-Login und wenige Sekunden nach dessen Beantwortung sind die bisherigen Abos übernommen.

Newsify in der Magazin-Ansicht auf dem iPad
Sehr schön ist die offene Schnittstelle der feedly-Datenbank, so dass bereits jetzt eine Reihe alternativer Reader (Reeder, Newsify, NextGen Reader, gReader, Sprout Social) verwendet werden können. Je nach persönlichem Geschmack halt.

Mir hat Newsify gut gefallen, damit lese ich am iPad und iPhone jetzt meine Feeds. Am ersten Tag gab es übrigens gelegentlich Verzögerungen beim Einlesen der abonnierten Feeds, so dass ich im Google Reader bereits Artikel vorfand, die Feedly noch nicht in der Liste hatte. Ich denke aber, dass dies bei dem aktuellen Ansturm auf alternative Techniken zur Google-Datenbank verzeihlich ist …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.