Stehnke

1868 machte sich Maurermeister Gottfried Stehnke (Koppelstr. 174, später 28) selbständig. Unklar ist, ob er identisch oder verwandt mit dem „Tagelöhner Gottfried Stehnke“ (1842-1903) war, der am 12. März 1872 in den Vorstand des Sozialdemokratischen Arbeitervereins Scharmbeck gewählt wurde.

1885 wurde der Maurermeister Gottfried Stehnke (Koppelstr. 174, später 31) beim Scharmbecker Schützenfest Vizekönig. 1886 und 1889 wurde er zum Bürgervorsteher 2. Klasse gewählt. 1887 legte er den Grundstein für den Schulneubau in Westerbeck, der von ihm ausgeführt wurde. 1890 wurde ihm auch bei der Abnahme des Schulhausneubaus in Garlstedt „tadellose Ausführung“ attestiert. 1910 übernahm er die Maurerarbeiten für den Geräteschuppen der neu zu errichtenden Kleinbahnstation. 1913 kaufte er für 2.500 Mark das Helmkensche Wohnhaus in der Koppelstr. 173. 1914 wurde er zum Obermeister der der Baugewerken-Innung gewählt. Ein Gevert Stehnke gehört zu den Gefallenen im 1. Weltkrieg. Seine Witwe eröffnete 1919 in der Koppelstr. 477 ein Porzellan-, Glas und Steingutwarengeschäft. 1926 wurde der Maurermeister Gottfried Stehnke Präsident des Kegelclubs „Gut Holz“.

Sein Sohn Gottfried wurde 1910 in den Scharmbecker Schützenverein aufgenommen, 1928 wurde er Vorsitzender des neu gegründeten Junghandwerkerbundes Osterholz-Scharmbeck. Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band 1 1932 übernahm der junge Gottfried die Firma. 1978 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Quelle: E. Meyer-Stiens: Heimliche Hauptstraße, Verl. Saade, 2000 1986 starb er im Alter von 79 Jahren. (Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)

Das Bauunternehmen Gottfried Stehnke feierte im Dezember 1993 sein 125-jähriges Bestehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.