St. Willehadi-Kirche

Willehadi-Kirche in Osterholz-ScharmbeckBereits im Jahr 850 wurde am Scharmbecker Markt aus Holz die älteste Kirche der Gegend gebaut und erhielt den Namen des ersten Bremer Bischofs, des Heiligen Willehad. Von der 1150 neu errichteten Kirche aus Feldsteinen sind die Turmmauern bis heute erhalten. Das Kirchenschiff wurde 1745 durch ein wesentlich größeres Gebäude ersetzt, das bis heute erhalten ist. 1883 mussten die vier kleinen Ecktürmchen des Turmes von Maurermeister Johann Steeneck wegen Einsturzgefahr entfernt werden. Die kleine Glocke und die Uhrschlagglocke wurden 1915 für die Kriegsindustrie geopfert.

Eine 1678 von Arp Schnitger für 250 Reichsthaler gebaute Orgel wurde 1734 durch das noch heute gespielte und vom Schnitger-Schüler Erasmus Bielfeldt gebaute Instrument ersetzt, die sog. Erasmus Bielfeldt Orgel. Dem renommierten Orgelsachverständigen und Organisten Prof. Harald Vogel zur Folge ist „ein solches original erhaltenes Instrument … einzigartig“. Es sei das vollständigste und klanglich am besten erhaltene Werk aus der Schnitger-Schule und gehöre zu den wichtigsten historischen Orgeln Deutschlands. (Quelle: Hamme Report 28.1.2009)
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Mühle am Hafen

Hafen mit Mühle1769 baute Lüer Steffens am Osterholzer Hafen einen Galerieholländer. 1864 wurde die Mühle von der Familie Wohltmann gekauft, 1879 war sie an Hr. Hauschild (Vegesack) verpachtet. 1907 verkauften die Wohltmann-Erben die Kornmühle an Albert Puff, der auch als Motorbootkapitän (vom Hafen zu den Hammehütten) tätig war. (Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band 1)

Puff legte die Mühle 1932 still, 1946 verlor sie durch Blitzschlag ihr Windwerk. Später wurde hier ein Jugendtreff eingerichtet, seit 1960 betreibt Peter Bruns sein Jazz-Lokal, das über Jahrzehnte weit überregionale Bedeutung besaß.

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Kleinbahnhof

Ebenso wie der Worpsweder Bahnhof wurde auch der Kleinbahnhof in Osterholz-Scharmbeck (ehemals „Osterholz-Scharmbeck-Ost“, heute auch Kulturzentrum oder KUZ genannt) von Heinrich Vogeler entworfen, den Auftrag der Bremervörde-Osterholzer Eisenbahn erhielt er 1910. Die Gleise verliefen unmittelbar vor dem Gebäude, wo sich heute die Straße befindet. Nach Einstellung des Kleinbahnbetriebes 1974 diente das Gebäude u. a. als Warenlager und Asylbewerberheim, bevor es 1984-1986 durch den Verein Kulturzentrum e.V. nach Plänen Vogelers restauriert wurde. Am 14.12.1986 wurde das Kulturzentrum offiziell eröffnet, Vereinsvorsitzender damals Rainer Ohntrup. Als Mieter nahm der von Eltern selbstorganisierte „Kinderladen e.V.“ seine Arbeit auf.

Der Kleinbahnhof steht heute unter Denkmalschutz.

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Geheimgang am Kloster Osterholz

Wahrscheinlicher Grundriss im Jahr 1200
Wahrscheinlicher Grundriss im Jahr 1200

Das Osterholzer Kloster, von dem nur die St. Marienkirche und vermutlich ein Wirtschaftgebäude im südlichen Teil des ehemaligen Westflügels (heute Baumhof 5) übrig sind, verfügte wahrscheinlich über einen unterirdischen Fluchtweg. Als Geheimgang zum Zisterzienserkloster Lilienthal ist er Bestandteil alter Erzählungen, in Zeichnungen ist er als unterirdischer Gang eingezeichnet. Volker Müller hat 1973 das Haus Baumhof 5 gekauft und zur 800-Jahr-Feier des Klosters (1982) in seinem Keller den Anfangsteil eines 90 cm hohen und 50 cm breiten Ganges freigelegt. Er vermutet, dass er nach einigen hundert Metern im Moor endete und von dort ein Knüppeldamm nach Lilienthal führte. Quelle: Osterholzer Kreisblatt 14.8.2007

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Helgoland

MöweEine (bei schönem Wetter sehr angenehme) Tagestour entfernt liegt die einzige deutsche Hochseeinsel. Mit dem Auto sind es 60 Min. nach Cuxhaven, am Fährhafen legt die „Atlantis“ um 10:30 Uhr ab, gegen halb sieben abends ist man wieder zurück. Auf der Insel bleiben einem zwar so nur rund dreieinhalb Stunden, was für einen ersten Eindruck und interessanten Spaziergang zur Langen Anna aber reicht. Ein vielleicht verlängertes Wochenende dort steht auf der to-do-list.

Das Foto wurde digital mit der Canon EOS 400D bei einer Sensorempfindlichkeit von ISO 200 aufgenommen. Die Blende von f/4.5 bei einer Brennweite von 180mm (entspricht etwa 290mm bei Kleinbildkameras) führt zwar zu einer geringen Schärfentiefe. Sie erlaubte aber eine Belichtungszeit von 1/2500 sec, so dass die Teleaufnahme auch bei schneller Objektbewegung „aus der Hand“ nicht verwackelt.

Sonnenaufgang bei Tietjens Hütte

Hammebrücke Tietjenshütte
Morgens um 6:00 ...
Letzten Sonntag gegen 6:00 Uhr: Ich war nicht der Einzige, der die aufgehende Sonne über der Hamme auf seinen Speicherchip bannen wollte. Die Stimmung auf der Hammebrücke bei Tietjens Hütte war einzigartig. Leider habe ich versäumt, die Kameraempfindlichkeit für diese Aufnahme auf das Notwendige zu reduzieren. So zeigt der Himmel bei kritischer Betrachtung wegen der zuvor im Zwielicht benötigten ISO 400 ein wenig Farbrauschen, was aber meines Erachtens der Stimmung des Bildes keinen Abbruch tut. Dies ist mein Lieblingsbild im August, erfreulicherweise sind auch einige andere Bilder dieses Morgens ganz nett geworden.

Christopherus-Brunnen

Christopherus-Brunnen Osterholz-Scharmbeck
„Kind, du bist so schwer, als hätte ich die Last der ganzen Welt zu tragen!“
Am 9. August 2007 enthüllten Repräsentanten der Hauptsponsoren eine Bronzeplatte am Christopherus-Brunnen, auf der die Namen der 405 „Brunnen-Spender“ aufgelistet sind. Seit 2005 ziert der vom Worpsweder Künstler Waldemar Otto geschaffene Brunnen mit der Figur des St. Christophorus den Klosterplatz in Osterholz (Standortmehr Fotos vom Klosterplatz). Er ist der Initiative des Osterholzer Erntefestkomitees zu verdanken, das 2003 sein 150-jähriges Bestehen feierte und mit dem Brunnen einen Ausgleich für die 2001 gefällte Amtslinde schaffen wollte. Neben den fünf Hauptsponsoren Erntefestkomitee, Klosterholz-Tombola, Bürgerverein, Heimatverein und Otto Arnholt haben die 400 weiteren Spender dazu beigetragen, dass der 2,40 m große Christopherus nunmehr schuldenfrei ist. (Quelle: Osterholzer Kreisblatt)

Bahnhofstraße 119

Bahnhofstr. 119 ca. 1910
Bahnhofstr. 119 ca. 1910. W. Reinstorf aus: H. Siewert Rund um den Scharmbecker Marktplatz - damals. Verl. H. Saade, 1983

1945 machte Gerhard Hiller ein Optik- und Fotogeschäft auf, das er 1951 nach gegenüber in die Bahnhofstraße 98 verlegte. 1985 eröffnete R. Begatik ihren Stoffladen „Plissee“. 1988 Neueröffnung „Patchouli“ (Mode, Schmuck, Accessoirs). (Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)

Heute findet sich an der Ecke Bahnhofstr./Loger Str. (früher Nr. 119 und Nr. 121) ein ca. 1995 von dem Osterholz-Scharmbecker Bauunternehmer Klaus Sewtz im Auftrag der Volksbank erbautes Wohn- und Geschäftshaus.

1998 verlegte Dr. Roland Scherer seine HNO-Praxis von der Baustr. hierher.
1999 D2-Shop „Das Handy“ (Inh. Heiko Lübbert) und Umzug der Handelskrankenkasse hierher.
2000 übernahm Elke Lorkowski die Leitung im Modehaus „Mode am Markt“.
(Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)

2009: u. a. HNO-Arzt Jörg-Guido Schlegel (ehemals Prax. Dr. Scherer), Reformhaus, Filiale von Friseur Ellmers, IBB Institut für Berufliche Bildung GmbH, Insolvenzverein Niedersachen/Bremen e.V., Mode am Markt (Elke Lorkowski mit Team).

2000-2013 Reformhaus Rathjen (Christa Dohmeyer, jetzt Kirchenstr. 11)

Bahnhofstr. 92

1928: Opel-Automobile bei der Fa. Lübben. Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band 1, S. 399.

1935 ließen die Eheleute Martha und Diedrich Bühring auf der bis dato etwas tiefliegenden und oft sumpfigen Bachaue unmittelbar westlich der 1865/66 gebauten Brücke über den Scharmbecker Bach ein zweigeschossiges Wohn- und Geschäftshaus mit Tankstelle und dem ersten Autohaus Osterholz-Scharmbecks (Opel) errichten. Quelle: H. Siewert Rund um den Scharmbecker Marktplatz – damals. Verl. H. Saade, 1983. S. 29. Lt. Stadtchronik baute Mechanikermeister Dietrich Bühring (zuvor Kirchenstraße 7) 1935 hier neben dem Finanzamt ein Wohnhaus mit moderner Autowerkstatt. 1976 weihte Opel-Bühring (Inh. Helmut Bühring) eine neue Werkstatt mit Verkaufsräumen ein. (Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)

Das Gebäude wurde 1991 abgerissen, an seiner Stelle (quasi Bahnhofstr. 90-94, Postanschrift heute Marktplatz 1) erbaute Gottfried Stehnke 1992-93 ein mehrstöckiges Wohn- und Geschäftshaus, in dessen Erdgeschoss zunächst ein Lebensmittel-Discounter und 2000-2013 eine Filiale des Dänischen Bettenlagers residiert. Seit dem 14.11.2013 befindet sich hier eine Filiale des Bio-Supermarkts Aleco.

Bahnhofstr. 94

1918 erwarb die Scharmbecker Spar- und Leihkasse das ehemalige Haus der Fam. Stülken, um hier eine Geschäftsstelle einzurichten. (Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. I, R. Meenkhoff, 2004)

1923-1983 Sitz des Finanzamtes, seit 1961 unter Hinzunahme der benachbarten Bahnhofstr. 96.

Das Gebäude wurde 1985 abgerissen, an seiner Stelle (quasi Bahnhofstr. 90-94) erbaute Gottfried Stehnke 1992 das heutige mehrstöckige Wohn- und Geschäftshaus (Quellen: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009 und E. Meyer-Stiens: Heimliche Hauptstraße, Verl. Saade, 2000. S. 107), in dessen Erdgeschoss zunächst ein Lebensmittel-Discounter und seit 2000 eine Filiale des Dänischen Bettenlagers (Postanschrift Marktplatz 1) residiert.

Bahnhofstraße 107

Das Haus wurde nach dem 2. Weltkrieg vom Zahnarzt Brünjes erbaut. Quelle: E. Meyer-Stiens: Heimliche Hauptstraße, Verl. Saade, 2000. S. 107

1997 übergab Dr. Norbert Klabunde die Praxis an seinen Sohn Dr. Steffen Klabunde. (Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)

2007 praktizieren hier die Zahnärzte Dr. Steffen Klabunde und Dr. Claudia Stelljes.

Bahnhofstr. 80

1970-71 wurde hier ein Wohn- und Geschäftshaus erbaut (Zander/Elsner). Quelle: E. Meyer-Stiens: Heimliche Hauptstraße, Verl. Saade, 2000. S. 107.

Das Radio-Musikhaus Schröder nannte sich ab 1970 „ton und bild center schröder“. 2000: Schuhgeschäft Lupprian „LSA Company“. (Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)

Heute Standort für den
Fahrradladen Heiko Wellbrock.

Bahnhofstr. 39

Vor 1934 Bahnhofstr. 356.

Im Jahr 1909 wurde das Haus des Bäckermeisters Heinrich Luttmann für 26.200 Mark von Georg Schwenke gekauft, der es 1910 für 25.000 Mark an den Oldenburger Bäcker- und Konditormeister Wilhelm Bierfischer weiterverkaufte. 1912 übernahm Hermann Koch dessen Garderoben- und Schuhwarengeschäft. (Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band 1, 2004)

1933 erhielt man im Manufakturwarenladen Hermann Koch Uniformen aller NS-Gliederungen. 1946 eröffnete Elfi Nickel (später Friedrich) eine Tauschzentrale im Haus der Fa. Hermann Koch. 1990 wurde das Haus (so wie 1981 das Nachbarhaus) von etwa 20 Jugendlichen besetzt, die gegen Wohnungsnot und Mietwucher protestierten. Die Kreissparkasse als Hauseigentümer stellte nach vergeblichen Verhandlungen Strafantrag, nach 10 Tagen und weiteren Verhandlungen u. a. mit Stadtdirektor Mackenberg räumten die Besetzer das Haus schließlich freiwillig. Kurz darauf wurden die Gebäude Bahnhofstr. 37, 39 und das dahinter gelegene Lager- und Verwaltungsgebäude abgerissen. (Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)

Lindenstr. ?43

1909 verkaufte Hofbesitzer Bernhard Bullwinkel (Marktstr. 94) dem Ratsherrn Carl Straat ein Grundstück an der Lindenstr., auf dem jener ein „der Neuzeit entsprechendes Wohnhaus“ errichten wollte. Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band 1, S. 291

Lindenstr. 50

Früher Paßweg und Lindenstr. 443.

Im Jahre 1905 verkaufte der Landwirt Johann Freese das Grundstück an den Löhnhorster Gerd Horneburg für dessen geplante Kunst- und Handelsgärtnerei. 1909 wurden unter dieser Adresse zwei Lehrkräfte der Scharmbecker Hauptschule verzeichnet: Frl. Rosie Oberste-Lehn und Hr. Karl Ordemann. Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band 1, S. 252, 293.

Lindenstr. 6

Früher Paßweg und Lindenstr. 414.

1902 ließ sich die Zigarrenfabrik Roelecke & Fritzberg am Paßweg neben dem Lagerplatz der Maurerbetriebes Johann Steeneck ein Fabrikgebäude errichten. 1928 wurde der Betrieb aufgegeben. Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band 1, S. 225, 401.

Lindenstr. 47

Vor 1934 Lindenstraße 481.

1909 kaufte der in der Poststraße 153 (heutige Nr. 15) ansässige Kaufmann Carl Straat das Grundstück von Bernhard Bullwinkel (Marktstraße 94), um ein Wohnhaus darauf zu errichten. 1909 war Straat 1. Ratsherr des Scharmbecker Magistrats, im August 1910 wurde er vom Fleckenskollegium einstimmig zum ehrenamtlichen Scharmbecker Bürgermeister gewählt. Im Dezember 1919 erfolgte die Wiederwahl zum jetzt hauptamtlichen besoldeten Bürgermeister. (Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band I, 2004)

Direktor Wilhelm Straat war von 1945 bis 1952 Leiter des Katasteramtes, er starb 1966 im Alter von 79 Jahren. (Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)

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