Bahnhofstr. 26-28

Früher Bahnhofstr. 50. Ursprünglich als Zigarrenfabrik Hans Riechers gebaut, war das Gebäude von 1927 bis 2005 als Kaufhaus Reuter einer der Mittelpunkte von Osterholz-Scharmbeck. Nach Übernahme der Immobilie durch die Stiftung Maribondo da Floresta im Jahr 2008 und umfangreichen Sanierungsarbeiten hat im September 2011 das Maribondo-Bowling mit angeschlossenem Bistrorant eröffnet.

1888 wurde der Begründer der Reemtsma-Dynastie Johann Bernhard Reemtsma, der bereits im Haus von Maurermeister Johann Steeneck am Kriegerdenkmal (Bahnhofstraße) eine Zigarrenfabrik betrieb, Mitinhaber der Fa. Riechers & Co.. Im September 1927 wurde das Gebäude dem gerade zusammengelegten Flecken Osterholz-Scharmbeck als neues Rathaus angeboten, im gleichen Jahr aber von Friedrich Walter Reuter gekauft, der das im selben Jahr erworbene Kaufhaus Schmonsees (Rübhofstr.) hierher verlegte (Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band 1). Als Kaufhaus Reuter (siehe separaten Artikel) prägte es fast 80 Jahre das Wirtschaftsleben der Stadt. 1947 wurde ein Teil der Räumlichkeiten vorübergehend an das in Bremen ausgebombte Kaufhaus Köster vermietet. 2005 wurde das Kaufhaus Reuter geschlossen, die Immobilie wurde 2007 zwangsversteigert.

Anfang November 2008 wurden Gerüchte laut, nach denen die Kreissparkasse das Gebäude an einen Sozialunternehmer aus Worpswede verkaufen wird. Der Kaufpreis liege „gewöhnlich gut unterrichteten Quellen zufolge“ deutlich unter dem von der Kreissparkasse gezahlten Kaufpreis (Quelle: Osterholzer Kreisblatt 4.11.2008) Mitte November wurde der Verkauf an die Stiftung Maribondo da Floresta dann veröffentlicht. Die Stiftung plante seinerzeit, die Gebäude mit insgesamt ca. 6000 m² Nutzfläche bis Ende 2010 zu sanieren. Vorgesehen waren

  • im Untergeschoss (Parkplatzniveau): Bäckerei (275 m²), Konditorei (59 m²), Fahrradstation/Torfkahn (556 m²), Lebensmittelverarbeitung (223 m²), Lager/Kommissionierung (886 m²), Nebenräume (383 m²)
  • im Erdgeschoss (Niveau Bahnhofstr.): CAP-Verbauchermarkt (1878 m², siehe Spiegel-Artikel), Bowling (828 m²), Schnellrestaurant (268 m²)
  • im Obergeschoss: zentrale Verwaltung der Stiftung
  • im Altbau Wohngruppen für Beschäftigte.

(Quelle: Osterholzer Kreisblatt 13.11.2008)

Im April 2010 wurde berichtet, dass sich der Umbau auf Grund einer unerwartet schlechten Bausubstanz verzögern werde und EDEKA von den Plänen für einen CAP-Markt Abstand genommen habe. (Quelle: Osterholzer Kreisblatt 23.04.2010) Im Oktober 2010 ließ die Stiftung verlauten, dass man von den Plänen für einen CAP-Markt nicht abgelassen habe, aber einen anderen Standort suche. (Quelle: Osterholzer Kreisblatt 20.10.2010)

Am 3. September wurde das Maribondo-Bowling offiziell eröffnet. Die Stiftung hatte zu diesem Zeitpunkt für Erwerb und den 1. Bauabschnitt der Sanierung ca. € 5 Mio. in die Immobilie investiert.

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