Norwegen mit dem Postschiff

Nordlicht (von Bord der MS Lofoten)
Der Urlaub ist vorbei. Nachdem jetzt auch die Fotos ihre „Nacharbeit“ erhalten haben (mehr Fotos …), will ich der Anregung einiger Leser von teufelsmoor.eu folgen und den einen oder anderen Artikel über entferntere Ziele einstreuen. Es gibt ja in der Tat auch außerhalb des Teufelsmoores ein paar schöne Flecken und der Eine oder Andere mag vielleicht auch hier ein paar Bilder davon sehen … Es gibt also jetzt eine neue Rubrik auf die dieser Seite: Weiter weg.

Doch jetzt zu Norwegen. Seit Jahren haben mich die Berichte über Postschiff-Reisen entlang der norwegischen Küste zum Nordkapp fasziniert und jetzt kann ich mich den überwiegend enthusiastischen Urteilen nur anschließen. Mir fehlt zwar bis auf typische europäische Fährverbindungen und Charterboot-Romantik auf den Meck-Pomm-Gewässern der Vergleich, aber „Die schönste Seereise der Welt“ (so nennen Reederei und einige Reisebuch-Autoren diese Schiffspassage zwischen Bergen und Kirkenes) ist wirklich großartig.

Wir haben auf der MS Lofoten, einem der beiden „alten Kähne“ der Hurtigruten, an sechseinhalb Tagen 34 Häfen abgeklappert und ca. 1.250 Seemeilen zurückgelegt. Bis auf Regen und Nebel erlebten wir die Reise wie Fridtjof Nansen, der 1897 schrieb

So fuhren wir dann, meist bei schönem Wetter, seltener in Regen und Nebel, zwischen Sunden und Inseln hindurch längs der norwegischen Küste nach Norden. Welch herrliches Land! Ich möchte wissen, ob es in der ganzen Welt ein Fahrwasser gibt wie hier.

Für die norwegischen Küstenbewohner sind die Hurtigruten, auch Reichsstraße Nr. 1 genannt, seit 1893 ein wichtiges Transportmittel, das außerdem ihre Post transportierte und Waren liefert. Die 12 „Post“-Schiffe der Hurtigruten laufen fahrplanmäßig an 365 Tagen im Jahr 34 Häfen zwischen Bergen im Süden und Kirkenes an der russischen Grenze an. Bis 2001 war die Route staatlich subventioniert, seither nur noch die Verbindungen im Winter. Im Sommer muss die Reederei kostendeckend wirtschaften, was sie als Zugeständnis an die Touristen dazu veranlasst hat, von Mitte April bis Mitte September einen Abstecher in den Geirangerfjord in den Fahrplan der nordgehenden Route einzubauen.

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