Lange, August

August Lange
August Lange Quelle: Otte 1997
Heinrich Karl August Lange (geb. 20.2.1877 in Hildesheim, gest. 2.2.1959 in Osterholz-Scharmbeck) war ein angesehener sozialdemokratischer Politiker aus Pennigbüttel und später Osterholz-Scharmbeck.

Der in Hildesheim geborene Schiffszimmermann war 1903 in die SPD eingetreten und kam über Hamburg, Vegesack, Altenbeken und Bremen nach Pennigbüttel. Als kaiserlicher Maat hatte er im 1. Weltkrieg ein Bein verloren und wurde danach Zigarrenmacher. Er betrieb zunächst in Pennigbüttel und ab 1927 in Osterholz-Scharmbeck eine kleine Zigarrenfabrik und war Gemeindevorsteher in Pennigbüttel sowie Abgeordneter des Kreistages, 1929 dort SPD-Fraktionsvorsitzender. Anfang der 1930er Jahre wurde er bei der Amtssparkasse angestellt. Im Nationalsozialismus verlor er seine Ämter und seine berufliche Existenz, außerdem wurde er mehrfach verhaftet. Nach dem Verbot der SPD am 22. Juni 1933 wurde Lange mit seinen Parteigenossen August Meyer und Heinrich Horstmann am 26. Juni in „Schutzhaft“ genommen (Adresse seinerzeit Questraße 96). Vom 29. August bis zum 25. Oktober 1933 war er wegen „Hetzreden“ in Untersuchungshaft und wurde dann zu 3-monatiger Haft mit Anrechnung der U-Haft verurteilt. Im „Verbrecherkeller“ des Bahnhofshotels soll er Unwahrheiten über „führende Männer des neuen Staates“ verbreitet haben. Am 27. Juni 1937 wurde er, erneut gemeinsam mit Heinrich Horstmann und August Meyer, auf Anordnung des Bürgermeisters erneut in „Schutzhaft“ genommen.

Nach 1945 war Lange im Stadtrat und Kreistag aktiv und wurde 1945 noch von den US-amerikanischen Besatzern als erster Nachkriegs-Landrat eingesetzt. Vom diesem Posten trat er im März 1946 aus gesundheitlichen Gründen zurück.

1954 wurde Lange zum 1. stellvertretenden Landrat gewählt. Im Februar 1957 legte er aus Altersgründen sein Kreistagsmandat nieder und am 2. Februar 1959 starb er im Alter von 81 Jahren in der Bremer Str. 8 (Quellen: Otte 1997, Menkhoff 2004 und 2009, Weserkurier 14.12.1954, 13.02.1957 , 3.2.1959 und Osterholzer Kreisblatt 30.9.1972)

Mencke, Johann

Johann Mencke
Johann Mencke
aus Segelken J (1938) Heimatbuch

Johann Mencke (1801-1877) war Stifter der heutigen Menckeschule und Ehrenbürger von Scharmbeck.

Mencke wurde am 18. Januar 1801 in der Koppelstraße geboren, wo sein Vater eine Kolonialwarenhandlung und Landwirtschaft betrieb. Johann besuchte bis zum 14. Lebensjahr die hiesige Hauptschule und erlernte dann in Bremen das Tischlerhandwerk. Als Geselle ging er nach Berlin und gründete dort später mit seinem Freund in der Leipziger Straße die Möbelfabrik Spinn & Mencke, aus der er 1860 ausschied.

Gerhard Mencke baute 1840 sein 1823 erbautes Haus in der Koppelstraße 192 (später Nr. 40) zum Gasthof um, 1843 übergab er es an seinen Sohn Nicolaus (bis 1884). 1884 übernahm die Familie Stege das ehemalige Gasthaus.

Anlässlich eines Weihnachtsbesuches 1864 entschloss sich der wohlhabende Rentier Johann Mencke, dem Flecken Scharmbeck eine neue Schule zu stiften, die „ansehnlichen Eindruck“ hinterlassen solle. Auf seine Initiative erwarb die Gemeinde das Gelände an der Teichstraße, wo das gerade erst errichtete Haus des Schuhmachermeisters Martin Heilshorn abgebrochen und an der Bahnhofstr. (später Nr. 52) neu errichtet werden musste. Mencke stiftete insgesamt 7.000 Reichsthaler, von denen 2.500 für den Grundstückskauf benötigt wurden. Das Schulhaus mit 6 Klassenzimmern und einer Wohnung für den Hauptlehrer J. Bremer wurde von Baumeister Friedrich Steeneck erbaut und am 4. November 1868 feierlich eingeweiht. Anlässlich der Einweihung wurde Mencke zum Ehrenbürger ernannt, fortan gab ihm die Schützen-Liedertafel bei jedem Abschied aus seinem Heimatort ein Ständchen. Am 28. März 1877 starb Mencke in Berlin. Die Scharmbecker Volksschule erhielt anlässlich ihres 60. Geburtstages am 4. November 1928 den Namen Menckeschule.
(Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band 1 und J. Segelken: Heimatbuch – 1938)

Vogeler, Heinrich

Von den Begründern der Worpsweder Künstlerkolonie blieb Heinrich Vogeler (1872-1942) am längsten hier, bevor er 1932 nach Russland zog. Nach Angaben seiner Urenkelin Daniela Platz, die zusammen mit Großcousine Berit Müller die Pension Haus im Schluh betreibt, leben heute noch 14 Verwandte Vogelers in Worpswede. Unter ihnen auch Urenkel Carsten Platz, der u. a. als Torfschiffer agiert und mit seinem Vater den Jan Torf, einen Kräuterbitter mit Lokalkolorit, vermarktet.

Horstmann, Heinrich

Der Tischler Heinrich Horstmann aus der Bördestraße war ein sozialdemokratischer Lokalpolitiker in Osterholz, später Osterholz-Scharmbeck und dem Landkreis Osterholz. Nach ihm ist die Heinrich-Horstmann-Schule (ehemals Lange Straße, heute Buschhausen) benannt.

In den 1920er- und 30er-Jahren gehörte er (zusammen mit u. a. dem Schmied Johann „Jan“ Arfmann und dem Postschaffner Erich Drebelow) zu den führenden Köpfen in der SPD. 1924 wurde er für die VSPD in die Osterholzer Gemeindevertretung, 1927 für die SPD-Liste zum Bürgervorsteher und im September zum Ratsherrn in Osterholz-Scharmbeck gewählt. 1929 gewann die SPD in der Gemeindewahl 1.310 von 3.145 gültigen Stimmen und wurde unter Horstmann stärkste Fraktion im Gemeinderat. Im Zuge der sog. Machtergreifung wurde Horstmann am 26.6.33, drei Tage nach dem Verbot der SPD, in „Schutzhaft“ genommen und mehrere Monate in einem Arbeitslager interniert. 1945 wurde er von der amerikanischen Militärregierung zusammen mit u. a. Wilhelm Aron, Drebelow und Biester in den „Zwölferausschuss“ berufen, der den ersten Landrat der Nachkriegszeit, den Sozialdemokraten August Lange, beraten sollte. Vom 21.6. bis zum 31.10.1946 war er Kreisdirektor, von 1946 bis 1955 Stadtdirektor und seit 1961 Bürgermeister von Osterholz-Scharmbeck.

1965 starb Horstmann im Alter von 76 Jhren. (Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)

Onkel Hermann

Onkel Hermann in Osterholz-Scharmbeck
Onkel Hermann blickt am Hafenkanal Richtung Tietjens Hütte
Onkel Hermann (StandortMehr Fotos vom Hafen) ist eine bronzene Statue, die seit Juli 2008 am Ortseingang von Osterholz-Scharmbeck ankommende Besucher begrüßt. Ihr Name ist von einem um 1900 hier lebenden „Onkel Hermann“ hergeleitet, der als Fährmann bei Tietjens Hütte wirkte. Nach Angaben des Künstlers Paul Mahrt, der die Bronzefigur schuf und in der Werkstatt Rieke in Worpswede gießen ließ, stellt sie allerdings nicht gegenständlich die historische Figur dar. Sie stehe vielmehr stellvertretend für die Torfschiffer und Fährmänner ihrer Zeit.

Das Kunstwerk wurde mit Hilfe von Spenden der Klosterholz-Tombola und der Volksbank von der Stadt angekauft. Sie steht auf einem Stück alter Kaimauer aus Ziegelsteinen der alten Kaiserschleuse in Bremerhaven.

Reemtsma

Der Name Reemtsma ist auf vielfältige Weise mit Osterholz-Scharmbeck verknüpft:

1884 eröffnete der aus Pewsum in Ostfriesland stammende Johann Bernhard Reemtsma in der Poststraße eine Kolonial-, Material und Kurzwarenhandlung im Haus von G. W. Bock. Am 17. Februar 1887 zeigte er an, dass er seine Zigarrenfabrik ins Haus von Maurermeister Johann Steeneck am Kriegerdenkmal (Bahnhofstraße) verlegt hat. 1888 wurde er Mitinhaber der Fa. Riechers & Co. in Osterholz (Bahnhofstr. 50, heute 26-28, das spätere Kaufhaus Reuter). (Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band 1) Er heiratete die Scharmbeckerin Flora Zülch, Schwester des Zigarrenherstellers Zülch (Zigarrenfabrik in der Bahnhofstr. 63, „Zülch-Villa“ in der Bahnhofstr. 71), mit der er eine Tochter und drei Söhne hatte (Elisabeth sowie Hermann Fürchtegott, Philipp Fürchtegott und Alwin, genannt Eins, Zwei und Drei). 1894 gründete Bernhard in Blankenburg am Harz die J. B. Reemtsma, Zigarrenfabrik und -handel. 1910 übernahm er Cigarettenfabrik Dixi in Erfurt, die Cigaretten wurden damals noch in reiner Handarbeit produziert. (Quelle: Fa. Reemtsma)

Bernhards erster Sohn Hermann Fürchtegott Reemtsma (1892–1961) wurde in Scharmbeck geboren. In Blankenburg besuchte er mit seinem Bruder die Bürgerschule und später das Humanistische Gymnasium. 1914 trat er in die väterliche Firma in Erfurt ein und entwickelte 1918 eine Maschine zur Cigarettenproduktion und löste damit die Handarbeit ab. Hermanns Sohn Hermann-Hinrich Reemtsma rief 1988 im Gedenken an seinen Vater die Hermann Reemtsma Stiftung ins Leben, die u. a. die Sanierung der Großen Kunstschau im Hoetger-Haus in Worpswede unterstützt.

Bernhards zweiter Sohn Philipp Fürchtegott Reemtsma wurde 1893 ebenfalls in Scharmbeck geboren und starb 1959 in Hamburg. (Quelle: Dt. Wikipedia) Nach schweren Kriegsverletzungen trat er 1916 in die väterliche Firma ein. Philipp gewann den Tabakexperten David Schnur und den Markentechniker Hans Domizlaff für das Unternehmen. Gemeinsam mit Hans Domizlaff schuf Philipp die ersten Reemtsma-Marken wie R6 und Ernte 23.

Nach Gründung einer Aktiengesellschaft wurde der Firmensitz 1923 nach Altona bei Hamburg verlegt. Philipp und Hermann entwickelten die Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH zum größten deutschen Zigarettenhersteller, der in der Vorkriegszeit rund drei Viertel der mehr als 40 Milliarden Zigaretten produzierte. Quelle: Dt. Wikipedia

Philipps Sohn Jan Philipp Fürchtegott Reemtsma, geb. 1952 in Bonn, war das Opfer der Reemtsma-Entführung im Jahr 1996, in deren Verlauf er 33 Tage in einem Hauskeller in Garlstedt (Stadt Osterholz-Scharmbeck) gefangen war. Der Philologe, Literaturwissenschaftler, Essayist, politische Publizist und Mäzen verarbeitete seine Erfahrung als Entführungsopfer in dem Roman „Im Keller“. Bis 2007 war er Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Hamburg. Der Multimillionär ist Stifter und Vorstand mehrerer Stiftungen und des Hamburger Instituts für Sozialforschung (HIS). Quelle: Dt. Wikipedia

Rönn, Albertus von

„Der Alte aus der Mühle“ lebte 1867-1958 und genoss in Osterholz-Scharmbeck hohes Ansehen. Albertus von Rönn stammt aus einer alten Müllerfamilie, bereits sein Großvater Martin Hinrich von Rönn (1788-1841) und sein Vater Christian Wilhelm von Rönn (1831-1911) übten dieses Handwerk aus. Albertus wurde 1867 in Cadenberge geboren und wurde zunächst Kaufmann. 1895 übernahm er die Windmühle in Scharmbeck von seinem verstorbenen älteren Bruder Wilhelm von Rönn (1663-1895), der diese 7 Jahre zuvor gekauft hatte. 1910 wurde er Müllermeister. (Quelle: Chronik der Familie von Rönn)

1908 wurde Albertus in Scharmbeck zum Bürgervorsteher 3. Klasse, 1909 in den Magistrat, 1910 zum 1. Ratsherrn und 1929 zum Landtagsabgeordneten in Hannover gewählt. (Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band 1).

Anlässlich seines 90sten Geburtstages erhielt Albertus 1957 das Bundesverdienstkreuz, überreicht vom Regierungspräsidenten im Namen des damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss. 1958 starb Albertus von Rönn in seinem 91. Lebensjahr.

Steeneck

Am 1. April 1929 feierte das Baugeschäft Steeneck & Mevius sein 80-jähriges Bestehen. Gegründet 1849 von Maurermeister F. H. Steeneck, wurde es 1880 von dessen Sohn Johann übernommen, der im Januar 1919 den seinerzeitigen Prokuristen Maurermeister Carl Mevius als Teilhaber aufnahm.

Johann Steeneck wurde anlässlich des Scharmbecker Schützenfestes 1925 zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt. Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band 1, S. 373.

1925 macht der Maurermeister Hermann Steeneck in der Koppelstr. 191 ein Baugeschäft auf. Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band 1, S. 374.

Stehnke

1868 machte sich Maurermeister Gottfried Stehnke (Koppelstr. 174, später 28) selbständig. Unklar ist, ob er identisch oder verwandt mit dem „Tagelöhner Gottfried Stehnke“ (1842-1903) war, der am 12. März 1872 in den Vorstand des Sozialdemokratischen Arbeitervereins Scharmbeck gewählt wurde.

1885 wurde der Maurermeister Gottfried Stehnke (Koppelstr. 174, später 31) beim Scharmbecker Schützenfest Vizekönig. 1886 und 1889 wurde er zum Bürgervorsteher 2. Klasse gewählt. 1887 legte er den Grundstein für den Schulneubau in Westerbeck, der von ihm ausgeführt wurde. 1890 wurde ihm auch bei der Abnahme des Schulhausneubaus in Garlstedt „tadellose Ausführung“ attestiert. 1910 übernahm er die Maurerarbeiten für den Geräteschuppen der neu zu errichtenden Kleinbahnstation. 1913 kaufte er für 2.500 Mark das Helmkensche Wohnhaus in der Koppelstr. 173. 1914 wurde er zum Obermeister der der Baugewerken-Innung gewählt. Ein Gevert Stehnke gehört zu den Gefallenen im 1. Weltkrieg. Seine Witwe eröffnete 1919 in der Koppelstr. 477 ein Porzellan-, Glas und Steingutwarengeschäft. 1926 wurde der Maurermeister Gottfried Stehnke Präsident des Kegelclubs „Gut Holz“.

Sein Sohn Gottfried wurde 1910 in den Scharmbecker Schützenverein aufgenommen, 1928 wurde er Vorsitzender des neu gegründeten Junghandwerkerbundes Osterholz-Scharmbeck. Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band 1 1932 übernahm der junge Gottfried die Firma. 1978 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Quelle: E. Meyer-Stiens: Heimliche Hauptstraße, Verl. Saade, 2000 1986 starb er im Alter von 79 Jahren. (Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)

Das Bauunternehmen Gottfried Stehnke feierte im Dezember 1993 sein 125-jähriges Bestehen.

Zatorski, Walther von

Geboren am 6. Juni 1894 in Bremerhaven-Lehe, gestorben im Mai 1981 in Osterholz-Scharmbeck.

Wohnte von 1938 bis in die 1950er-Jahre in der Bahnhofstraße 14, dann bis 1981 in der Bahnhofstr. 12. Quelle: persönliche Auskunft Benno von Zatorski

Kapitän der Kriegsmarine: (Crew XII/17), vermutlich Korvettenkapitän („KK (Sdf) d. R. 01.04.1944“)
Kommandant Troßschiff „Dithmarschen“ 01.1940 – 03.1942, Kommandant Troßschiff „Franken“ 03.1942 – 05.1942, Kommandant Troßschiff „Uckermarck“ 05.1942 – 11.1942, Marineattache Tokio z. Vfg. 11.42 – 04.1943, Leiter Marinestützpunkt Singapore 04.1943 – 03.1944, Leiter der Schiffahrtsagentur Marinestützpunkt Yokohama 03.1944 – 05.1945, entlassen am 26. März 1947.

1955 fuhr von Zakorski als erster Deutscher zu einem Treffen des Freundschaftsbundes der Kap Hoorniers nach Le Havre. Er war unsicher, wie man ihn als Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg empfangen würde. Er erhielt großen Applaus, seine Dankesrede beendete er spontan mit „Vive l ésprit de St. Malo„, was bis zur Auflösung der Kap Hoorniers im Mai 2003 Motto der Bruderschaft blieb. (Quelle: Berliner Zeitung 16. Mai 2003)

1959 überreichte der Träger des Bundesverdienstkreuzes von Zatorski dem Bundespräsidenten Theodor Heuss im Auftrag der Kap Hoorniers die Kap-Hoorn-Medaille. (Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)

Schaffer der Schaffersmahlzeit 1969.

Segelken, Johann (Heimatforscher)

Johann Segelken (1887 – 1975), wohnhaft Lindenstr. 13. Quelle: K. Beer Ein Denkmal für Familie Cohen die in Osterholz-Scharmbeck in Niedersachsen gelebt hat. Verl. H. Saade, 2001. Sein Vater war am 3. Oktober 1838 geboren. Quelle: J. Segelken Osterholz-Scharmbecker Heimatbuch. Selbstverlag, 1938.

Seit mindestens 1922 war er Lehrer für Deutsch an der Landwirtschaftlichen Schule (ebenso wie Hermann Fitschen).

1928 gründete er mit Hermann Fitschen, H. Büsing und H. Ropeter den „Plattdütschen Verein“.

1929 wurde er mit Bürgermeister Karl Stephan, Buchdruckereibesitzer Heinrich Saade, Architekt Hans Stolte und Hermann Fittschen in den Vorstand des neu gegründeten Heimat- und Museumsverein gewählt. Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band 1

Am 1.10.1952 ging Segelken in den Ruhestand. 1964 erhielt er das Bundesverdienstkreuz und wurde Ehrenmitglied des Vereins „Amt-Osterholz“ in New York. (Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)

1938: Osterholz-Scharmbecker Heimatbuch. Selbstverlag
1939: Die Geschichte der Juden in unserer engeren Heimat Quelle: K. Beer Ein Denkmal für Familie Cohen die in Osterholz-Scharmbeck in Niedersachsen gelebt hat. Verl. H. Saade, 2001.
1967: Osterholz-Scharmbecker Heimatbuch 1967