Ohlenstedter Seen

In der Gemeinde Ohlenstedt (Stadt Osterholz-Scharmbeck) sind am ehemals 32.5 m hohen Goldberg nach jahrzehntelangem Sandabbau drei Baggerseen entstanden.

Goldbergsee, Quellsee und „Maritim“ mit einer Fläche von 10.000-50.000 m² sind 6-12 m tief. Sandstrand, Bademöglichkeit, FKK-Abschnitt und Restauration locken an Sommertagen bis zu 10.000 zahlende Besucher an die Seen.

Kreuzkuhle

Die heute zu Gnarrenburg gehörige Kreuzkuhle bezeichnet den früher auch Dreikaisereck genannten Punkt, an dem die Landkreise Zeven, Bremervörde und Osterholz aneinander grenzten. Hier wurde 1769 mit dem Bau des Oste-Hamme-Kanals begonnen, der an der Kreuzkuhle in die Kollbeck mündet. (Standort)

Der heutige Gasthof „Zur Kreuzkuhle“ ist mit dem Kanal eng verbunden. Das 1848 von Schnackenberg erbaute Anwesen ist seit 1893 im Besitz der Familie Lütjen (1893 Hinrich & Adelheid Lütjen, 1935 Georg & Anna Lütjen, 1965 Heinrich & Martha Lütjen, seit 1983 Heino & Ingrid Lütjen). Das Haus war Zollstelle für den Kanalverkehr. (Quelle: Webseite „Zur Kreuzkuhle“)

Im Sommer 2014 wollen Gnarrenburg und Worpswede gemeinsam einen kleinen Torfkahnhafen in Betrieb nehmen, der für insgesamt ca. € 371.000 an der Kreuzkuhle gebaut wird.

Hammeschleuse Hartheckel

Hammeschleuse Hartheckel in Viehspecken
Hammeschleuse Hartheckel
Die Schleuse bei Viehspecken (Hamme-Kilometer 4.24) weist eine Länge von 7.42 m, eine Breite von 2.98 m und einen Wasserstand von 1.40 (im Winter 1.20) m auf. Sie muss per Hand selbst bedient werden (mehr Fotos …).

Die Schleuse wurde im Zuge des Hammeausbaues 1961 gebaut, um die beiden alten Schleusen Hartheckel und Viehspecken, die von der Genossenschaft Oberhamme und Kollbeck 1932 errichtet worden waren, zu ersetzen.

Etwas flussaufwärts der Schleuse befindet sich das Landgasthaus Dierks (Viehspecken 1 in Vollersode, Tel. 04794 – 275; Dienstag Ruhetag).

Vorgeschichtsweg Seemoor

Hünengrab am Vorgeschichtsweg Seemoor
Hünengrab (Standortmehr Fotos …)

Der Geestrücken westlich der Hammeniederung (Osterholzer Geest) ist bereits mehrere Tausend Jahre vor Christi Geburt besiedelt gewesen. Der Umwelt- und Vorgeschichtsweg Seemoor in Holste-Paddewisch (Samtgemeinde Hambergen) bietet u. a. archäologisch aufgearbeitete Funde von Grabstellen aus der Stein- und Bronzezeit. Infotafeln informieren vor Ort über Steingräber, Hügelgäberfelder und Hünengräber. Daneben findet man in Form von Wölbäckern Spuren mittelalterlichen Ackerbaus und mit dem Seemoor selbst ein anschauliches Naturdenkmal für den (vermutlichen) Urzustand der ehemals unzugänglichen weiten Hochmoorflächen der Region.

An dem ca. 3 km langen Lehrpfad werden regelmäßig Führungen angeboten.

Naturschutzgebiete

Im Landkreis Osterholz gibt es 17 Naturschutzgebiete (NSG) mit einer Gesamtfläche von 2.188 ha, entsprechend 3,36 % der Kreisgebietsfläche. Damit liegt der Landkreis Osterholz unterhalb des Landesdurchschnitts von 4,54 %.

Bezeichnung NSG-Kennz.

Fläche (ha) *

Breites Wasser LÜ 053 203,0
Hamme-Altarm LÜ 181 4,1
Heerweger Moor und Quellbereiche der  Ritterhuder Beeke LÜ 188 80,0
Heide und Moor bei Haslah LÜ 099 10,0
Heidhofer Teiche LÜ 136 21,0
Heilsmoor LÜ 077 148,5
Moor bei Niedersandhausen LÜ 132 254,0
Obere Ihleniederung LÜ 161 15,0
Pennigbütteler Moor LÜ 129 185,0
Quelltäler der Wienbeck LÜ 259 95,0
Rechter Nebenarm der Weser LÜ 110 300,0
Springmoor LÜ 070 106,7
Torfkanal und Randmoore LÜ 078 196,6
Truper Blänken LÜ 179 214,0
Untere Wümme LÜ 164 191,0
Westliche Hälfte des Langen Moores LÜ 092 11,0
Wiesen und Weiden nordöstlich des Breiten Wassers LÜ 153 153,0
Gesamtfläche  

2187,9

* anteilige Fläche bei grenzübergreifenden NSG

Schöpfwerk Höftdeich

Schöpfwerk Höftdeich
Standortmehr Fotos von der Wümme …

Das Schöpfwerk Höftdeich am Maschinenfleet im St.-Jürgensland wurde Ende des 19. Jh. nach Plänen von Baurat Tolle (Königlich-preußische Wasserbaudirektion Blumenthal) erbaut und 1894 in Betrieb genommen. Die drei Zentrifugalpumpen mit Dampfantrieb brachten es auf eine Förderleistung von 14 m³/s.

Das Überschwemmungswasser der Wümme wurde damals in den Wintermonaten zwischen den Deichen im St. Jürgensland aufgestaut, um den Schlick zur Düngung des Grünlandes zu nutzen. Im April wurde das Wasser dann mehrere Wochen lang in die Wümme zurückgepumt. Die Bewohner des St. Jürgenslandes widmeten sich damals mehr der Jagd auf Wasservögel, dem Sammeln von Vogeleiern und dem Fischfang als der Landwirtschaft.

Ab 1936 wurde die Fläche dann auch im Winter trocken gehalten, was u. a. auch zur „Austrocknung“ des über 100 ha großen Flachwassersees Truper Blänken führte.

1951 wurde das Schöpfwerk auf Elektroantrieb umgestellt, wobei die dekorativen alten Pumpengehäuse belassen wurden.

Niedersandhausen

Im engeren Sinne ist Niedersandhausen heutzutage eine schmale und fast unwegsame Straße im ehemaligen Moor, die nördlich von Pennigbüttel den Niedersandhausener Damm mit dem Peishamm verbindet. Anlieger sind 4 ehemalige Gehöfte, von denen mindestens zwei zu privaten Wohnhäusern umgebaut wurden. In den Kirchenbüchern des 19. Jh. finden sich die Niedersandhausener Familien Brünjes, Flathmann und Tietjen.

Moor bei Niedersandhausen
Moor bei Niedersandhausen (StandortFotos)

Einige Quellen (u.a. Wikipedia) bezeichnen Niedersandhausen als unselbstständigen Ortsteil von Osterholz-Scharmbeck. Die früher selbstständige kleine Moorkolonie bildete bis zur Gemeindereform 1928 eine eigenständige Gemeinde mit Ströhe. Ab 1928 war Niedersandhausen bei Sandhausen und schließlich seit dem 1. März 1974 zur Stadt Osterholz-Scharmbeck eingemeindet. Bis 1790 gehörte Niedersandhausen zur Kirchengemeinde Scharmbeck, seither ist es in Hambergen eingepfarrt.

Das Naturschutzgebiet „Moor bei Niedersandhausen“ bietet dem Spaziergänger einen bemerkenswerten Einblick in die Entstehung und Ausbeutung des Hochmoores. Neben drei idyllisch gelegenen Moorseen (ehemaligen Torfhäfen) finden sich teilweise bzw. ansatzweise renaturierte Hochmoorflächen und kleine „private“ Torfstiche, die einen Einblick in die damalige Existenz der Moorbauern erlauben.

Waldlehrpfad „Langes Holz“

Der Natur- und Waldlehrpfad „Langes Holz“ im Forst Elm wurde 1995 mit Mitteln der Klosterholz-Tombola angelegt. Mitarbeiter des Staatlichen Forstamtes Osterholz sowie eine Projektgruppe des Fachbereiches Biologie der Bremer Universität haben den 2 km langen Lehrpfad mit 20 Stationen und einer Schutzhütte im Auftrag der Revierförsterei Garlstedt geplant und verwirklicht. Unter dem Motto Der Wald ist weit mehr als die Summe seiner Bäume! veranschaulicht er die Lebensformen und Funktionen des Waldes.

Elm

Standortmehr Fotos …

Der Forst Elm in der Gemeinde Garlstedt und damit im Stadtgebiet Osterholz-Scharmbeck ist ein Mischwald (Elm = altdt. für Ulme) im Nordwesten des Stadtkerns zwischen den Gemeinden Garlstedt und Hülseberg. Hier finden sich eine größere Anzahl von Grabhügeln aus der jüngeren Bronzezeit (ca. 1800 – 700 v. Chr.) und in der Nachbarschaft auch der Fundort der Garlstedter Lure. Seit 1995 lädt im bzw. am Elm der Waldlehrpfad „Langes Holz“ zum infomativen Spaziergang ein.

Nachdem über Jahrzehnte eine Monokultur mit Kiefern bestand, wurde 1987 damit begonnen, den Baumbestand gezielt zu Mischwald mit hohem Laubholzanteil zu verändern. 15 Jahre lang wurden im Langen Holz und der Elm mehr als 100.000 Buchen gepflanzt und 20 ha Wald über Jahre mit über 20 Wildgattern geschützt. 2004 war ein Laubholzanteil von ca. 35 % erreicht, angestrebt werden etwa 65 %.

Harriersand

Eine der größten oder die größte Flussinsel Europas (die Angaben sind unterschiedlich) mit ca. 600 ha und einer Länge von ca. 11 km. Das heutige Harriersand entstand bei einer Weserkorrektur 1924-32 aus den zuvor sieben Inseln Großer Pater, Harriersand, Kleiner Pater, Nonneneck, Oster-Pater, Wester-Pater und Wilhelms Plate. Seither ist der östliche Weserarm sehr viel schmaler und bei Niedrigwasser fast trocken (Naturschutzgebiet „Rechter Nebenarm der Weser“).

Um 1870 lebten auf Harriersand nur 7 Einwohner, 2004 waren es 67, heute um die 130. Bis in die 1960-er Jahre gab es keine dauerhafte Verbindung zum Festland, es bestand traditionell eine enge Verbindung per Boot nach Brake am linken Weserufer. 1965 wurde die 70 m lange Brücke ans östliche Weserufer fertiggestellt.

Am nördlichen Ende finden sich ca. 150 Wochenendhäuser (wegen Sturmflutgefahr auf hohen Stelzen gebaut), das in den Sommermonaten bewirtschaftete Restaurant Strandhalle mit Sandstrand und einem Campingplatz sowie in der Saison eine Fährverbindung nach Brake für Fußgänger und Radfahrer (Fahrplan).

Seit 1974 gehört Harriersand zur Gemeinde Schwanewede.

Hülseberg

1974 in die Stadt Osterholz-Scharmbeck eingemeindete Ortschaft im Norden, angrenzend an den Ort Ohlenstedt. Mit diesem teilt sich Hülseberg die Ohlenstedter Seen, die Grenze verläuft durch den Quell- und den Goldbergsee. Mit einer Fläche von 6.5 km² ist Hülseberg die kleinste Ortschaft der Stadt. Die Grundschule wurde 1990 geschlossen, in dem 1913 erbauten Schulgebäude ist heute das Dorfgemeinschaftshaus untergebracht. Einwohnerzahl 414 (Stand August 2008, 330 im Jahr 1974). Quelle: Osterholzer Kreisblatt 23.8.2008