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		<title>Museumsanlage Osterholz-Scharmbeck</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Nov 2018 15:37:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Museumsanlage Osterholz-Scharmbeck (Webseite) gruppiert sich rund um das Findorffhaus auf dem Gelände des ehemaligen Klostergutes im Ortsteil Osterholz. Zu ihr gehören das Norddeutsche Vogelmuseum, das Heimatmuseum, das Mitmachmuseum und das Museum für Schifffahrt und Torfabbau. In Folge eines immensen Sanierungsbedarfs und sinkender Besucherzahlen geriet sie seit 2010 immer wieder in die Schlagzeilen. Der derzeitige &#8230; <p class="link-more"><a href="https://www.teufelsmoor.eu/ausfluge/museumsanlage-ohz/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Museumsanlage Osterholz-Scharmbeck“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="Museumsanlage_Osterholz-Scharmbeck" aria-describedby="caption-Museumsanlage-Osterholz-Scharmbeck" style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" src="https://lh3.googleusercontent.com/q306Lp-3HE7VRDJ9N-5ax6kb9sFUMTeUayCuaZv7KhlvlijukzmZUEFdSv_urGGeuPoiFm4ukq0SQE_C01m3FRPKSuAUHZ1KYjMxjC6LyRNbvdpMUCF_xUydy3DlUH2Lp_ggk7E6z1bpTfVxQ52dbgTZ45rvHP59b4vaJLb9OH6YZpLV4oHt8wvCxQ37XVPKbliR8XBPJy7Xd-XN3R4iQ31sla7aSJmH_pDWXh8sIsTXuEvtqvWqlXoMtxXNWXxemx8Rkur6dsyNuOUfhJ4AyI6rkap8unx_OqI5UKYhkwWTwyWb_mOaI7qXFNNsCZqDwYP3fRSAxB_-JgU5BcoE84FY9QtcKDxCkksYV4yBdu17XAcGaZU0vd2wSWtciBL5WWsgSznc6tYwH7HEbR1rVvCj_BYbmJ2q8Quy_dFAXJDVQFN8YGD3wneZ-UWVMJVnPntZnw6k_mK3ZlOVxJf6QjAYiVihWW0dgOSOl9rv2hLVbmKvOEB-y6DffbUhA9mxFoiRMZG59s00Pp8a7RDsdewwHuyvpwoWybbXzNVy6iB3butCP4wJI1SGQF3ek_gi6FKVT9Er3HodtuPB_fA1Iw139k9f0PGRo9whAkk-zEaeuWQ-6bCbAX5iSV4ahfpA=w2048-h1365-no?.jpg" alt="Museumsanlage Osterholz-Scharmbeck"><figcaption id="caption-Museumsanlage-Osterholz-Scharmbeck" class="wp-caption-text">Eingang zur Museumsanlage Osterholz-Scharmbeck</figcaption></figure>Die <strong>Museumsanlage Osterholz-Scharmbeck</strong> (<a href="http://www.museumsanlage-osterholz-scharmbeck.de/index.html">Webseite</a>) gruppiert sich rund um das <a href="http://www.teufelsmoor.eu/ausfluge/findorffhaus/">Findorffhaus</a> auf dem Gelände des ehemaligen Klostergutes im Ortsteil Osterholz. Zu ihr gehören das <a href="http://vogelmuseum.com/">Norddeutsche Vogelmuseum</a>, das Heimatmuseum, das Mitmachmuseum und das Museum für Schifffahrt und Torfabbau. In Folge eines immensen Sanierungsbedarfs und sinkender Besucherzahlen geriet sie seit 2010 immer wieder in die Schlagzeilen. Der derzeitige Träger, die <a href="http://www.kulturstiftung-ohz.de">Kulturstiftung Landkreis Osterholz</a>, stellte den Betrieb im Frühjahr 2017 aufgrund der sich zuspitzenden finanziellen Situation ein. </p>
<p>Seither wird die Anlage durch die <a href="http://www.museumsanlage-osterholz-scharmbeck.de/foerdern/index.html">“Freunde und Förderer der Museumsanlage des Landkreises Osterholz und des Norddeutschen Vogelmuseums“</a> provisorisch betrieben. Diese Vereinbarung zwischen Stiftung und Verein gilt vorerst bis Ende 2018. Der Verein mit seinen 100 Mitgliedern <small>(Stand 11.2018, Quelle Osterholzer Kreisblatt 22.11.2018)</small> erhält dafür einen Zuschuss in Höhe von 50.000 Euro jährlich, während die Stiftung weiterhin die Fixkosten für Energie, Versicherungen usw. trägt.<br />
<span id="more-803"></span></p>
<h2>1. Geschichte der Museumsanlage</h2>
<p>Zur früheren Geschichte des Findorffhauses siehe <a href="http://www.teufelsmoor.eu/ausfluge/findorffhaus/">diesen Artikel</a>. 1960 stellte der Landkreis das Gebäude dem <em>Heimat- und Museumsverein</em> für dessen Sammlung zur Verfügung. Diese war 1930 von <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/johann-segelken-heimatforscher/">Segelken</a>, einem der Gründungsmitglieder des Vereins, im &#8222;Altdeutschen Haus&#8220; (Hundestr. 210 bzw. später Nr. 11) eingerichtet worden. </p>
<p>1976 übergab der Heimatverein die Ausstellungsstücke dem Landkreis, der sie fortan unter Leitung von Klaus-Peter Schulz als <em>Kreisheimatmuseum</em> präsentierte. In den folgenden Jahren wurde die Anlage suksessive um weitere Gebäude und Ausstellungsmodule erweitert und nach Hinzufügen des Vogelmuseums 1989 in <em>Museen des Landkreises</em> umbenannt. 1989-91 wurde das Findorffhaus umfangreich saniert und innen mit Stahlträgern stabilisiert, weil das Fundament abzusacken drohte, Balken im Dachgeschoss angebrochen und die Kellerdecken morsch waren. 1990 übernahm Karla Lütjen die Leitung von ihrem Vorgänger Schulz. </p>
<h2>2. Museumsanlage Osterholz-Scharmbeck seit 1985</h2>
<p><figure id="Museumsanlage_Osterholz-Scharmbeck1" aria-describedby="caption-Museumsanlage-Osterholz-Scharmbeck1" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" src="https://lh3.googleusercontent.com/SEpimf5fXuKpe_f-J3hiS1oCMDOCyu-3WbbHX3SiwAvCi_NYpUm7TrPRe2ZBv0_w0eY1oIn1hyaC0l_pU4qcb048Gi7cevipuJ8sOOewbN9GNEZwOsLwdUBVC68h-M62rC5cDvA-aslEDc-wlDmQZByuuKduCkSNYTG4GCL21RuCiG5gRvwFEYxGdNGiCzDRcDKhO4uL6kZI6w7JFzervxkfT3JyT5-6SSAK7iRf_E7N0iIjiUyj_dwDz4UfpjVVJEPlVieFH2SAHLZ_km5u6G_ejUvQbakdABY4uTpLVBURjj_zdIoGxH2Iug0kiHwd1GX_xwOcJRMuEJPjZYaODv_ydW5R3R36z93tndUbS_GSyVNtRl1-HdrIeh9nkStQlO7FHGCH7HIbJpW-usRgjMKrqdlr2XMI_u-OIK49pRbGTyfEiI9Qti8MH1m9m8-V0tLKs0Cu1vBscVBf5g53wr5dNAfy3AegR-5lzraMGM4RpNw-dzav8ZVKqiCJt-FPW8jMKe4_R0jFI77s1p2_bU0GKk8SOz4QSDQaOntyN6arSLhmNFBiBZUhFsNod8qbvW-yEAcvFk8Fb3mnRVEsldcCBRD0GMpz6v3-XLpQRrURW9ikV9RzHp3M_jMGIn7K=w2048-h1365-no?.jpg" alt="Lageplan Museumsanlage Osterholz-Scharmbeck"><figcaption id="caption-Museumsanlage-Osterholz-Scharmbeck1" class="wp-caption-text">Lageplan der Gebäude (<a href='https://photos.google.com/photo/AF1QipNioc7g2njXGIn9x3ltBd1EmIfGMV7pfUPRj16W'>vergrößern</a>)</figcaption></figure>Das <strong>Findorffhaus</strong> ist heute Heimatmuseum mit Schauräumen zur bürgerlichen Wohnkultur und regionalen Industriegeschichte. Darunter Werkstätten eines Schuhmachers und eines Zigarrenmachers sowie als „Roter Salon“ auch die ausrangierten Wohnzimmermöbel der <a href="http://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/bahnhofstrase/bahnhofstr-10/">Henke-Villa</a>. Diese sind 2004 bis 2012 für € 13.000 restauriert worden. Die Leiterin des Museums wusste 2012 nur, dass sie in den 1960er Jahren von der Familie Henke gestiftet worden waren, &#8222;Angehörigen eines Direktors oder Betriebsleiters der 1874 gegründeten Reiswerke.  &#8230; Sicher ist nur, dass die Familie begütert war&#8220;. <small>(Quelle: Osterholzer Kreisblatt 22.02.2012)</small> Tatsächlich war Karl Henke (1890-1942) seit 1934 Betriebsleiter der Reiswerke und NSDAP-Ratsherr im Stadtrat von Osterholz-Scharmbeck. 1941 war er Wirtschaftsberater der NSDAP-Kreisleitung und Mitgründer sowie Beiratsmitglied des Heimatvereins. <small>(Quelle: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/chronik-von-osterholz-scharmbeck/">Menkhoff</a>)</small> </p>
<p><figure id="Museumsanlage_Osterholz-Scharmbeck2" aria-describedby="caption-Museumsanlage-Osterholz-Scharmbeck2" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" src="https://lh3.googleusercontent.com/WNrszXRBW5kk8lpnUbkhHwDwWmxyueLObE5HM4xKAcngBACJutB2daqEgWXOTnjDd1SK9SJktCl-13wQswemzANJiZsqGfrLr2CIUPv30pDa2zhUUc6hwHozZJN_XwRaYC6CXadODb_xD4GveKMXT-MO8Ebb8xKzutXl3DisURJ_Ks3f0tCSU0u_rEbytARuCna4X8QJtJyRQpIQ0MvBBHWIJhqoTSfJQoa6UI7cN2doOKk5XHdIpmNItROfibLLDq9HMBNJeIwHGHb6T5bBHoIMbCXpyBuTk3JZDKP9dHRX7M6NP7mcjl1DeoBnhQnrbKNsnHGKR6qeHTZTw05vOjtiSw0fNCnO021fKNm29S1Umc7SBmVj537HJB4k_k4kySWjIusCXhpU7RPx5gYeOzgEalqhQHRrcr8XfXRWx0ygr4YLaWwpifmU_ESalV-dwTwFAcGTk1UcrxwUu7_2tKE598OMnJUIwAvrNBTRDkjCFZZVW6dxhMqxu_lfM1a7khzZB41pk14ZnF4FLNMPTFS7in_HdLVWxExefBynD0Alll3XwnMctEBczM3jP3RMvehnl1QBpkLMK0GuFs2uL_cGD1zgtPGZR-4sQP0YNzUOdXixhKe2tSb_Z2bGe38G=w2356-h1766-no?.jpg" alt="Flechtwerkscheune Osterholz-Scharmbeck"><figcaption id="caption-Museumsanlage-Osterholz-Scharmbeck2" class="wp-caption-text">Flechtwerkscheune</figcaption></figure>Die mindestens 200 Jahre alte <strong>Flechtwerkscheune</strong> wurde dem Museum 1965 von Diedrich Wohltmann aus Pennigbüttel gestiftet. Der Fachwerkbau mit dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gefach">Gefach</a> aus Eichenstäben und geflochtenen Weidenzweigen spielt übrigens <a href="http://www.teufelsmoor.eu/politik/flechtwerkscheune-in-der-museumsanlage/">in einer unheimlichen Geschichte</a> aus den Nachkriegstagen 1945 eine Nebenrolle. </p>
<p>Das alte <strong>Backhaus</strong> wurde 1966 von Hinrich Jagels aus Pennigbüttel-Wiste gestiftet. Es beherbergt Backstube und Steinofen und war in vielen Moordörfern Kommunikationszentrum für die Dorfbewohner.</p>
<p>Die Gebäudereihe des <strong>Norddeutschen Vogelmuseums</strong> (<a href="http://www.vogelmuseum.info/">Webseite</a>) wurde zwischen 1973 und 1989 in mehreren Schritten an das Findorffhaus angebaut. Auf einer Gesamtfläche von über 800 m<sup>2</sup> sind mehr als 450 ausgestopfte Exemplare von über 220 mitteleuropäischen Vogelarten ausgestellt, in Jahrzehnten liebevoll zusammengestellt vom Augenarzt und Hobby-Vogelkundler Dr. Walther Baumeister. Attraktion sind zwei große <a href="http://vogelmuseum.com/dioramen/">Dioramen</a> mit der Vogelwelt aus Hammeniederung und Wattenmeer. </p>
<p>Das reetgedeckte <strong>Niedersächsische Bauernhaus</strong> der Familie Schröder wurde 1701 in Scharmbeckstotel errichtet und musste dort 1976 einer Straße weichen. 1978 wurde es im Museum wieder aufgebaut und enthält bäuerliche Einrichtungen und Geräte des 18. und 19. Jahrhunderts.</p>
<p>Die 1984 als <strong>Mitmachmuseum</strong> auf dem Gelände errichtete ehemalige Hofscheune aus Ohlenstedt-Bilohe wurde um 1800 gebaut und um 1906 auf das Doppelte verlängert.</p>
<p>Das <strong>Museum für Schifffahrt und Torfabbau</strong> liegt etwas außerhalb des eigentlichen Geländes. Dort wurde 1984 eine 20 m lange „Torfschute“ aufgestellt, die bei der Freilegung des verlandeten Torfkanals bei Bargschütt ans Tageslicht kam. Die vermutlich in den 1920er-Jahren gesunkene Schute wurde teilweise restauriert und viele Jahre in einem Tauchbecken konserviert. 1985 wurde um sie herum die ehemalige Scheune einer Ritterhuder Hofanlage wiederaufgebaut.</p>
<h2>3. Die Ära der Kulturstiftung</h2>
<p>Vor dem Hintergrund eines Haushaltsdefizits von über 1 Mio. DM und eines Sanierungsstaus an den Museumsgebäuden gründeten der Landkreis Osterholz und die damalige Kreissparkasse Osterholz 1999 die <em>Kulturstiftung Landkreis Osterholz</em>. Als gemeinnützige Stiftung öffentlichen Rechts übernahm sie acht von 14 Mitarbeitern des Kreiskulturamtes und fortan die Trägerschaft für die Große Kunstschau mit dem Cafe in Worpswede und das Ensemble in Osterholz-Scharmbeck, jetzt unter dem Namen <em>Museumsanlage Osterholz-Scharmbeck</em>. Man versprach sich davon bessere Bedingungen für das Einwerben von Spenden und eine effizientere Betriebsführung.  Anfang 2000 spendete die Kreissparkasse der Stiftung noch 1 Mio. DM, musste aber kurz darauf in Folge geänderter Bankengesetze von eigentlich geplanten regelmäßigen Ausschüttungen Abstand nehmen. Seither leidet die Stiftung unter einer &bdquo;strategischen Unterfinanzierung&rdquo;, die eigentlich geplante Rücklagen für Reparaturen und Instandhaltung verhinderte. <small>(Quelle: Osterholzer Kreisblatt 03.12.2015)</small> </p>
<h3>3.1. Besucherzahlen</h3>
<p><figure id="Museumsanlage_Osterholz-Scharmbeck3" aria-describedby="caption-Museumsanlage-Osterholz-Scharmbeck3" style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" src="https://lh3.googleusercontent.com/qq3um3Cr77hC9_VjuDvUGVau_MzXXihuZZpE71JKwInVWtRHr94jzFDKEdUev3ocoHLvhu6Ymiq1CK3e8kD9zSEckTRxnGZioWUMXGhUP3L411Qkqj6KSEkhg-UynNQKCyKOgUs9iqOYwf5fF_jsKGcyF2FWlpeOedqCxbK69ZClL8j_uUSRnRybn8pEpqD12xi31vjrhU0W8yiGg5m08-0m4qgN7xGiLpVklH-7zxlTgEMRk5mMX5PjKQjKPI4-6CkXTJBCbAu76no7Ri2dXlEF27FF4siKG_DCWlJKjdIg1pm4RQL5I_3PRp04dmWHhINQ8klAQNhJviuO_PS6eagPwATvz6TKC9ukU8as6C_8uUne9le6PQaZt2ix5gEsRRpVtYN7DbZRkMGkX7-7lvad8ackV12VcZZhkPSI8j37E576o6v4s6yHTuVGs5kj1_gGf1qtrOIbpFrdosLgFc3jf7C8DAScmLBKLg4dRr1dAwAKlTDScvSumBgoXCo8DkhpK_UejMqcUJFtenvoPq2bwnTFLHZEFdXaczP5EoHwZF7IpWXtMtmedpDBwpZ1MdjdHgJMUr0yS-R9nvxDUDlXnogBTbo3meJC_2LnGtGpZDwaago6IOhHHLsXV-db6q7xEIMVDE88KEsKySfZh8Z2qA=w1688-h1094-no?.png" alt="Besucherzahlen Museumsanlage Osterholz-Scharmbeck"><figcaption id="caption-Museumsanlage-Osterholz-Scharmbeck3" class="wp-caption-text">Besucherzahlen<br /><small>(Quellen: Osterholzer Kreisblatt 2007-2010, Machbarkeitsstudie 2018, Haushaltsplanentwurf 2019)</small></figcaption></figure>Seit 2007 hat die Museumsanlage mit abnehmenden Besucherzahlen zu kämpfen. Ein &bdquo;Ausreißer&rdquo; im Jahr 2013 war dem Sondereffekt des einmaligen <em>Familientages</em> im Mai 2013 geschuldet. Er alleine zog über 2.500 Besuchern an, wurde aber auch von 14 Firmen, Institutionen und Vereinen in Kooperation mit dem Museum organisiert. </p>
<p>Eintritt zahlende Besucher machten insgesamt etwa 40 % aus (25 % Erwachsene, 15 % Kinder), im Schnitt zuletzt 22 Besucher pro Öffnungstag. Bei Großveranstaltungen wie Kunsthandwerker-, Antik- und Trödelmarkt oder dem Familientag ist der Eintritt frei.</p>
<h3>3.2. Zunehmende Kontroversen</h3>
<p>Vor dem Hintergrund sinkenden Besucherinteresses und zunehmender Finanzprobleme entspann sich im Laufe des 21. Jh. eine zunehmend öffentlich ausgetragene Diskussion zwischen Kulturstiftung, Landkreis, Förderverein und Erbengemeinschaft Dr. Baumeister. Sie dreht sich um Zukunft und Ausrichtung der Museumsanlage und wird in den letzten Jahren zunehmend emotional geführt.</p>
<p>Der gemeinnützige Förderverein besteht seit 1994 und will &bdquo;das Norddeutsche Vogelmuseum (Sammlung Dr. Baumeister) und die heimatkundlichen Museen in Osterholz-Scharmbeck&rdquo; fördern. Die Erben von Dr. Baumeister &bdquo;fühlen sich dem mit Elan und Kompetenz geschaffenen Lebenswerk ihrer Eltern verpflichtet, um das Vogelmuseum auch in Zukunft zu pflegen und weiterzuentwickeln.&rdquo; <small>(Quelle: <a href="http://vogelmuseum.com/geschichte/">Webseite Vogelmuseum</a>)</small> Sie haben der Kulturstiftung die Vogelsammlung als dauernde Leihgabe zur Verfügung gestellt, um sein Lebenswerk zu erhalten. </p>
<p>2005 erhoffte sich der Förderverein durch Herausgabe des Buches <em>Faszination und Vielfalt der Vogelwelt Mitteleuropas &#8211; Das Norddeutsche Vogelmuseum Sammlung Dr. Walther Baumeister</em> (Autor Dr. Christoph Hinkelmann) &bdquo;einen Schub für das Vogelmuseum&rdquo;. Als Vorsitzender des Stiftungs-Kuratoriums stellte Karl-Heinz Marg auf der Jahresversammlung des Fördervereins Ende 2006 fest: &bdquo;Mit angestaubten Präsentationen und schlichten Informationstafeln lassen sich keine neuen Besucher gewinnen&rdquo;. Er setzte sich für eine &bdquo;Große Lösung&rdquo; mit aufwändiger 3-D-Präsentation im Vogelmuseum ein, sofern dafür EU-Fördermittel zu gewinnen wären. Sollte es mit der Förderung nicht klappen, wäre es &bdquo;vorerst vorbei mit dem Optimismus&rdquo;. <small>(Quelle: Osterholzer Kreisblatt 29.11.2006)</small> Und ein Jahr später: &bdquo;Wir können Museen nicht mehr führen wie gestern und vorgestern&rdquo;, nach Ansicht von Marg würden die Besucherzahlen der Museumsanlage nur verwaltet. <small>(Quelle: Osterholzer Kreisblatt 12.12.2007)</small></p>
<p>2010 verursachte die Museumsanlage bei der Kulturstiftung nach Vollkostenrechnung ein jährliches Defizit von knapp 200.000 €. Das entsprach knapp der Hälfte des vom Landkreis an die Kulturstiftung gezahlten Defizitausgleichs. Der damalige Landrat Jörg Mielke im Kreisentwicklungsausschuss: &bdquo;Der Hauptdefiziterbringer für die Kulturstiftung ist die Museumsanlage&rdquo;, erfolgreiche Veranstaltungen wie der Kunsthandwerkermarkt oder andere besondere Ereignisse könnten nicht darüber hinweg täuschen, dass in der Museumsanlage im Schnitt so gut wie gar nichts los sei. Der Landkreis sah auf Grund der geringen Besucherzahlen keinen nennenswert positiven Effekt für das Regionalmanagement und die regionale Wertschöpfung. </p>
<p>Mitte 2010 stellte das auf Ausstellungen spezialisierte Beratungsunternehmen <a href="http://impuls-design.de">Impuls-Design</a> die Ergebnisse seiner Machbarkeitsstudie vor, die der Landkreis für rund 50.000 Euro in Auftrag gegeben hatte. Sie empfahlen Investitionen in Höhe von knapp 3.6 Mio Euro, eine Fokussierung auf die Teufelsmoor-Saga und sahen dafür ein Besucherpotenzial von 35.000 pro Jahr. Die Prognosen hinsichtlich Besucherzahl und resultierender Einnahmen wurden jedoch von Verwaltung und Politik als wenig realistisch eingeschätzt und es gelang nicht, auf dieser Basis Fördermittel einzuwerben.</p>
<p>2013 stellte die Kulturstiftung den Antrag, der Landkreis möge die Museumsanlage zurücknehmen, was von diesem aber abgelehnt wurde. Im Februar 2017 gab die Kulturstiftung dann die Schließung der Anlage bekannt. Bei einem jährlichen Minus von 120.000 Euro sei mittlerweile ein Gesamtdefizit von 330.000 Euro aufgelaufen. Man müsse deshalb &bdquo;die Reißleine ziehen&rdquo;, um eine Insolvenz der Stiftung zu verhindern. Mit der <em>Teufelsmoor-Saga</em> habe man ein Konzept für die Anlage vorgestellt, deren Aussichten mittels einer Machbarkeitsstudie hätte geprüft werden sollen. Die Beauftragung dieser Studie sei &bdquo;an unterschiedlichen Gesprächskulturen&rdquo; seitens des Landkreises auf der einen Seite und der Baumeister-Erben als Eigentümer der Vogelpräparate auf der anderen Seite gescheitert. Der Vertrag über die Leihgabe sei wegen „fehlender Mitwirkung der Familie Baumeister an der Weiterentwicklung und Neukonzeption der Museumsanlage“ gekündigt worden. <small>(Quelle: Osterholzer Anzeiger 10.02.2017)</small>   </p>
<p>Die Baumeister-Erben warfen der Kulturstiftung vor, sie habe im Vergleich zu den Museen in Worpswede nicht genügend Aufwand in die Osterholzer Museumsanlage gesteckt, sie sei &bdquo;stillgeschwiegen worden&rdquo;. <small>(Quelle: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=1Zgq5rzXtHI">buten un binnen 09.03.2017</a>)</small> Das Museum in seiner jetzigen Form sei „angestaubt“ und „nicht mehr zeitgemäß“. Sie präsentierten ein eigenes Konzept, dass unter anderem Gastronomie, erweiterte Öffnungszeiten, modernere Ausstattung mit Audioguides und Touchscreen-Monitoren sowie hauptamtliche Fachkräfte vorsah. Aus Sicht der Kulturstiftung mangelte es dem Konzept an Finanzierungsvorschlägen. „Zahlen stehen da ja gar nicht drin“, so deren Kuratoriumsvorsitzender Herrmann. Im Haushaltsjahr 2017 musste der Landkreis zusätzlich zu den alljährlichen 400.000 Euro weitere 330.000 Euro als Defizitausgleich für die Kulturstiftung einbringen. Zum Vergleich: die Betriebszuschüsse an die Bildungsstätte Bredbeck beliefen sich auf 240.000, an die Kreismusikschule auf 168.000 und an die Erwachsenenbildung auf 41.000 Euro.</p>
<h2>4. Aktueller Stand</h2>
<h3>4.1. Gutachten 2018</h3>
<p><figure id="Museumsanlage_Osterholz-Scharmbeck4" aria-describedby="caption-Museumsanlage-Osterholz-Scharmbeck4" style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" src="https://lh3.googleusercontent.com/g8oECiY5o99il3c0ybrH6ENYQdDLBH80nM46wpRGcpcrLTM7UkDrE43C5S_ZGdE5IgY0104TOaHWz899QN79Z8uE4wFSnonxXXwJkxt7BHk8hkzhcTnUSbwHLAvjya4LA8FLX7MSl5Fto1-mrcY6VHH4d92L0lLZ2oDJWqaTsQEpXZaKnj7VdQnWZmiX_8NlgG_UXfu8Ryaeq6xoasI8l64DJ-k7zr1ukPalAFBxTTi0Ty7q7IJJ_rsljp-Yvpvgv_9NgNgzmKTO7emB5CQwZsnWJG-KqdGgw38pIAuAfS50wDwEjKmY97Sj-UlmgYI3aThw99oeg5Y4W1B9jzk0ahsNzx6gNh8BwRieeJdxtSOxeB-hi-vQXwVROby0iDe-kUTkPSL0A1nkT2iKfuV3YIWhEgWgndm__iaDTkOb6f4Fa42nrz6G1_5P6_-03deIbRm829l4rpvGAAP7Q5SqZHvpEd9BsfjDDw8RwVLY-lS8U4PtowRjU-zHF4p5RJx-8l7pXenMwzCM481HBQ5U1SFrToYTXNJHZPn5Gxt8wuVaipCbgwAqaTyuGwTt1NaLPRV0IjVpTa1rr4Px6tofMSUBNjPzoVKTcee1DNgVQSv0iL4BOicYAB1RcGkUb3eVQiwLtSyc2ee1gS3Y5cQnQnKgOw=w2282-h1656-no?.jpg" alt="Machbarkeitsstudie"><figcaption id="caption-Museumsanlage-Osterholz-Scharmbeck4" class="wp-caption-text">Machbarkeitsstudie 2018</figcaption></figure>Anfang 2018 stellten die Berater <a href="https://www.erlebniskontor.com">Erlebniskontor</a>/<a href="http://www.thomas-beisse.de">Thomas Beiße</a> die Ergebnisse einer zweiten Machbarkeitsstudie vor, die unter Einbeziehung von Kreisverwaltung, Stiftung, Verein und Familie Dr. Baumeister erstellt worden war. Sie stellten ein Konzept <em>&bdquo;Findorff &#038; Vögel &#038; Hammeniederung&rdquo;</em> mit einer deutlich reduzierten Zahl von Exponaten und einer Storyline vor. Sie skizzierten dabei (im Vgl. zur &bdquo;Großen Lösung&rdquo; des Gutachtens von 2010) eine &bdquo;Kleine Lösung&rdquo; und eine &bdquo;Mittlere Lösung&rdquo;. Die Kosten für die sog. kleine Lösung hatten sie inkl. Sanierung des Findorffhauses auf rund 3.6 Mio Euro geschätzt, für die große Lösung mit Neubau auf dem Areal des ehemaligen OKD-Hauses auf ca. 5.0 Mio Euro. Für beide Lösungen gleichermaßen rechnen die Gutachter mit 15.000 Besuchern und 250.000 Euro Subventionsbedarf pro Jahr.</p>
<h3>4.2. Kreistagsbeschluss September 2018</h3>
<p>Die Landkreisverwaltung rechnete nach und ergänzte Kosten für die projektierte Verlagerung des Heimatmuseums aus dem Findorff-Haus in das Niedersächsische Bauernhaus, die Verlagerung des Museums für Schifffahrt und Torf sowie die Schaffung von Parkplätzen. Sie kam auf einmalige Investitionskosten von mindestens 6,7 Mio Euro für die sog. mittlere Lösung. Mit Zins und Tilgung wurde so eine langfristige Haushaltsbelastung in Höhe von über 600.000 € jährlich ermittelt. Dieser Variante A wurden eine Variante B (Schließung und wirtschaftliche Verwertung) und, sozusagen als Kompromisslösung, eine Variante C (Erhalt und Sanierung mit Betrieb durch den Förderverein) gegenübergestellt. Landrat Bernd Lütjen empfahl dem Kreistag die Variante C, bei mangelnder Zustimmung sonst Variante B.</p>
<p>Der Kreistag stimmte im September 2018 mehrheitlich für die Variante C und die Bereitstellung entsprechender Haushaltsmittel im Planentwurf 2019. Die Variante C sieht vor, das Findorff-Haus denkmalgerecht zu sanieren, aus Kostengründen aber von weiteren Modernisierungen oder Erweiterungen der Anlage abzusehen. Nach der Sanierung sollen Weiterbetrieb der Museumsanlage und Grundstückspflege durch den Förderverein erfolgen, der dafür einen pauschalen jährlichen Zuschuss von 100.000 € (bislang im Notbetrieb 50.000 €) erhält. Der Landkreis trägt außerdem die gebäudebezogenen Fixkosten für Energie, Versicherung, Bauunterhaltung usw. in Höhe von ca. 80.000 € jährlich. Inkl. Tilgung und Zinsen wird mit einer jährlichen Belastung des Kreishaushaltes in Höhe von ca. 300.000 € gerechnet. Sollte der Bund die Sanierung in voller Höhe (50 % der Kosten) anerkennen und fördern, könnte sich dieser Betrag auf ca. 240.000 € reduzieren.</p>
<p>Mit dem Förderverein müssen jetzt die genauen Modalitäten einer Vereinbarung über jährlichen Zuschuss, Laufzeit und Kündigungsrechte vereinbart und abschließend vom Kreisausschuss beschlossen werden. Planung und notwendige Gespräche sollen 2019 abgeschlossen werden, um 2020 mit konkreten Maßnahmen beginnen zu können.</p>
<h2>Kommentar</h2>
<p>Wo ist die Grenze zwischen staatlich subventioniertem Kulturgut und Sammelleidenschaft von Liebhabern? Wer entscheidet über den kulturellen Wert und den Nutzen einer Sammlung von historischen Gegenstände oder präparierten Tierleichen? Schwierige Fragen &#8230; und fast alle Antworten sind hochgradig subjektiv. Sobald eine solche Sammlung aber unter der Überschrift &bdquo;Kultur&rdquo; mit öffentlichen Geldern subventioniert werden soll, kommt man nicht umhin, sich mit ihrer Notwendigkeit und ihrem Nutzen auseinanderzusetzen. </p>
<p>Hinsichtlich der Exponate in der Museumsanlage gehen die Meinungen auseinander. Stichwort Vogelmuseum: Der nach eigenen Angaben quasi mit der Vogelsammlung aufgewachsene Biologe Dr. Hinkelmann sieht im Vogelmuseum &bdquo;das einzige Alleinstellungsmerkmal der Museumsanlage&rdquo; und fordert in einer von den Baumeister-Erben initiierten Konzeptskizze, &bdquo;dass der Zukunft des Norddeutschen Vogelmuseums in der Museumsanlage eine besondere Aufmerksamkeit zukommen muss.&rdquo; Das vom Landkreis befragte <a href="https://www.arl-lg.niedersachsen.de/startseite/">Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg</a> hingegen urteilt so: An einem Standort zwischen Weltvogelpark Walsrode und Weltnaturerbe Wattenmeer kann sich eine Vogelsammlung, die lediglich Präparate umfasst, gegenüber hoch attraktiven Konkurrenzangeboten mit lebendigen Tieren nicht durchsetzen. Am Thema Natur interessierte Gäste erleben die Natur lieber mit allen Sinnen selbst, anstatt in geschlossenen Räumen mehr über sie zu erfahren. </p>
<p>Auch wenn ich es sehr bedaure, so bleibt es doch eine Tatsache, dass immer weniger Menschen an den Exponaten der Museumsanlage interessiert sind. Zusätzliche Angebote wie Konzerte, Trödel- und Antikmärkte steigern die Besucherzahl, fördern den Zweck als Museum aber nur begrenzt. Ein Erlebnis-&bdquo;Museum&rdquo; mit Touchscreens, 3-D-Animationen und Gastronomie würde das Interesse sicher steigern. Dafür allerdings bedürfte es kaum noch der jetzigen Ausstellungsstücke. Nicht umsonst findet man im besucherstärksten Bremer Museum, dem <a href="http://dah-bremerhaven.de">Deutschen Auswandererhaus</a> in Bremerhaven, nur wenige tatsächlich historische Stücke. Das Meiste ist reproduziert oder gänzlich nachgebaut fast wie in der Disneyworld. Reine Sammlungen von Gegenständen und/oder Informationen werden es immer schwerer haben, wenn es sich nicht um die &bdquo;ganz große Kunst&rdquo; handelt. Es ist zu erwarten, dass viele traditionelle &bdquo;Besichtigungsmuseen&rdquo; ein ähnliches Schicksal erleiden werden wie gedruckte Enzyklopädien. Zur Recherche und Anschauung haben Google, Wikipedia und Youtube ihnen schon heute den Rang abgelaufen und jede nachrückende Generation wird diesen Trend beschleunigen.</p>
<p>Ich nehme deshalb an, dass das jetzt getroffene Arrangement den Exponaten leider keine längerfristige Zukunft bescheren wird. Die &bdquo;Variante C&rdquo; getaufte Kompromissformel mag notwendig und sinnvoll sein, um den hochengagierten ehrenamtlichen Museumsförderern Respekt zu zollen. Sie hilft auch mit Sicherheit, das parkähnliche Grundstück und das sog. Mitmachmuseum als Versammlungs- und Veranstaltungszentrum noch einige Jahre nutzen zu können. Sie wird aber nicht zu einem vermehrten Interesse an den Ausstellungsstücken führen. Ob die jetzt projektierten 300.000 Euro jährlicher Haushaltsmittel dann auch langfristig zu rechtfertigen sind, wird an einem anderen Tag zu entscheiden sein. </p>
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		<title>Findorffhaus</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Oct 2018 17:48:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausflüge]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Findorffhaus in Osterholz-Scharmbeck ist das letzte erhaltene Gebäude auf dem ehemaligen Wirtschaftshof des Osterholzer Klosters. Bis in die Mitte des 17. Jahrh. war es Amtshaus des Klostervogts. In jener Zeit befand sich auf dem Gelände auch die Zehntscheune, in der das Kloster die Naturalsteuer der abgabepflichtigen Bauern lagerte. Seinen heutigen Namen verdankt das Findorffhaus &#8230; <p class="link-more"><a href="https://www.teufelsmoor.eu/ausfluge/findorffhaus/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Findorffhaus“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="Findorffhaus" aria-describedby="caption-Findorffhaus" style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" src="https://lh3.googleusercontent.com/ug6D7hgj9o10ycFUAst_T0x74ZR6dlpAZTGQda0a8gw2CF4cyV4PPJRcEjxFiOP85gXbWWNis5GhlfFoOdgEXdKeHfqNYj2dDUe5vLI3Ef05WKrPfFCrF5W3e7p3-zDpMP16T2mNjkNFo5Q1FOCjIjq3q4RHM1C-pZT5ceZzniaPe95k30_e-61_iMuGzi8sWn9Vc7VuhsQKN-zTUiGlIIlkynhmNT3pw6jH7y1DG2QpD9E3acdrwVW62EPzhZfnfAiFZbdnDVTM0wBC6rENtTd1tJog6vIuRmOoxCy-WA4uvGwWRPGSAGdDty4Sbtox8Ttn1Mlvt6z1RQLMKxfK5LUqwamsPfzHD7uMKXW6EmwgGt5M5e4YqffYd1UygCXbZRbIVOIT9-n5qEhOPzFSwG3Wfdud1IWCXgn9RvCr7jMeQNSm21IO0w8KU11ijZtNqDbKcloHSWY-wfXS4zkLO3AnT9Y_AXM0a9g_oD4fKgmzyKgnPPMDuC0z4ocXn6kW9bL2FFg2-bOW03I3UT-hBTBlzVDMYAL7tYRERr6ktlw_dNOyqxONamCwJm9WH_fjm3ZtCFIgvjpBbrti_FDjQgYeXU7X01E_9jcxClTZzWpD3Ihfx2GZIeHgtaV_gzl-=w2048-h1365-no?.jpg" alt="Findorffhaus in Osterholz-Scharmbeck"><figcaption id="caption-Findorffhaus" class="wp-caption-text">Findorffhaus in Osterholz-Scharmbeck</figcaption></figure>Das <strong>Findorffhaus</strong> in Osterholz-Scharmbeck ist das letzte erhaltene Gebäude auf dem ehemaligen Wirtschaftshof des <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/kloster-osterholz/">Osterholzer Klosters</a>. Bis in die Mitte des 17. Jahrh. war es Amtshaus des Klostervogts. In jener Zeit befand sich auf dem Gelände auch die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zehntscheune">Zehntscheune</a>, in der das Kloster die Naturalsteuer der abgabepflichtigen Bauern lagerte. Seinen heutigen Namen verdankt das Findorffhaus dem später zum Moorkommissar ernannten <a href="http://www.teufelsmoor.eu/?p=552">Jürgen Christian Findorff</a> (1720-1792), der es 1753 erweitern ließ und zu seinem Amtssitz machte. </p>
<p>Später war es Amtssitz der Osterholzer Amtsrichter und in den 1950er-Jahren Sitz des Landkreis-Sozialamtes. Aus dieser Zeit datieren auch Pläne der Bezirksregierung, das Gebäude abzureißen und durch einen nüchternen Betonzweckbau für das Gesundheitsamt zu ersetzen. <small>(Quelle: Kurier am Sonntag 28.7.91)</small></p>
<p>Stattdessen aber wurde das Findorffhaus 1960 dem Osterholzer Heimatverein als <em>Kreisheimatmuseum</em> zur Verfügung gestellt. Nach einer schrittweisen Erweiterung wurden daraus 1989 die <em>Museen des Landkreises</em> und 1991 die <em><a href="http://www.teufelsmoor.eu/ausfluge/museumsanlage-ohz/">Museumsanlage Osterholz-Scharmbeck</a></em>. Das Findorffhaus als Zentrum dieser Anlage beherbergt den Haupteingang und Ausstellungstücke der bürgerlichen Wohnkultur und der Industriegeschichte der Region. Alte Handwerksberufe und die für Osterholz und Scharmbeck wichtige  Zigarrenmacher- und Tuchmacherzunft werden hier vorgestellt. In einem späteren Anbau ist das <a href="http://vogelmuseum.com/">Norddeutsche Vogelmuseum</a> untergebracht.</p>
<p>1989-91 waren umfangreiche Sanierungsarbeiten notwendig, weil das Fundament des Zwei-Ständerhauses abzusacken drohte, Balken im Dachgeschoss angebrochen und die Kellerdecken morsch waren. Wegen unerwartet schwerer Schäden tragender Holzteile wurde dabei ein „inneres Stahlkorsett“ eingezogen. <small>(Quelle: Kurier am Sonntag 28.7.91)</small></p>
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		<title>Gymnasium OHZ</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 19:13:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Osterholz-Scharmbeck]]></category>
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					<description><![CDATA[Nachdem der Landkreis nicht zu einer Gründung bewegt werden konnte, beschloss der Stadtrat im November 1958 die Eröffnung eines Gymnasiums. Geplant war ein Beginn zu Ostern 1959 mit 5.-7. Klasse. 1959 gab der niedersächsische Finanzminister grünes Licht für einen Unterrichtsbeginn zu Ostern 1960. Am 21. April 1960 nahm das Gymnasium in den Räumen der ehemaligen &#8230; <p class="link-more"><a href="https://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/gymnasium/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Gymnasium OHZ“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem der Landkreis nicht zu einer Gründung bewegt werden konnte, beschloss der Stadtrat im November 1958 die Eröffnung eines Gymnasiums. Geplant war ein Beginn zu Ostern 1959 mit 5.-7. Klasse. 1959 gab der niedersächsische Finanzminister grünes Licht für einen Unterrichtsbeginn zu Ostern 1960.</p>
<p>Am 21. April 1960 nahm das Gymnasium in den Räumen der ehemaligen Mittelschule (<a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/bahnhofstr-36/">Bahnhofstraße 36</a>, gemeinsam mit der Sonderschule) seinen Betrieb auf. Sieben Lehrkräfte starteten mit 23 Mädchen und 57 Jungen in einer 5. und einer 7. Klasse. 1962 einigten sich Stadt und Landkreis, dass der Landkreis nach erfolgtem Neubau an der Loger Str. die Trägerschaft übernehmen würde, da die Mehrzahl der Schüler von außerhalb des Stadtgebietes kam. 1962 wurde das Gymnasium zweizügig. </p>
<p>Am 5.11.1965 bezog das Gymnasium, das in der Bahnhofstraße nur über 10 Räume für mittlerweile 15 Klassen verfügte, den 1. Abschnitt des Neubaus an der Loger Straße. 1966 haben die ersten zwölf Abiturienten (3 Frauen und 9 Männer) das Gymnasium verlassen. Bereits 1968 reichte der Platz in der Loger Straße für die mittlerweile 31 Klassen nicht mehr, 1969 mussten bei insgesamt über 800 Schülern vier Mobilklassen aufgestellt werden. 1972 wurde der 4. Bauabschnitt eingeweiht, bei jetzt 10 Anfängerklassen besuchten mittlerweile rund 1.400 Schüler das Gymnasium und 56 Schüler bestanden das Abitur. 1976 wurden bereits 98 Abiturientinnen und Abiturienten gezählt, 1978 waren es 146. <small>(Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)</small> 2010 wurden 144 Abiturientinnen und Abiturienten verabschiedet. <small>(Quelle: Osterholzer Kreisblatt 21.6.2010)</small> Im Jahr 2011 legten die ersten Schüler bereits nach 12 Schuljahren ihr Abitur ab, was in Folge des &#8222;Doppeljahrgangs&#8220; zur Rekordzahl von 211 Abiturientinnen und Abiturienten führte. <small>(Quelle: Osterholzer Kreisblatt 27.6.2011)</small></p>
<p>Als das Gymnasium in den 1970er-Jahren aus allen Nähten platzte, wurde 1975 in Lilienthal eine Filiale eingerichtet, die seit 1976 als <em>Gymnasium Lilienthal</em> eigenständig ist. 1976 eröffnete auch in Ritterhude im zwei Jahre zuvor errichteten Schulzentrum eine Außenstelle, die seit August 2005 als <em>Gymnasium Ritterhude</em> eigenständig ist.</p>
<h3>Schulleiter in Osterholz-Scharmbeck</h3>
<p>1960-1970 Reinhard Schirmer<br />
1970-1991 Rudolf Rechtmann<br />
1993-     Robert Just<br />
2007-2014 Gerd Schmidt<br />
2014-2018 Stefan Stamp-Focke</p>
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		<title>Pionierbrücke</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Jan 2009 18:27:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hamme]]></category>
		<category><![CDATA[1960]]></category>
		<category><![CDATA[1984]]></category>
		<category><![CDATA[2009]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Hammebrücke an der Umbeckmündung (Standort) wurde 2008/2009 im Rahmen des GR-Projektes &#8222;Hammeniederung&#8220; komplett erneuert. Die vorherige Holzbrücke (siehe altes Foto beim Landschaftsverband Stade) war 1960 mit der Hilfe von Bundeswehrpionieren aus Barme bei Nienburg erbaut (Materialkosten damals DM 20.000.-) und 1984 für DM 200.000.- saniert worden. (Quelle: Osterholzer Kreisblatt 13.1.2009]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Hammebrücke an der <a href="http://www.teufelsmoor.eu/?p=710">Umbeck</a>mündung <small><a href="http://maps.google.com/maps/ms?ie=UTF8&#038;hl=de&#038;t=k&#038;om=1&#038;msa=0&#038;msid=104701110756881066241.000438074a6421ef36de0&#038;ll=53.251273,8.91562&#038;spn=0.01158,0.027208&#038;z=15">(Standort)</a></small> wurde 2008/2009 im Rahmen des <a href="http://www.teufelsmoor.eu/?p=247">GR-Projektes &#8222;Hammeniederung&#8220;</a> komplett erneuert. Die vorherige Holzbrücke (siehe <a href="http://www.landschaftsverband-stade.de/images/brosch18-09.jpg">altes Foto</a> beim <a href="http://www.landschaftsverband-stade.de/faltblatt18.html">Landschaftsverband Stade</a>) war 1960 mit der Hilfe von Bundeswehrpionieren aus Barme bei Nienburg erbaut (Materialkosten damals DM 20.000.-)  und 1984 für DM 200.000.- saniert worden. <small>(Quelle: Osterholzer Kreisblatt 13.1.2009</small></p>
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