Bahnhofstr. 98

1951 zog das Optik- und Fotohaus Hiller von gegenüber (Bahnhofstraße 119) in den Neubau. 1958 machte die Gärtnerei Rudolf Ziegeler ein Blumengeschäft auf, 1959 eröffnete Herbert Ziegeler (hier und in der Feldstr. 22) ein Beerdigungsinstitut. 1974 übernahm Optikermeister Klaus Hiller das Geschäft seines Vaters. 1984 eröffnete das Modehaus Ute von Oeynhausen, 1991 zog das Modehaus Margrit Krüger ein. 1998 verlegte Andreas Kranke sein Küchenstudio von der Bremer Straße hierher. (Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)

2003-heute: Buchhandlung „Die Schatulle“ (zuvor Bahnhofstr. 103).

Schöpfwerk Höftdeich

Schöpfwerk Höftdeich
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Das Schöpfwerk Höftdeich am Maschinenfleet im St.-Jürgensland wurde Ende des 19. Jh. nach Plänen von Baurat Tolle (Königlich-preußische Wasserbaudirektion Blumenthal) erbaut und 1894 in Betrieb genommen. Die drei Zentrifugalpumpen mit Dampfantrieb brachten es auf eine Förderleistung von 14 m³/s.

Das Überschwemmungswasser der Wümme wurde damals in den Wintermonaten zwischen den Deichen im St. Jürgensland aufgestaut, um den Schlick zur Düngung des Grünlandes zu nutzen. Im April wurde das Wasser dann mehrere Wochen lang in die Wümme zurückgepumt. Die Bewohner des St. Jürgenslandes widmeten sich damals mehr der Jagd auf Wasservögel, dem Sammeln von Vogeleiern und dem Fischfang als der Landwirtschaft.

Ab 1936 wurde die Fläche dann auch im Winter trocken gehalten, was u. a. auch zur „Austrocknung“ des über 100 ha großen Flachwassersees Truper Blänken führte.

1951 wurde das Schöpfwerk auf Elektroantrieb umgestellt, wobei die dekorativen alten Pumpengehäuse belassen wurden.