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		<title>Museumsanlage Osterholz-Scharmbeck</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Nov 2018 15:37:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Museumsanlage Osterholz-Scharmbeck (Webseite) gruppiert sich rund um das Findorffhaus auf dem Gelände des ehemaligen Klostergutes im Ortsteil Osterholz. Zu ihr gehören das Norddeutsche Vogelmuseum, das Heimatmuseum, das Mitmachmuseum und das Museum für Schifffahrt und Torfabbau. In Folge eines immensen Sanierungsbedarfs und sinkender Besucherzahlen geriet sie seit 2010 immer wieder in die Schlagzeilen. Der derzeitige &#8230; <p class="link-more"><a href="https://www.teufelsmoor.eu/ausfluge/museumsanlage-ohz/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Museumsanlage Osterholz-Scharmbeck“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="Museumsanlage_Osterholz-Scharmbeck" aria-describedby="caption-Museumsanlage-Osterholz-Scharmbeck" style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" src="https://lh3.googleusercontent.com/q306Lp-3HE7VRDJ9N-5ax6kb9sFUMTeUayCuaZv7KhlvlijukzmZUEFdSv_urGGeuPoiFm4ukq0SQE_C01m3FRPKSuAUHZ1KYjMxjC6LyRNbvdpMUCF_xUydy3DlUH2Lp_ggk7E6z1bpTfVxQ52dbgTZ45rvHP59b4vaJLb9OH6YZpLV4oHt8wvCxQ37XVPKbliR8XBPJy7Xd-XN3R4iQ31sla7aSJmH_pDWXh8sIsTXuEvtqvWqlXoMtxXNWXxemx8Rkur6dsyNuOUfhJ4AyI6rkap8unx_OqI5UKYhkwWTwyWb_mOaI7qXFNNsCZqDwYP3fRSAxB_-JgU5BcoE84FY9QtcKDxCkksYV4yBdu17XAcGaZU0vd2wSWtciBL5WWsgSznc6tYwH7HEbR1rVvCj_BYbmJ2q8Quy_dFAXJDVQFN8YGD3wneZ-UWVMJVnPntZnw6k_mK3ZlOVxJf6QjAYiVihWW0dgOSOl9rv2hLVbmKvOEB-y6DffbUhA9mxFoiRMZG59s00Pp8a7RDsdewwHuyvpwoWybbXzNVy6iB3butCP4wJI1SGQF3ek_gi6FKVT9Er3HodtuPB_fA1Iw139k9f0PGRo9whAkk-zEaeuWQ-6bCbAX5iSV4ahfpA=w2048-h1365-no?.jpg" alt="Museumsanlage Osterholz-Scharmbeck"><figcaption id="caption-Museumsanlage-Osterholz-Scharmbeck" class="wp-caption-text">Eingang zur Museumsanlage Osterholz-Scharmbeck</figcaption></figure>Die <strong>Museumsanlage Osterholz-Scharmbeck</strong> (<a href="http://www.museumsanlage-osterholz-scharmbeck.de/index.html">Webseite</a>) gruppiert sich rund um das <a href="http://www.teufelsmoor.eu/ausfluge/findorffhaus/">Findorffhaus</a> auf dem Gelände des ehemaligen Klostergutes im Ortsteil Osterholz. Zu ihr gehören das <a href="http://vogelmuseum.com/">Norddeutsche Vogelmuseum</a>, das Heimatmuseum, das Mitmachmuseum und das Museum für Schifffahrt und Torfabbau. In Folge eines immensen Sanierungsbedarfs und sinkender Besucherzahlen geriet sie seit 2010 immer wieder in die Schlagzeilen. Der derzeitige Träger, die <a href="http://www.kulturstiftung-ohz.de">Kulturstiftung Landkreis Osterholz</a>, stellte den Betrieb im Frühjahr 2017 aufgrund der sich zuspitzenden finanziellen Situation ein. </p>
<p>Seither wird die Anlage durch die <a href="http://www.museumsanlage-osterholz-scharmbeck.de/foerdern/index.html">“Freunde und Förderer der Museumsanlage des Landkreises Osterholz und des Norddeutschen Vogelmuseums“</a> provisorisch betrieben. Diese Vereinbarung zwischen Stiftung und Verein gilt vorerst bis Ende 2018. Der Verein mit seinen 100 Mitgliedern <small>(Stand 11.2018, Quelle Osterholzer Kreisblatt 22.11.2018)</small> erhält dafür einen Zuschuss in Höhe von 50.000 Euro jährlich, während die Stiftung weiterhin die Fixkosten für Energie, Versicherungen usw. trägt.<br />
<span id="more-803"></span></p>
<h2>1. Geschichte der Museumsanlage</h2>
<p>Zur früheren Geschichte des Findorffhauses siehe <a href="http://www.teufelsmoor.eu/ausfluge/findorffhaus/">diesen Artikel</a>. 1960 stellte der Landkreis das Gebäude dem <em>Heimat- und Museumsverein</em> für dessen Sammlung zur Verfügung. Diese war 1930 von <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/johann-segelken-heimatforscher/">Segelken</a>, einem der Gründungsmitglieder des Vereins, im &#8222;Altdeutschen Haus&#8220; (Hundestr. 210 bzw. später Nr. 11) eingerichtet worden. </p>
<p>1976 übergab der Heimatverein die Ausstellungsstücke dem Landkreis, der sie fortan unter Leitung von Klaus-Peter Schulz als <em>Kreisheimatmuseum</em> präsentierte. In den folgenden Jahren wurde die Anlage suksessive um weitere Gebäude und Ausstellungsmodule erweitert und nach Hinzufügen des Vogelmuseums 1989 in <em>Museen des Landkreises</em> umbenannt. 1989-91 wurde das Findorffhaus umfangreich saniert und innen mit Stahlträgern stabilisiert, weil das Fundament abzusacken drohte, Balken im Dachgeschoss angebrochen und die Kellerdecken morsch waren. 1990 übernahm Karla Lütjen die Leitung von ihrem Vorgänger Schulz. </p>
<h2>2. Museumsanlage Osterholz-Scharmbeck seit 1985</h2>
<p><figure id="Museumsanlage_Osterholz-Scharmbeck1" aria-describedby="caption-Museumsanlage-Osterholz-Scharmbeck1" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" src="https://lh3.googleusercontent.com/SEpimf5fXuKpe_f-J3hiS1oCMDOCyu-3WbbHX3SiwAvCi_NYpUm7TrPRe2ZBv0_w0eY1oIn1hyaC0l_pU4qcb048Gi7cevipuJ8sOOewbN9GNEZwOsLwdUBVC68h-M62rC5cDvA-aslEDc-wlDmQZByuuKduCkSNYTG4GCL21RuCiG5gRvwFEYxGdNGiCzDRcDKhO4uL6kZI6w7JFzervxkfT3JyT5-6SSAK7iRf_E7N0iIjiUyj_dwDz4UfpjVVJEPlVieFH2SAHLZ_km5u6G_ejUvQbakdABY4uTpLVBURjj_zdIoGxH2Iug0kiHwd1GX_xwOcJRMuEJPjZYaODv_ydW5R3R36z93tndUbS_GSyVNtRl1-HdrIeh9nkStQlO7FHGCH7HIbJpW-usRgjMKrqdlr2XMI_u-OIK49pRbGTyfEiI9Qti8MH1m9m8-V0tLKs0Cu1vBscVBf5g53wr5dNAfy3AegR-5lzraMGM4RpNw-dzav8ZVKqiCJt-FPW8jMKe4_R0jFI77s1p2_bU0GKk8SOz4QSDQaOntyN6arSLhmNFBiBZUhFsNod8qbvW-yEAcvFk8Fb3mnRVEsldcCBRD0GMpz6v3-XLpQRrURW9ikV9RzHp3M_jMGIn7K=w2048-h1365-no?.jpg" alt="Lageplan Museumsanlage Osterholz-Scharmbeck"><figcaption id="caption-Museumsanlage-Osterholz-Scharmbeck1" class="wp-caption-text">Lageplan der Gebäude (<a href='https://photos.google.com/photo/AF1QipNioc7g2njXGIn9x3ltBd1EmIfGMV7pfUPRj16W'>vergrößern</a>)</figcaption></figure>Das <strong>Findorffhaus</strong> ist heute Heimatmuseum mit Schauräumen zur bürgerlichen Wohnkultur und regionalen Industriegeschichte. Darunter Werkstätten eines Schuhmachers und eines Zigarrenmachers sowie als „Roter Salon“ auch die ausrangierten Wohnzimmermöbel der <a href="http://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/bahnhofstrase/bahnhofstr-10/">Henke-Villa</a>. Diese sind 2004 bis 2012 für € 13.000 restauriert worden. Die Leiterin des Museums wusste 2012 nur, dass sie in den 1960er Jahren von der Familie Henke gestiftet worden waren, &#8222;Angehörigen eines Direktors oder Betriebsleiters der 1874 gegründeten Reiswerke.  &#8230; Sicher ist nur, dass die Familie begütert war&#8220;. <small>(Quelle: Osterholzer Kreisblatt 22.02.2012)</small> Tatsächlich war Karl Henke (1890-1942) seit 1934 Betriebsleiter der Reiswerke und NSDAP-Ratsherr im Stadtrat von Osterholz-Scharmbeck. 1941 war er Wirtschaftsberater der NSDAP-Kreisleitung und Mitgründer sowie Beiratsmitglied des Heimatvereins. <small>(Quelle: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/chronik-von-osterholz-scharmbeck/">Menkhoff</a>)</small> </p>
<p><figure id="Museumsanlage_Osterholz-Scharmbeck2" aria-describedby="caption-Museumsanlage-Osterholz-Scharmbeck2" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" src="https://lh3.googleusercontent.com/WNrszXRBW5kk8lpnUbkhHwDwWmxyueLObE5HM4xKAcngBACJutB2daqEgWXOTnjDd1SK9SJktCl-13wQswemzANJiZsqGfrLr2CIUPv30pDa2zhUUc6hwHozZJN_XwRaYC6CXadODb_xD4GveKMXT-MO8Ebb8xKzutXl3DisURJ_Ks3f0tCSU0u_rEbytARuCna4X8QJtJyRQpIQ0MvBBHWIJhqoTSfJQoa6UI7cN2doOKk5XHdIpmNItROfibLLDq9HMBNJeIwHGHb6T5bBHoIMbCXpyBuTk3JZDKP9dHRX7M6NP7mcjl1DeoBnhQnrbKNsnHGKR6qeHTZTw05vOjtiSw0fNCnO021fKNm29S1Umc7SBmVj537HJB4k_k4kySWjIusCXhpU7RPx5gYeOzgEalqhQHRrcr8XfXRWx0ygr4YLaWwpifmU_ESalV-dwTwFAcGTk1UcrxwUu7_2tKE598OMnJUIwAvrNBTRDkjCFZZVW6dxhMqxu_lfM1a7khzZB41pk14ZnF4FLNMPTFS7in_HdLVWxExefBynD0Alll3XwnMctEBczM3jP3RMvehnl1QBpkLMK0GuFs2uL_cGD1zgtPGZR-4sQP0YNzUOdXixhKe2tSb_Z2bGe38G=w2356-h1766-no?.jpg" alt="Flechtwerkscheune Osterholz-Scharmbeck"><figcaption id="caption-Museumsanlage-Osterholz-Scharmbeck2" class="wp-caption-text">Flechtwerkscheune</figcaption></figure>Die mindestens 200 Jahre alte <strong>Flechtwerkscheune</strong> wurde dem Museum 1965 von Diedrich Wohltmann aus Pennigbüttel gestiftet. Der Fachwerkbau mit dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gefach">Gefach</a> aus Eichenstäben und geflochtenen Weidenzweigen spielt übrigens <a href="http://www.teufelsmoor.eu/politik/flechtwerkscheune-in-der-museumsanlage/">in einer unheimlichen Geschichte</a> aus den Nachkriegstagen 1945 eine Nebenrolle. </p>
<p>Das alte <strong>Backhaus</strong> wurde 1966 von Hinrich Jagels aus Pennigbüttel-Wiste gestiftet. Es beherbergt Backstube und Steinofen und war in vielen Moordörfern Kommunikationszentrum für die Dorfbewohner.</p>
<p>Die Gebäudereihe des <strong>Norddeutschen Vogelmuseums</strong> (<a href="http://www.vogelmuseum.info/">Webseite</a>) wurde zwischen 1973 und 1989 in mehreren Schritten an das Findorffhaus angebaut. Auf einer Gesamtfläche von über 800 m<sup>2</sup> sind mehr als 450 ausgestopfte Exemplare von über 220 mitteleuropäischen Vogelarten ausgestellt, in Jahrzehnten liebevoll zusammengestellt vom Augenarzt und Hobby-Vogelkundler Dr. Walther Baumeister. Attraktion sind zwei große <a href="http://vogelmuseum.com/dioramen/">Dioramen</a> mit der Vogelwelt aus Hammeniederung und Wattenmeer. </p>
<p>Das reetgedeckte <strong>Niedersächsische Bauernhaus</strong> der Familie Schröder wurde 1701 in Scharmbeckstotel errichtet und musste dort 1976 einer Straße weichen. 1978 wurde es im Museum wieder aufgebaut und enthält bäuerliche Einrichtungen und Geräte des 18. und 19. Jahrhunderts.</p>
<p>Die 1984 als <strong>Mitmachmuseum</strong> auf dem Gelände errichtete ehemalige Hofscheune aus Ohlenstedt-Bilohe wurde um 1800 gebaut und um 1906 auf das Doppelte verlängert.</p>
<p>Das <strong>Museum für Schifffahrt und Torfabbau</strong> liegt etwas außerhalb des eigentlichen Geländes. Dort wurde 1984 eine 20 m lange „Torfschute“ aufgestellt, die bei der Freilegung des verlandeten Torfkanals bei Bargschütt ans Tageslicht kam. Die vermutlich in den 1920er-Jahren gesunkene Schute wurde teilweise restauriert und viele Jahre in einem Tauchbecken konserviert. 1985 wurde um sie herum die ehemalige Scheune einer Ritterhuder Hofanlage wiederaufgebaut.</p>
<h2>3. Die Ära der Kulturstiftung</h2>
<p>Vor dem Hintergrund eines Haushaltsdefizits von über 1 Mio. DM und eines Sanierungsstaus an den Museumsgebäuden gründeten der Landkreis Osterholz und die damalige Kreissparkasse Osterholz 1999 die <em>Kulturstiftung Landkreis Osterholz</em>. Als gemeinnützige Stiftung öffentlichen Rechts übernahm sie acht von 14 Mitarbeitern des Kreiskulturamtes und fortan die Trägerschaft für die Große Kunstschau mit dem Cafe in Worpswede und das Ensemble in Osterholz-Scharmbeck, jetzt unter dem Namen <em>Museumsanlage Osterholz-Scharmbeck</em>. Man versprach sich davon bessere Bedingungen für das Einwerben von Spenden und eine effizientere Betriebsführung.  Anfang 2000 spendete die Kreissparkasse der Stiftung noch 1 Mio. DM, musste aber kurz darauf in Folge geänderter Bankengesetze von eigentlich geplanten regelmäßigen Ausschüttungen Abstand nehmen. Seither leidet die Stiftung unter einer &bdquo;strategischen Unterfinanzierung&rdquo;, die eigentlich geplante Rücklagen für Reparaturen und Instandhaltung verhinderte. <small>(Quelle: Osterholzer Kreisblatt 03.12.2015)</small> </p>
<h3>3.1. Besucherzahlen</h3>
<p><figure id="Museumsanlage_Osterholz-Scharmbeck3" aria-describedby="caption-Museumsanlage-Osterholz-Scharmbeck3" style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" src="https://lh3.googleusercontent.com/qq3um3Cr77hC9_VjuDvUGVau_MzXXihuZZpE71JKwInVWtRHr94jzFDKEdUev3ocoHLvhu6Ymiq1CK3e8kD9zSEckTRxnGZioWUMXGhUP3L411Qkqj6KSEkhg-UynNQKCyKOgUs9iqOYwf5fF_jsKGcyF2FWlpeOedqCxbK69ZClL8j_uUSRnRybn8pEpqD12xi31vjrhU0W8yiGg5m08-0m4qgN7xGiLpVklH-7zxlTgEMRk5mMX5PjKQjKPI4-6CkXTJBCbAu76no7Ri2dXlEF27FF4siKG_DCWlJKjdIg1pm4RQL5I_3PRp04dmWHhINQ8klAQNhJviuO_PS6eagPwATvz6TKC9ukU8as6C_8uUne9le6PQaZt2ix5gEsRRpVtYN7DbZRkMGkX7-7lvad8ackV12VcZZhkPSI8j37E576o6v4s6yHTuVGs5kj1_gGf1qtrOIbpFrdosLgFc3jf7C8DAScmLBKLg4dRr1dAwAKlTDScvSumBgoXCo8DkhpK_UejMqcUJFtenvoPq2bwnTFLHZEFdXaczP5EoHwZF7IpWXtMtmedpDBwpZ1MdjdHgJMUr0yS-R9nvxDUDlXnogBTbo3meJC_2LnGtGpZDwaago6IOhHHLsXV-db6q7xEIMVDE88KEsKySfZh8Z2qA=w1688-h1094-no?.png" alt="Besucherzahlen Museumsanlage Osterholz-Scharmbeck"><figcaption id="caption-Museumsanlage-Osterholz-Scharmbeck3" class="wp-caption-text">Besucherzahlen<br /><small>(Quellen: Osterholzer Kreisblatt 2007-2010, Machbarkeitsstudie 2018, Haushaltsplanentwurf 2019)</small></figcaption></figure>Seit 2007 hat die Museumsanlage mit abnehmenden Besucherzahlen zu kämpfen. Ein &bdquo;Ausreißer&rdquo; im Jahr 2013 war dem Sondereffekt des einmaligen <em>Familientages</em> im Mai 2013 geschuldet. Er alleine zog über 2.500 Besuchern an, wurde aber auch von 14 Firmen, Institutionen und Vereinen in Kooperation mit dem Museum organisiert. </p>
<p>Eintritt zahlende Besucher machten insgesamt etwa 40 % aus (25 % Erwachsene, 15 % Kinder), im Schnitt zuletzt 22 Besucher pro Öffnungstag. Bei Großveranstaltungen wie Kunsthandwerker-, Antik- und Trödelmarkt oder dem Familientag ist der Eintritt frei.</p>
<h3>3.2. Zunehmende Kontroversen</h3>
<p>Vor dem Hintergrund sinkenden Besucherinteresses und zunehmender Finanzprobleme entspann sich im Laufe des 21. Jh. eine zunehmend öffentlich ausgetragene Diskussion zwischen Kulturstiftung, Landkreis, Förderverein und Erbengemeinschaft Dr. Baumeister. Sie dreht sich um Zukunft und Ausrichtung der Museumsanlage und wird in den letzten Jahren zunehmend emotional geführt.</p>
<p>Der gemeinnützige Förderverein besteht seit 1994 und will &bdquo;das Norddeutsche Vogelmuseum (Sammlung Dr. Baumeister) und die heimatkundlichen Museen in Osterholz-Scharmbeck&rdquo; fördern. Die Erben von Dr. Baumeister &bdquo;fühlen sich dem mit Elan und Kompetenz geschaffenen Lebenswerk ihrer Eltern verpflichtet, um das Vogelmuseum auch in Zukunft zu pflegen und weiterzuentwickeln.&rdquo; <small>(Quelle: <a href="http://vogelmuseum.com/geschichte/">Webseite Vogelmuseum</a>)</small> Sie haben der Kulturstiftung die Vogelsammlung als dauernde Leihgabe zur Verfügung gestellt, um sein Lebenswerk zu erhalten. </p>
<p>2005 erhoffte sich der Förderverein durch Herausgabe des Buches <em>Faszination und Vielfalt der Vogelwelt Mitteleuropas &#8211; Das Norddeutsche Vogelmuseum Sammlung Dr. Walther Baumeister</em> (Autor Dr. Christoph Hinkelmann) &bdquo;einen Schub für das Vogelmuseum&rdquo;. Als Vorsitzender des Stiftungs-Kuratoriums stellte Karl-Heinz Marg auf der Jahresversammlung des Fördervereins Ende 2006 fest: &bdquo;Mit angestaubten Präsentationen und schlichten Informationstafeln lassen sich keine neuen Besucher gewinnen&rdquo;. Er setzte sich für eine &bdquo;Große Lösung&rdquo; mit aufwändiger 3-D-Präsentation im Vogelmuseum ein, sofern dafür EU-Fördermittel zu gewinnen wären. Sollte es mit der Förderung nicht klappen, wäre es &bdquo;vorerst vorbei mit dem Optimismus&rdquo;. <small>(Quelle: Osterholzer Kreisblatt 29.11.2006)</small> Und ein Jahr später: &bdquo;Wir können Museen nicht mehr führen wie gestern und vorgestern&rdquo;, nach Ansicht von Marg würden die Besucherzahlen der Museumsanlage nur verwaltet. <small>(Quelle: Osterholzer Kreisblatt 12.12.2007)</small></p>
<p>2010 verursachte die Museumsanlage bei der Kulturstiftung nach Vollkostenrechnung ein jährliches Defizit von knapp 200.000 €. Das entsprach knapp der Hälfte des vom Landkreis an die Kulturstiftung gezahlten Defizitausgleichs. Der damalige Landrat Jörg Mielke im Kreisentwicklungsausschuss: &bdquo;Der Hauptdefiziterbringer für die Kulturstiftung ist die Museumsanlage&rdquo;, erfolgreiche Veranstaltungen wie der Kunsthandwerkermarkt oder andere besondere Ereignisse könnten nicht darüber hinweg täuschen, dass in der Museumsanlage im Schnitt so gut wie gar nichts los sei. Der Landkreis sah auf Grund der geringen Besucherzahlen keinen nennenswert positiven Effekt für das Regionalmanagement und die regionale Wertschöpfung. </p>
<p>Mitte 2010 stellte das auf Ausstellungen spezialisierte Beratungsunternehmen <a href="http://impuls-design.de">Impuls-Design</a> die Ergebnisse seiner Machbarkeitsstudie vor, die der Landkreis für rund 50.000 Euro in Auftrag gegeben hatte. Sie empfahlen Investitionen in Höhe von knapp 3.6 Mio Euro, eine Fokussierung auf die Teufelsmoor-Saga und sahen dafür ein Besucherpotenzial von 35.000 pro Jahr. Die Prognosen hinsichtlich Besucherzahl und resultierender Einnahmen wurden jedoch von Verwaltung und Politik als wenig realistisch eingeschätzt und es gelang nicht, auf dieser Basis Fördermittel einzuwerben.</p>
<p>2013 stellte die Kulturstiftung den Antrag, der Landkreis möge die Museumsanlage zurücknehmen, was von diesem aber abgelehnt wurde. Im Februar 2017 gab die Kulturstiftung dann die Schließung der Anlage bekannt. Bei einem jährlichen Minus von 120.000 Euro sei mittlerweile ein Gesamtdefizit von 330.000 Euro aufgelaufen. Man müsse deshalb &bdquo;die Reißleine ziehen&rdquo;, um eine Insolvenz der Stiftung zu verhindern. Mit der <em>Teufelsmoor-Saga</em> habe man ein Konzept für die Anlage vorgestellt, deren Aussichten mittels einer Machbarkeitsstudie hätte geprüft werden sollen. Die Beauftragung dieser Studie sei &bdquo;an unterschiedlichen Gesprächskulturen&rdquo; seitens des Landkreises auf der einen Seite und der Baumeister-Erben als Eigentümer der Vogelpräparate auf der anderen Seite gescheitert. Der Vertrag über die Leihgabe sei wegen „fehlender Mitwirkung der Familie Baumeister an der Weiterentwicklung und Neukonzeption der Museumsanlage“ gekündigt worden. <small>(Quelle: Osterholzer Anzeiger 10.02.2017)</small>   </p>
<p>Die Baumeister-Erben warfen der Kulturstiftung vor, sie habe im Vergleich zu den Museen in Worpswede nicht genügend Aufwand in die Osterholzer Museumsanlage gesteckt, sie sei &bdquo;stillgeschwiegen worden&rdquo;. <small>(Quelle: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=1Zgq5rzXtHI">buten un binnen 09.03.2017</a>)</small> Das Museum in seiner jetzigen Form sei „angestaubt“ und „nicht mehr zeitgemäß“. Sie präsentierten ein eigenes Konzept, dass unter anderem Gastronomie, erweiterte Öffnungszeiten, modernere Ausstattung mit Audioguides und Touchscreen-Monitoren sowie hauptamtliche Fachkräfte vorsah. Aus Sicht der Kulturstiftung mangelte es dem Konzept an Finanzierungsvorschlägen. „Zahlen stehen da ja gar nicht drin“, so deren Kuratoriumsvorsitzender Herrmann. Im Haushaltsjahr 2017 musste der Landkreis zusätzlich zu den alljährlichen 400.000 Euro weitere 330.000 Euro als Defizitausgleich für die Kulturstiftung einbringen. Zum Vergleich: die Betriebszuschüsse an die Bildungsstätte Bredbeck beliefen sich auf 240.000, an die Kreismusikschule auf 168.000 und an die Erwachsenenbildung auf 41.000 Euro.</p>
<h2>4. Aktueller Stand</h2>
<h3>4.1. Gutachten 2018</h3>
<p><figure id="Museumsanlage_Osterholz-Scharmbeck4" aria-describedby="caption-Museumsanlage-Osterholz-Scharmbeck4" style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" src="https://lh3.googleusercontent.com/g8oECiY5o99il3c0ybrH6ENYQdDLBH80nM46wpRGcpcrLTM7UkDrE43C5S_ZGdE5IgY0104TOaHWz899QN79Z8uE4wFSnonxXXwJkxt7BHk8hkzhcTnUSbwHLAvjya4LA8FLX7MSl5Fto1-mrcY6VHH4d92L0lLZ2oDJWqaTsQEpXZaKnj7VdQnWZmiX_8NlgG_UXfu8Ryaeq6xoasI8l64DJ-k7zr1ukPalAFBxTTi0Ty7q7IJJ_rsljp-Yvpvgv_9NgNgzmKTO7emB5CQwZsnWJG-KqdGgw38pIAuAfS50wDwEjKmY97Sj-UlmgYI3aThw99oeg5Y4W1B9jzk0ahsNzx6gNh8BwRieeJdxtSOxeB-hi-vQXwVROby0iDe-kUTkPSL0A1nkT2iKfuV3YIWhEgWgndm__iaDTkOb6f4Fa42nrz6G1_5P6_-03deIbRm829l4rpvGAAP7Q5SqZHvpEd9BsfjDDw8RwVLY-lS8U4PtowRjU-zHF4p5RJx-8l7pXenMwzCM481HBQ5U1SFrToYTXNJHZPn5Gxt8wuVaipCbgwAqaTyuGwTt1NaLPRV0IjVpTa1rr4Px6tofMSUBNjPzoVKTcee1DNgVQSv0iL4BOicYAB1RcGkUb3eVQiwLtSyc2ee1gS3Y5cQnQnKgOw=w2282-h1656-no?.jpg" alt="Machbarkeitsstudie"><figcaption id="caption-Museumsanlage-Osterholz-Scharmbeck4" class="wp-caption-text">Machbarkeitsstudie 2018</figcaption></figure>Anfang 2018 stellten die Berater <a href="https://www.erlebniskontor.com">Erlebniskontor</a>/<a href="http://www.thomas-beisse.de">Thomas Beiße</a> die Ergebnisse einer zweiten Machbarkeitsstudie vor, die unter Einbeziehung von Kreisverwaltung, Stiftung, Verein und Familie Dr. Baumeister erstellt worden war. Sie stellten ein Konzept <em>&bdquo;Findorff &#038; Vögel &#038; Hammeniederung&rdquo;</em> mit einer deutlich reduzierten Zahl von Exponaten und einer Storyline vor. Sie skizzierten dabei (im Vgl. zur &bdquo;Großen Lösung&rdquo; des Gutachtens von 2010) eine &bdquo;Kleine Lösung&rdquo; und eine &bdquo;Mittlere Lösung&rdquo;. Die Kosten für die sog. kleine Lösung hatten sie inkl. Sanierung des Findorffhauses auf rund 3.6 Mio Euro geschätzt, für die große Lösung mit Neubau auf dem Areal des ehemaligen OKD-Hauses auf ca. 5.0 Mio Euro. Für beide Lösungen gleichermaßen rechnen die Gutachter mit 15.000 Besuchern und 250.000 Euro Subventionsbedarf pro Jahr.</p>
<h3>4.2. Kreistagsbeschluss September 2018</h3>
<p>Die Landkreisverwaltung rechnete nach und ergänzte Kosten für die projektierte Verlagerung des Heimatmuseums aus dem Findorff-Haus in das Niedersächsische Bauernhaus, die Verlagerung des Museums für Schifffahrt und Torf sowie die Schaffung von Parkplätzen. Sie kam auf einmalige Investitionskosten von mindestens 6,7 Mio Euro für die sog. mittlere Lösung. Mit Zins und Tilgung wurde so eine langfristige Haushaltsbelastung in Höhe von über 600.000 € jährlich ermittelt. Dieser Variante A wurden eine Variante B (Schließung und wirtschaftliche Verwertung) und, sozusagen als Kompromisslösung, eine Variante C (Erhalt und Sanierung mit Betrieb durch den Förderverein) gegenübergestellt. Landrat Bernd Lütjen empfahl dem Kreistag die Variante C, bei mangelnder Zustimmung sonst Variante B.</p>
<p>Der Kreistag stimmte im September 2018 mehrheitlich für die Variante C und die Bereitstellung entsprechender Haushaltsmittel im Planentwurf 2019. Die Variante C sieht vor, das Findorff-Haus denkmalgerecht zu sanieren, aus Kostengründen aber von weiteren Modernisierungen oder Erweiterungen der Anlage abzusehen. Nach der Sanierung sollen Weiterbetrieb der Museumsanlage und Grundstückspflege durch den Förderverein erfolgen, der dafür einen pauschalen jährlichen Zuschuss von 100.000 € (bislang im Notbetrieb 50.000 €) erhält. Der Landkreis trägt außerdem die gebäudebezogenen Fixkosten für Energie, Versicherung, Bauunterhaltung usw. in Höhe von ca. 80.000 € jährlich. Inkl. Tilgung und Zinsen wird mit einer jährlichen Belastung des Kreishaushaltes in Höhe von ca. 300.000 € gerechnet. Sollte der Bund die Sanierung in voller Höhe (50 % der Kosten) anerkennen und fördern, könnte sich dieser Betrag auf ca. 240.000 € reduzieren.</p>
<p>Mit dem Förderverein müssen jetzt die genauen Modalitäten einer Vereinbarung über jährlichen Zuschuss, Laufzeit und Kündigungsrechte vereinbart und abschließend vom Kreisausschuss beschlossen werden. Planung und notwendige Gespräche sollen 2019 abgeschlossen werden, um 2020 mit konkreten Maßnahmen beginnen zu können.</p>
<h2>Kommentar</h2>
<p>Wo ist die Grenze zwischen staatlich subventioniertem Kulturgut und Sammelleidenschaft von Liebhabern? Wer entscheidet über den kulturellen Wert und den Nutzen einer Sammlung von historischen Gegenstände oder präparierten Tierleichen? Schwierige Fragen &#8230; und fast alle Antworten sind hochgradig subjektiv. Sobald eine solche Sammlung aber unter der Überschrift &bdquo;Kultur&rdquo; mit öffentlichen Geldern subventioniert werden soll, kommt man nicht umhin, sich mit ihrer Notwendigkeit und ihrem Nutzen auseinanderzusetzen. </p>
<p>Hinsichtlich der Exponate in der Museumsanlage gehen die Meinungen auseinander. Stichwort Vogelmuseum: Der nach eigenen Angaben quasi mit der Vogelsammlung aufgewachsene Biologe Dr. Hinkelmann sieht im Vogelmuseum &bdquo;das einzige Alleinstellungsmerkmal der Museumsanlage&rdquo; und fordert in einer von den Baumeister-Erben initiierten Konzeptskizze, &bdquo;dass der Zukunft des Norddeutschen Vogelmuseums in der Museumsanlage eine besondere Aufmerksamkeit zukommen muss.&rdquo; Das vom Landkreis befragte <a href="https://www.arl-lg.niedersachsen.de/startseite/">Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg</a> hingegen urteilt so: An einem Standort zwischen Weltvogelpark Walsrode und Weltnaturerbe Wattenmeer kann sich eine Vogelsammlung, die lediglich Präparate umfasst, gegenüber hoch attraktiven Konkurrenzangeboten mit lebendigen Tieren nicht durchsetzen. Am Thema Natur interessierte Gäste erleben die Natur lieber mit allen Sinnen selbst, anstatt in geschlossenen Räumen mehr über sie zu erfahren. </p>
<p>Auch wenn ich es sehr bedaure, so bleibt es doch eine Tatsache, dass immer weniger Menschen an den Exponaten der Museumsanlage interessiert sind. Zusätzliche Angebote wie Konzerte, Trödel- und Antikmärkte steigern die Besucherzahl, fördern den Zweck als Museum aber nur begrenzt. Ein Erlebnis-&bdquo;Museum&rdquo; mit Touchscreens, 3-D-Animationen und Gastronomie würde das Interesse sicher steigern. Dafür allerdings bedürfte es kaum noch der jetzigen Ausstellungsstücke. Nicht umsonst findet man im besucherstärksten Bremer Museum, dem <a href="http://dah-bremerhaven.de">Deutschen Auswandererhaus</a> in Bremerhaven, nur wenige tatsächlich historische Stücke. Das Meiste ist reproduziert oder gänzlich nachgebaut fast wie in der Disneyworld. Reine Sammlungen von Gegenständen und/oder Informationen werden es immer schwerer haben, wenn es sich nicht um die &bdquo;ganz große Kunst&rdquo; handelt. Es ist zu erwarten, dass viele traditionelle &bdquo;Besichtigungsmuseen&rdquo; ein ähnliches Schicksal erleiden werden wie gedruckte Enzyklopädien. Zur Recherche und Anschauung haben Google, Wikipedia und Youtube ihnen schon heute den Rang abgelaufen und jede nachrückende Generation wird diesen Trend beschleunigen.</p>
<p>Ich nehme deshalb an, dass das jetzt getroffene Arrangement den Exponaten leider keine längerfristige Zukunft bescheren wird. Die &bdquo;Variante C&rdquo; getaufte Kompromissformel mag notwendig und sinnvoll sein, um den hochengagierten ehrenamtlichen Museumsförderern Respekt zu zollen. Sie hilft auch mit Sicherheit, das parkähnliche Grundstück und das sog. Mitmachmuseum als Versammlungs- und Veranstaltungszentrum noch einige Jahre nutzen zu können. Sie wird aber nicht zu einem vermehrten Interesse an den Ausstellungsstücken führen. Ob die jetzt projektierten 300.000 Euro jährlicher Haushaltsmittel dann auch langfristig zu rechtfertigen sind, wird an einem anderen Tag zu entscheiden sein. </p>
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		<title>Flechtwerkscheune in der Museumsanlage</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Oct 2018 17:18:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gut zu wissen]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[Das ist schon eine ziemlich unheimliche Geschichte aus den Nachkriegstagen 1945, in der die mindestens 200 Jahre alte Flechtwerkscheune in der Museumsanlage eine nicht unerhebliche Nebenrolle spielt. Unmittelbar nach Kriegsende waren viele von den Alliierten entwaffnete Soldaten auf dem Weg in ihre Heimat. Die meisten von ihnen zu Fuß, andere Transportmöglichkeiten standen kaum zur Verfügung. &#8230; <p class="link-more"><a href="https://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/flechtwerkscheune-in-der-museumsanlage/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Flechtwerkscheune in der Museumsanlage“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="Flechtwerkscheune" aria-describedby="caption-Flechtwerkscheune" style="width: 400px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" src="https://lh3.googleusercontent.com/WNrszXRBW5kk8lpnUbkhHwDwWmxyueLObE5HM4xKAcngBACJutB2daqEgWXOTnjDd1SK9SJktCl-13wQswemzANJiZsqGfrLr2CIUPv30pDa2zhUUc6hwHozZJN_XwRaYC6CXadODb_xD4GveKMXT-MO8Ebb8xKzutXl3DisURJ_Ks3f0tCSU0u_rEbytARuCna4X8QJtJyRQpIQ0MvBBHWIJhqoTSfJQoa6UI7cN2doOKk5XHdIpmNItROfibLLDq9HMBNJeIwHGHb6T5bBHoIMbCXpyBuTk3JZDKP9dHRX7M6NP7mcjl1DeoBnhQnrbKNsnHGKR6qeHTZTw05vOjtiSw0fNCnO021fKNm29S1Umc7SBmVj537HJB4k_k4kySWjIusCXhpU7RPx5gYeOzgEalqhQHRrcr8XfXRWx0ygr4YLaWwpifmU_ESalV-dwTwFAcGTk1UcrxwUu7_2tKE598OMnJUIwAvrNBTRDkjCFZZVW6dxhMqxu_lfM1a7khzZB41pk14ZnF4FLNMPTFS7in_HdLVWxExefBynD0Alll3XwnMctEBczM3jP3RMvehnl1QBpkLMK0GuFs2uL_cGD1zgtPGZR-4sQP0YNzUOdXixhKe2tSb_Z2bGe38G=w2356-h1766-no?.jpg" alt="Flechtwerkscheune Osterholz-Scharmbeck"><figcaption id="caption-Flechtwerkscheune" class="wp-caption-text">Flechtwerkscheune in der Museumsanlage</figcaption></figure>Das ist schon eine ziemlich unheimliche Geschichte aus den Nachkriegstagen 1945, in der die mindestens 200 Jahre alte <strong>Flechtwerkscheune in der Museumsanlage</strong> eine nicht unerhebliche Nebenrolle spielt.<br />
<span id="more-12024"></span></p>
<p>Unmittelbar nach Kriegsende waren viele von den Alliierten entwaffnete Soldaten auf dem Weg in ihre Heimat. Die meisten von ihnen zu Fuß, andere Transportmöglichkeiten standen kaum zur Verfügung. Hinsichtlich Verpflegung und Übernachtung waren sie unterwegs auf die Hilfe Anderer angewiesen. Einer der half, war Bauer Wohltmann in Pennigbüttel. In eben dieser Scheune, die bis 1965 auf seinem Hof an der Stubbenkuhle 38 stand, gewährte er vielen von ihnen Unterschlupf für die Nacht. Nur einer wollte partout nicht in der Scheune bei den anderen nächtigen und bat um Unterkunft im Haus. Dies wurde ihm nach Zögern gewährt. Am nächsten Morgen stand er früh auf, erkundigte sich nach dem Weg nach Stade und verschwand. Erst einige Wochen später erfuhren die Wohltmanns aus der Zeitung, um wen es sich dabei gehandelt hatte. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Himmler">Heinrich Himmler</a>, einer der größten Kriegsverbrecher des Zweiten Weltkrieges, hatte sich bei ihnen unter falschem Namen Zuflucht erschlichen. <small>(Quelle: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/chronik-von-osterholz-scharmbeck/">Menkhoff</a>)</small></p>
<p>1965 stiftete Diedrich Wohltmann die Scheune dem Museum, ihre Nebenrolle in Himmlers Fluchtkrimi findet dort heute keine Erwähnung.</p>
<h2>Himmlers Flucht 1945</h2>
<p>Nachdem Hitler ihn am 29. April 1945 wegen eigenmächtiger Verhandlungen mit den Westalliierten seiner Ämter enthoben hatte, machte sich Himmler mit einem Stab von anfangs 150 Personen über die sogenannte <a href="https://www.ndr.de/kultur/geschichte/chronologie/Als-die-SS-Verbrecher-nach-Flensburg-kamen,kriegsende348.html">Rattenlinie Nord</a> auf den Weg nach Flensburg. Er kam dort am 2. Mai <small>(Quelle: <a href="https://docs.google.com/viewer?a=v&#038;pid=sites&#038;srcid=d2lyLWluLWZsZW5zYnVyZy5kZXx3aXItaW4tZmxlbnNidXJnfGd4Ojc2ZjE5MjNmMTM3ODU3YTE">Paul</a>)</small> oder 3. Mai <small>(Quelle: <a href="https://www.shz.de/nachrichten/meldungen/zivilkleidung-augenklappe-neuer-name-doch-fuer-himmler-gab-es-kein-entrinnen-id9703421.html">Quelle: shz.de</a>)</small> Mai an und zeigte sich nach Berichten des Flensburger Sozialdemokraten und KZ-Häftlings Heinrich Lienau zunächst noch „mit voller Kriegsbemalung“ in den Straßen der Stadt. Die am Vortag gebildete Reichsregierung unter Karl Dönitz bestätigte Himmler am Abend des 3. Mai noch als Führer der Waffen-SS und Chef der deutschen Polizei, enthob ihn jedoch am Nachmittag des 6. Mai endgültig all seiner Ämter. Die Zwischenzeit hatte Himmler aber genutzt, um für sich und mehrere tausend Gesinnungsgenossen im Polizeipräsidium Flensburg falsche Personalpapiere erstellen zu lassen. Die Nächte verbrachte er auf Bauernhöfen in Ellgard, Atzbüll und Kollerup, wo er stets mit mehren Wagen, einem Dutzend Leibwächtern, seinem Adjutanten und zwei Leibärzten auftauchte.</p>
<p><figure id="flechtwerkscheune2" aria-describedby="caption-flechtwerkscheune2" style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" src="https://lh3.googleusercontent.com/jkd96hK0sGNc-X4dsNDjitHcLt3w1VwQ3xo9I87t9XbM9wdh6y8Wr1wZ8-qF0eiMTnwY9pNSZQa2YRT3BifpdxvDN5-tfz7lSHh956XJ_vwWF67OvkSpOwaWl6rygizsC1SJ-mKXm5xdNc9opZ0XPNI4m86lZ3qR2biCERfCqWg8K1UOXDp-1vEVJn4ZYZQQXZdchdO0BHSd-mPUbwq94as42WhNGoOhFEAaq81rReJDgJ4hlmcPkSpE6rX-CzMFfXW_g_4MEoVthYLsZ8TsrYAxY4fGg7losAxSwGHPVH1JZXZ_X8Bi2KiaF_A1A6GZJpG-moyHehim6pNWxuiCQzfienMouZlYPRtoUvsCLmQB40cqsfvlYTZH2e46vAZjMSD06ydzniKVBdHAVnGG7U-g1c9A40G0ZelxfjowH_9HLJGiU6UgBeFP8PFJ8QkywRKGUsupQel0WEc73kurlxc2xD0v5nMJnqs_q0rpvdzwaXQGnvr_b2InB2Kv3Dlafd47hLJJX6XMOux7xEhgWCLgDix1FNKp-66ta-v1s5vxVZ6dzKUnUBnpy7gcRiX1-Kvk9pBCGwq2kwcw1ak1f8m_jAQr9c3pONfQ6l4zwuebF9KJGvKoIGCicIhygSVqwQuAIRT9pnGWG3b6ByrUJlkFKg=w1428-h1438-no?.jpg" alt="Himmlers Fluchtweg 1945"><figcaption id="caption-flechtwerkscheune2" class="wp-caption-text">Himmlers letzte Tage 1945</br><small>Quellen <a href='https://www.shz.de/nachrichten/meldungen/zivilkleidung-augenklappe-neuer-name-doch-fuer-himmler-gab-es-kein-entrinnen-id9703421.html'>shz.de</a> und <a href='http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/chronik-von-osterholz-scharmbeck/'>Menkhoff</a> - Basiskarte <a href='http://www.openstreetmap.org/'>openstreetmap</a></small></figcaption></figure>Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht am 8. Mai verschwanden über Nacht sämtliche SS-Uniformen aus dem Straßenbild Flensburgs. Und aus Heinrich Himmler wurde am 9. Mai der Feldwebel Heinrich Hitzinger, der sich am 11. Mai in der Uniform eines Unterscharführers der Geheimen Feldpolizei auf den Weg nach Süden machte. Zur Tarnung trug er jetzt zeitweise eine Augenklappe statt seiner Brille, übernachtet wurde jetzt in Scheunen, Bahnhöfen und im Freien.</p>
<p>Die Flucht führte nach Dithmarschen zum Adolf-Hitler-Koog (heute Dieksanderkoog), dessen Bewohner ihn jedoch weggeschickt haben sollen. Von Friedrichskoog brachte ihn Fischer Willi Plett am 15. oder 16. Mai mit seinem Kutter über die Elbe nach Neuhaus, pro Person sollen dafür je nach Zeugenaussage 500 bis 1000 Reichsmark gezahlt worden sein. </p>
<p>Zu Fuß ging die Flucht weiter, die Tage zwischen dem 15./16. und dem 21. Mai blieben lange Zeit im Dunkeln. Auch der Aufenthalt in Pennigbüttel ist erst viele Jahre später an die Öffentlichkeit gekommen. Am 21., 22. oder 23. Mai jedenfalls (widersprüchliche Angaben, vgl. <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40952587.html">Spiegel</a>) wurde er mit zwei Begleitern in Meinstedt unweit von Bremervörde festgenommen. Dort war der schmächtige Mann mit Augenklappe und abgerissener Uniform bei einer Personenkontrolle durch befreite russische Kriegsgefangene oder britische Militärpolizisten (unterschiedliche Angaben) wegen seines zu neu erscheinenden Ausweises aufgefallen. Zur Klärung seiner Identität wurde er nach Lüneburg gebracht, wo er am 23. Mai 1945 im Verhörzimmer durch Suizid mit einer in einer Zahnlücke im Unterkiefer versteckten Zyankalikapsel starb. Sein Leichnam wurde sofort danach an einem unbekannten und  nicht gekennzeichneten Platz begraben.</p>
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		<title>2. Weltkrieg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 13:58:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[1939]]></category>
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					<description><![CDATA[Natürlich führte der 2. Weltkrieg auch in Osterholz-Scharmbeck zu bedeutsamen Veränderungen im täglichen Leben, besonders ab 1942. Weil der Landkreis nie bevorzugtes Bombenziel der alliierten Luftstreitkräfte war und bei Kriegsende nicht mehr ernsthaft verteidigt wurde, hielt sich das Ausmaß materieller Schäden zwar in Grenzen, aber fast jede Familie verlor einen oder mehrere ihrer Mitglieder. Mindestens &#8230; <p class="link-more"><a href="https://www.teufelsmoor.eu/geschichte/2-weltkrieg/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„2. Weltkrieg“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Natürlich führte der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Weltkrieg">2. Weltkrieg</a> auch in Osterholz-Scharmbeck zu bedeutsamen Veränderungen im täglichen Leben, besonders ab 1942. Weil der Landkreis nie bevorzugtes Bombenziel der alliierten Luftstreitkräfte war und bei Kriegsende nicht mehr ernsthaft verteidigt wurde, hielt sich das Ausmaß materieller Schäden zwar in Grenzen, aber fast jede Familie verlor einen oder mehrere ihrer Mitglieder. Mindestens 784 der (im Jahr 1939) 7.337 Einwohner Osterholz-Scharmbecks kamen ums Leben oder wurden dauerhaft vermisst. Im Landkreis war die Situation durch 3-6 Bombenalarme pro Woche, die Abwesenheit der allermeisten arbeitsfähigen männlichen Bewohner und eine zunehmende Verknappung von Lebensmitteln gekennzeichnet. Ab 1942 kamen bis zu 1.200 Zwangs- und Fremdarbeiter hinzu, die allein im Stadtgebiet Osterholz-Scharmbeck mit damals vermutlich weniger als 5.500 &#8222;Rest-Einwohnern&#8220; untergebracht waren. Ab Januar 1945 schließlich waren mehr als 4.000 Flüchtlinge aus den Ostgebieten unterzubringen und zu versorgen.<br />
<span id="more-2637"></span><br />
Alliierte Luftangriffe im Landkreis Osterholz und ihre Folgen:</p>
<table>
<tr>
<td></td>
<td>&nbsp;&nbsp;&nbsp;Fliegeralarme</td>
<td>&nbsp;&nbsp;&nbsp;Sprengbomben</td>
<td>&nbsp;&nbsp;&nbsp;Brandbomben</td>
<td>&nbsp;&nbsp;&nbsp;Tote</td>
<td>&nbsp;&nbsp;&nbsp;Verletzte</td>
</tr>
<tr>
<td>1940</td>
<td align="right">149</td>
<td align="right">183</td>
<td align="right">189</td>
<td align="right">7</td>
<td align="right">2</td>
</tr>
<tr>
<td>1941</td>
<td align="right">144</td>
<td align="right">361</td>
<td align="right">1758</td>
<td align="right">&#8211;</td>
<td align="right">1</td>
</tr>
<tr>
<td>1942</td>
<td align="right">155</td>
<td align="right">259</td>
<td align="right">4194</td>
<td align="right">7</td>
<td align="right">4</td>
</tr>
<tr>
<td>1943</td>
<td align="right">186</td>
<td align="right">710</td>
<td align="right">3269</td>
<td align="right">6</td>
<td align="right">5</td>
</tr>
<tr>
<td>1944</td>
<td align="right">305</td>
<td align="right">877</td>
<td align="right">2960</td>
<td align="right">2</td>
<td align="right">12</td>
</tr>
<tr>
<td>1945</td>
<td align="right">163</td>
<td align="right">136</td>
<td align="right">&#8211;</td>
<td align="right">11</td>
<td align="right">39</td>
</tr>
</table>
<p><small>(Aus dem Bericht der Kreisverwaltung; Quelle: <em>1945 Kriegsende und Neubeginn</em>. Eine Serie im Osterholzer Kreisblatt, M. Wilke u. N. Koch, 1996)</small></p>
<figure style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/e/e0/Germans_at_Polish_Border_%281939-09-01%29.jpg/800px-Germans_at_Polish_Border_%281939-09-01%29.jpg" width="400px" alt=""><figcaption class="wp-caption-text">Deutsche Soldaten an der deutsch-polnischen Grenze 1939<br />(Quelle: Wikipedia, nach: Jerzy Piorkowski (1957). Miasto Nieujarzmione, 8, Warszawa: Iskry. no ISBN)</figcaption></figure>
<h3>1939</h3>
<p>Der ohne formelle Kriegserklärung ausgeführte deutsche Angriff auf Polen am 1.9. und die darauf folgende Kriegserklärung Englands und Frankreichs an Deutschland am 3.9.1939 waren der Beginn des verheerendsten Krieges der Menschheitsgeschichte. </p>
<h3>1940</h3>
<p>Am 20. Juli 1940 wurde Osterholz-Scharmbeck erstmals Ziel von Bombenangriffen. Englische Fliegerbomben zerstörten das Freibad Am Deich und beschädigten viele Häuser der Umgebung sowie am Bahnhof das Haus Am Bahndamm 8. Am 22. August wurde der Bahnhofsarbeiter Gevert Grotheer bei einem Bombenangriff auf den Bahnhof getötet. </p>
<h3>1941</h3>
<p>1941 zerstörte eine Bombe das Wohnhaus der Fam. von Oehsen (Bargten 8), Bombensplitter führten zum Auslaufen des Gaswerkgasometers. Am 30.6.1941 wurden die Wohnhäuser von Martin Garbade und Heinrich Wätjen in Pennigbüttel an der Straße nach Scharmbeck zerstört. <small>(Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)</small></p>
<h3>1942</h3>
<p>1942 entstanden Bombenschäden auf dem jüdischen Friedhof, in Heilshorn, an Häusern &#8222;Auf dem Kamp&#8220; und &#8222;etlichen anderen Gebäuden&#8220;. <small>(Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)</small></p>
<p>Im Sommer 1942 trafen die ersten 300 von später bis zu 1.200 Zwangsarbeitern und &#8222;dienstverpflichteten&#8220; Ausländern ein, die in sog. kriegswichtigen Betrieben und der Landwirtschaft eingesetzt wurden. Während sich ca. 380 Belgier, Franzosen und Holländer in der Stadt frei bewegen durften, waren knapp 500 russischen Männer und Frauen in bewachten Lagern untergebracht. Morgens und abends wurden sie von bewaffneten Polizisten oder Bürgern von den Lagern abgeholt und wieder dorthin begleitet.    </p>
<blockquote><p>&#8222;Das waren Männer mit kahlgeschorenen Köpfen, abgerissener Kleidung und Holzpantinen, oft an bloßen Füßen. Abends kamen sie die Bahnhofstraße herauf, begleitet vom Wachpersonal mit geschultertem Gewehr: den Polizeiwachtmeistern Karl Leimbrock, August Stützing oder &#8222;nicht kriegsverwendungsfähigen&#8220; Bürgern der Stadt. Dann hörte man das Geklapper ihrer Holzpantinen auf dem Blaubasaltpflaster. Müde, erschöpft, mit schleppendem Schritt -fast wie der Gefangenenchor aus &#8222;Nabucco&#8220; oder &#8222;Fidelio&#8220;- zogen sie an uns vorbei, mitten durch die Stadt, hin zu den Lagerschuppen der alten Baufirma Steeneck &#038; Mevius.&#8220; <small>(Ernstheinrich Meyer-Stiens in <em>&#8222;1945 Kriegsende und Neubeginn&#8220;</em>. Eine Serie im Osterholzer Kreisblatt, M. Wilke u. N. Koch, 1996)</small>
</p></blockquote>
<p>Bei den <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/fahrzeugwerke-fritz-drettmann/">Drettman-Werken</a> waren bis zu 543 Ausländer beschäftigt, darunter 285 Russen, 122 Tschecheslowaken, 66 Holländer, 32 Franzosen und 35 Belgier. Die meisten waren in einem Lager an der Bremer Straße (<a href="http://maps.google.de/maps/ms?source=ig&#038;hl=de&#038;ie=UTF8&#038;msa=0&#038;msid=104701110756881066241.000438074a6421ef36de0&#038;ll=53.216942,8.78476&#038;spn=0.004304,0.012456&#038;t=h&#038;z=17">Standort</a>) untergebracht, das 1942 eilendst errichtet worden war. Weitere kleinere Lager befanden sich direkt am Werk (gegenüber der Einmündung der Osternheide, <a href="http://maps.google.de/maps/ms?source=ig&#038;hl=de&#038;ie=UTF8&#038;msa=0&#038;msid=104701110756881066241.000438074a6421ef36de0&#038;ll=53.21973,8.79852&#038;spn=0.002152,0.006228&#038;t=h&#038;z=18">Standort</a>) und daran angrenzend innerhalb des Werkzaunes sowie in der Lindenstraße neben dem Rathaus in alten Lagerschuppen des Bauunternehmens Steeneck &#038; Mevius. Weitere 271 Ausländer arbeiteten für ein Bauunternehmen in Osterholz-Scharmbeck, 78 im &#8222;Dauermilchwerk Theile&#8220; in der Loger Straße, 40 im Monolanwerk Schiemann in der Ladestraße und 50 Holländer in den <a href="http://www.teufelsmoor.eu/osterholz-scharmbeck/bahnhofstrase/osterholzer-reiswerke/">Osterholzer Reiswerken</a>. </p>
<p>Ab Mitte 1942 häuften sich die Bombenangriffe auf Bremen, was einerseits von vielen Osterholz-Scharmbeckern als nächtlicher Feuerschein wahrgenommen wurde, andererseits auch zu einem Zuwachs der Bevölkerung durch die Aufnahme ausgebombter Kinder und Familien führte. Auf diesem Weg gelangte 1943 auch der spätere Bremer Bürgermeister <a href="http://www.teufelsmoor.eu/osterholz-scharmbeck/scherf-henning/">Henning Scherf</a> zu Verwandten in die Kreisstadt.</p>
<h3>1943</h3>
<p>Das Jahr 1943 markierte eine deutliche Wende im Kriegsverlauf: Im Osten die Gegenoffensive der Sowjets mit der deutschen Niederlage bei Stalingrad Anfang 43, in Afrika die deutsche Kapitulation im Mai 43, an der Heimatfront die sich abzeichnende Lufthoheit der Alliierten, die ihre Bombenangriffe jetzt auch bei Tage flogen und wie Ende Juli 43 in Hamburg (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Gomorrha">&#8222;Feuersturm&#8220;</a>) halbe Großstädte in Schutt und Asche legten. Die Zeichen für eine bevorstehende deutsche Niederlage wurden eigentlich unübersehbar, auch wenn vermutlich die meisten Deutschen in Folge der NS-Propaganda dies nicht wahrnehmen konnten oder wollten.  </p>
<p>Am 22.9.43 stürzte ein abgeschossener <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Avro_Lancaster">Lancaster-Bomber</a> in Lintel zwischen den Gasthöfen Armbrust und Jacobs (später Ritterhuder Str. 78 bzw. 66, etwa am späteren Standort der Diskothek <em>Star Ship</em>) ab. Das Flugzeug und seine explodierende Bombenlast rissen einen Krater von knapp 20 m Durchmesser in die Papesche Weide. Die Höfe Pape, Hermann Jacobs und Georg Michaelis sowie die Scheune von Hermann Wellbrock und die Gastwirtschaft Jacobs brannten ab. Acht kanadische Flieger kamen ums Leben, die Leiche des Achten wurde erst nach einer Woche gefunden. Der Architekt Dahl, der in einer Holzhütte unmittelbar am Absturzort Schutz gesucht hatte, wurde schwer und zwei weitere Linteler leicht verletzt. <small>(Quelle: 1945 Kriegsende und Neubeginn. Eine Serie im Osterholzer Kreisblatt, M. Wilke u. N. Koch, 1996)</small></p>
<p>1943 wurde unter dem Scharmbecker Marktplatz ein Luftschutzbunker gebaut, weiterere Bunker (Baujahr unbekannt) entstanden an den Schulen im Ort, u. a. unterhalb der Menckeschule. Am 20.12.43 stürzten zwei amerikanische Bomber am Tinzenberg und nahe Westerbeck ab. 13 tote Besatzungsmitglieder wurden von einem Kommando des Fliegerhorstes Wesermünde geborgen, zwei verletzte Amerikaner in das Vegesacker Lazarett gebracht.</p>
<h3>1944</h3>
<p>1944 wurden der Bahnhof und seine Umgebung wiederholt durch Fliegerbomben beschädigt.</p>
<h3>1945</h3>
<p>Ende Januar erreichte der erste von drei großen Flüchtlingstransporten aus Ost- und Westpreußen, Pommern und Berlin die Kreisstadt. Die insgesamt über 4.000 Flüchtlinge wurden in der Kantine der <a href="http://www.teufelsmoor.eu/osterholz-scharmbeck/bahnhofstrase/osterholzer-reiswerke/">Reiswerke</a> verpflegt, für viele von ihnen die erste warme Mahlzeit nach Tagen. Fast alle Wohnungen und Häuser werden mit zusätzlichen Flüchtlingen belegt, die Einwohnerzahl stieg sprunghaft von ca. 7.000 auf mehr als 11.000.</p>
<p>Am 23. April 1945 kamen bei einem Bombenangriff auf die Drettmann-Werke drei Beschäftigte aus Osterholz-Scharmbeck ums Leben, viele wurden verletzt. Am 26. April sprengten deutsche Soldaten die Brücke bei Tietjens Hütte vor den bereits in Bremen stehenden Briten. Am 28. April, zwei Tage vor Hitlers Selbstmord und zwei Wochen vor Kriegsende, wurde der 17-jährige Soldat Kurt Albrecht in Buschhausen wegen Fahnenflucht zum Tode verurteilt und noch am gleichen Tag von einem 10-köpfigen Exekutionskommando auf dem Scharmbecker Schützenhof erschossen.</p>
<p>Am 7. Mai rückten die ersten Panzer des schottischen Eliteregiments <em>King&#8217;s Owen Scotch Borderers</em> in Osterholz-Scharmbeck ein. Die Briten verhängten bis zum 9. Mai Ausgangsverbot, danach wurde der Ausgang auf die Zeit von 10-11:00 und 15-16:00 Uhr beschränkt. Am 8. Mai kapitulierte die deutsche Reichsregierung.<br />
<small>(Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)</small></p>
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		<title>Kreiskrankenhaus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Sep 2007 13:04:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Scharmbeck]]></category>
		<category><![CDATA[1945]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Kreiskrankenhaus Osterholz (Webseite &#8226; Standort • mehr Fotos) mit etwa 350 Mitarbeitern ist heute ein Gesundheitszentrum für die Region. Neben der stationären Krankenhausversorgung (Grund- und Regelversorgung) mit ca. 150 Planbetten und den Abteilungen Anästhesie, Chirurgie, Innere Medizin sowie Gynäkologie und Geburtshilfe und einem Belegarzt für Orthopädie bietet es eine umfangreiche ambulante Versorgung mit einem &#8230; <p class="link-more"><a href="https://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/scharmbeck/kreiskrankenhaus/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Kreiskrankenhaus“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="KKH01" aria-describedby="caption-KKH01" style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://picasaweb.google.com/moorteufel/Kreiskrankenhaus/photo#5095825996246404466"><img decoding="async" src="http://lh6.google.com/moorteufel/RrgCvqd3zXI/AAAAAAAAAeg/-2-Tv9aN3J4/s400/IMG_0885.jpg" width="400" align="left" alt="Kreiskrankenhaus Osterholz"></a><figcaption id="caption-KKH01" class="wp-caption-text">Kreiskrankenhaus Osterholz</figcaption></figure>Das <strong>Kreiskrankenhaus Osterholz</strong> (<a href="http://www.kreiskrankenhaus-osterholz.de/">Webseite</a> &bull; <a href="http://maps.google.com/maps/ms?ie=UTF8&#038;hl=de&#038;om=1&#038;t=h&#038;msa=0&#038;msid=104701110756881066241.000438074a6421ef36de0&#038;ll=53.235094,8.794234&#038;spn=0.005959,0.014591&#038;z=16">Standort</a> • <a href="http://picasaweb.google.com/moorteufel/Kreiskrankenhaus">mehr Fotos</a>) mit etwa 350 Mitarbeitern ist heute ein Gesundheitszentrum für die Region. Neben der stationären Krankenhausversorgung (Grund- und Regelversorgung) mit ca. 150 Planbetten und den Abteilungen Anästhesie, Chirurgie, Innere Medizin sowie Gynäkologie und Geburtshilfe und einem Belegarzt für Orthopädie bietet es eine umfangreiche ambulante Versorgung mit einem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Medizinisches_Versorgungszentrum">Medizinischen Versorgungszentrum</a> (Chirurgie, Innere Medizin/Gastroenterologie, Innere Medizin/Kardiologie, Kinderheilkunde und Urologie) sowie Ermächtigungsambulanzen der Chefärzte für Abdominal-, Gefäß- und Orthopädische Chirurgie, Hämatologie und Onkologie und Radiologie an. Auch die Physiotherapieabteilung behandelt ambulant und stationär, eine Gesundheitsschule mit dreijähriger Krankenpflegeausbildung sowie Kursen, Vorträgen und Seminaren für die Bevölkerung rundet das Angebot ab.<br />
<span id="more-53"></span></p>
<h3>Geschichte</h3>
<p><strong>1927</strong> wäre fast schon eine Klinik entstanden: Damals beschloss der Osterholzer Kreistag, dem Ottersberger Arzt Dr. Martins ein Darlehen von 35.000 Mark zum Ankauf des <a href="http://www.teufelsmoor.eu/?p=56">Hauses von Maurermeister Steeneck</a> in Scharmbeck und Errichtung einer Klinik dortselbst zu gewähren. <small>Quelle: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/chronik-von-osterholz-scharmbeck/">Menkhoff</a></small><br />
<strong>1945</strong> wurde das Kreiskrankenhaus im Januar provisorisch im Gebäude der heutigen <a href="http://www.teufelsmoor.eu/?p=21">Schule Lindenstraße</a> und einigen ausgelagerten Räumlichkeiten eingerichtet. Zunächst wurden ca. 100 Betten bereitgestellt, zuzüglich 22-24 Betten in der &#8222;Isolierbaracke&#8220; an der Blumenthaler Straße und 12 Betten im Entbindungshaus Am Stadtpark 8. Erster Klinikarzt war Dr. Thiernagel, ihm folgte Dr. Schliemann, der auch in der <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/historische-aufnahmen/marktstr-5/">Marktstraße 5</a> bzw. ab 1946 in der <a href="http://www.teufelsmoor.eu/osterholz-scharmbeck/lindenstrase/lindenstr-17/">Lindenstraße 17</a> eine Praxis unterhielt.<br />
<strong>1947</strong> wurde Dr. Wilhelm Willemer Chefarzt, im Juni bewilligte der Kreistag DM 100.000 zum Grundstückskauf für ein neues Krankenhaus.<br />
<strong>1948</strong> wurde Dr. Heinz Voigtlaender unter Willemers Leitung 2. Arzt, als weiterer Arzt wurde Dr. Paul Brandenburger eingestellt.<br />
<strong>1956</strong> wurde Dr. Helmut Krausmüller eingestellt, der als einer der letzten Kriegsgefangenen aus sowjetischer Haft zurückgekehrt war. <small>Quelle: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/chronik-von-osterholz-scharmbeck/">Menkhoff</a></small><br />
<strong>1957</strong>: Die heutigen Gebäude wurden Mitte der 50er-Jahre auf den damals leeren Wiesen am Koppelberg errichtet, am 25. Oktober 1957 eingeweiht und Ende 1957 bezogen. Chefärzte waren derzeit Dr. Voigtlaender (Chirurgie) und Dr. Brandenburger (Innere Medizin), neuer Oberarzt wurde Dr. Grossmann.<br />
<strong>1966</strong> wurde eine Röntgenanlage für DM 230.000.- beschafft.<br />
<strong>1972</strong> übernahm Dr. Jörg Hartje als Nachfolger von Dr. Brandenburger die Innere Abteilung,<br />
<strong>1976</strong> Dr. Joachim Bothe die Leitung der Chirurgie von Dr. Voigtlaender.<br />
<strong>1979</strong> wurde Dr. Oktai Ferdowsi Nachfolger des in den Ruhestand verabschiedeten Chefarztes der Gynäkologie Dr. Gerd Maaß.<br />
<strong>1984</strong> kündigte Dr. Bothe, sein Nachfolger wurde Prof. Dr. Meyer-Marcotty aus Oberhausen.<br />
<strong>1985</strong> wurde Dr. Klaus Kühn als Nachfolger von Dr. Gisela Horn Chefarzt der Anästhesie.<br />
<strong>1991</strong> ging Verwaltungsleiter Günter Heinemann im Alter von 49 Jahren nach 19-jähriger Amtszeit aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand, Nachfolger wurde Norbert Wellbrock.<br />
<strong>1992</strong> beendete der Landkreis das Arbeitsverhältnis mit Prof. Meyer-Marcotty, Nachfolger war Dr. Michael Erttmann.<br />
<strong>1994</strong> ging Wellbrock nach Bremen, sein Nachfolger als Klinikleiter wurde Klaus Vagt.<br />
<strong>1995</strong> übernahm Jan Kwarcinski die Raiologie von Dr. Hartmut Scheel<br />
<strong>1996</strong> löste Dr. Wolfgang Schorscher den in Ruhestand gehenden Dr. Ferdosi als gynäkologischer Chefarzt ab.<br />
<strong>1998</strong> wurde für DM 850.000 ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Computertomographie">CT</a> angeschafft, Dr. Manfred Clemens wurde Chefarzt der Chirurgie.<br />
<strong>1999</strong> eröffnete die Nephrologin Dr. Cornelia Spauszus auf dem Klinikgelände ihre Dialyse-Praxis, als Nachfolger von Dr. Hartje wurden Jürgen Heuser und Dr. Abdollah Behboudi als Chefärzte der Inneren Medizin gewählt. <small>Quelle: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/chronik-von-osterholz-scharmbeck/">Menkhoff</a></small><br />
<strong>2011</strong> begann die umfangreiche &#8222;energetische Sanierung&#8220; des in den 1970er-Jahren errichteten Funktionstraktes mit einem Investitionsvolumen von knapp 2.5 Mio. Euro. EU-Fördergelder in Höhe von ca. 1.56 Mio € und Eigenmittel von ca. 870.440 € werden für Wärmedämmung und Energiegewinnung mittels Solarzellen und Erdwärme aufgewandt, um  bis 2026 ca. 1 Mio € an Energiekosten einzusparen. <small>(Quelle: Osterholzer Kreisblatt 6.12.2011)</small></p>
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