Rathaus OHZ

Armenhaus für Osterholz und Scharmbeck ca. 1898
Rathaus Osterholz-Scharmbeck
Rathaus Osterholz-Scharmbeck 2007

Ursprünglich wurde das Gebäude am damaligen Passweg (später Rathausstr. 1, [Standort][mehr Fotos]) am 15. Oktober 1891 als Armenhaus eingeweiht. Die Flecken Osterholz und Scharmbeck hatten sich die Baukosten von 45.250 Mark geteilt und nutzten das Haus gemeinsam. Im Dezember 1898 berichtete die Lokalpresse vom Bewohner Monsees, der in Folge seiner Teilnahme am amerikanischen Sezessionskrieg 1864-1865 eine monatliche Pension von 20 Dollar erhalten sollte. Diese war allerdings in Amerika zu verzehren, woraufhin er das Armenhaus gen Amerika verließ.

Am 15. Mai 1928 zogen Magistratsbüro und Gemeindekasse des Fleckens Osterholz in das nunmehr als Rathaus genutzte Gebäude. Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band 1

1935 beschloss der Rat, das noch im Rathaus befindliche Pflegeheim aufzulösen, um dem Platzmangel abzuhelfen. Die Pflegeheimbewohner wurden nach Worpswede verlegt, nach Renovierung entstanden im 1. Stock ein Amtszimmer für den Bürgermeister, Standesamt, Sitzungssaal und Schreibzimmer.

Nach dem 2. Weltkrieg gab es mehrmals ernsthafte Umzugspläne für das Rathaus:

  • 1965 bot die Stadt dem Landkreis, der nach einem geeigneten Gelände für einen Verwaltungsneubau suchte, das Rathaus samt 9.000 m² Grundstück als Geschenk an. Ein neues Rathaus hätte dann am Marktplatz entstehen sollen. Die Kreisverwaltung lehnte aber dankend ab und fasste den späteren Standort im Klosterholz ins Auge.
  • Im November 1988 hatte der Stadtrat bereits beschlossen, wegen Platznot mit dem Rathaus ca. 1992/93 in das Gebäude der Sparkasse zu ziehen, da diese einen gegenüberliegen Neubau plante. Der “Rathausvertrag” platzte aber 1992, nachdem sich die Kreissparkasse für einen Anbau zum derzeitigen Gebäude anstatt eines Neubaus entschieden hatte.

(Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)

1999 wurde dann vom Stadtrat eine umfassende Sanierung des Rathauses mit zusätzlichem Anbau beschlossen. Im Jahr 2000 stimmten die Politiker den Plänen des Hagener Architekten Dr. Lothar Kammel zu. Das Projekt wurde als sog. Public Private Partnership realisiert. Nach umfangreichen Baumaßnahmen in den Jahren 2002-03 (Gesamtkosten 9.1 Mio Euro) stand bei der Einweihung am 1. Oktober 2003 eine Hauptnutzfläche von knapp 3.000 qm zur Verfügung. Quelle: Webseite der Stadt, Stand 22.9.2007

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