August Lange (-1959) war ein angesehener sozialdemokratischer Politiker aus Pennigbüttel und später Osterholz-Scharmbeck.
Der in Hildesheim geborene Schiffszimmermann verlor im 1. Weltkrieg ein Bein und wurde danach Zigarrenmacher. Er betrieb zunächst in Pennigbüttel und ab 1927 in Osterholz-Scharmbeck eine kleine Zigarrenfabrik und war Gemeindevorsteher in Pennigbüttel sowie Abgeordneter des Kreistages. Im Nationalsozialismus verlor er seine Ämter, seine berufliche Existenz und wurde mehrfach verhaftet. So wurde er nach 2-monatiger Untersuchungshaft im Oktober 1933 zu drei Monaten Gefängnis verurteilt, weil er im “Verbrecherkeller” des Bahnhofshotels Unwahrheiten über “führende Männer des neuen Staates” verbreitet haben soll.
Nach 1945 war Lange im Stadtrat und Kreistag aktiv und amtierte 1945-46 als erster Nachkriegs-Landrat, der noch von den US-amerikanischen Besatzern eingesetzt worden war. (Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)
