Canon EF 50mm 1:1.4

Canon 5D Mk II mit EF 50mm 1:1.4
Canon EF 50mm 1:1.4 an der 5D Mk II
Das Canon EF 50mm 1:1.4 ist ein sogenanntes Standardobjektiv für Canon-Spiegelreflexkameras. Es stammt noch aus der „analogen“ Zeit (1993), wird aber auch an den digitalen Modellen häufig und gerne genutzt. Bildqualität, Verarbeitung und Preis machen es zu einem der Canon-Objektive mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis.

Die Bezeichnung Standardobjektiv verdankt das 50mm der Tatsache, dass sein horizontaler Bildwinkel von 40 ° an Kleinbildkameras (und somit auch Digitalkameras mit Vollformat-Sensor 24 x 36 mm) in etwa dem des menschlichen Auges entspricht.

Mein Fazit

Ich möchte es auf keinen Fall mehr missen. Wenn ich mich dauerhaft auf ein Objektiv beschränken müsste, käme es in die engste Auswahl. Ich liebe es besonders für Porträts. An der 5D mit Vollformatsensor passt es gut für sog. „Halbporträts“, also den kompletten Oberkörper mit noch etwas Umgebung. An der 400D mit „Crop-Faktor“ ist es auch für formatfüllende Gesichtsporträts sehr geeignet. Beispielfotos hier ….

Kennzahlen

7 Linsen, 8 Blendenlamellen, Naheinstellgrenze 45 cm (Abbildungsmaßstab 0.15), Autofokus Micro USM (manueller Eingriff jederzeit möglich), Filter-Durchmesser 58 mm, Gewicht 290 g. Preis Liste/Straße € 406.-/ca. 330.-. Produktseite bei Canon

Canon 5D MkII mit EF 50mm 1:1.4
Objektiv aus der 'model-Perspektive'
Einsatzgebiete

Mit seiner max. Blendenöffnung von 1:1.4 ist das Objektiv besonders für Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen ohne Kunstlicht (available light) und zur Freistellung von Objekten bzw. Personen geeignet. Wie viele lichtstarke Objektive ist es bei Offenblende relativ unscharf, ab 1:2 aber immer schärfer und ab 1:2.8 uneingeschränkt scharf. Bei 1:5.6 gehört es zu den am besten auflösenden Objektiven und wird deshalb oft als Referenz zu Testzwecken herangezogen.

Vollformat

An der 1Ds oder 5D agiert es als Standardobjektiv. Eine solche Kombination von Kleinbildkamera und 50mm-Objektiv war über Jahrzehnte das Standardwerkzeug journalistisch arbeitender Fotografen. Auch einige der „ganz Großen“ wie Cartier-Bresson haben viele oder gar die meisten ihrer Bilder mit 50mm-Festbrennweiten gemacht.

Crop-Kameras

Kameras mit kleinerem Sensor im Format APS-C (22.5 mm × 15.0 mm, sog. Crop-Kamera), bei Canon also die 7D und alle Modelle mit 2-, 3- und 4-stelliger Modellbezeichnung, nutzen nur einen Ausschnitt des Abbildungskreises. Bei ihnen ist die Brennweite von 50mm bereits als leichtes Tele-Objektiv anzusehen, entsprechend 80mm am Kleinbildformat. Das ist ideal für Gesichtsporträts und Gruppen- sowie Ganzkörperaufnahmen aus einigen Metern Entfernung. Die Offenblende von 1.4 verhilft dabei Porträtaufnahmen zu einer sehr geringen Schärfentiefe, was aber Geschmacksache ist. Manche, so wie ich, freuen sich gerade darüber, bei Anderen gilt die resultierende Unschärfe fast aller Gesichtsmerkmale abseits der Augen als unerfreulich.

Konkurrenz

Canon EF 50mm 1.8 II: halb so schwer und halb so teuer, gute Schärfeleistung, deutlich schlechtere Materialqualität.
Canon EF 50mm 1:1.2 L: doppelt so schwer und viermal so teuer. Bessere „L-Qualität“, vergleichbare Schärfeleistung.
Sigma 50mm 1.4: geringfügig teurer und knapp doppelt so schwer. Vergleichbare Schärfeleistung (siehe unten bei „Andere Quellen“)

Andere Quellen

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