Hamberger Moor

Wollgrasblüte im Hamberger Moor
Wollgrasblüte im Hamberger Moor
Das Hamberger Moor (Standortmehr Fotos …) ist ein ehemaliges Hochmoor, das wie Günnemoor, Niedersandhausener Moor und Önersmoor zum „Teufelsmoor im engeren Sinne“ gerechnet wird (vgl. Teufelsmoor). Es liegt zwischen der Beek im Osten und den Ortschaften Ströhe und Spreddig (an der Bundestraße 74) im Westen. Nach jahrhundertlangem Torfabbau -hier ausschließlich als bäuerlicher Torfstich im Sodenstechverfahren- ist das heutige ca. 300 ha große Landschaftsschutzgebiet Hamberger Moor (vgl. Verordnung des Landkreises von 1978) planmäßig und großflächig wiedervernässt worden.

Neben Moorbirkenwald und verschiedenen Degenerations- und Regenerationsstadien des Hochmoores sind insbesondere die teilweise oder ganzjährig überschwemmten Bereiche von hoher Bedeutung für gefährdete Pflanzen- und Moosarten sowie Vogel-, Libellen-, Tagfalter- und Lurcharten.

Gut mit dem Fahrrad (und von Ströhe oder Spreddig auch zu Fuß) erreichbar, trifft man hier auf Moorseen, Kleinseggenriede, Torfmoose (Sphagnum cuspidatum), Moor-Glockenheide (Erica tetralix), Moor-Wollgras (Eriophorum vaginatum) und Moosbeeren (Vaccinium oxycoccus), in den Birkenwäldern auch Waldtorfmoose (Sphagnum palustre, S. fimbriatum, S. squarrosum). In einigen Jahrzehnten haben sich zum Teil wieder Torfdecken von 50-60 cm Dicke gebildet.

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