Aussichtsturm Linteler Weiden

Aussichtsturm Linteler Weiden
Aussichtsturm Linteler Weiden
Der Aussichtsturm Linteler Weiden (auch Weidenkorb) am Altarm der Hamme zwischen Tietjenshütte und Scharmbeckstotel (Standortmehr Bilder) wurde als zweiter von zunächst drei geplanten Aussichtstürmen im Rahmen des GR-Projektes „Hammeniederung“ Anfang März 2011 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Als Bestandteil eines „naturverträglichen Wegenetzes“ soll der Turm der Öffentlichkeitsarbeit und Besucherlenkung dienen. Die Anfahrt ist für Ortsunkundige nicht einfach zu finden.

Anfahrt entweder über Lintel (am Wasserwerk dann rechts halten) oder über den neu geschaffenen Weg vorbei am Segelflugplatz (bei google-maps noch nicht bzw. nur teilweise verzeichnet), Zugang über “Hinter dem Hafen” und “Alter Damm”.

Die Baukosten von ca. 151.000 € wurden zu 68.8 Prozent aus Mitteln der EU und zu 4.6 Prozent vom Land Niedersachsen gefördert. Den Rest von 26.5 % hat der Landkreis Osterholz übernommen. Die Planung des Turmes stammt -ebenso wie die der Hammebrücke bei Melchers Hütte und der Himmelstreppe an den Postwiesen- vom Bremer Architektenbüro Johannes Schneider.

Aussichtsturm Linteler Weiden in OHZ
Aussicht bei Sonnenaufgang
Der insgesamt knapp elf Meter hohe Turm mit einer Aussichtsplattform in 8.60 m Höhe besteht aus einer aus einem Stück gefertigten Stahlspindeltreppe und heimischem Lärchenholz in Form eines überdimensionierten Weidenkorbes. Von der Plattform bietet sich ein weiter Blick über den Mündungsbereich des Scharmbecker Bachs, einen Altarm der Hamme und die Hammeniederung zwischen Osterholz, Tietjenshütte und Scharmbeckstotel. Während der winterlichen Überschwemmung können so die Sing- und Zwergschwäne, Graugänse und andere nordische Gast- und Rastvögel beobachtet werden. (Quelle: Osterholzer Anzeiger 13.3.2011)

Der Blick vom Turm lässt auch erahnen, wie geschlängelt die Hamme früher insbesondere zwischen Osterholz und Ritterhude verlief. Im 19. Jh. ist sie stark begradigt worden, wobei die zahlreichen Mäander an insgesamt sieben Stellen durchstochen wurden. Auf Satellitenaufnahmen wie dieser sind die Altarme noch gut erkennbar, der Turm befindet sich an einem dieser Altarme der Hamme (auf dem Foto im Vordergrund). Auf diese Weise verkürzte sich der Flusslauf in diesem Abschnitt von 9 auf 4,3 km.

Als „Aussichten im Teufelsmoor“ wurden Weidenkorb, Himmelstreppe und die Beobachtungshütte an den Postwiesen im Juni 2012 im Rahmen des alle drei Jahre ausgeschriebenen Architekturpreises des Bundes deutscher Architekten Niedersachsen (BDA) ausgezeichnet.

4 Replies to “Aussichtsturm Linteler Weiden”

  1. moin in deine richtung…
    sehr naturverträglich ist der weg zum turm, wir haben ihn nicht gefunden. *lol*
    mehrfach bei anwohnern und wanderern nachgefragt, auf hinweisschildern gesucht, erst bei tietjens hütte trafen wir auf eine *wienerin* die von dort kam und da es ein weiter weg sein sollte, dazu bereits zu dunkeln begann – aufgabe.
    leider!
    es wird aber nochmals versucht.
    die hinweise auf unsere schöne heimat finde ich bemerkenswert auf dieser deiner seite.
    lg marianne

  2. Moin Marianne,
    tja, wir haben bei unserem ersten Besuch auch etwas suchen müssen: Zugang entweder über Lintel (http://maps.google.de/maps/ms?ie=UTF8&hl=de&t=h&msa=0&msid=211197586911278586392.000438074a6421ef36de0&ll=53.211636,8.786767&spn=0.009149,0.019226&z=16), am Wasserwerk dann rechts halten … oder über den neu geschaffenen Weg vorbei am Segelflugplatz (der bei google-maps noch nicht bzw. nur teilweise verzeichnet ist; Zugang über „Hinter dem Hafen“ und „Alter Damm“ siehe hier: http://maps.google.de/maps/ms?ie=UTF8&hl=de&t=h&msa=0&msid=211197586911278586392.000438074a6421ef36de0&ll=53.217739,8.80492&spn=0.009148,0.019226&z=16)

    Viel Glück und gute Aussicht beim nächsten Mal!
    lg, Jürgen

  3. Moin zusammen…
    Über die beiden von Jürgen beschriebenen Anfahrtswege lässt sich ja ein schöner „Rundweg“ zusammenstellen…
    Leiden war ich bisher selbst noch nicht an dem neuen Turm- aber ich kenne die Stelle seit der Kindheit… sehr schön dort…
    Ein schöner alternativer „Einstieg“ ist auch über die Ecke Luisenstraße / Katharinenstraße. Von dort aus mit dem „Scharmbecker Bach“ durch den Eisenbahntunnel- dann nach ca. 10 Metern rechts halten- über eine kleine „Holzbrücke“ den Bach überqueren. Den Weg weiter folgen- es kommt noch so eine „Bachüberquerungshilfe“. Am Ende des Weges treffen wir dann auf die Straße „Lintel“- welche wir dann nach links verfolgen- Richtung Kläranlage („Klärchen“). Davor müssen wir uns für den rechten Fahrweg entscheiden- dieser bringt uns dann zu dem Turm…
    Jetzt muss nur noch das Wetter (wieder) besser werden- und dann ‚rauf auf’s Rad…
    LG

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