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Bahnhofstr.

Die Bahnhofstraße in Osterholz-Scharmbeck wird nicht nur von dem Historiker Ernstheinrich Meyer-Stiens als Heimliche Hauptstraße der Stadt angesehen. Auf vielfältige Weise spiegelt sie die Geschichte der beiden Flecken Osterholz und Scharmbeck sowie der Stadt Osterholz-Scharmbeck wieder. An ihr liegen oder lagen viele der schönsten Villen der Stadt, mehrere der ältesten Hofstellen, einige der zu ihrer Zeit bedeutsamsten Wirtschaftsunternehmen (u. a. Maurermeister Johann Steeneck, Zigarrenfabrik Zülch, Osterholzer Reiswerke, Fa. Meyerhoff, Kaufhaus Reuter, Kreissparkasse) sowie Rathaus, Kaiserliches Postamt, Finanzamt, Bahnhofshotel und vieles mehr.
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Bahnhofstraße 105

Gedenkstätte Osterholz-Scharmbeck

Früher Chausseestraße und Bahnhofstr. 136.

1865 weihte die Jüdische Gemeinde ein Jahr nach dem Brand der alten Synagoge an der Teichstraße (vor der heutigen Menckeschule) hier die neue Synagoge mit Schule und Lehrerwohnung ein. Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band 1 Eine ausführliche Darstellung zur Geschichte der Synagoge findet sich bei
hagalil.com.

1927 wohnte und arbeitete hier Leo Löwenstein, Vorsteher der Jüdischen Gemeinde Scharmbeck und anerkannte Persönlichkeit des öffentlichen Lebens. Er war u. a. Schriftführer im anerkannten Bürgerverein und schrieb als Autor des Heimatboten, einer Beilage zum Osterholzer Kreisblatt, Berichte über “Hermann Allmers Beziehungen zu unserer engeren Heimat” oder die “Entwicklung von Handel, Industrie und Verkehr im Kreis Osterholz”. Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band 1, S. 393.

1941 wurde in dem Gebäude die Kreisluftschutzschule eröffnet. Ab 1948 wurde die ehemaligen Synagoge von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde genutzt. 1982 eröffnete Rechtsanwalt Günter Kieber seine Kanzlei. 1984 zog das Kontakt- und Beratungszentrum für arbeitslose Bürger der AGO (Arbeitslosengemeinschaft Osterholz-Scharmbeck) ein. 1991 bewilligte die Stadt dem Verband Alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) DM 10.000 für den Umbau der Teestube im Garten des Grundstückes. 1999 wurden Sozialberatung und Nähstube vom Verein Gegenwind aufgegeben, da die von der Stadt geforderte Miete nicht gezahlt werden konnte. (Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)

2004 wurden die Grundstücke Bahnhofstr. 99-105 von einem auswärtigen Immobilienunternehmen aufgekauft und die bestehenden Gebäude abgerissen. Es entstand ein Wohn- und Geschäftsgebäude, Richtfest war im Oktober 2005. 2007 residieren dort u. a. Filialen von Aldi, Vodafone und O2. Auf einem kleinen Teil des ehemaligen Synagogengrundstückes hat die Stadt Osterholz-Scharmbeck eine Gedenkstätte für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus errichtet.

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Bahnhofstr. 52

Früher Chausseestraße 137, dann bis 1934 Bahnhofstr. 137.

Erbaut 1865 von Schuhmachermeister Martin Heilshorn, dessen gerade errichtetes Haus an der Teichstraße abgerissen wurde, nachdem die Gemeinde das Gelände zwecks Neubau der neuen Schule (später Menckeschule) erworben hatte. Heilshorn eröffnete hier 1865 eine Gesellenherberge mit Gastwirtschaft.

1901 machte Otto Klemme seine von Christian Döring erworbene Gastwirtschaft auf (1909: “Zur Linde”). 1925 eröffnete G. Geils im Haus des Gastwirtes O. Klemme ein Schuhgeschäft. (Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band I, 2004)

Besitzer bis 1881 Martin Heilshorn, 1903 Friedrich Klemme, 1909 Otto Klemme. 1948-1967 Otto Klemme (“Atlantic-Diele”). Quelle: J. Segelken Osterholz-Scharmbecker Heimatbuch 1967. Verl. H. Saade, 1967.

Im Dezember 1945 wurde bei Otto Klemme eine der drei Ausgabestellen der Volksküche auf dem Schützenhof eingerichtet. (Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)

1979 Neueröffnung des Restaurants “Ratsdiele” (Inhaber Cornelius Rühl).
1984 übernahm Norbert Segelken die “Rathsdiele”.
1987 wechselte Gitta Wittmann (ehemals Restaurant “Zur Börde”) zur “Rathsdiele”
1990 Übernahme durch die Familie Nordhoff
2006: Mexikanisches Restaurant
2007: B52 Restaurant & Cocktailbar (Barbara Boismard-Knoblich)

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