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	<title>Vogeler &#8211; teufelsmoor.eu</title>
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	<description>Osterholz-Scharmbeck - Radfahren - Mac - Fotografie</description>
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		<title>Worpsweder Bahnhof</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 May 2013 06:29:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Der von Heinrich Vogeler entworfene Worpsweder Bahnhof (Standort) wurde 1909-10 für die Kleinbahn Bremervörde-Osterholz GmbH erbaut und am 23. Dezember 1910 offiziell eingeweiht. Aufwändig restauriert ist er heute eines der kunsthistorisch bedeutendsten Baudenkmäler Worpswedes und steht unter Denkmalschutz. Neben seiner Funktion als Bahnhof für den seit der Expo 2000 touristisch wieder genutzten Moorexpress beherbergt er &#8230; <p class="link-more"><a href="https://www.teufelsmoor.eu/kultur/worpsweder-bahnhof/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Worpsweder Bahnhof“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="Worpswederbahnhof1" aria-describedby="caption-Worpswederbahnhof1" style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/ymapHpMfu8qi6BxtwfNnYA?feat=embedwebsite"><img decoding="async" src="http://lh6.ggpht.com/_OV4xvtkBx0M/SuSSbJQVPbI/AAAAAAAAORg/PiqWq_FIwt0/s400/200910Worpsw_0015.jpg" height="174" width="400" alt="Worpsweder Bahnhof"/></a><figcaption id="caption-Worpswederbahnhof1" class="wp-caption-text">Der Früh-Express im Worpsweder Herbstnebel</figcaption></figure>Der von <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/vogeler-heinrich">Heinrich Vogeler</a> entworfene <strong>Worpsweder Bahnhof</strong> <small>(<a href="http://maps.google.com/maps/ms?source=embed&#038;ie=UTF8&#038;hl=de&#038;om=1&#038;t=h&#038;msa=0&#038;msid=211197586911278586392.000438074a6421ef36de0&#038;ll=53.228119,8.914504&#038;spn=0.009056,0.025277&#038;z=16&#038;iwloc=00049959ee34be7eec254">Standort</a>)</small> wurde 1909-10 für die <em>Kleinbahn Bremervörde-Osterholz GmbH</em> erbaut und am 23. Dezember 1910 offiziell eingeweiht. Aufwändig restauriert ist er heute eines der kunsthistorisch bedeutendsten Baudenkmäler <a href="http://www.teufelsmoor.eu/worpswede/worpswede">Worpswedes</a> und steht unter Denkmalschutz. Neben seiner Funktion als Bahnhof für den seit der Expo 2000 touristisch wieder genutzten <a href="http://www.teufelsmoor.eu/ausfluge/moorexpress">Moorexpress</a> beherbergt er das <em><a href="http://www.worpsweder-bahnhof.de/">Restaurant Worpsweder Bahnhof</a></em> (Tel. 04792-1012, <strong>derzeit wohl längerfristig geschlossen &#8230; siehe unten</strong>).<br />
<span id="more-4249"></span></p>
<h4>Planung</h4>
<p>Worpswede spielte bereits bei der Planung der Bahnverbindung zwischen Osterholz und Bremervörde Anfang des 20. Jahrhunderts eine besondere Rolle, als es nämlich um deren Streckenführung ging. Anfangs lag die neue Bahnverbindung hauptsächlich im Interesse der prosperierenden Glasindustrie in Gnarrenburg, die ihre umständlichen Rohstoff- und Warentransportwege dringlich zu verbessern suchte. Als kürzeste und wirtschaftlichste Trasse war eine Verbindung von Oldenbütttel nach Gnarrenburg ins Auge gefasst worden. Gerade zur Jahrhundertwende erlangte aber das zuvor verschlafen abseits gelegene Worpswede durch die eben gegründete Künstlerkolonie um Fritz Mackensen, Otto Modersohn, Hans am Ende und Heinrich Vogeler eine weit über das Bremer Umland hinaus reichende Bekanntheit. Worpswede verzeichnete jährlich mehrere tausend Besucher und der Ort Worpswede ebenso wie der Landkreis Osterholz versprachen sich von der viel aufwändigeren und somit teureren Trasse über Worpswede quer durch die oft überschwemmte Hammeniederung große Vorteile. <small>(Quelle: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/literatur/buch-der-moorexpres">Schütze und Elze</a>)</small> </p>
<p>Die Einstellung der Worpsweder zur Bahn war ambivalent: Einige erwarteten deutliche wirtschaftliche Vorteile, andere befürchteten eine Zerstörung des Landschafts-Charakters und eine &#8222;Industrialisierung&#8220; Worpswedes. Der 1903 von Worpsweder Bürgern und zugezogenen Malern gegründete <em>Verschönerungsverein Worpswede</em>, dem 1904-1912 Heinrich Vogeler vorsaß, und insbesondere die 1905 gegründete Baukommission des Vereins mit ihrem Vorsitzenden Hans am Ende erhielten nach anfänglichen Widerständen bereits während in der Planungsphase großen Einfluss. Die Bahnhofsgebäude in Gnarrenburg und Bremervörde wurden noch vom Kleinbahnamt entworfen und realisiert, vermutlich mit Beratung durch Landesbaurat Sprengell. Zähe Proteste des Vereins gegen die Verunstaltung der Landschaft durch ungeeignete Architektur, immer wieder auch in Hannover vorgetragen, führten schließlich dazu, dass &#8222;die Bearbeitung der Stationsgebäude den Architekten des Vereins&#8220; übertragen worden sei.  <small>(Quelle: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/literatur/buch-der-moorexpres">Schütze und Elze</a>)</small> </p>
<h4>Bau und Einweihung</h4>
<p>Heinrich Vogeler und sein Mitarbeiter Walter Schulze waren sicher an der Planung beteiligt. Vogeler erhielt mindestens einmalig 500 Mark Künstlerhonorar bewilligt, weitere 40 Mark für den Entwurf der Gartenanlagen, die der Verschönerungsverein übernommen hatte. Dass Vogeler aber tatsächlich die Bauausführung leitete, ist den noch vorhandenen Unterlagen nicht zu entnehmen. Vielmehr musste er in Fragen der Innenausstattung oftmals mit anderen, oft billigeren Angeboten konkurrieren. <small>(Quelle: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/literatur/buch-der-moorexpres">Schütze und Elze</a>)</small> </p>
<p>Offizieller Einweihungstermin war dann der 23.12.1910, als ein mit Ehrengästen besetzter Zug den Dienst von Worpswede nach Osterholz-Scharmbeck aufnahm. <small>Quelle: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/chronik-von-osterholz-scharmbeck/">Menkhoff</a></small> Andere Quellen nennen zwar den Heiligabend als &#8222;Geburtstag&#8220; des Bahnhofes, vielleicht weil die <em>Worpsweder Zeitung</em> vom 24.12.1910 unter der Schlagzeile &#8222;Neue Zeit!&#8220; einen Leitartikel zur Eröffnung der Bahnstrecke druckte.</p>
<h4>Blütezeit und Stilllegung</h4>
<p>Anfangs verkehrten von sechs Uhr morgens bis sechs Uhr abends fünf fahrplanmäßige Personenzüge nach Osterholz-Scharmbeck, vier nach Bremervörde. Bereits in den &#8222;Goldenen Zwanzigern&#8220; wurden wegen der großen Nachfrage in den Sommermonaten durchgehende Kurswagen von Bremen nach Worpswede angeboten. Zusätzlich bestand reger Güterverkehr, im Rekordjahr 1920 wurden 130.000 t transportiert. Im 2. Weltkrieg wurden die Mehrzahl der Schienenfahrzeuge und fast alle Brücken zerstört, in den Nachkriegsjahren allerdings auch wieder rasch aufgebaut. Bis 1970 bestand eine durchgehende Eilzugverbindung Bremen-Stade, im März 1978 aber wurde die Strecke endgültig stillgelegt.</p>
<p>Um einer &#8222;ungeeigneten Fremdnutzung&#8220; des Gebäudes vorzubeugen, pachteten die <a href="http://freunde-worpswedes.de/Unsere_Baudenkmale/Der_Worpsweder_Bahnhof">Freunde Worpswedes e.V.</a>, die Nachfolgeorganisation des Verschönerungsvereins, das Gebäude von der 1942 in <em>Bremervörde-Osterholzer Eisenbahn (BOE)</em> umbenannten Bahngesellschaft und restaurierten es in Absprache und mit Unterstützung der Denkmalpflege umfassend. Spätestens seit Beginn der 1980er-Jahre befindet sich wieder ein Restaurant im Bahnhofsgebäude.</p>
<h4>Aktuell</h4>
<p><figure id="Worpswederbahnhof2" aria-describedby="caption-Worpswederbahnhof2" style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/jLsR-CW17G1Ep5QMGbJq-A?feat=embedwebsite"><img decoding="async" loading="lazy" src="http://lh3.ggpht.com/_OV4xvtkBx0M/TQMwaQJe6yI/AAAAAAAAURM/J9_awyY7zkk/s400/20101209_Worpswede_0010.jpg" height="267" width="400" alt="Worpsweder Bahnhof, illuminiert"/></a><figcaption id="caption-Worpswederbahnhof2" class="wp-caption-text">Illumination zum 100. Geburtstag</figcaption></figure>Seit 2000 wird der Bahnhof an den Wochenenden von Mai bis Oktober wieder vom jetzt ausschließlich touristisch genutzten Moorexpress angefahren. Von Mai bis Dezember 2010 wurden wiederum umfangreiche Sanierungsarbeiten ausgeführt, um zwischenzeitlich entstandene Feuchtigkeitsschäden zu beseitigen und den Energieverbrauch zu senken. Die Eigentümerin <a href="http://www.evb-elbe-weser.de">Eisenbahnen- und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser GmbH (EVB)</a>, die auch den <a href="http://www.teufelsmoor.eu/ausfluge/moorexpress">Moorexpress</a> betreibt, investierte ca. 100.000 € Eigenmittel sowie ca. 200.000 € Fördergelder. <small>(Quelle: Osterholzer Kreisblatt 9.12.2010)</small> Anlässlich seines 100sten Geburtstages war der Bahnhof in der Adventszeit 2010 &#8222;erleuchteter&#8220; Schauplatz diverser Feierlichkeiten.</p>
<p>Im Mai 2013 war das Restaurant plötzlich für viele überraschend geschlossen, in der Presse war von einer &#8222;schwierigen Umbruchsituation&#8220; (Susanna Böhme-Netzel, Vorsitzende des Pächters <em>&#8222;Verein Freunde Worpswedes&#8220;</em>) die Rede. Den Unter-Pachtvertrag mit dem bisherigen Wirt Kai Holthoff habe man wegen unterschiedlicher Auffassungen hinsichtlich Finanzen und Betriebsführung zum Ende 2010 gekündigt, Holthoff sei mit seiner Beschwerde gegen die Räumungsklage in zwei Instanzen gescheitert. Aktuell bemühe er sich um ein Revisionsverfahren vor dem Bundesgerichtshof, plane &#8222;belastbaren Indizien&#8220; zur Folge aber bereits die Eröffnung eines neuen Betriebes in Worpswede. <small>(Quelle: <a href="http://www.weser-kurier.de/region/osterholz_artikel,-Ein-Juwel-in-gute-Haende-abzugeben-_arid,571389.html">Weserkurier 16.5.2013</a>)</small> Andere Quellen sprechen davon, dass die Hartmanns (<a href="http://www.hemberg.de">Restaurant Hemberg</a>) 2014 im Bahnhof den Restaurantbetrieb eröffnen werden.</p>
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		<title>Hundt, Marie (&#8222;Rote Marie&#8220;)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Dec 2009 09:28:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[Marie Hundt, geb. Griesbach (1896-1984) wurde 1919 von Heinrich Vogeler als Rote Marie gemalt, was ihr einen bleibenden Platz in der deutschen Kunstgeschichte sicherte. Die gebürtige Dresdenerin war eine vielseitige und schillernde Persönlichkeit und lebte bis zu ihrem Tod in Ohlenstedt, das seit 1974 zu Osterholz-Scharmbeck gehört. Als 15-Jährige arbeitete Marie in einer Dresdener Lederwarenfabrik &#8230; <p class="link-more"><a href="https://www.teufelsmoor.eu/geschichte/rote-marie/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Hundt, Marie (&#8222;Rote Marie&#8220;)“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Marie Hundt, geb. Griesbach</strong> (1896-1984) wurde 1919 von <a href="http://www.teufelsmoor.eu/?p=703">Heinrich Vogeler</a> als <strong>Rote Marie</strong> gemalt, was ihr einen bleibenden Platz in der deutschen Kunstgeschichte sicherte. Die gebürtige Dresdenerin war eine vielseitige und schillernde Persönlichkeit und lebte bis zu ihrem Tod in <a href="http://www.teufelsmoor.eu/osterholz-scharmbeck/hulseberg-2/">Ohlenstedt</a>, das seit 1974 zu Osterholz-Scharmbeck gehört.<br />
<span id="more-1586"></span><br />
Als 15-Jährige arbeitete Marie in einer Dresdener Lederwarenfabrik und trat mit ihrem Bruder Otto dem „Verein der sozialistischen Arbeiterjugend Dresden“ bei. Als Vorstandsmitglied des Jugendbildungsvereins galt sie als eine der führenden Persönlichkeiten der dortigen Arbeiterjugendbewegung. Im Mai 1918 wurde sie wegen der Verbreitung von Antikriegs-Propaganda als Hochverräterin zu einer mehrmonatigen Zuchthausstrafe verurteilt. Nach ihrer Befreiung im Zuge der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Novemberrevolution">Novemberrevolution</a> schloss sie sich der Gruppe <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Kommunisten_Deutschlands_(1918)">Internationale Kommunisten Deutschlands</a> um den späteren Volksbeauftragten der Bremer Räterepublik <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Knief">Johann Knief</a> und den späteren Mitbegründer der KPD Otto Rühle an und redete vor allem in Dresden und Pirna vor Tausenden von Zuhörern.</p>
<p>Im April 1919 reiste Marie zu Kniefs Beerdigung nach Bremen und traf dort Vogeler, der Knief nach Liquidation der Bremer Räterepublik zeitweise im Barkenhoff versteckt gehalten hatte. Sie folgte seiner Einladung auf den Barkenhoff, wo noch im gleichen Jahr eine Liebesbeziehung zwischen den beiden und das Gemälde <strong>&#8222;Rote Marie&#8220;</strong> entstanden.</p>
<p>1920 heiratete Marie Walter Hundt (1897-1975), der als bäuerlicher Gehilfe auf den Barkenhoff gekommen war und später als Maler, Autor und Bauer tätig war. 1924 zogen die beiden auf einen kleinen Siedlerhof in Ohlenstedt, den sie nach anthroposophischen Grundsätzen bewirtschafteten. Sie hatten sieben Kinder, unter ihnen Walter Hundt jr. (1928-2004), der 1945 in den letzten Kriegswochen desertierte. Sein Bruder Michael Hundt (geb. 1930) war bis 1995 Baudezernent beim Landkreis Osterholz und veröffentlichte im Dezember 2009 das Buch &#8222;Die Rote Marie&#8220; über seine Mutter.</p>
<p>Quellen: <a href="http://80.237.193.200:8000/article.php?url=/ha/1972/xml/19720722xml/habxml720709_2204.xml">Hamburger Abendblatt von 1972</a>, <a href="http://www.geschichtsatlas.de/~gd6/walter_hundt_jr.htm">&#8222;Geschichtsatlas&#8220; der BBS-OHZ</a>, Osterholzer Kreisblatt 4.12.2009, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marie_Griesbach">Wikipedia über Marie Griesbach</a>.</p>
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