Ackerrandstreifen

Sonnenblumen am Maisfeld
Ackerrandstreifen in Lintel
Am Wochenende habe ich in Lintel eine aus Fotografensicht attraktive Verfeinerung des „Landschaft-mit-möglichst-viel-Maisanbau-schön-langweilig-gestalten“-Konzeptes entdeckt. Eines der in unserer Region (leider) nicht seltenen Maisfelder war eingefasst von einem ca. 5 m breiten Streifen leuchtender Sonnenblumen. Abgesehen von der Botschaft des zu Ende gehenden Sommers war dieser Anblick überaus erfreulich. Heute las ich dann im Osterholzer Kreisblatt über Ackerrandstreifen und bin am überlegen, ob „meiner“ wohl auch einer ist. Das Kreisblatt berichtet über ein „Vorzeige-Projekt“ in Brundorf und das abgedruckte Bild ähnelt dem Sonnenblumen-Streifen in Lintel sehr. Landvolk, Jägerschaft und Imker wollen möglichst viele Landwirte überzeugen, auf diesem Wege die pflanzliche und tierische Artenvielfalt zu erhalten. Durch eine in diesem Jahr erleichterte Antragstellung sei auch die Erlangung von EU-Fördermitteln als Ausgleich für den Ertragsausfall einfacher als zuvor.

Sonnenblumen am Maisfeld
Nachdem ich dann den Wikipedia-Artikel über Ackerrandstreifen gelesen habe, bin ich nicht mehr sicher. Vielleicht habe ich auch eher einen Blühstreifen entdeckt und fotografiert … Andererseits: Wer trifft eigentlich solche Festlegungen? Wikipedia, vielleicht der BUND, das DIN? Ich entschließe mich, die Definitionsfrage zu ignorieren, Blühstreifen klingt mir zu blöd und erinnert irgendwie an Bräunungsstreifen (genialer Link!). Oder?