Entkusseln

Mit Entkusseln oder Entkusselung wird in der Landschaftspflege die Beseitigung junger Gehölze von Heideflächen, Feuchtwiesen und entwässerten Moorheiden bezeichnet. Dabei werden sog. Pionierbaumarten wie Kiefer oder Birke mit Spaten oder Motorsägen entfernt, um in nährstoffarmen, offenen  Biotopen die Entwicklung von Wäldern zu verhindern. Auf diese Weise sollen die für das Biotop typischen Pflanzengesellschaften wie Torfmoos, Rosmarinheide und Moosbeere erhalten und einer übermäßigen Verdunstung durch die Gehölze vorgebeugt werden.

Im Heilsmoor in Wallhöfen wird seit 1997 systematisch entkusselt, seit 2002 im Rahmen eines gemeinsamen Projektes der NABU und des jeweils 7. Jahrgangs der Kooperativen Gesamtschule Hambergen zusammen mit Landkreis und der Biologischen Station Osterholz. Um den Eingriff in die Natur so gering wie möglich zu halten, erfolgt die Entkusselung in der Frostperiode. (Quelle: Osterholzer Kreisblatt 28.1.2009)

Fischotter

Im Januar 2009 wurden erstmals nach 60 Jahren Spuren des Fischotters entdeckt, der in der Region als ausgestorben galt. Unter der Hammebrücke bei Tietjenshütte entdeckten Spurensucher Trittsiegel im gefrorenen Uferschlamm. (Quelle: Osterholzer Kreisblatt 20.1.2009)

Blänken

Blänken sind Flachwassersenken in Niedermoorgebieten, ähnlich den Toteislöchern (Sölle) in einer Moränenlandschaft oder den Ausblasungssenken (Schlatts) in der Heide. Die Kleingewässer mit stark wechselndem Wasserstand können gelegentlich ganz austrocknen und gelten als wertvolle Lebensräume für zahlreiche, oft gefährdete Vogelarten wie die Uferschnepfe, Amphibien und andere Wasserlebewesen.
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Naturschutzgebiete

Im Landkreis Osterholz gibt es 17 Naturschutzgebiete (NSG) mit einer Gesamtfläche von 2.188 ha, entsprechend 3,36 % der Kreisgebietsfläche. Damit liegt der Landkreis Osterholz unterhalb des Landesdurchschnitts von 4,54 %.

Bezeichnung NSG-Kennz.

Fläche (ha) *

Breites Wasser LÜ 053 203,0
Hamme-Altarm LÜ 181 4,1
Heerweger Moor und Quellbereiche der  Ritterhuder Beeke LÜ 188 80,0
Heide und Moor bei Haslah LÜ 099 10,0
Heidhofer Teiche LÜ 136 21,0
Heilsmoor LÜ 077 148,5
Moor bei Niedersandhausen LÜ 132 254,0
Obere Ihleniederung LÜ 161 15,0
Pennigbütteler Moor LÜ 129 185,0
Quelltäler der Wienbeck LÜ 259 95,0
Rechter Nebenarm der Weser LÜ 110 300,0
Springmoor LÜ 070 106,7
Torfkanal und Randmoore LÜ 078 196,6
Truper Blänken LÜ 179 214,0
Untere Wümme LÜ 164 191,0
Westliche Hälfte des Langen Moores LÜ 092 11,0
Wiesen und Weiden nordöstlich des Breiten Wassers LÜ 153 153,0
Gesamtfläche  

2187,9

* anteilige Fläche bei grenzübergreifenden NSG