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	<title>1942 &#8211; teufelsmoor.eu</title>
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	<description>Osterholz-Scharmbeck - Radfahren - Mac - Fotografie</description>
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		<title>Davidsohn, Ernst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jul 2020 10:41:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Stolperstein]]></category>
		<category><![CDATA[1942]]></category>
		<category><![CDATA[Juden]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalsozialsmus]]></category>
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					<description><![CDATA[Ernst Davidsohn (1891-1942) war ein Sohn der alteingesessenen und angesehenen Kaufmannsfamilie Davidsohn in Scharmbeck. Im Nationalsozialismus wurde er entrechtet, in ein Konzentrationslager gesperrt und 1942 ermordet. Ernst wurde am 27. Juli 1891 als Sohn von Eduard Davidsohn und dessen Frau Ottilie geboren. Sein Cousin Johan Davidsohn wurde bereits im November 1934 als 30-jähriger Referendar von &#8230; <p class="link-more"><a href="https://www.teufelsmoor.eu/geschichte/stolperstein/davidsohn-ernst/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Davidsohn, Ernst“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="DavidsohnErnst1" aria-describedby="caption-DavidsohnErnst1" style="width: 230px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/7Nlujbo0PUMUks8U7Olg-A?feat=embedwebsite"><img decoding="async" src="http://lh6.ggpht.com/_OV4xvtkBx0M/S9MkgrYYpdI/AAAAAAAASuk/yObxaYyDdmA/s288/DavidsohnErnst.jpg" alt="Ernst Davidsohn"></a><figcaption id="caption-DavidsohnErnst1" class="wp-caption-text">Ernst Davidsohn</figcaption></figure> <strong>Ernst Davidsohn (1891-1942)</strong> war ein Sohn der alteingesessenen und angesehenen <a href="http://www.teufelsmoor.eu/allgemein/davidsohn/">Kaufmannsfamilie Davidsohn</a> in Scharmbeck. Im Nationalsozialismus wurde er entrechtet, in ein Konzentrationslager gesperrt und 1942 ermordet. </p>
<p>Ernst wurde am 27. Juli 1891 als Sohn von Eduard Davidsohn und dessen Frau Ottilie geboren. Sein Cousin <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/davidson-johan">Johan Davidsohn</a> wurde bereits im November 1934 als 30-jähriger Referendar von 40-50 Männern zusammengeschlagen, in &#8222;Schutzhaft&#8220; genommen und nach Berlin gebracht, nachdem er mehrere Flugblätter, die zum Boykott jüdischer Geschäfte aufriefen, entfernt hatte.</p>
<p>Dem seit 1933 von den Nationalsozialisten organisierten, u. a. mit Plakaten und uniformierten Wachen vor den Geschäften durchgesetzten Boykott jüdischer Geschäfte hielt das Unternehmen zunächst stand, erst das völlige Verbot jüdischer Geschäftstätigkeit führte 1938 zur Geschäftsaufgabe. Geschäft und Immobilie  Bekleidungshaus wurde von Heinrich von Seggern übernommen. </p>
<p>Nach der sog. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Novemberpogrome_1938">Reichspogromnacht</a> (9./10. November 1938), in deren Verlauf SA-Männer nach der vereitelten Brandstiftung an der <a href="http://www.teufelsmoor.eu/osterholz-scharmbeck/bahnhofstrase/bahnhofstr-105/">ehemaligen Synagoge</a> in die Wohnungen ansässiger Juden eindrangen und u. a. Ernsts Cousine <a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/davidsohn-ilse/">Ilse (geb. 1906)</a> schwer verletzten, wurden Ernst und sein Cousin Johan in &#8222;Schutzhaft&#8220; genommen. </p>
<p><figure id="DavidsohnErnst2" aria-describedby="caption-DavidsohnErnst2" style="width: 250px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/7fdlBndAPdby61ukdIwucQ?feat=embedwebsite"><img decoding="async" src="http://lh4.ggpht.com/_OV4xvtkBx0M/S7TdlBlf2FI/AAAAAAAASq4/3WN2fHRcb1c/s288/19381110_Schutzhaft.JPG" alt="Polizeiprotokoll Henny Cohen Schutzhaft"></a><figcaption id="caption-DavidsohnErnst2" class="wp-caption-text">Polizeiprotokoll betr. 'Schutzhaft'</figcaption></figure>Im Oktober 1937 verkaufte Ernst für die Fa. J. D. Davidsohn eine Hammewiese von 4 ha bei Tietjens Hütte für RM 11.000 (Kaufkraft 2011 ca. € 43.000, <small>Quelle: Wikipedia</small>) an den Landwirt Gevert Blendermann aus Heilshorn. Im Kaufvertrag des Notars Heinrich Helck ist Ernsts Wohnadresse zu diesem Zeitpunkt mit <a href="https://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/kirchenstrase/kirchenstr-4/">Kirchenstraße 4</a> angegeben. Am 28.10.1938 verkaufte Ernst Geschäft und Immobilie für RM 40.000 (Kaufkraft 2011 ca. € 170.000) an von Seggern <small>(Quelle: Anzeige Osterholzer Kreisblatt)</small>. Am 6. Dezember 1938 musste Ernst seinen Führerschein, dessen Besitz Juden nunmehr untersagt war, bei der Polizei abgeben. </p>
<p>Ebenfalls 1938 musste Ernst in das von seiner Tante Toni und Cousine Ilse sowie zuvor von Johan bewohnte Haus in der Bahnhofstraße 84 ziehen. 1939 mussten die Davidsohns dort die Familie ihres ehemaligen Konkurrenten <a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/cohen-alfred-und-flora/">Alfred Cohen</a> als Mieter aufnehmen, die auf Grund des <em>Gesetzes über Mietverhältnisse mit Juden</em> vom 30. April 1939 von der Stadtverwaltung unfreiwillig zum Umzug genötigt wurden. Die Immobilie in der Bahnhofstraße verkaufte Toni im Januar 1941, bevor sie mit Ilse in ein Bremer Judenhaus in der Wiesbadener Straße umzog. <small>(Quelle: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/de-geschicht-is-logenhaft/">Murken</a>)</small></p>
<p>Ernst wurde am 18. November 1941 mit 569 seiner Leidensgenossen (440 aus Bremen und 130 aus dem Regierungsbezirk Stade) am Bremer Lloydbahnhof zusammengetrieben und über Hamburg, wo weitere 407 Juden aus Hamburg und Umgebung zusteigen mussten, nach Minsk verfrachtet. Dort kam er am 23. November an, sein weiteres Schicksal ist nicht bekannt. Er kam entweder bereits im ersten Winter im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ghetto_Minsk">Ghetto von Minsk</a> oder 1942 im Rahmen der Massentötungen durch Vergasen oder Erschießen ums Leben.</p>
<p><a href="http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/directory.html?id=851109&#038;submit=1&#038;page=1&#038;maxview=50&#038;offset=0">Eintrag im Gedenkbuch</a> beim Bundesarchiv</p>
<blockquote><p>Davidsohn, Ernst<br />
* 27. Juli 1891 in Osterholz-Scharmbeck<br />
wohnhaft in Osterholz-Scharmbeck</p>
<p>Deportation:<br />
ab Hamburg<br />
18. November 1941, Minsk, Ghetto</p>
<p>Todesdatum:<br />
28. Juli 1942, Minsk, Ghetto</p></blockquote>
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		<item>
		<title>Heidemann, Irma und Iwan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Apr 2010 14:48:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Stolperstein]]></category>
		<category><![CDATA[1883]]></category>
		<category><![CDATA[1942]]></category>
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					<description><![CDATA[Iwan Heidemann wurde am 10.11.1938 verhaftet und später in Minsk umgebracht. (Quelle: Bruss: &#8222;Bremer Juden&#8220;, zitiert nach Murken) Der Sohn von Iwan (&#8222;Josef&#8220;) und Irma konnte als 16-jähriger nach Palästina auswandern, seine Eltern wurden später ermordet. (Quelle: Murken) Irma und Iwan Heidemann wurden am 18. November 1941 mit 568 jüdischen Leidensgenossen von Bremen über Hamburg &#8230; <p class="link-more"><a href="https://www.teufelsmoor.eu/menschen/heidemann-iwan/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Heidemann, Irma und Iwan“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="HeidemannIwan1" aria-describedby="caption-HeidemannIwan1" style="width: 250px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/RPvb-2UQO91O5S5rKQdNkg?feat=embedwebsite"><img decoding="async" src="http://lh5.ggpht.com/_OV4xvtkBx0M/S9Mkibno8DI/AAAAAAAASuo/DgNTVb1OpKo/s288/HeidemannIwan.jpg" alt="Iwan Heidemann"></a><figcaption id="caption-HeidemannIwan1" class="wp-caption-text">Iwan Heidemann</figcaption></figure>Iwan Heidemann wurde am 10.11.1938 verhaftet und später in Minsk umgebracht. <small>(Quelle: Bruss: &#8222;Bremer Juden&#8220;, zitiert nach <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/de-geschicht-is-logenhaft/">Murken</a>)</small></p>
<p>Der Sohn von Iwan (&#8222;Josef&#8220;) und Irma konnte als 16-jähriger nach Palästina auswandern, seine Eltern wurden später ermordet. <small>(Quelle: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/de-geschicht-is-logenhaft/">Murken</a>)</small></p>
<p>Irma und Iwan Heidemann wurden am 18. November 1941 mit 568 jüdischen Leidensgenossen von Bremen über Hamburg nach Weißrussland in das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ghetto_Minsk">Ghetto von Minsk</a> deportiert, wo sie spätestens 1942 ums Leben kamen. <small>Quelle: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/chronik-von-osterholz-scharmbeck/">Menkhoff</a></small></p>
<p>Nach Angaben des &#8222;Offenen Arbeitskreises &#8230;&#8220; von 1999, die im Wesentlichen auf der Dokumentation von Klaus-Peter Schulz basieren, wurden Josef und Irma Heidemann wurden 1941 über Hamburg ins Konzentrationslager gebracht und ermordet, ihr Sohn Kurt konnte nach Palästina ausreisen, wo er 1953 im Alter von 29 Jahren bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. <small>(Quelle: Ernst-Goergens B, Goergens H: <a href="http://www.hagalil.com/deutschland/nord/osterholz-3.htm">Die Geschichte der Juden in Osterholz-Scharmbeck</a>. 1999 und <a href="https://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/buch-juedische-buergerinnen-und-buerger-in-osterholz-scharmbeck/">Schröder et al. 2015</a>)</small></p>
<h3>Einträge im Gedenkbuch beim Bundesarchiv</h3>
<blockquote><p>Heidemann, Irma<br />
geb. Löwenstein<br />
* 11. Dezember 1897 in Obernkirchen<br />
wohnhaft in Bremen</p>
<p>Deportation:<br />
ab Hamburg<br />
18. November 1941, Minsk, Ghetto</p>
<p>Todesdatum:<br />
28. Juli 1942, Minsk, Ghetto</p></blockquote>
<blockquote><p>Heidemann, Iwan<br />
* 28. Januar 1883 in Osterholz-Scharmbeck<br />
wohnhaft in Bremen</p>
<p>Deportation:<br />
ab Hamburg<br />
18. November 1941, Minsk, Ghetto</p>
<p>Todesdatum:<br />
28. Juli 1942, Minsk, Ghetto</p></blockquote>
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		<title>Cohen, Flora und Alfred</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Apr 2010 13:12:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Stolperstein]]></category>
		<category><![CDATA[1935]]></category>
		<category><![CDATA[1938]]></category>
		<category><![CDATA[1942]]></category>
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					<description><![CDATA[Alfred Cohen (1864-1942) und seine Frau Flora Cohen (1875-1955, geb. Assenheimer aus Ottersberg) waren Anfang des 20. Jh. etablierte Geschäftsleute in Osterholz-Scharmbeck, die im Nationalsozialismus entrechtet und in Konzentrationslager gesperrt wurden, wo Alfred 1942 verstarb. Alfred wurde zur Blütezeit der hiesigen jüdischen Gemeinde als zweites Kind der Eheleute Meyer Cohen (1828-1900) und Elise Cohen (geb. &#8230; <p class="link-more"><a href="https://www.teufelsmoor.eu/menschen/cohen-alfred-und-flora/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Cohen, Flora und Alfred“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="CohenFlora1" aria-describedby="caption-CohenFlora1" style="width: 135px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/lR_4xQEpZ_YfTQK7QOk1-w?feat=embedwebsite"><img decoding="async" src="http://lh5.ggpht.com/_OV4xvtkBx0M/S7TdoZdnWyI/AAAAAAAASrA/hAQleAmUYwk/s144/Cohen_Flora.jpg" alt="Flora Cohen" /></a><figcaption id="caption-CohenFlora1" class="wp-caption-text">Flora Cohen</figcaption></figure><strong>Alfred Cohen</strong> (1864-1942) und seine Frau <strong>Flora Cohen</strong> (1875-1955, geb. Assenheimer aus Ottersberg) waren Anfang des 20. Jh. etablierte Geschäftsleute in Osterholz-Scharmbeck, die im Nationalsozialismus entrechtet und in Konzentrationslager gesperrt wurden, wo Alfred 1942 verstarb.<br />
<span id="more-3311"></span><br />
<figure id="CohenFlora2" aria-describedby="caption-CohenFlora2" style="width: 140px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/Azn-CUIO6XS3ov73JlWByQ?feat=embedwebsite"><img decoding="async" src="http://lh5.ggpht.com/_OV4xvtkBx0M/S7Tdp71p34I/AAAAAAAASrE/ZRfMVpWAnME/s144/Cohen_Alfred.jpg" alt="Alfred Cohen" /></a><figcaption id="caption-CohenFlora2" class="wp-caption-text">Alfred Cohen</figcaption></figure>Alfred wurde zur Blütezeit der hiesigen <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/geschichte-der-juden/">jüdischen Gemeinde</a> als zweites Kind der Eheleute Meyer Cohen (1828-1900) und Elise Cohen (geb. Hattendorf, 1836-1921) geboren, vier seiner Geschwister starben im Kindesalter. Er wuchs in Osterholz im Haus seiner Eltern in der Hohetorstraße (heute Nr. 14) auf, wo sein Vater ein Manufakturgeschäft unterhielt. </p>
<p>Alfred übernahm das väterliche Geschäft, sein jüngerer Bruder <a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/cohen-clara-und-siegmund/">Siegmund</a> (*1871) erwarb 1897 oder 1898 am Bahnhof (später <a href="http://www.teufelsmoor.eu/osterholz-scharmbeck/bahnhofstrase/bahnhofstr-37/">Bahnhofstraße 37</a>) ebenfalls ein Manufaktur-, Kurz- und Weißwarengeschäft und war im 1. Weltkrieg Aufsichts-Unteroffizier für den Kreis Osterholz. Sein Bruder <a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/cohen-dr-richard/">Dr. Richard Cohen</a> (*1872) diente als Sanitätsrat an der Front und wurde mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet.</p>
<p>Flora und Alfred hatten zwei Kinder: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/menschen/cohen-henny/">Henny</a> (1905-1942) blieb bis zu ihrer Deportation 1941 bei den Eltern. Friedrich (&#8222;Fritz&#8220;) Wilhelm (1907-1976) lernte Textilkaufmann und heiratet in Westdeutschland seine Frau Henny, beide wanderten 1937 nach Brasilien aus. </p>
<p>Der seit 1933 von den Nationalsozialisten organisierte, u. a. mit Plakaten und uniformierten Wachen vor den Geschäften durchgesetzte Boykott jüdischer Geschäfte führte 1935 zum Konkurs des Geschäftes in der Hohetorstraße. Über Zwischeneigentümer erwarb der Textilkaufmann Schröder aus Lilienthal die Immobilie. Bis 1936 blieben Alfred und die Familie als Mieter, ab 1937 konnte er nur noch als &#8222;fliegender Händler&#8220; für Manufakturen tätig sein und musste mit der Familie als Mieter zu Meta Schwenke in die Bremer Straße 47 ziehen.</p>
<p>In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 (sog. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Novemberpogrome_1938">Reichspogromnacht</a>) drangen SA-Männer nach der vereitelten Brandstiftung an der <a href="http://www.teufelsmoor.eu/osterholz-scharmbeck/bahnhofstrase/bahnhofstr-105/">ehemaligen Synagoge</a> auch in die Wohnung der Cohens in der Bremer Straße ein, trieben die Familie in den Keller und zerschlugen die dort stehenden Einweckgläser. </p>
<p><figure id="CohenFlora8" aria-describedby="caption-CohenFlora8" style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/D6asfc1oPA_Z8Tg_-w_YyA?feat=embedwebsite"><img decoding="async" src="http://lh5.ggpht.com/_OV4xvtkBx0M/S7Tdu9r5K8I/AAAAAAAASrI/mE3l7ai01OQ/s400/Cohen_Alfred_Ausweis.JPG" alt="Volkskartei-Karte Alfred Cohen"/></a><figcaption id="caption-CohenFlora8" class="wp-caption-text">Volkskartei-Karte Alfred Cohen</figcaption></figure> Jede geschäftliche Tätigkeit wurde den Juden im November 1938 untersagt, so dass Alfred den Handel völlig aufgeben musste. Nachdem seine Ersparnisse augebraucht waren, musste er mit seiner Familie von der öffentlichen Fürsorge leben. Im März 1939 musste die Familie Cohen im Rathaus erscheinen, um ihre mit dem Großbuchstaben &#8222;J&#8220; für Jude versehene Karte für die <em>Volkskartei</em> zu unterschreiben. Im September 1939 wurden die Radios jüdischer Mitbürger beschlagnahmt, ab Oktober durften sie in Osterholz-Scharmbeck nur noch zu festgelegten Zeiten in drei ausgewählten Lebensmittelgeschäften einkaufen. Flora, Alfred und Henny wurden im Oktober von der Stadtverwaltung zum Umzug in ein &#8222;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Judenhaus">Judenhaus</a>&#8220; in der <a href="http://www.teufelsmoor.eu/osterholz-scharmbeck/bahnhofstrase/bahnhofstr-84/">Bahnhofstraße 84</a> zu ihrem ehemaligen Geschäftskonkurrenten Davidsohn gezwungen.</p>
<p><figure id="CohenClara5" aria-describedby="caption-CohenClara5" style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/7fImzeoid80kVK-9HfOSyw?feat=embedwebsite"><img decoding="async" src="http://lh3.ggpht.com/_OV4xvtkBx0M/S7mXDOL9u8I/AAAAAAAAStU/UKVwXsBzqnY/s400/StolpersteinBremen_0011.jpg" alt="Stolpersteine für Flora und Alfred Cohen in der Nordstraße (ehemals Nr. 210) in Bremen" /></a><figcaption id="caption-CohenClara5" class="wp-caption-text">Stolpersteine für Flora und Alfred Cohen in der Nordstraße (ehemals Nr. 210) in Bremen</figcaption></figure>Henny wurde am 17. November 1941 in das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ghetto_Minsk">Ghetto von Minsk</a> deportiert und kam dort vermutlich im Zuge der Massentötungen durch Vergasen oder Erschießen 1942 ums Leben.</p>
<p>Flora und Alfred wurden am 21. März 1942 in ein Bremer &#8222;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Judenhaus">Judenhaus</a>&#8220; in der Nordstraße 210 am Hafen umgesiedelt. Im Juli wurden sie in das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ghetto_Theresienstadt">Ghetto Theresienstadt</a> deportiert, wo der 76-jährige Alfred knapp drei Wochen nach der Ankunft starb. Flora wurde am 8. Mai 1945 im Alter von 70 Jahren von der Roten Armee befreit und kehrte zu ihrer Schwägerin Frieda Cohen, der Witwe von Dr. Richard Cohen, nach Bremen zurück. 1946 zog sie zu ihrem Sohn Fritz und ihrer Schwiegertochter Henny nach Sao Paulo.</p>
<p><a href="javascript:submitHiddenForm('hiddenSearchForm','/gedenkbuch/directory.html?id=900930&#038;submit=1&#038;page=1&#038;maxview=50&#038;offset=0')">Eintrag</a> im Gedenkbuch Bundesarchiv:</p>
<blockquote><p>Cohen, Alfred<br />
* 17. Februar 1864 in Osterholz-Scharmbeck<br />
wohnhaft in Osterholz-Scharmbeck</p>
<p>Deportation:<br />
ab Hannover<br />
23. Juli 1942, Theresienstadt, Ghetto</p>
<p>Todesdatum:<br />
11. August 1942, Theresienstadt, Ghetto</p></blockquote>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>2. Weltkrieg</title>
		<link>https://www.teufelsmoor.eu/geschichte/2-weltkrieg/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 13:58:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[1939]]></category>
		<category><![CDATA[1940]]></category>
		<category><![CDATA[1941]]></category>
		<category><![CDATA[1942]]></category>
		<category><![CDATA[1943]]></category>
		<category><![CDATA[1944]]></category>
		<category><![CDATA[1945]]></category>
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					<description><![CDATA[Natürlich führte der 2. Weltkrieg auch in Osterholz-Scharmbeck zu bedeutsamen Veränderungen im täglichen Leben, besonders ab 1942. Weil der Landkreis nie bevorzugtes Bombenziel der alliierten Luftstreitkräfte war und bei Kriegsende nicht mehr ernsthaft verteidigt wurde, hielt sich das Ausmaß materieller Schäden zwar in Grenzen, aber fast jede Familie verlor einen oder mehrere ihrer Mitglieder. Mindestens &#8230; <p class="link-more"><a href="https://www.teufelsmoor.eu/geschichte/2-weltkrieg/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„2. Weltkrieg“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Natürlich führte der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Weltkrieg">2. Weltkrieg</a> auch in Osterholz-Scharmbeck zu bedeutsamen Veränderungen im täglichen Leben, besonders ab 1942. Weil der Landkreis nie bevorzugtes Bombenziel der alliierten Luftstreitkräfte war und bei Kriegsende nicht mehr ernsthaft verteidigt wurde, hielt sich das Ausmaß materieller Schäden zwar in Grenzen, aber fast jede Familie verlor einen oder mehrere ihrer Mitglieder. Mindestens 784 der (im Jahr 1939) 7.337 Einwohner Osterholz-Scharmbecks kamen ums Leben oder wurden dauerhaft vermisst. Im Landkreis war die Situation durch 3-6 Bombenalarme pro Woche, die Abwesenheit der allermeisten arbeitsfähigen männlichen Bewohner und eine zunehmende Verknappung von Lebensmitteln gekennzeichnet. Ab 1942 kamen bis zu 1.200 Zwangs- und Fremdarbeiter hinzu, die allein im Stadtgebiet Osterholz-Scharmbeck mit damals vermutlich weniger als 5.500 &#8222;Rest-Einwohnern&#8220; untergebracht waren. Ab Januar 1945 schließlich waren mehr als 4.000 Flüchtlinge aus den Ostgebieten unterzubringen und zu versorgen.<br />
<span id="more-2637"></span><br />
Alliierte Luftangriffe im Landkreis Osterholz und ihre Folgen:</p>
<table>
<tr>
<td></td>
<td>&nbsp;&nbsp;&nbsp;Fliegeralarme</td>
<td>&nbsp;&nbsp;&nbsp;Sprengbomben</td>
<td>&nbsp;&nbsp;&nbsp;Brandbomben</td>
<td>&nbsp;&nbsp;&nbsp;Tote</td>
<td>&nbsp;&nbsp;&nbsp;Verletzte</td>
</tr>
<tr>
<td>1940</td>
<td align="right">149</td>
<td align="right">183</td>
<td align="right">189</td>
<td align="right">7</td>
<td align="right">2</td>
</tr>
<tr>
<td>1941</td>
<td align="right">144</td>
<td align="right">361</td>
<td align="right">1758</td>
<td align="right">&#8211;</td>
<td align="right">1</td>
</tr>
<tr>
<td>1942</td>
<td align="right">155</td>
<td align="right">259</td>
<td align="right">4194</td>
<td align="right">7</td>
<td align="right">4</td>
</tr>
<tr>
<td>1943</td>
<td align="right">186</td>
<td align="right">710</td>
<td align="right">3269</td>
<td align="right">6</td>
<td align="right">5</td>
</tr>
<tr>
<td>1944</td>
<td align="right">305</td>
<td align="right">877</td>
<td align="right">2960</td>
<td align="right">2</td>
<td align="right">12</td>
</tr>
<tr>
<td>1945</td>
<td align="right">163</td>
<td align="right">136</td>
<td align="right">&#8211;</td>
<td align="right">11</td>
<td align="right">39</td>
</tr>
</table>
<p><small>(Aus dem Bericht der Kreisverwaltung; Quelle: <em>1945 Kriegsende und Neubeginn</em>. Eine Serie im Osterholzer Kreisblatt, M. Wilke u. N. Koch, 1996)</small></p>
<figure style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/e/e0/Germans_at_Polish_Border_%281939-09-01%29.jpg/800px-Germans_at_Polish_Border_%281939-09-01%29.jpg" width="400px" alt=""><figcaption class="wp-caption-text">Deutsche Soldaten an der deutsch-polnischen Grenze 1939<br />(Quelle: Wikipedia, nach: Jerzy Piorkowski (1957). Miasto Nieujarzmione, 8, Warszawa: Iskry. no ISBN)</figcaption></figure>
<h3>1939</h3>
<p>Der ohne formelle Kriegserklärung ausgeführte deutsche Angriff auf Polen am 1.9. und die darauf folgende Kriegserklärung Englands und Frankreichs an Deutschland am 3.9.1939 waren der Beginn des verheerendsten Krieges der Menschheitsgeschichte. </p>
<h3>1940</h3>
<p>Am 20. Juli 1940 wurde Osterholz-Scharmbeck erstmals Ziel von Bombenangriffen. Englische Fliegerbomben zerstörten das Freibad Am Deich und beschädigten viele Häuser der Umgebung sowie am Bahnhof das Haus Am Bahndamm 8. Am 22. August wurde der Bahnhofsarbeiter Gevert Grotheer bei einem Bombenangriff auf den Bahnhof getötet. </p>
<h3>1941</h3>
<p>1941 zerstörte eine Bombe das Wohnhaus der Fam. von Oehsen (Bargten 8), Bombensplitter führten zum Auslaufen des Gaswerkgasometers. Am 30.6.1941 wurden die Wohnhäuser von Martin Garbade und Heinrich Wätjen in Pennigbüttel an der Straße nach Scharmbeck zerstört. <small>(Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)</small></p>
<h3>1942</h3>
<p>1942 entstanden Bombenschäden auf dem jüdischen Friedhof, in Heilshorn, an Häusern &#8222;Auf dem Kamp&#8220; und &#8222;etlichen anderen Gebäuden&#8220;. <small>(Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)</small></p>
<p>Im Sommer 1942 trafen die ersten 300 von später bis zu 1.200 Zwangsarbeitern und &#8222;dienstverpflichteten&#8220; Ausländern ein, die in sog. kriegswichtigen Betrieben und der Landwirtschaft eingesetzt wurden. Während sich ca. 380 Belgier, Franzosen und Holländer in der Stadt frei bewegen durften, waren knapp 500 russischen Männer und Frauen in bewachten Lagern untergebracht. Morgens und abends wurden sie von bewaffneten Polizisten oder Bürgern von den Lagern abgeholt und wieder dorthin begleitet.    </p>
<blockquote><p>&#8222;Das waren Männer mit kahlgeschorenen Köpfen, abgerissener Kleidung und Holzpantinen, oft an bloßen Füßen. Abends kamen sie die Bahnhofstraße herauf, begleitet vom Wachpersonal mit geschultertem Gewehr: den Polizeiwachtmeistern Karl Leimbrock, August Stützing oder &#8222;nicht kriegsverwendungsfähigen&#8220; Bürgern der Stadt. Dann hörte man das Geklapper ihrer Holzpantinen auf dem Blaubasaltpflaster. Müde, erschöpft, mit schleppendem Schritt -fast wie der Gefangenenchor aus &#8222;Nabucco&#8220; oder &#8222;Fidelio&#8220;- zogen sie an uns vorbei, mitten durch die Stadt, hin zu den Lagerschuppen der alten Baufirma Steeneck &#038; Mevius.&#8220; <small>(Ernstheinrich Meyer-Stiens in <em>&#8222;1945 Kriegsende und Neubeginn&#8220;</em>. Eine Serie im Osterholzer Kreisblatt, M. Wilke u. N. Koch, 1996)</small>
</p></blockquote>
<p>Bei den <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/fahrzeugwerke-fritz-drettmann/">Drettman-Werken</a> waren bis zu 543 Ausländer beschäftigt, darunter 285 Russen, 122 Tschecheslowaken, 66 Holländer, 32 Franzosen und 35 Belgier. Die meisten waren in einem Lager an der Bremer Straße (<a href="http://maps.google.de/maps/ms?source=ig&#038;hl=de&#038;ie=UTF8&#038;msa=0&#038;msid=104701110756881066241.000438074a6421ef36de0&#038;ll=53.216942,8.78476&#038;spn=0.004304,0.012456&#038;t=h&#038;z=17">Standort</a>) untergebracht, das 1942 eilendst errichtet worden war. Weitere kleinere Lager befanden sich direkt am Werk (gegenüber der Einmündung der Osternheide, <a href="http://maps.google.de/maps/ms?source=ig&#038;hl=de&#038;ie=UTF8&#038;msa=0&#038;msid=104701110756881066241.000438074a6421ef36de0&#038;ll=53.21973,8.79852&#038;spn=0.002152,0.006228&#038;t=h&#038;z=18">Standort</a>) und daran angrenzend innerhalb des Werkzaunes sowie in der Lindenstraße neben dem Rathaus in alten Lagerschuppen des Bauunternehmens Steeneck &#038; Mevius. Weitere 271 Ausländer arbeiteten für ein Bauunternehmen in Osterholz-Scharmbeck, 78 im &#8222;Dauermilchwerk Theile&#8220; in der Loger Straße, 40 im Monolanwerk Schiemann in der Ladestraße und 50 Holländer in den <a href="http://www.teufelsmoor.eu/osterholz-scharmbeck/bahnhofstrase/osterholzer-reiswerke/">Osterholzer Reiswerken</a>. </p>
<p>Ab Mitte 1942 häuften sich die Bombenangriffe auf Bremen, was einerseits von vielen Osterholz-Scharmbeckern als nächtlicher Feuerschein wahrgenommen wurde, andererseits auch zu einem Zuwachs der Bevölkerung durch die Aufnahme ausgebombter Kinder und Familien führte. Auf diesem Weg gelangte 1943 auch der spätere Bremer Bürgermeister <a href="http://www.teufelsmoor.eu/osterholz-scharmbeck/scherf-henning/">Henning Scherf</a> zu Verwandten in die Kreisstadt.</p>
<h3>1943</h3>
<p>Das Jahr 1943 markierte eine deutliche Wende im Kriegsverlauf: Im Osten die Gegenoffensive der Sowjets mit der deutschen Niederlage bei Stalingrad Anfang 43, in Afrika die deutsche Kapitulation im Mai 43, an der Heimatfront die sich abzeichnende Lufthoheit der Alliierten, die ihre Bombenangriffe jetzt auch bei Tage flogen und wie Ende Juli 43 in Hamburg (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Gomorrha">&#8222;Feuersturm&#8220;</a>) halbe Großstädte in Schutt und Asche legten. Die Zeichen für eine bevorstehende deutsche Niederlage wurden eigentlich unübersehbar, auch wenn vermutlich die meisten Deutschen in Folge der NS-Propaganda dies nicht wahrnehmen konnten oder wollten.  </p>
<p>Am 22.9.43 stürzte ein abgeschossener <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Avro_Lancaster">Lancaster-Bomber</a> in Lintel zwischen den Gasthöfen Armbrust und Jacobs (später Ritterhuder Str. 78 bzw. 66, etwa am späteren Standort der Diskothek <em>Star Ship</em>) ab. Das Flugzeug und seine explodierende Bombenlast rissen einen Krater von knapp 20 m Durchmesser in die Papesche Weide. Die Höfe Pape, Hermann Jacobs und Georg Michaelis sowie die Scheune von Hermann Wellbrock und die Gastwirtschaft Jacobs brannten ab. Acht kanadische Flieger kamen ums Leben, die Leiche des Achten wurde erst nach einer Woche gefunden. Der Architekt Dahl, der in einer Holzhütte unmittelbar am Absturzort Schutz gesucht hatte, wurde schwer und zwei weitere Linteler leicht verletzt. <small>(Quelle: 1945 Kriegsende und Neubeginn. Eine Serie im Osterholzer Kreisblatt, M. Wilke u. N. Koch, 1996)</small></p>
<p>1943 wurde unter dem Scharmbecker Marktplatz ein Luftschutzbunker gebaut, weiterere Bunker (Baujahr unbekannt) entstanden an den Schulen im Ort, u. a. unterhalb der Menckeschule. Am 20.12.43 stürzten zwei amerikanische Bomber am Tinzenberg und nahe Westerbeck ab. 13 tote Besatzungsmitglieder wurden von einem Kommando des Fliegerhorstes Wesermünde geborgen, zwei verletzte Amerikaner in das Vegesacker Lazarett gebracht.</p>
<h3>1944</h3>
<p>1944 wurden der Bahnhof und seine Umgebung wiederholt durch Fliegerbomben beschädigt.</p>
<h3>1945</h3>
<p>Ende Januar erreichte der erste von drei großen Flüchtlingstransporten aus Ost- und Westpreußen, Pommern und Berlin die Kreisstadt. Die insgesamt über 4.000 Flüchtlinge wurden in der Kantine der <a href="http://www.teufelsmoor.eu/osterholz-scharmbeck/bahnhofstrase/osterholzer-reiswerke/">Reiswerke</a> verpflegt, für viele von ihnen die erste warme Mahlzeit nach Tagen. Fast alle Wohnungen und Häuser werden mit zusätzlichen Flüchtlingen belegt, die Einwohnerzahl stieg sprunghaft von ca. 7.000 auf mehr als 11.000.</p>
<p>Am 23. April 1945 kamen bei einem Bombenangriff auf die Drettmann-Werke drei Beschäftigte aus Osterholz-Scharmbeck ums Leben, viele wurden verletzt. Am 26. April sprengten deutsche Soldaten die Brücke bei Tietjens Hütte vor den bereits in Bremen stehenden Briten. Am 28. April, zwei Tage vor Hitlers Selbstmord und zwei Wochen vor Kriegsende, wurde der 17-jährige Soldat Kurt Albrecht in Buschhausen wegen Fahnenflucht zum Tode verurteilt und noch am gleichen Tag von einem 10-köpfigen Exekutionskommando auf dem Scharmbecker Schützenhof erschossen.</p>
<p>Am 7. Mai rückten die ersten Panzer des schottischen Eliteregiments <em>King&#8217;s Owen Scotch Borderers</em> in Osterholz-Scharmbeck ein. Die Briten verhängten bis zum 9. Mai Ausgangsverbot, danach wurde der Ausgang auf die Zeit von 10-11:00 und 15-16:00 Uhr beschränkt. Am 8. Mai kapitulierte die deutsche Reichsregierung.<br />
<small>(Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)</small></p>
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		<title>Vogeler, Heinrich</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Jan 2009 10:16:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Von den Begründern der Worpsweder Künstlerkolonie blieb Heinrich Vogeler (1872-1942) am längsten hier, bevor er 1932 nach Russland zog. Nach Angaben seiner Urenkelin Daniela Platz, die zusammen mit Großcousine Berit Müller die Pension Haus im Schluh betreibt, leben heute noch 14 Verwandte Vogelers in Worpswede. Unter ihnen auch Urenkel Carsten Platz, der u. a. als &#8230; <p class="link-more"><a href="https://www.teufelsmoor.eu/geschichte/vogeler-heinrich/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Vogeler, Heinrich“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Von den Begründern der Worpsweder Künstlerkolonie blieb <strong>Heinrich Vogeler</strong> (1872-1942) am längsten hier, bevor er 1932 nach Russland zog. Nach Angaben seiner Urenkelin Daniela Platz, die zusammen mit Großcousine Berit Müller die Pension <em>Haus im Schluh</em> betreibt, leben heute noch 14 Verwandte Vogelers in Worpswede. Unter ihnen auch Urenkel <a href="http://www.jantorf.de/espresso/ohz-kreisblatt.html">Carsten Platz</a>, der u. a. als Torfschiffer agiert und mit seinem Vater den <em><a href="http://www.jantorf.de/espresso/jantorf_liqueure.html">Jan Torf</a></em>, einen Kräuterbitter mit Lokalkolorit, vermarktet.</p>
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