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	<description>Osterholz-Scharmbeck - Radfahren - Mac - Fotografie</description>
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		<title>Hammehütte Kiautschou</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 May 2010 16:51:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Hamme]]></category>
		<category><![CDATA[1820]]></category>
		<category><![CDATA[1925]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Hammehütte Kiautschou (Standort der Hütte), auch &#8222;Hütte Kiautschau&#8220;, &#8222;Rust&#8217;s Hütte&#8220;, &#8222;Fuhses Hütte&#8220;, &#8222;Puffs Hütte&#8220;, &#8222;Wedermanns Hütte&#8220; oder &#8222;Tweete Hutten&#8220; genannt, liegt am Ende der traditionellen &#8222;Holtstelle&#8220; etwa 150 m flussabwärts von Melchers Hütte an der Hamme. Ihren Namen erhielt sie in der Kolonialzeit Ende des 19. Jh. in Anlehnung an die deutsche Kolonie Kiautschou &#8230; <p class="link-more"><a href="https://www.teufelsmoor.eu/geschichte/hammehutte-kiautschou/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Hammehütte Kiautschou“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="Kiautschau1" aria-describedby="caption-Kiautschau1" style="width: 400px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/MrTK7k2umKz6fgsxxgXDYg?feat=embedwebsite"><img decoding="async" src="http://lh3.ggpht.com/_OV4xvtkBx0M/Sf55XShznXI/AAAAAAAALBI/RUODe19WHPU/s400/1906Kiautschou.jpg" /></a><figcaption id="caption-Kiautschau1" class="wp-caption-text">Postkarte (1906)</figcaption></figure>Die <strong><a href="http://www.teufelsmoor.eu/?p=314">Hammehütte</a> Kiautschou</strong> <small>(<a href="http://maps.google.com/maps/ms?ie=UTF8&#038;hl=de&#038;t=k&#038;om=1&#038;msa=0&#038;msid=104701110756881066241.000438074a6421ef36de0&#038;ll=53.213512,8.853221&#038;spn=0.005924,0.013819&#038;z=16">Standort</a> der Hütte)</small>, auch &#8222;Hütte Kiautschau&#8220;, &#8222;Rust&#8217;s Hütte&#8220;, &#8222;Fuhses Hütte&#8220;, &#8222;Puffs Hütte&#8220;, &#8222;Wedermanns Hütte&#8220; oder &#8222;Tweete Hutten&#8220; genannt, liegt am Ende der traditionellen &#8222;Holtstelle&#8220; etwa 150 m flussabwärts von <a href="http://www.teufelsmoor.eu/?p=113">Melchers Hütte</a> an der <a href="http://www.teufelsmoor.eu/?p=911">Hamme</a>. Ihren Namen erhielt sie in der Kolonialzeit Ende des 19. Jh. in Anlehnung an die deutsche Kolonie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kiautschou">Kiautschou</a> in China. </p>
<p>Nach Ende des Schankbetriebes 1925 diente die Hütte zunächst als Wochenendhaus. 1930 fanden umstrittene Ex-Angehörige der Schwarzen Reichswehr hier Unterschlupf, von denen einer im Januar 1931 unter etwas mysteriösen Umständen auf der Hamme ums Leben kam.<br />
<span id="more-1285"></span><br />
Besitzer der Hütte waren </p>
<ul>
<li>bis 1880 Martin Wehmann,</li>
<li>bis 1885 Diedrich Ahlers,</li>
<li>bis 1887 dessen Witwe (später Ehefrau von Georg Rust),</li>
<li>bis 1916 Wilhelm Fuhse,</li>
<li>bis 1919 Johann Grotheer,</li>
<li>bis 1925 (Ende des Gaststättenbetriebes) Albert Puff und</li>
<li>bis 1943 Hermann Wedermann</li>
</ul>
<p> <small>(Quelle: J. Segelken <em>Osterholz-Scharmbecker Heimatbuch 1967</em>. Verl. H. Saade, 1967.) </small><br />
Einer anderen Quelle zur Folge ist die Hütte 1820 auf der Wiese des Hofbesitzers Martin Wehmann aus Büttel entstanden und wurde von Jürgen Böttjer aus Osterholz bewirtschaftet. Der Verkauf von Grotheer an Puff erfolgte danach 1918. <small>(Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band 1, S. 113)</small> 1943 wurde danach Hermann Wedermann Besitzer der Hütte. <small>(Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)</small> </p>
<h3>&#8222;Mudder Puff&#8220;</h3>
<p>In den frühen 1920er-Jahren war die Hütte mit ihrer Wirtin unter Wassersportlern eine Legende. Die als &#8222;Mudder Puff&#8220; bekannte und beliebte Ehefrau des Motorboot-Eigners Albert Puff führte die Wirtschaft in den Sommermonaten und gestattete auch Paaren die gemeinsame Übernachtung auf dem Heuboden der Hütte. </p>
<blockquote><p>&#8222;Hamme runter, Hamme ruff,<br />
am besten ist&#8217;s bei Mutter Puff.<br />
Ob Regen oder Sonnenschein,<br />
wir kehr&#8217;n hier immer wieder ein.<br />
Und ist das Wetter auch mal mau,<br />
erfreuen wir uns an KIAUTSCHAU.<br />
Und ist kaputt mal der Motor,<br />
verliern wir doch nicht den Humor.<br />
Die Hauskapelle spielt dazu,<br />
bis wir dann endlich geh&#8217;n zur Ruh.<br />
Wir wühlen uns ins Heu hinein<br />
Und schlafen endlich selig ein.&#8220;
</p></blockquote>
<p align="right"><small>aus dem Gästebuch 1921/22</small></p>
<p><small>(Quelle: <a href="http://www.teufelsmoor.eu/landschaft/hamme/hammefahrt/">Siewert</a>)</small></p>
<h3>Der &#8222;Fall Fahlbusch&#8220;</h3>
<p>Der Bremer Farbenhändler Hermann Wedermann jr. sympathisierte mit der NSDAP und war in Bremen dadurch bekannt geworden, dass er in einem Schweinestall in der Schwachhauser Heerstrasse eine größere Anzahl von Gewehren versteckt hielt. Die Hütte Kiautschou nutzte er als Wochenendhaus und 1930-31 als Unterschlupf für sog. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fememord#20._Jahrhundert_und_Gegenwart">Fememörder</a> der ehemaligen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarze_Reichswehr">„Schwarzen Reichswehr“</a>. Der unerwartete Tod eines dieser Fememörder auf der Hamme in Wedermanns Motorboot erregte in den 1930er-Jahren deutschlandweites Aufsehen. Der ehemalige Feldwebel der Schwarzen Reichswehr Hermann August Fahlbusch (* 1901 in Bremerhaven-Lehe) wurde nach einer Geburtstagsfeier unweit Tietjens Hütte tot aufgefunden. </p>
<p>1923 hatte er mit seinen Komplizen Klapproth, Fuhrmann, Umhofer und Büsching den Feldwebel Wilms und den Unteroffizier Alfred Brauer ermordet. Im Winter 1923/24 war Fahlbusch festgenommen, unter mysteriösen Umständen aber wieder freigelassen worden. Er war in die USA geflohen, wo er seine Frau kennenlernte, und 1928 nach Deutschland ausgeliefert worden. Sein Prozess wurde lange verzögert, bis die Fememorde im Herbst 1930 vom Reichstag amnestiert wurden. Fahlbusch tauchte in der ehemaligen Hammehütte Kiautschou bei Wedermann unter. </p>
<p>Am 13. Januar 1931 übernachtete er nach einer Geburtstagsfeier in Tietjens Hütte trotz der eiskalten Januarnacht in Wedermanns Motorboot  auf der Hamme. Am nächsten Morgen wurde er tot aufgefunden, bei der Obduktion wurde eine Vergiftung durch Motorengase festgestellt. 1931 wurde Fahlbusch in Bremen eingeäschert und erhielt dann im November 1935 ein von den Nationalsozialisten inszeniertes Staatsbegräbnis. <small>(Quelle: <em><a href="http://www.geschichtsatlas.de/~ga25/index.html">Fall Fahlbusch</a></em>, Unterrichtsprojekt der Klasse FGWV1 der BBS Osterholz-Scharmbeck im Rahmen des Wettbewerbs “Geschichts@tlas”; vgl. auch <a href="http://library.fes.de/spdpdalt/19310116.pdf"><em>Sozialdemokratischer Pressedient</em> vom 16.1.1931</a> und Dornheim, A.: <em><a href="http://books.google.com/books?id=UlggfBqKnMAC&#038;hl=de">Röhms Mann fürs Ausland</a></em>)</small></p>
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		<title>Bahnhofstr. 76</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Sep 2007 08:15:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bahnhofstraße]]></category>
		<category><![CDATA[Damals & Heute]]></category>
		<category><![CDATA[1845]]></category>
		<category><![CDATA[1862]]></category>
		<category><![CDATA[1925]]></category>
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					<description><![CDATA[Bahnhofstr. 76 (im Bild re.) ca. 1925(weiterhin in Bildmitte Nr. 78 und li. im Bild Nr. 84)aus: J. Meyer-Korte: Osterholz-Scharmbeck in alten Ansichten Band 2 2007 Früher Im Weißen Sande und Bahnhofstr. 14. 1815 nahm Johann Kattenhorn im Landwehrbataillon des Königreichs Hannover (Personalunion mit Großbritannien) an der Schlacht bei Waterloo teil. Das ehemalige Kattenhornsche Gasthaus &#8230; <p class="link-more"><a href="https://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/bahnhofstrase/bahnhofstr-76/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Bahnhofstr. 76“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<table  class="ohneRand" style="width:auto; float:left">
<tr class="ohneRand">
<td><a href="http://picasaweb.google.de/moorteufel/DamalsundHeute/photo#5115287671749055442"><img decoding="async" src="http://lh4.google.de/moorteufel/Rv0nCRaJk9I/AAAAAAAABek/7J7trkknuPw/s400/Bahnhof76_alt.jpg" width="400" vspace="10" hspace="10" align="left" alt="Bahnhofstr. 76"></a>
</td>
</tr>
<tr class="ohneRand">
<td style="font-family:arial,sans-serif; font-size:11px; text-align:center">Bahnhofstr. 76 (im Bild re.) ca. 1925<br />(weiterhin in Bildmitte Nr. 78 und li. im Bild Nr. 84)<br />aus: J. Meyer-Korte: <em>Osterholz-Scharmbeck in alten Ansichten Band 2</em></td>
</tr>
<tr class="ohneRand">
<td><a href="http://picasaweb.google.de/moorteufel/DamalsundHeute/photo#5115287426935919506"><img decoding="async" src="http://lh3.google.de/moorteufel/Rv0m0BaJk5I/AAAAAAAABeE/2sxkMtOQ5Zk/s400/Bahnhof76_neu.jpg" width="400" vspace="10" hspace="10" align="left" alt="Bahnhofstr. 76 2007"></a>
</td>
</tr>
<tr class="ohneRand">
<td style="font-family:arial,sans-serif; font-size:11px; text-align:center">2007</td>
</tr>
</table>
<p>Früher Im Weißen Sande und Bahnhofstr. 14.</p>
<p>1815 nahm Johann Kattenhorn im Landwehrbataillon des Königreichs Hannover (Personalunion mit Großbritannien) an der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Waterloo">Schlacht bei Waterloo</a> teil. Das ehemalige Kattenhornsche Gasthaus <em>Am weißen Sande</em> war Mitte des 19. Jh. ein belebter Treffpunkt für viele Reisende. Die damalige Unzufriedenheit mit den Kutschverbindungen nach Bremen motivierte den Landwirt Johann Kattenhorn, 1845 eine regelmäßige Kutschverbindung zwischen Scharmbeck und Bremen einzurichten. Diese Verbindung mit Abfahrt gen Bremen &#8222;zur passenden Vormittagsstunde&#8220; und Heimfahrt &#8222;gegen Abend&#8220; erfreute sich großer Beliebtheit. Der zunehmende Personenverkehr führte alsbald zum Antrag auf eine Schankkonzession, dem auch entsprochen wurde. Zusätzlich zum Linienverkehr nach Bremen wurden &#8222;Individualreisen&#8220; in Landauern angeboten, die insbesondere von Geschäftsreisenden in Anspruch genommen wurden. Ein großer Tag war der 7. August 1862, als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_V._(Hannover)">König Georg V.</a> vom Schützenverein und den Bewohnern Scharmbecks bei seinem Besuch hier begrüßt wurde. <small>Quelle: J. Segelken <em>Osterholz-Scharmbecker Heimatbuch 1967</em>. Verl. H. Saade, 1967. </small></p>
<p>1871 wurde Johann Kattenhorn Scharmbecker Schützenkönig. 1898 übernahm sein Sohn Hermann Kattenhorn Hof und Gasthaus. Dessen Witwe Anna führte den Betrieb bis 1931 weiter. 1927 eröffnete August Sbosney im Haus seine Praxis für Massage- und Kneipp-Heilkunde. <small>(Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band 1, S. 125, 194, 394.)</small></p>
<p>1991 kam es durch einen Brand zu einem Schaden in Höhe von ca. DM 50.000, 1993 schließlich wurde das Haus abgerissen. 1995 entstand das heutige Wohn- und Geschäftshaus mit Eigentumswohnungen und Tiefgarage. Erstbezieher waren 1995 die Boutique Kai (Inh. E. Heins) und das Spielzeug-Fachgeschäft Kunterbunt (Inh. Heiko Schwark). <small>(Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)</small> </p>
<p>2007: u. a. Friseur <em>Cut &#038; Color</em></p>
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