Bahnhofstr. 96

Früher Bahnhofstr. 410

1901 verkaufte Johann Flathmann (Marktstr. 98, heute 2) das Grundstück an Dr. Adolf Schmidt. (Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. I, R. Meenkhoff, 2004)

1903 ließ Schmidt hier das Haus bauen, in dem er dann 56 Jahre seine Praxis (zuvor Bahnhofstr. 45) ausübte. Der mit einer Spanierin Verheiratete war der erste motorradfahrende Arzt Scharmbecks. Quelle: J. Meyer-Korte: Osterholz-Scharmbeck in alten Ansichten Bd. 2

Seine Tochter Irmgard heiratete 1922 ihren Studienkollegen, den Schriftsteller, Journalisten und späteren Ältestenprediger Dr. Manfred Hausmann, der hier 1923-25 lebte und „täglich auf der Bahnhofstraße im Eiltempo zum Bahnhof lief, weil er zunächst in einer Überseespedition und dann später als Feuilletonredakteur in Bremen arbeitete.“ Quelle: E. Meyer-Stiens: Heimliche Hauptstraße, Verl. Saade, 2000

1961 breitete sich hier nach Kauf durch das Land Niedersachsen das damals benachbarte Finanzamt (Nr. 94) aus, bis es 1983 in den Neubau an der Pappstr. zog. Quelle: J. Meyer-Korte: Osterholz-Scharmbeck in alten Ansichten Bd. 2

1990 bis 2006: Gaststätte „Bierpraxis Dr. Pfiffikus“

2000: Praxis der Heilpraktikerin Sigrid Weidenbach. (Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)

2007: Gaststätte Red Lion
2009: Gaststätte Picasso (span.-franz. Küche)
2012: Restaurant Tüffel Keller

Bahnhofstr. 89

Früher Bahnhofstr. 364 und Bahnhofstr. 9a (?) Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band 1, S. 303

1910 kaufte der Viehhändler Christ. Fahlbusch das Haus von Zimmermeister Ludwig Ficken für 17.500 Mark. Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band 1, S. 303.

1926 erwarb der Elektromeister Heinz Zander, seit 1919 in der Bahnhofstr. gegenüber der Mittelschule ansässig, die Immobilie vom Sattlermeister Georg Reichenbach. 1928 gab Reichenbach sein Geschäft auf. Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band 1, u.a . S. 381, 401. 1938 wurde Heinz Zander 1. Vorsitzender des Männergesangsvereins Germania, 1946-50 war er Obermeister der Elektriker-Innung. (Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)

Bahnhofstr. 52

Früher Chausseestraße 137, dann bis 1934 Bahnhofstr. 137.

Erbaut 1865 von Schuhmachermeister Martin Heilshorn, dessen gerade errichtetes Haus an der Teichstraße abgerissen wurde, nachdem die Gemeinde das Gelände zwecks Neubau der neuen Schule (später Menckeschule) erworben hatte. Heilshorn eröffnete hier 1865 eine Gesellenherberge mit Gastwirtschaft.

1901 machte Otto Klemme seine von Christian Döring erworbene Gastwirtschaft auf (1909: „Zur Linde“). 1925 eröffnete G. Geils im Haus des Gastwirtes O. Klemme ein Schuhgeschäft. (Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band I, 2004)

Besitzer bis 1881 Martin Heilshorn, 1903 Friedrich Klemme, 1909 Otto Klemme. 1948-1967 Otto Klemme („Atlantic-Diele“). Quelle: J. Segelken Osterholz-Scharmbecker Heimatbuch 1967. Verl. H. Saade, 1967.

Im Dezember 1945 wurde bei Otto Klemme eine der drei Ausgabestellen der Volksküche auf dem Schützenhof eingerichtet. (Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)

1979 Neueröffnung des Restaurants „Ratsdiele“ (Inhaber Cornelius Rühl).
1984 übernahm Norbert Segelken die „Rathsdiele“.
1987 wechselte Gitta Wittmann (ehemals Restaurant „Zur Börde“) zur „Rathsdiele“
1990 Übernahme durch die Familie Nordhoff
2006: Mexikanisches Restaurant
2007: B52 Restaurant & Cocktailbar (Barbara Boismard-Knoblich)

Bahnhofstr. 38

Früher Chaussestraße 331 und (bis 1934) Bahnhofstraße 331.

1880 machte H. von Lütcken im Haus von H. Finke ein Geschäft als Cartonagenfabrikant und Buchbinder auf. 1894 eröffnete Gefert Finke einen Kolonialwaren-, Kohlen- und Holzverkauf und die Fa. B. Steinbrügge aus Burg machte im Haus eine Niederlassung für den Verkauf von Brettern und Bauholz auf. Im Jahr 1900 übernahm D. Finke die Scharmbecker Filiale der Brauerei Wilhelm Remmer aus Bremen. 1925 übernahm Gevert Finke den Betrieb (Tankstelle, Spedition, Kohlenhandel) von seinem Vater Hinrich. 1926 wurde Gevert Scharmbecker Schützenkönig, 1982 starb er im Alter von 96 Jahren.

1946 übernahm sein Schwiegersohn Georg Ollrog das Geschäft. 1948 eröffnete Otto Giese einen Wein-, Bier- und Spirituosenhandel. 1954 machte Ollrog als Inhaber der Fa. Finke das Reisebüro „Finko“ unter Leitung von Ewald Künzel auf. 1961 richtete Ollrog zusätzlich eine Kfz-Werkstat ein und übernahm die Fiat-Vertretung. Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band 1+2.

Bis 2006 Autohaus G. Finke
2007 Abriss und Bau einer 2-stöckigen Wohnanlage (Fa. Hilsebau).

Fotos: Worpswede

Artikel dazu: Worpswede, Worpsweder Kunsthalle, Große Kunstschau, Heinrich Vogeler

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