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	<title>1898 &#8211; teufelsmoor.eu</title>
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	<description>Osterholz-Scharmbeck - Radfahren - Mac - Fotografie</description>
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		<title>Bahnhofstr. 71</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Dec 2013 08:00:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bahnhofstraße]]></category>
		<category><![CDATA[1898]]></category>
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					<description><![CDATA[Unter Denkmalschutz: Extravagante Villa von 1897 in Osterholz-Scharmbeck.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die mit Türmchen, eiserner Wetterfahne, Erkern und bunten Glasoberlichtern sehr auffallende Villa in der <strong>Bahnhofstr. 71</strong> in Osterholz-Scharmbeck wurde 1897 oder 1898 für den Zigarrenfabrikanten Hermann Zülch erbaut, Schwager von Johann Bernhard <a href="http://www.teufelsmoor.eu/geschichte/reemtsma/">Reemtsma</a>. Als eines von ca. 300 Baudenkmalen im Landkreis Osterholz steht sie unter Denkmalschutz.<br />
<span id="more-87"></span><br />
Den Bauplatz erwarb Zülch 1897 vom <a href="http://www.teufelsmoor.eu/?p=56">Maurermeister Johann Steeneck</a>, der die ehemalige Sandkuhle &#8222;Weißer Sand&#8220; dem Flecken Scharmbeck 1887 abgekauft und für Bauplätze erschlossen hatte. Zülch ließ dort in unmittelbarer Nachbarschaft <a href="http://www.teufelsmoor.eu/?p=50">seiner Zigarrenfabrik</a> lt. Stadtchronik 1898 und nach Angaben seiner heute noch dort lebenden Enkelin 1897 eine auch für damalige Verhältnisse sehr extravagante Villa errichten, die sich den heutigen Bewohnern zur Folge am ehesten als &#8222;spätes Gründerzeit-Haus mit wilhelminischem Charakter&#8220; beschreiben lässt. <small>(Quelle: Osterholzer Kreisblatt 28.12.2013)</small></p>
<p>Zülch wurde 1897 zum Scharmbecker Bürgervorsteher 1. Klasse gewählt, war von 1902 bis 1905 im Vorstand der Aktionäre der Rektorschule und war Vorsitzender der örtlichen &#8222;Freisinnigen Volkspartei&#8220;. Er starb 1907 im Alter von 45 Jahren. </p>
<p>Im 1. Weltkrieg fiel Hermann Zülch jr.. Sein jüngerer Bruder Dr. jur. Karl Fürchtegott Zülch wurde 1923 als Schriftführer in den Vorstand der Ortsgruppe Osterholz-Scharmbeck des Bundes der Frontsoldaten e. V. (&#8222;Stahlhelm&#8220;) gewählt. 1925 übernahm er die Anteile des Hermann Roelecke an der Fa. Zülch &#038; Nitzsche. <small>(Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band 1, 2004)</small></p>
<p>1948 gründete er den Haus- und Grundbesitzerverein, 1952-56 war er Mitglied des Kreistages und 1952-53 stellvertretender Landrat. 1974 starb Zülch im Alter von 82 Jahren. <small>(Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)</small></p>
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		<title>Bahnhofstr. 37</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Sep 2007 04:52:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bahnhofstraße]]></category>
		<category><![CDATA[1893]]></category>
		<category><![CDATA[1898]]></category>
		<category><![CDATA[1934]]></category>
		<category><![CDATA[1981]]></category>
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					<description><![CDATA[Bis 1934 Bahnhofstraße 354. Das nur einen Steinwurf westlich des Bahnhofs gelegene Grundstück erzählt beim genaueren Hinsehen eine Vielzahl von Geschichten, die eine ganze Menge über Osterholz-Scharmbeck im Wandel dieser Zeit erkennen lassen. Von 1893 bis 1898 betrieb hier Johannes Ehlen (Fa. H. J. Ehlen) ein Manufaktur-, Kurz- und Weißwarengeschäft, welches am 1. Oktober 1898 &#8230; <p class="link-more"><a href="https://www.teufelsmoor.eu/region/osterholz-scharmbeck/bahnhofstrase/bahnhofstr-37/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Bahnhofstr. 37“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bis 1934 Bahnhofstraße 354.</p>
<p>Das nur einen Steinwurf westlich des Bahnhofs gelegene Grundstück erzählt beim genaueren Hinsehen eine Vielzahl von Geschichten, die eine ganze Menge über Osterholz-Scharmbeck im Wandel dieser Zeit erkennen lassen.</p>
<p>Von 1893 bis 1898 betrieb hier Johannes Ehlen (Fa. H. J. Ehlen) ein Manufaktur-, Kurz- und Weißwarengeschäft, welches am 1. Oktober 1898 von Siegmund Cohen übernommen wurde. 1901 kaufte Cohen von Georg Meyer (Bahnhofshotel) ein von Hr. Wittig bewohntes Haus für 12.500 Mark. Nach dem Abriss durch Fa. Torbohm sollte ein geräumiges Mode- und Bekleidungshaus entstehen. <small>Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band 1, S. 183, 194, 214</small></p>
<p>1932 wurde das Haus auf seinen Sohn Erich übertragen, der etwa 1933 nach Johannesburg in Südafrika emigrierte. Am 6. Oktober 1934 ging das Geschäft nach Konkurs und Zwangsversteigerung an den Polsterer und Dekorateur Wilhelm Meyerhoff. <small>Quelle: K. Beer <em>Ein Denkmal für Familie Cohen die in Osterholz-Scharmbeck in Niedersachsen gelebt hat</em>. Verl. H. Saade, 2001.</small></p>
<p>Meyerhoff war zuvor in der Neuen Straße ansässig, 1943 fiel er in Russland. Das Geschäft in der Bahnhofstraße führten seine Witwe Käthe und nach deren Tod 1952 seine Tochter Inge Küster mit ihrem Mann Herbert Küster fort. <small>Quelle: J. Segelken <em>Osterholz-Scharmbecker Heimatbuch 1967</em>. Verl. H. Saade, 1967. </small> Nach dem Krieg stellte Erich Cohen einen Antrag auf Rückerstattung der Immobilie, den er 1951 zurückzog. <small>Quelle: K. Beer <em>Ein Denkmal für Familie Cohen die in Osterholz-Scharmbeck in Niedersachsen gelebt hat</em>. Verl. H. Saade, 2001.</small> Nach vorübergehender Beschlagnahmung durch die Besatzungsmächte eröffnete Käthe Meyerhoff das Möbelhaus 1948 wieder. 1960 wurde mit einem Neubau am Stammhaus (ca. 1.000 m²) und einer Neugestaltung des ehemaligen Lagerhauses am Klosterkamp (zusätzlich ca. 750 m²) noch einmal deutlich erweitert. <small>(Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)</small></p>
<p>1967 war die Fa. Meyerhoff nach zahlreichen Erweiterungen mit 140 Mitarbeitern, ca. 10.000 qm Betriebsfläche, Ausstellungsräumen am Klosterkamp und einem &#8222;riesigen Zentrallager in Buschhausen eines der größten Einzelhandelsunternehmen im nordwestdeutschen Raum&#8220;. <small>Quelle: J. Segelken <em>Osterholz-Scharmbecker Heimatbuch 1967</em>. Verl. H. Saade, 1967. </small> Später gaben sie den Sitz in der Bahnhofstr. auf und zogen ganz nach Buschhausen zum Hördorfer Weg. (<a href="http://www.moebel-meyerhoff.de">Möbelhaus Käthe MEYERHOFF KG</a>). </p>
<p>1981 eröffnete hier noch in der 1. Etage &#8222;Birgit&#8217;s Kinder-Shop&#8220; <small>(Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)</small>, am 9. Mai jedoch wurde das mittlerweile leer stehende Haus von Jugendlichen besetzt. Nach ergebnislosen Verhandlungen erfolgte eine Räumung durch die Polizei. Die Hausbesetzung soll nachträglich von der Besitzerin des Möbelhauses Inge Küster genehmigt worden sein. <small>Quelle: Wikipedia</small> Ein Ergebnis der Hausbesetzungen im Jahr 1981 (Hinter der Wurth 3 und Bahnhofstr. 37) war die Gründung des Vereins Kulturzentrum Osterholz e. V. als Träger des Kulturzentrums im <a href="http://www.teufelsmoor.eu/?p=16">Kleinbahnhof</a>. Lt. Stadtchronik wurden hier 1982 das von Jugendlichen gewünschte Kulturzentrum und der Naturwarenladen &#8222;Naturalis&#8220; eröffnet. 1990 wurde das <a href="http://www.teufelsmoor.eu/osterholz-scharmbeck/bahnhofstrase/bahnhofstr-39/">Nachbarhaus</a> besetzt und nach 10 Tagen freiwillig geräumt. Kurz darauf wurden die Gebäude Bahnhofstr. 37, 39 und das dahinter gelegene Lager- und Verwaltungsgebäude abgerissen. <small>(Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)</small></p>
<p>2007: Apotheke am Bahnhof, <a href="http://www.baguetterie-toulouse.com/index.htm">Grillimbiss und Baguetterie</a> (Inh. Werner Niebank), <a href="http://www.kieber-braeuler.de/">Anwaltskanzlei Kieber &#038; Bräuler</a>, <a href="http://www.grundmann-seidel.de">Arztpraxis S. Grundmann (Internistin &#8211; hausärztliche Versorgung) und Dr. H. Seidel (Allgemeinmedizin)</a>.</p>
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