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		<title>Worpswede</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Apr 2009 06:31:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Worpswede]]></category>
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					<description><![CDATA[Kunsthalle WorpswedeStandort &#8226; mehr Fotos &#8230; Worpswede ist eine Gemeinde im Landkreis Osterholz in Niedersachsen und liegt an der Hamme mitten im Teufelsmoor. Zur Einheitsgemeinde Worpswede mit knapp 9.500 Einwohnern gehören heute auch die früher eigenständigen Gemeinden Waakhausen, Überhamm, Schlußdorf, Mevenstedt, Neu Sankt Jürgen, Hüttenbusch und Ostersode. Das ehemalige Dorf Worpswede selbst liegt am Weyerberg, &#8230; <p class="link-more"><a href="https://www.teufelsmoor.eu/region/worpswede/worpswede/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Worpswede“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<table class="ohneRand" style="float:left; width:auto">
<tr class="ohneRand">
<td>
<a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/a32Tk3wLLOZRU86FXRUJ_Q?feat=embedwebsite"><img decoding="async" src="http://lh4.ggpht.com/_OV4xvtkBx0M/SRVXTBDikCI/AAAAAAAAG4Y/66uJtNSnVs8/s400/Worpswede%20028_sw.jpg" alt="Kunsthalle Worpswede"/></a>
</td>
</tr>
<tr class="ohneRand">
<td align="center">
<small>Kunsthalle Worpswede</small><br /><small><a href="http://maps.google.com/maps/ms?ie=UTF8&#038;hl=de&#038;om=1&#038;t=h&#038;msa=0&#038;msid=104701110756881066241.000438074a6421ef36de0&#038;ll=53.221304,8.925984&#038;spn=0.001481,0.003455&#038;z=18">Standort</a> &bull; <a href="http://www.teufelsmoor.eu/?p=542">mehr Fotos &#8230;</a></small>
</td>
</tr>
</table>
<p><strong>Worpswede</strong> ist eine Gemeinde im Landkreis Osterholz in Niedersachsen und liegt an der Hamme mitten im Teufelsmoor. Zur <em>Einheitsgemeinde Worpswede</em> mit knapp 9.500 Einwohnern gehören heute auch die früher eigenständigen Gemeinden Waakhausen, Überhamm, Schlußdorf, Mevenstedt, Neu Sankt Jürgen, Hüttenbusch und Ostersode. Das ehemalige Dorf Worpswede selbst liegt am Weyerberg, der mit einer Höhe von 54 m aus der sonst sehr flachen Umgebung der Flussniederungen von Hamme und Wümme sehr markant herausragt. Erste Besiedelungsspuren stammen aus der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bronzezeit">Bronzezeit</a>. Als sog. Künstlerdorf mit den Spuren der 1889 gegründeten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCnstlerkolonie_Worpswede">Künstlerkolonie Worpswede</a>, einer Lebens- und Arbeitsgemeinschaft von Künstlern, hat Worpswede heute eine überregionale Bedeutung als Kulturstätte und Ausflugsort.<br />
<span id="more-1112"></span></p>
<h3>Die Künstlerkolonie</h3>
<p>1884 wurde die junge Worpswederin Emilie &#8222;Mimi&#8220; Stolte (1857-1941) von ihren Eltern zur Tante nach Düsseldorf geschickt, um Haushaltsführung zu lernen. Dort freundete sie sich mit dem Kunststudenten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Mackensen">Fritz Mackensen</a> (1866-1953) an, der im Haus der Tante Kost bezog. Der 18-jährige Mackensen folgte Mimis Einladung zu einem Ferienbesuch im Haus ihres Vaters, des Ortsvorstehers und Kaufmanns Carl Otto Ferdinand Stolte (siehe auch <a href="http://www.kaufhaus-stolte.de/">Kaufhaus Stolte</a>). Er traf im September 1884 per Kutsche in Worpswede ein, wo ihn das Licht und die Farben sofort begeistert haben sollen.</p>
<p>Drei Jahre lang -zuletzt der Überlieferung zur Folge mehr oder weniger uneingeladen- verbrachte Mackensen seine Akademieferien bei den Stoltes in Worpswede, bevor er sich mit seinen Freunden <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Modersohn">Otto Modersohn</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_am_Ende">Hans am Ende</a> bei Behrens in der Bauernreihe einmietete. 1889 gründeten die drei die Künstlerkolonie, Mackensens Freunde <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Overbeck">Fritz Overbeck</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Vogeler">Heinrich Vogeler</a> von der Düsseldorfer Kunstakademie folgten ihm 1894. In der Kunst lag die Hinwendung zur Natur Ende des 19. Jh. &#8222;voll im Trend&#8220;, ähnlich wie in Ascona, Murnau oder Hiddensee entwickelte sich Worpswede zu einem Zentrum junger Künstler.</p>
<h3>Worpswede heute</h3>
<p>2009: Der derzeitige Status als <em>Staatlich anerkannter Erholungsort</em> ist auf Grund der Emissionsbelastung durch den Autoverkehr im Ort und einer relativ geringen Anzahl entsprechend zertifizierter Beherbungsbetriebe aktuell gefährdet. Die Anerkennung als <em>Staatlich anerkannter Ausflugsort</em> durch die Landesbehörden in Hannover wird aber weiterhin eine Öffnung der örtlichen Geschäfte am Sonntag erlauben. </p>
<p>Ab Herbst 2009 bis in das Jahr 2013 sollen mit EU-Fördermitteln für strukturschwache Gebiete umfangreiche Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen umgesetzt werden. Vor dem Hintergrund sinkender Besucherzahlen seit 1989 (derzeit ca. 280.000 bis 300.000 Tagesgäste und ca. 31.000 Übernachtungsgäste jährlich) soll die Attraktivität für &#8222;Kulturtouristen&#8220; gesteigert werden, indem vier zentrale Ausstellungshäuser und das Philine-Vogeler-Haus mit einem Gesamtaufwand von 9 Mio. € (6 Mio. € EU-Förderung und 3 Mio. € Eigenmittel oder Stiftungsgelder) restauriert und konzeptionell verbunden werden. In diesem Rahmen sollen das Philine-Vogeler-Haus als zentrale Anlaufstelle (400.000 €), eine &#8222;Orientierungszone&#8220; (150.000 €), das Roselius-Museum (3.3 Mio. €), das Haus am Schluh (1.94 Mio. €), der Barkenhoff (1.1 Mio. €) sowie die Worpsweder Kunsthalle und das Modersohn-Haus (je 250.000 €) nach den Vorgaben eines seit 2005 entwickelten Masterplans gefördert werden. <small>(Quelle: Kurier am Sonntag, 19.4.2009)</small></p>
<h3>Weiterführende Informationen im Internet</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.gemeinde-worpswede.de/">Gemeinde</a> und <a href="http://www.worpswede.de/worpswede/">Touristikagentur</a> Worpswede (u. a. <a href="http://www.gemeinde-worpswede.de/UPLOADS/Jahresrueckblick/Rueckblick2007.pdf">offizielle Statistik 2007 als PDF</a>).</li>
<li><a href="http://www.worpswede24.de/">worpswede24.de</a>: Sehr ausführliche Zusammenstellung vieler Informationen mit einer Vielzahl von Fotos.</li>
<li>Wikipedia über <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Worpswede">Worpswede</a> und die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCnstlerkolonie_Worpswede">Künstlerkolonie</a></li>
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		<title>Reemtsma</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Heuser J]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Dec 2008 05:23:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[1884]]></category>
		<category><![CDATA[1892]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Name Reemtsma ist auf vielfältige Weise mit Osterholz-Scharmbeck verknüpft: 1884 eröffnete der aus Pewsum in Ostfriesland stammende Johann Bernhard Reemtsma in der Poststraße eine Kolonial-, Material und Kurzwarenhandlung im Haus von G. W. Bock. Am 17. Februar 1887 zeigte er an, dass er seine Zigarrenfabrik ins Haus von Maurermeister Johann Steeneck am Kriegerdenkmal (Bahnhofstraße) &#8230; <p class="link-more"><a href="https://www.teufelsmoor.eu/geschichte/reemtsma/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Reemtsma“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Name Reemtsma ist auf vielfältige Weise mit Osterholz-Scharmbeck verknüpft:</p>
<p>1884 eröffnete der aus Pewsum in Ostfriesland stammende <strong>Johann Bernhard Reemtsma</strong> in der Poststraße eine Kolonial-, Material und Kurzwarenhandlung im Haus von G. W. Bock. Am 17. Februar 1887 zeigte er an, dass er seine Zigarrenfabrik ins Haus von Maurermeister Johann Steeneck am Kriegerdenkmal (Bahnhofstraße) verlegt hat. 1888 wurde er Mitinhaber der Fa. Riechers &#038; Co. in Osterholz (<a href="http://www.teufelsmoor.eu/?p=54">Bahnhofstr. 50, heute 26-28</a>, das spätere Kaufhaus Reuter). <small>(Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band 1)</small> Er heiratete die Scharmbeckerin Flora Zülch, Schwester des Zigarrenherstellers Zülch (<a href="http://www.teufelsmoor.eu/?p=50">Zigarrenfabrik in der Bahnhofstr. 63</a>, <a href="http://www.teufelsmoor.eu/?p=87">&#8222;Zülch-Villa&#8220; in der Bahnhofstr. 71</a>), mit der er eine Tochter und drei Söhne hatte (Elisabeth sowie Hermann Fürchtegott, Philipp Fürchtegott und Alwin, genannt Eins, Zwei und Drei). 1894 gründete Bernhard in Blankenburg am Harz die <em>J. B. Reemtsma, Zigarrenfabrik und -handel</em>. 1910 übernahm er Cigarettenfabrik <em>Dixi</em> in Erfurt, die Cigaretten wurden damals noch in reiner Handarbeit produziert. <small>(Quelle: <a href="http://www.reemtsma.com/index.php?id=14">Fa. Reemtsma</a>)</small> </p>
<p>Bernhards erster Sohn <strong>Hermann Fürchtegott Reemtsma</strong> (1892–1961) wurde in Scharmbeck geboren. In Blankenburg besuchte er mit seinem Bruder die Bürgerschule und später das Humanistische Gymnasium. 1914 trat er in die väterliche Firma in Erfurt ein und entwickelte 1918 eine Maschine zur Cigarettenproduktion und löste damit die Handarbeit ab. Hermanns Sohn <strong>Hermann-Hinrich Reemtsma</strong> rief 1988 im Gedenken an seinen Vater die <a href="http://www.hermann-reemtsma-stiftung.de/index.php">Hermann Reemtsma Stiftung</a> ins Leben, die u. a. die Sanierung der Großen Kunstschau im Hoetger-Haus in Worpswede unterstützt.</p>
<p>Bernhards zweiter Sohn <strong>Philipp Fürchtegott Reemtsma</strong> wurde 1893 ebenfalls in Scharmbeck geboren und starb 1959 in Hamburg. <small>(Quelle: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_F%C3%BCrchtegott_Reemtsma">Dt. Wikipedia</a>)</small> Nach schweren Kriegsverletzungen trat er 1916 in die väterliche Firma ein. Philipp gewann den Tabakexperten David Schnur und den Markentechniker Hans Domizlaff für das Unternehmen. Gemeinsam mit Hans Domizlaff schuf Philipp die ersten Reemtsma-Marken wie <em>R6</em> und <em>Ernte 23</em>.</p>
<p>Nach Gründung einer Aktiengesellschaft wurde der Firmensitz 1923 nach Altona bei Hamburg verlegt. Philipp und Hermann entwickelten die <em>Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH</em> zum größten deutschen Zigarettenhersteller, der in der Vorkriegszeit rund drei Viertel der mehr als 40 Milliarden Zigaretten produzierte. <small>Quelle: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_F%C3%BCrchtegott_Reemtsma">Dt. Wikipedia</a></small></p>
<p>Philipps Sohn <strong>Jan Philipp Fürchtegott Reemtsma</strong>, geb. 1952 in Bonn, war das Opfer der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Reemtsma-Entf%C3%BChrung">Reemtsma-Entführung</a> im Jahr 1996, in deren Verlauf er 33 Tage in einem Hauskeller in Garlstedt (Stadt Osterholz-Scharmbeck) gefangen war. Der Philologe, Literaturwissenschaftler, Essayist, politische Publizist und Mäzen verarbeitete seine Erfahrung als Entführungsopfer in dem Roman <a href="http://www.amazon.de/Im-Keller-Jan-Philipp-Reemtsma/dp/3499222213">&#8222;Im Keller&#8220;</a>. Bis 2007 war er Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Hamburg. Der Multimillionär ist Stifter und Vorstand mehrerer Stiftungen und des Hamburger Instituts für Sozialforschung (HIS). <small>Quelle: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jan_Philipp_Reemtsma">Dt. Wikipedia</a></small></p>
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