Wasserturm OHZ

Wasserturm Osterholz-Scharmbeck
Seit September 2014 eine strahlende Erscheinung ...
Der Wasserturm an der Lindenstraße (Standortmehr Fotos …) steht auf dem mit 37.2 m über NN höchsten Punkt Osterholz-Scharmbecks und ist neben der benachbarten Mühle von Rönn eines der Wahrzeichen der Stadt. Bis zur Oberkante der Mauerbrüstung ist der Turm 26.22 m hoch.

Bis 1978 war der Turm wichtiger Bestandteil des städtischen Wassernetzes, das als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme im sog. „Dritten Reich“ 1933-35 installiert worden war. Vor 1935 musste sich die Bevölkerung noch über private und im Stadtgebiet verteilte öffentliche Brunnen mit Wasser versorgen, u. a. auf dem Scharmbecker Markt und an der heutigen Kreuzung Bahnhofstr./Lange Str..

... bis 2008 noch begehbar
Das im Turm gespeicherte Wasser sorgte für einen konstanten Druck im Wassernetz der Stadt. Der größere Wassertank im Erdgeschoss mit 160 m3 Fassungsvermögen versorgte die „Niederdruckzone“, der höher gelegene mit seinen 50 m3 die „Hochdruckzone“ der am 1. Dezember 1935 in Betrieb genommenen Wasserversorgung. Gewonnen wurde das Wasser in Osterholz am Rande der Hammeniederung, wo es in zwei großen Brunnen gesammelt und aufbereitet wurde. Zuvor waren Probebohrungen an der Loge, am Sandbeckerbruch und im Krummenwinkel unergiebig ausgefallen. Zur Wasserverteilung wurden 25 km Ortsrohrleitungen und 15 km Hausanschlussleitungen verlegt. (Quelle: Segelken 1938)

Nach Inbetriebnahme des Erdwasserspeichers am Garteler Weg (3 Mio. Liter Wasser in 2 Tanks) diente der Wasserturm 1978 bis 2008 nur noch als Aussichtsturm in den Sommermonaten, bevor er wegen notwendiger Sanierungsarbeiten geschlossen wurde. Im April 2012 versuchten die Osterholzer Stadtwerke, den unter Denkmalschutz stehenden Wasserturm zu veräußern. Nachdem sich bis Januar 2013 keine ernsthaften Interessenten gefunden hatten, gaben sie ihre Verkaufsabsicht aber auf und ließen das Bauwerk für € 100.000 sanieren. Dabei wurden auch die 2.40 m langen LED-Lichtleisten angebracht, die nach Einbruch der Dunkelheit für weithin sichtbare Lichtkleckse am sorgen. Alle 5 Minuten wechseln sich grün und blau ab, die Farben der Stadt und der Stadtwerke.

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