Ohlenstedt

Die ehemals eigenständige Gemeinde mit den fünf Ortsteilen Ohlenstedt, Bilohe, Büttel, Haslah und Vorwohlde wurde im Zuge der Niedersächsischen Gebietsreform 1974 als Gemarkung Ohlenstedt in die Stadt Osterholz-Scharmbeck eingemeindet. Sie liegt etwa 9 km nördlich des Stadtkernes und grenzt an den Ortsteil Hülseberg an, mit dem sie sich die Ohlenstedter Seen teilt. Die Grenze verläuft durch den Quell- und den Goldbergsee.

Bekannte Bürger Ohlenstedts waren der Maler und Autor Walter Hundt (1897-1975) und seine Frau, die Revolutionärin, Anthroposophin und Dichterin Marie Hundt, geb. Griesbach (1896-1984, von Heinrich Vogeler als Rote Marie gemalt). Sie hatten 1919 mit Vogeler die Kommune Barkenhoff gegründet, 1920 geheiratet und später mit ihren sieben Kindern (u.a. Walter Hundt jr.) einen Bauernhof in Ohlenstedt nach anthroposophischen Grundsätzen bewirtschaftet. (vgl. u.a. Hamburger Abendblatt von 1972)

Durch eine große Zahl von Flüchtlingen und Vertriebenen erhöhte sich die Einwohnerzahl von Ohlenstedt von 298 im Jahr 1939 auf 527 im Jahre 1945.

Zu Ohlenstedt gehört auch ein Teil des 1984 eingerichteten Naturschutzgebietes ,,Heide und Moor bei Haslah“.

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