Feb 232012
 

Schlauchturm Osterholz-Scharmbeck

Schlauchturm (li.) am Marktplatz

Der Schlauchturm genannte ehemalige Steigerturm am Marktplatz in Osterholz-Scharmbeck wurde 1926 auf Antrag der Feuerwehr nach Beratung im Scharmbecker Magistrat erbaut. Als Zierde des Marktplatzes sollte der 17.35 m hohe Klinkerbau am Spritzenhaus eine trockene Aufbewahrung der Schläuche ermöglichen.

Nach Zusammenlegung der Feuerwehren Scharmbeck und Osterholz wurde 1976 in der Heimstraße ein neues Gebäude für die Feuerwehr errichtet, so dass Spritzenhaus und Schlauchturm nicht mehr benötigt wurden. Die Gebäude am Marktplatz beherbergten zunächst eine Zigarrenmacherwerkstatt. Später residierte hier um das Jahr 2000 das Stadtmarketing, später für kurze Zeit ein Kunst-Atelier.

Anfang 2007 verkaufte die Stadt den Turm an Horst Kammeier, Helmut Kück und Andreas Schäfer (KKS Grundstücksgesellschaft), die auch das Nachbargrundstück (ehemals “Storchennest”) erwarben. Trotz bereits erteilter Baugenehmigung begruben diese aber 2009 ihre Pläne für ein Geschäftshaus, 2010 übernahm dann Kammeiers H3 Entwicklungs- und Vermarktungsgesellschaft mbH die Immobilien. Dessen Pläne für ein Restaurant im Turm und einem neu zu errichtenden Anbau scheiterten am Veto des Denkmalschutzes, dem der Anbau zu dominant erschien. Die NASCH Systemgastronomie GmbH verlor in der anschließenden Neuplanungsphase ihr Interesse, dort eines ihrer „Fast-Casual-Dining“-Restaurants zu betreiben, weil sie Konkurrenz von der Mensa im Medienhaus am Campus befürchteten. Anfang 2012 plante Kammeier einen kleineren Anbau, für den sich gewöhnlich gut informierten Quellen zur Folge bereits der Betreiber des Kreta im Haus am Markt interessiert.

  4 Antworten zu “Schlauchturm”

  1. auch wieder typisch für ohz, da war mal ne gut gehende und gemütlich kneipe drin…nein da wollen wir jetzt ne toristeninfo drin haben…für welche touris?
    und die neue idee mit nem cafe, laut höremsagen ähnlich der schlachte, lächerlich…unseres stadt ist zu tot als das sich das lohnen würde…un dann noch mit der schlachte vergleichen

  2. Gartenstadt am Teufelsmoor ? Zutreffender wäre die Bezeichnung:

    Toter Flecken am Teufelsmoor.

    Man beachte das Besucheraufkommen der sogenannten Fußgängerzone an Sonn- und Feiertagen. Trostlose abgewirtschaftete Gegend, einziger Höhepunkt ist ne Wasserfontäne. Selbst bei Stagge ist nach dem Umbau nichts mehr los.
    Weiter so Stadtplaner.

  3. …ne kleine Kneipe,für nette Gäste von jung bis alt,zum Erzählen,Abschalten und Spaß haben-das ist das was in diesem Ort fehlt, das ist das,was in dieses nette Gebäude wieder reingehört…,dazu genau diesen einen Kneiper mit Intelekt und Witz und Ehrgeiz und vorallem Liebe zum Detail,…liebe Stadtväter,das wärs,…so wie damals.
    Cafe 99 ist klein, nett und gemütlich. Und nach 19 Uhr?.., da muss doch mal drüber nachgedacht werden…,macht doch mal was los in Eurer Stadt-nicht immer nur die allgemeinen Feste…, schafft Anziehungspunkte für Touri’s – ich bin nur manchmal besuchsweise da… und finde Eure Stadt schön, aber langweilig. Mir fehlt nen guter Fleck zum Entspannen und Wohlfühlen außerhalb der eignen 4 Wände. Gebt sie dem Kneiper zurück und ich bin dabei…. :-)

  4. Das sehe ich genauso, und unlängst war dies auch der Tenor in einem Kreisblatt-Artikel: Die Innenstadt muss sich um den “Wohlfühl-Faktor” bemühen, muss dafür sorgen, dass es eben einfach Spaß macht, sich am Marktplatz und seiner Umgebung aufzuhalten. Warum eigentlich läuft der Weihnachtsmarkt nur an einem Wochenende, könnte er nicht (natürlich in dann abgespeckter Form mit vll. nur einigen Dauer- und Glühweinständen)wenigstens drei Wochen im Dezember zur Dauereinrichtung werden? Grüße!

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