Radverkehr rettet Menschenleben

Radverkehr in Amsterdam
In Amsterdam liegt der Radverkehrsanteil sogar bei 33 %
Die Economic Commission for Europe der UN (UNECE) und das Regionalbüro für Europa der WHO haben anlässlich ihrer 4. Tagung „Verkehr, Gesundheit und Umwelt“ vom 14. bis 16. April 2014 in Paris spannende Hochrechnungen über den Nutzen eines höheren Radverkehrsanteiles veröffentlicht.

In einer Presseerklärung vom 14.4. (Download als PDF – 110 kb) konstatieren sie, dass mehr Radfahren allein in 54 europäischen und 2 nordamerikanischen Metropolen pro Jahr mindestens 76.600 Arbeitsplätze schaffen und 10.000 Menschenleben retten könnte. Dazu müsste „nur“ in jeweils einer Großstadt eines jeden Landes der Radverkehrsanteil auf den in Kopenhagen bereits erreichten Wert gesteigert werden, sprich 26 % aller im Stadtgebiet zurückgelegten Kilometer mit Fahrrädern absolviert werden.

Berlin mit seinen 3.5 Mio. Einw. müsste nach dieser Modellrechnung seinen jetzigen Radverkehrsanteil von 13 % also verdoppeln, um damit die derzeit geschätzt 2.073 Arbeitsplätze auf Grund des Radverkehrs ebenfalls zu verdoppeln und jährlich 151 zusätzliche Menschenleben zu retten. Die Millionenstadt Amsterdam mit bereits jetzt 33 % Radverkehrsanteil trägt folgerichtig keine Arbeitsplätze oder Menschenleben zur Hochrechnung bei, beweist aber lebhaft, dass Metropolen so funktionieren … und zwar in meine Augen ausgeprochen lebenswert. Man muss es natürlich wollen …

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