Fernsehserie

Trailer zur Fernsehserie

1982 produzierte Radio Bremen die Fernsehserie Teufelsmoor. Sie schildert das Leben mehrerer Generationen der fiktiven Bauernfamilie Kehding von den Anfängen der Moorkolonisierung bis in das ausklingende 20. Jahrhundert. Die sechs Folgen wurden 1983 (Radio Bremen), 1984 (Regionalprogramm Nord), 1992 (Das Erste), 1998 (N3) und 2003 (NDR) ausgestrahlt.

Folge 1 (“1760 – Johann Kehdings Aufbruch”): Der erste Moorkolonist Johann Kehding (Wiegand Witting) folgt 1760 dem Aufruf von Moorkommissar Findorf und gründet eine eigene Hofstelle im Teufelsmoor. Die Kultivierung seines Besitzes ist nur durch harte Arbeit mit vielen Rückschlägen möglich. Auf seiner ersten Fahrt mit dem Torfkahn stirbt Johann.
Folge 2 (“1812 – Friedrich Kehdings Bedrängnis”): Friedrich Kehding (Dirk Galuba) lebt mit Frau (Gisela Baahlke) und zahlreichen Kindern 1812 bereits in einer ausgebauten Moorkate. Sein ältester Sohn Wohlert (Marco Kröger) wird während der französischen Besetzung zur napoleonischen Armee einberufen und bei einem Fluchtversuch erschossen. Friedrich rächt ihn, indem er die Soldaten ins Moor führt.
Folge 3 (“1860 – Ewert Kehdings Verwirrung”): 1860 hat es Ewert Kehding (Franz Rudnick) bereits zu einem festen Fachwerkhaus gebracht. Nach einem heißen Sommer graben die Moorbauern eine Wasserquelle der Geestbauern an und geraten mit diesen in Streit. Ewerts ältester Sohn übernimmt den Hof, ein jüngerer Bruder (Till Topf, später Günther Lüdke) wandert nach Amerika aus.
Folge 4 (“1900 – Georg Kehdings Ehrgeiz”): Um die Jahrhundertwende verwandelt Georg Kehding (Roland Schäfer) den Hof ohne Rücksichten in einen ertragreichen Landwirtschaftsbetrieb. Er vereinsamt, nachdem ihn seine Frau Metta (Astrid Nestvogel und später Renate Delfs) verlässt.
Folge 5 (“1939 – Heinrich Kehdings Hoffnung”): In den 1930er-Jahren will Heinrich Kehding (Wolf Dietrich Sprenger) den Moorboden mit Maschinenkraft zur fruchtbaren Sandmischkultur umwandeln, verliert aber im 2. Weltkrieg alle Hoffnungen.
Folge 6 (“1982-92 – Der letzte Kehding”): Zur Zeit der Verfilmung und Ausstrahlung der Serie (1983) ist Heinrichs einziger Sohn Hans-Heinrich (Christoph M. Ohrt und später Peter Petrahn) bereits ein alter Mann, von der Torfbaugesellschaft entlassen und von der Welt im Moor vergessen. Die Bundeswehr hat einen Truppenübungsplatz errichtet, als Hans-Heinrich 1992 sein zugewachsenes Anwesen verläßt, wähnt er sich im Krieg. Das Moor fällt in seinen Urzustand zurück und ein Kreis schließt sich.

Drehbuchautorin Elke Loewe (*1940 in Celle) veröffentlichte die erste Hälfte der Familiensage 2002 auch als Roman “Teufelsmoor”.

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