Weiterlesen »
Ich habe die Diashow als Video bei Youtube geladen. Wer möchte und 14 Minuten Zeit hat, kann sie sich jetzt auch hier mal ansehen:
Diashow (13:40 min)
Artikel dazu: Verlüßmoor
Weiterlesen »
Während an schönen Abenden bereits recht viele Schaulustige den allabendlichen Einflug der Kraniche zu ihren Übernachtungsplätzen im Günnemoor verfolgen, bleibt die Zahl der “Sehleute” am Morgen meist überschaubar. 1.5 Minusgrade waren heute bei Sonnenaufgang zu verzeichnen, als sich wieder einmal Tausende von Rastvögeln zu den Futterplätzen in der Region aufmachten. Seit Jahren haben mehrere Tausend der “westziehenden” Kraniche die Teufelsmoorregion zum Zwischenstopp erkoren, um sich während einer mehrwöchigen Rast auf dem Weg nach Frankreich, Spanien oder Nordafrika zu sammeln und Reserven für den Weiterflug anzufressen.
Die Biologische Station Osterholz (BioS) bietet am 22. und 23. sowie 29. und 30. Oktober 2011 geführte Kranichbeobachtungen an, zu Fuß oder kombiniert mit einem Moorexpress-Ausflug.
Verlüßmoor ist übrigens ein Ortsteil der Gemeinde Vollersode, die ihrerseits zur Samtgemeinde Hambergen gehört. Mehr Fotos aus Verlüßmoor gibt es hier.
Aber nur so kamen wir zu diesem Genuss der besonderen Art. Als wir auf dem Heimweg von Worpswede nach OHZ am bekanntlich ganz außergewöhnlich warmen 1. Oktober 2011 kurz nach zehn Uhr abends bei der Worpsweder Mühle in den Herbstnebel eintauchten, verringerte sich die Sichtweite fast schlagartig auf 20-30 m. Kühl-feucht kroch es die Ärmel hoch und spätestens bei Neu Helgoland fühlten wir uns wie Horst Tappert auf der Flucht vor dem Hund von Blackwood Castle. Die Abzweigung zur Beekbrücke war im Nebel erst im letzten Moment zu erkennen, über der Beek aber lichtete sich plötzlich der Nebel und wir konnten bis Bremen schauen.
Diese nachhaltig beeindruckende Nacht- und Nebelfahrt war aber nur das i-Tüpfelchen auf einem äußerst gelungenen Ausflug, den ich deshalb als Moor-Biathlon spezial wärmstens zur Nachahmung empfehlen kann:
- Fahrradtour von OHZ über Melchers Hütte zum Campingplatz Waakhausen
- Im 4er-Kanu über Semkenfahrt und Hamme zur Beek und zurück, wahlweise mit einem Kaltgetränk vor und/oder nach der Wasserwanderung
- Weiter mit dem Fahrrad nach Neu Helgoland für Kuchen oder Eis,
- Fahrrad-Sightseeing in Worpswede und
- Zum Abschluss ein verdientes Gourmetessen im Kaffee Worpswede (“Cafe Verrückt”).
Die eingangs geschilderte Abenteuer-Heimfahrt kann diesen Ausflug natürlich nur bei geeigneten Wetterbedingungen abrunden, trotz Klimawandel wird der Oktober sicherlich nicht jedes Jahr dafür in Frage kommen.
Als Bestandteil eines “naturverträglichen Wegenetzes” soll der Turm der Öffentlichkeitsarbeit und Besucherlenkung dienen. Die Anfahrt ist für Ortsunkundige nicht einfach zu finden.
Weiterlesen »
Heinrich Schmidt-Barrien: “Water över Weyerdamm”
Sowat as ‘n Novellen von ehrgistern (1666-1756)
72 Seiten
1995, Verlag H. Saade, Osterholz-Scharmbeck
ISBN 3-922642-31-4
Das Günnemoor zwischen den Ortschaften Teufelsmoor, Bornreihe und Verlüßmoor wird als Kern des Moorkomplexes westlich der Hamme angesehen, die Dicke der Torfschicht betrug hier bis zu 9,60 m.
Seit 1920 wird der Torf im Günnemoor industriell abgebaut, zunächst von der Kreistorfwerk Teufelsmoor GmbH und seit 1980 von der TURBA-Torfindustrie GmbH. Dieser Torfabbau (insgesamt ca. 15 Millionen m³) hat über Jahrzehnte zu teilweise heftigen Auseinandersetzungen mit Naturschützern geführt.
1998 schien mit einem Vertrag zwischen Abbauunternehmen und Landkreis über die schrittweise Wiedervernässung des Geländes und die Beendigung des Abbaues bis 2013 eine Trendwende in Richtung Naturschutz besiegelt. Große Flächen wurden wiedervernässt, seit 1999 wird das Günnemoor wieder von Kranichen als Brutregion genutzt.
Im Unterschied zu den typischen Kuhlen, die durch den kleingewerblich-bäuerlichen Torfstich entstanden sind, bieten die hier großflächig ebenen Abbauflächen eine einmalige Chance, wieder ein Hochmoor entstehen zu lassen.
Interessanterweise stellte die TURBA 2003 einen Erweiterungsantrag auf Abtorfung von zusätzlichen 250 an das bisherige Abbaugebiet angrenzende Hektar Moor. Die Naturschutzverbände haben dagegen entschiedenen Widerstand angekündigt (mehr dazu bei Radio Bremen …).
Im November 2010 wurden Pläne des Landes Niedersachsen bekannt gemacht, zwei zusätzliche Vorranggebiete für den Torfabbau in der Ortschaft Teufelsmoor und in Hambergen mit einer Größe von zusammen 90 ha auszuweisen. In Teufelsmoor betrifft dies eine 20 ha große Heidelbeer-Plantage sowie angrenzende Flurstücke in unmittelbarer Nachbarschaft zum bereits großflächig abgetorften und jetzt mühsam renaturierten Areal von 240 ha. Gegen den Entwurf für eine Änderung des Landes-Raumordnungsprogramms in Niedersachsen haben sowohl die Stadt Osterholz-Scharmbeck als auch der Landkreis Osterholz Stellung bezogen. (Quelle: Osterholzer Kreisblatt 18.11.2010)
Die Legende ist als PDF zum Download oder gedruckt für € 4.00 beim Landkreis Osterholz erhältlich, eine DVD mit dem Theaterstück für Kinder und Jugendliche von der Scharmbecker Speeldeel e.V. auf Plattdeutsch gibt es ebenfalls beim Landkreis für € 6.90.
Weiterlesen »
Seit 1999 legt ein Teil der “westziehenden” Vögel auf dem Weg nach Frankreich, Spanien oder Nordafrika alljährlich eine mehrwöchige Rast im Teufelsmoor ein, um sich zu sammeln und Fettreserven für den Weiterflug anzufressen. Diese Tendenz wurde durch Waldentwicklung und landwirtschaftliche Extensivierung weiter gefördert. Mittlerweile sind alljährlich im Herbst und auch auf dem Rückflug im Frühjahr einige Tausend der “Glücksvögel” in unserer Region zu Gast.
Weiterlesen »









Kommentare