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Archiv zum Thema: Hambergen

Solarpark Oldenbüttel

Am 26. April 2013 wurde auf dem ehemaligen Gelände der Kaffeerösterei HAG in Oldenbüttel eine Fotovoltaik-Anlage ähnlich der in der früheren Raketenstellung auf der Langen Heide eingeweiht. REON und SYBAC haben auf einer Fläche von knapp 22 ha gemeinsam eine 10 MW-Anlage mit einer Jahresproduktion von knapp 8.7 GWh installiert. Dies entspricht etwa dem Verbrauch von 2170 4-Personen-Haushalten. Die Gemeinde Hambergen erwartet durch den Solarpark lt. Bürgermeister Lütjen zusätzliche Gewerbesteuern “in unteren 5-stelligen Bereich”. (Quelle: Osterholzer Kreisblatt 27.4.2013)

Kranich-watch

Immer beliebter: Kraniche beobachten

Immer mehr Kraniche ziehen im Herbst über Deutschland, um von ihren Sommerresidenzen in Skandinavien und dem Baltikum nach Südfrankreich und Spanien zu gelangen. Und in der Teufelsmoor-Region interessieren sich immer mehr Menschen für sie. Noch vor drei Jahren war man meist allein, wenn man vor Sonnenaufgang am Rand des Günnemoores das Teleobjektiv in Anschlag brachte. An den letzten Wochenenden hingegen fand sich fast immer eine ganze Schar warm eingepackter Zuschauer, die sich dieses Schauspiel nicht entgehen lassen wollten. Abends sind die einschlägigen Beobachtungsorte für den Einflug der Kraniche schon seit Jahren gut bevölkert, auch hier mit deutlich zunehmender Tendenz.

Lohn der Mühe

Dabei fristet die Teufelsmoor-Region ein mittlerweile fast nicht mehr gerechtfertigtes Schattendasein unter den deutschen “Kranich-Raststätten”. Nach dem vorpommerschen Bodden (ca. 65.000 Kraniche), dem Rhin- und Havelluch (ca. 80.000) und dem Diepholzer Moor (ca. 30.000) dürften die mehr als 20.000 Vögel des Glücks, die 2012 im Günnemoor und am Huvenhoopssee rasten, schon einen respektablen Platz in der zweiten Reihe rechtfertigen. Immerhin ein Zehntel der von Bird-watch 2012 verzeichneten etwa 180.000 majestätisch wirkenden Lufthansa-Wappentiere kommen zu uns in die Teufelsmoor-Region, um sich für den Flug gen Süden aufzupäppeln.

Die diesjährige Saison neigt sich jetzt dem Ende zu, im November werden die hier nicht ansässigen Tiere uns verlassen. Den besten Einstieg, 2013 in den Genuss ihres Anblickes zu kommen, bieten die engagiert geführten Beobachtungstouren von BioS Osterholz und NABU Hambergen. Schauen Sie im kommenden Jahr rechtzeitig auf ihren Internetseiten vorbei, um sich einen Termin auszusuchen.

Muna Lübberstedt

Die Muna in Lübberstedt war im 2. Weltkrieg eine Produktions- und Lagerstätte für Munition und Außenstelle des KZ Neuengamme.

Nach Planungen aus dem Jahr 1936 entstanden in Axstedt und Lübberstedt 1939-40 zunächst sieben Barackenlager für Reichsarbeitsdienst und Wehrmacht. Ab August 1941 wurden unter der Bezeichnung Lufthauptmunitionsanstalt 2/XI Lübberstedt Seeminen, Fliegerbomben und Flak-Munition produziert und in etwa 60 Bunkern gelagert. Etwa 1.600 Zwangsarbeiter und -arbeiterinnen sowie 1944-45 auch etwa 500 ungarische Jüdinnen aus dem Lager Auschwitz wurden zur Arbeit gezwungen und von überwiegend deutschen dienstverpflichteten Frauen und Gefolgschaftsleuten beaufsichtigt.

Die Produktionsanlagen wurden bei Kriegsende von der Wehrmacht gesprengt. 1945 besetzten zunächst die Briten das Gelände, übergaben es aber wenig später an die US-Truppen. Einzelne Gebäude wurden vorübergehend als Schule, Jugendheim und Notunterkunft genutzt. 1956 übergaben die Amerikaner die ehemalige Muna an die Bundeswehr, die es viele Jahre als Munitionsdepot und Unterkunft für Flugabwehrraketeneinheiten nutzte. Auch US-Truppen lagerten dort während ihrer Stationierung in Garlstedt Munition. 2009 hat die Bundeswehr den Standort vollständig aufgegeben, die Immobilie fällt seither in den Zuständigkeitsbereich der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA).

2010 führte das “site-specific theatre” Das letzte Kleinod das Stück “Muna Lübberstedt – Dokumentarische Inszenierung einer Militärbrache” auf.

Einige der Gebäude sind vermietet und werden als Lager u. a. für Raiffeisen und im Winter für Torfkähne genutzt. Anfang 2013 schien ein potenzieller Käufer einen 4.2 ha großen Teil des Geländes mit diversen Hallen, Gebäuden und einem Wachhäuschen gefunden, der aber absprang. Im Oktober 2013 beschloss der Rat der zuständigen Gemeinde Axstedt, ein Schallschutz-Gutachten als notwendige Voraussetzung für einen Bebauungsplan in Auftrag zu geben, sofern die BImA die Kosten dafür trage. (Quelle: Osterholzer Kreisblatt 22.10.2013)

Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmarkt in Osterholz-Scharmbeck

Weihnachtsmarkt in Osterholz-Scharmbeck

Pünktlich zum ersten Adventswochenende, das 2011 auf das letzte Novemberwochenende fällt, beginnt auch wieder die Saison der Weihnachtsmärkte. Mal sehen, ob es wieder so stimmungsvoll wird wie im Winter 2010, als der Schnee bereits Anfang Dezember Einzug hielt und den Scharmbecker Weihnachtsmarkt wunderbar weiß einfärbte.

In der Region gibt es wie in den vergangenen Jahren Weihnachtsmärkte in Osterholz-Scharmbeck, Hambergen, Worpswede und Lilienthal. Einen Ausflug über den Tellerrand wert sind wie immer die Märkte in Bremen (24.11.-23.12.2011) und Stade (22.11.-23.12.2011, z. B. mit dem Moorexpress am 1., 3., 8., 10., 15., 17.oder 22. Dezember).
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Verlüßmoor

Birdwatch bei Sonnenaufgang

Guten Morgen, Verlüßmoor!

Während an schönen Abenden bereits recht viele Schaulustige den allabendlichen Einflug der Kraniche zu ihren Übernachtungsplätzen im Günnemoor verfolgen, bleibt die Zahl der “Sehleute” am Morgen meist überschaubar. 1.5 Minusgrade waren heute bei Sonnenaufgang zu verzeichnen, als sich wieder einmal Tausende von Rastvögeln zu den Futterplätzen in der Region aufmachten. Seit Jahren haben mehrere Tausend der “westziehenden” Kraniche die Teufelsmoorregion zum Zwischenstopp erkoren, um sich während einer mehrwöchigen Rast auf dem Weg nach Frankreich, Spanien oder Nordafrika zu sammeln und Reserven für den Weiterflug anzufressen.

Die Biologische Station Osterholz (BioS) bietet am 22. und 23. sowie 29. und 30. Oktober 2011 geführte Kranichbeobachtungen an, zu Fuß oder kombiniert mit einem Moorexpress-Ausflug.

Verlüßmoor ist übrigens ein Ortsteil der Gemeinde Vollersode, die ihrerseits zur Samtgemeinde Hambergen gehört. Mehr Fotos aus Verlüßmoor gibt es hier.

Kommunale Haushalte

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Stade hat in der 2. Auflage ihrer Studie “Kommunen im Wettbewerb” einen Vergleich der Kommunen im Elbe-Weser-Raum für den Zeitraum 2009-2010 aufgestellt. Die Studie kann online als PDF-Datei (3.4 Mb) abgerufen werden.

Dort findet sich u. a.:

Gesamtverschuldung der Gemeinden 2009 (Kreditmarktschulden und Kassenkredite):
Rang 7 Hambergen 202 €/Einw.
Rang 32 Schwanewede 950 €/Einw.
Rang 36 Worpswede 1.191 €/Einw.
Rang 43 Grasberg 1.423 €/Einw.
Rang 47 Osterholz-Scharmbeck 1.772 €/Einw.
Rang 48 Ritterhude 1.775 €/Einw.
Rang 52 Lilienthal 2.269 €/Einw.
zum Vergleich Niedersachsen 1.489 €/Einw. und Deutschland 1.475 €/Einw.

Personalausgaben der Gemeinden 2008:
Rang 2 Hambergen 211,42 €/Einw.
Rang 8 Worpswede 237,29 €/Einw.
Rang 13 Schwanewede 254,22 €/Einw.
Rang 15 Grasberg 263,54 €/Einw.
Rang 38 Lilienthal 322,00 €/Einw.
Rang 45 Ritterhude 353,21 €/Einw.
Rang 46 Osterholz-Scharmbeck 367,03 €/Einw.
zum Vergleich Niedersachsen 498,64 und Deutschland 555,37 €/Einw.

Gewerbesteuereinnahmen 2009:
Rang 11 Ritterhude 232,95 €/Einw.
Rang 23 Grasberg 148,48 €/Einw.
Rang 25 Osterholz-Scharmbeck 131,61 €/Einw.
Rang 32 Lilienthal 110,12 €/Einw.
Rang 42 Worpswede 93,94 €/Einw.
Rang 43 Schwanewede 89,90 €/Einw.
Rang 54 Hambergen 41,88 €/Einw.
zum Vergleich Niedersachsen 273,40 und Deutschland 333,95 €/Einw.

Steuereinnahmekraft 2009:
Rang 9 Ritterhude 771,63 €/Einw.
Rang 17 Lilienthal 624,74 €/Einw.
Rang 20 Grasberg 587,24 €/Einw.
Rang 26 Osterholz-Scharmbeck 578,40 €/Einw.
Rang 28 Worpswede 572,34 €/Einw.
Rang 32 Schwanewede 554,64 €/Einw.
Rang 50 Hambergen 444,96 €/Einw.
zum Vergleich Niedersachsen 719,83 und Deutschland 825,01 €/Einw.

Kraniche

Sonnenaufgang im Günnemoor

Die Wiedervernässung von Torfabbauflächen hat das Teufelsmoor für Kraniche (Grus grus, mehr Fotos) wieder interessant gemacht.

Seit 1999 legt ein Teil der “westziehenden” Vögel auf dem Weg nach Frankreich, Spanien oder Nordafrika alljährlich eine mehrwöchige Rast im Teufelsmoor ein, um sich zu sammeln und Fettreserven für den Weiterflug anzufressen. Diese Tendenz wurde durch Waldentwicklung und landwirtschaftliche Extensivierung weiter gefördert. Mittlerweile sind alljährlich im Herbst und auch auf dem Rückflug im Frühjahr einige Tausend der “Glücksvögel” in unserer Region zu Gast.
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Moorkate Hambergen

Die Museumsanlage Moorkate in Hambergen entstand ab 1980 auf Initiative von Hans-Georg Taube, der 1991 auch den Heimatverein Ströhe-Spreddig gründete. (Quelle: Osterholzer Kreisblatt 26.5.2010)

Die Moorkate wurde im Ortsteil Spreddig nach einem historischen Vorbild überwiegend in Eigenleistung errichtet. Das Museum mit Scheune und Backofen bietet vielfältie Einblicke in das seinerzeit entbehrungsreiche Leben im und vom Moor. Das Heimathaus dient als Vereinstreffpunkt und beherbergt auch kleinere Veranstaltungen. Anfang September werden die “Handwerkertage” ausgerichtet, bei denen historische Werkzeuge und Maschinen sowie traditionelle Handwerksarbeiten demonstriert werden.

Die Museumsanlage kann nach Vereinbarung mit dem Heimatverein Ströhe-Spreddig e.V. (1. Vorsitzender Werner Prigge, Tel. 04793-1201) besichtigt werden, auch in Kombination mit einer Führung in das benachbarte Moor bei Niedersandhausen.

Wallhöfener Mühle

Die Windmühle in Wallhöfen (Vollersode) liegt von Weitem gut sichtbar auf dem Geestrücken im Westen des Teufelsmoores. Der Galerieholländer wurde 1880 von Johann Georg Gercken erbaut und mindestens bis zum 1. Weltkrieg als Windmühle betrieben, später mit Motorkraft.

Heute wird die Mühle als Privatwohnhaus genutzt. Die jetzigen Bewohner haben sie Ende der 1960er-Jahre in nahezu völlig verfallenem Zustand übernommen und vor dem Abriss gerettet. Im Zuge der aufwändigen Sanierung wurde u. a. der verrottete Mühlenkopf entsorgt und durch einen in Felden erworbenen “Ersatzkopf” inkl. viereinhalb Tonnen schwerer Hauptflügelwelle ersetzt.

(Quellen: Osterholzer Kreisblatt 15.8.2009 und Citymap Osterholz)

Hambergen

Hambergen ist nach Osterholz-Scharmbeck die zweitgrößte Kommune im Landkreis Osterholz. Auf den 135 km² der heutigen Samtgemeinde Hambergen leben 11.858 Einwohner (Stand 31.12.2008). Sie entstand bei der niedersächsischen Verwaltungs- und Gebietsreform 1974 aus der einwohnerreichsten Gemeinde Hambergen selbst und den zuvor selbstständigen Gemeinden Axstedt (zuvor Landkreis Wesermünde), Holste, Lübberstedt und Vollersode.

Einwohner Ende 2008:
Hambergen 5.506
Vollersode 3.109
Holste 1.359
Axstedt 1.135
Lübberstedt 749
Quelle: OHZlive 8.2009

Hamberger Moor

Wollgrasblüte im Hamberger Moor

Wollgrasblüte im Hamberger Moor

Das Hamberger Moor (Standortmehr Fotos …) ist ein ehemaliges Hochmoor, das wie Günnemoor, Niedersandhausener Moor und Önersmoor zum “Teufelsmoor im engeren Sinne” gerechnet wird (vgl. Teufelsmoor). Es liegt zwischen der Beek im Osten und den Ortschaften Ströhe und Spreddig (an der Bundestraße 74) im Westen. Nach jahrhundertlangem Torfabbau -hier ausschließlich als bäuerlicher Torfstich im Sodenstechverfahren- ist das heutige ca. 300 ha große Landschaftsschutzgebiet Hamberger Moor (vgl. Verordnung des Landkreises von 1978) planmäßig und großflächig wiedervernässt worden.
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Axstedt

Die Gemeinde Axstedt (Webseite) im Nordwesten des Landkreises Osterholz gehörte vor der Gebietsreform 1974 zum Landkreis Wesermünde. Seither bildet sie mit Hambergen, Holste, Lübberstedt und Vollersode die Samtgemeinde Hambergen und gehört damit zum Landkreis Osterholz.

In Axstedt leben heute (Stand Februar 2009) 1135 Einwohner, bis zum Abzug der Bundeswehr in den 1990er-Jahren waren es bis zu 1500. Mit einer Fläche von 10.7 km² ist Axstedt die flächenmäßig kleinste Gemeinde der Samtgemeinde.
Quelle: Osterholzer Kreisblatt 19.2.2009

Vorgeschichtsweg Seemoor

Hünengrab am Vorgeschichtsweg Seemoor
Hünengrab (Standortmehr Fotos …)

Der Geestrücken westlich der Hammeniederung (Osterholzer Geest) ist bereits mehrere Tausend Jahre vor Christi Geburt besiedelt gewesen. Der Umwelt- und Vorgeschichtsweg Seemoor in Holste-Paddewisch (Samtgemeinde Hambergen) bietet u. a. archäologisch aufgearbeitete Funde von Grabstellen aus der Stein- und Bronzezeit. Infotafeln informieren vor Ort über Steingräber, Hügelgäberfelder und Hünengräber. Daneben findet man in Form von Wölbäckern Spuren mittelalterlichen Ackerbaus und mit dem Seemoor selbst ein anschauliches Naturdenkmal für den (vermutlichen) Urzustand der ehemals unzugänglichen weiten Hochmoorflächen der Region.

An dem ca. 3 km langen Lehrpfad werden regelmäßig Führungen angeboten.