Teufelsmoor

Teufelsmoor
Teufelsmoor
Der Begriff „Teufelsmoor“ ist mehrdeutig. Meist ist eine Landschaft in Niedersachsen gemeint, die einen großen Teil der Hammeniederung nördlich von Bremen umfasst. Eine verbindliche Grenzdefinition gibt es nicht, Größenangaben schwanken zwischen 20 x 20 km und einer Fläche von 500-600 km². Dieses „Teufelsmoor im erweiterten Sinn“ ist als Kulturland Teufelsmoor oder Erlebnis Teufelsmoor zu einem Symbol für die natur- und kulturorientierten Bemühungen um eine Stärkung des Tourismus in der Region geworden. Wohldefiniert hingegen ist Teufelsmoor (damals Düwelsmoor) als Name einer kleinen Ortschaft, die im 14. Jh. erstmals dokumentiert und heute ein Teil der Stadt Osterholz-Scharmbeck ist.
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Wegesperrung per Sammelverordnung

Postwiesen in Osterholz-Scharmbeck
Um diesen Weg geht es ... Blick von der Himmelstreppe
Eigentlich wollte ich es mir verkneifen, die sog. Sammelverordnung des Landkreises Osterholz hier groß zum Thema zu machen. Weil ich erstens geraume Zeit gar nicht kapiert habe, worum es dabei genau geht. Und weil ich sie zweitens eigentlich auch nicht gerade besonders wichtig finde. Erst als sie im Sommer 2016 zum Aufreger-Thema im Kommunalwahlkampf gemacht wurde, regte sich das Gewissen des „Teufelsmoor-Fans“. Also fing ich Stück für Stück an, mich durch die gefühlt 6 Mio. Seiten Verordnungstext zu kämpfen. Frustran übrigens, falls das jemanden interessiert … ich habe bei weitem nicht die Hälfte geschafft.
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Kommunalwahl 2016

Klaus Sass erzielte mit 2.794 Stimmen im Wahlbereich 1 die höchste Stimmenzahl bei der Stadtratswahl und konnte sein Ergebnis aus 2011 nochmals deutlich steigern
Am 11. September 2016 waren in Niedersachsen Kommunalwahlen. Im Landkreis Osterholz wurden der Kreistag, die Stadt-/Gemeinderäte und der Lilienthaler Bürgermeister gewählt. Hier die vorläufigen Ergebnisse im Überblick (Stand 12.9.2016 09:00 Uhr):
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VolksbankHalle

VolksbankHalle in Osterholz-Scharmbeck
November 2015: Absperrgitter an der ehemaligen Soccer-Halle
Die VolksbankHalle (auch Alte Faun-Halle, Soccer-Halle oder Anfang 2016 NUK für Notunterkunft) zwischen Bahnhof und Stadthalle in Osterholz-Scharmbeck hat eine bewegte Geschichte. Sie gehört zum Komplex der ehemaligen Faun-Hallen, der vor über 150 Jahren von Frerichs & Co direkt am seinerzeit neu gebauten Bahnhof errichtet wurde. Den Namen VolksbankHalle erhielt sie im Januar 2011 zu Ehren des Sponsors, der dort zeitweise den Betrieb von 2 Indoor-Fußballplätzen unterstützte. Die Immobilie ist im Besitz der H3-Entwicklungsgesellschaft von Horst Kammeier. Von Anfang Dezember 2015 bis Ende März 2016 wurde sie vom Landkreis Osterholz als Notunterkunft für Flüchtlinge genutzt, betrieben vom Regionalverband Bremen-Verden der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V..
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Bürgermeisterwahl 2014

Wahlabend im Großen Saal des Rathauses: Nach Auszählung von 10 der 27 Wahlbezirke zeichnet sich das Endergebnis bereits ab
Am 25. Mai 2014 waren Europawahlen. Im Landkreis Osterholz wurden gleichzeitig die Bürgermeister in Osterholz-Scharmbeck, Grasberg, Ritterhude und Schwanewede gewählt.
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Postkarten Winter 2012

Winter-Wunderland OHZ
Falls noch jemand Postkarten mit Wintermotiven sucht: Das Kolibri in OHZ (Ecke Bahnhofstraße/Marktstraße, ehemalige Post) hat jetzt diese vorrätig, die ich persönlich sehr nett finde. Zufällig kenne ich den Fotografen … 😉

KPICASA_GALLERY(KartenKolibri2012)

Hochmoor

Torfmoos
Torfmoos im Niedersandhausener Moor
Hochmoore (auch Regenmoore oder ombotrophe Moore) sind die Keimzelle des Teufelsmoores, die dessen besondere Entwicklung und Geschichte begründen. Das „Teufelsmoor im engeren Sinn“ rund um die heutige Ortschaft Teufelsmoor bestand aus Hochmooren, namentlich dem Günnemoor, den Randmooren am Torfkanal, dem Niedersandhauser Moor, dem Hamberger Moor und dem Oenersmoor. Die Kolonisation des Teufelsmoores ist eine Geschichte der Trockenlegung dieser Hochmoore und die wirtschaftliche Entwicklung der Region war über Jahrhunderte mit der Zerstörung der Hochmoore durch Torfabbau verknüpft.

Intaktes, „lebendes“ Hochmoor ist heutzutage in größerem Umfang nur noch in Westsibirien und Kanada zu finden. Es ist karg, unwegsam und über viele Monate oder ganzjährig mit Regenwasser vollgesogen. Notwendige Voraussetzungen für die Entstehung eines Hochmoores sind ein halbwegs ausgeglichenes Klima und ein über Jahrhunderte andauernder Netto-Überschuss an Feuchtigkeit, bei dem also mehr Regen fällt als abfließen und verdunsten kann. In einer solchen Umgebung können Torfmoose gedeihen, deren Wachstum eine weitere Voraussetzung zur Entstehung eines Hochmoores ist. Torfmoose haben keine Wurzeln und können mehr als das 30-fache ihres Trockengewichts an Flüssigkeit wie Schwämme speichern, während sie in Trockenperioden ihren Stoffwechsel drastisch vermindern. In Feuchtgebieten haben sie anderen Pflanzen gegenüber einen bedeutsamen Vorteil, weil sie geringste Nährstoffkonzentrationen aus Regenwasser zu nutzen und ihre Umgebung durch Wasserstoffionen anzusäuern verstehen. Während sie nach oben stetig wachsen, sterben die Torfmoose unten ab und zersetzen sich durch Luftabschluss nur unvollständig zu Torf. Auf diese Weise wächst ein „lebendes“ Hochmoor etwa 1 mm jährlich.

Landes-Raumordnungsprogramm

Geplante Vorranggebiete für den Torfabbau (blau)
Das Nds. Landwirtschaftsministerium (Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung) bereitet seit 2009 eine weitere Aktualisierung des Landes-Raumordnungsprogramms vor. Im Oktober 2010 und im Februar 2012 fanden bzw. finden dazu „Öffentlichkeitsbeteiligungen“ statt. Einzelheiten dazu u. a. hier. Die laufenden Aktualisierungsbestrebungen sind für die Teufelsmoorregion überaus interessant, weil zwei sog. Vorranggebiete für Rohstoffgewinnung (VRR) ausgewiesen werden sollen. Dabei handelt es sich um eine Fläche von insgesamt 89 ha in unmittelbarer Nachbarschaft zum wiedervernässten Torfabbau im Günnemoor.

Diese Planung hat zu erheblichen Protesten von Seiten vieler Naturschützer und Organisationen geführt, auch der Landkreis Osterholz als untere Naturschutzbehörde lehnt einen Torfabbau aus naturschutzfachlichen Gründen und vor dem Hintergrund des Naturschutzgroßprojekts „Vision Teufelsmoor“ ab.

Im März 2011 veröffentlichte der NLWKN (Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) als Fachbehörde für Naturschutz eine „Naturschutzfachliche Einschätzung zu den geplanten Vorranggebieten Rohstoffsicherung Torf nach dem Änderungsentwurf 2010 zum Landes-Raumordnungsprogramm Niedersachsen“. Er kommt darin zu folgendem Urteil:

Eine teilweise Abtorfung zur Niveauangleichung mit dem Ziel der Moorregeneration erscheint aus landesweiter Sicht naturschutzfachlich vertretbar. Es wird aber empfohlen auf eine Festsetzung als VRR zu verzichten. MU hat sich bereits ablehnend zur Festsetzung eines VRR geäußert.

In meinen Augen eine phantasievolles Resümee, heißt es doch zuvor sehr viel konkreter: „Darüber hinaus sind großflächig erhebliche Auswirkungen auf avifaunistisch wertvolle Bereiche für Brut- und Gastvögel mit internationaler Bedeutung zu erwarten“. Gemeint ist offenbar, dass sich die Kraniche bei ihrer Durchreise im Herbst und Frühjahr dann andere Rastplätze aussuchen werden. Kann mir jemand erklären, inwiefern das aus „landesweiter Sicht naturschutzfachlich vertretbar“ ist? Geradezu humorvoll ist der Versuch, die Abtorfung im Günnemoor zum Instrument der Moorregeneration mittels Niveauangleichung zu deklarieren. Gerade im Günnemoor besteht bereits seit Jahren eine in dieser Größe nahezu einmalig „niveaugleiche“ Fläche zerstörten Moores. Wir können scheinbar froh sein, dass MU (gemeint ist der damalige Umweltminister Sander) sich schon mal ablehnend geäußert hat.

In der überarbeiteten Vorschlagsversion vom Februar 2012 sind die im Günnemoor geplanten zusätzlichen Vorranggebiete dann in der Tat gestrichen (vgl. Entwurf S. 18).

Kommunale Haushalte

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Stade hat in der 2. Auflage ihrer Studie „Kommunen im Wettbewerb“ einen Vergleich der Kommunen im Elbe-Weser-Raum für den Zeitraum 2009-2010 aufgestellt. Die Studie kann online als PDF-Datei (3.4 Mb) abgerufen werden.

Dort findet sich u. a.:

Gesamtverschuldung der Gemeinden 2009 (Kreditmarktschulden und Kassenkredite):
Rang 7 Hambergen 202 €/Einw.
Rang 32 Schwanewede 950 €/Einw.
Rang 36 Worpswede 1.191 €/Einw.
Rang 43 Grasberg 1.423 €/Einw.
Rang 47 Osterholz-Scharmbeck 1.772 €/Einw.
Rang 48 Ritterhude 1.775 €/Einw.
Rang 52 Lilienthal 2.269 €/Einw.
zum Vergleich Niedersachsen 1.489 €/Einw. und Deutschland 1.475 €/Einw.

Personalausgaben der Gemeinden 2008:
Rang 2 Hambergen 211,42 €/Einw.
Rang 8 Worpswede 237,29 €/Einw.
Rang 13 Schwanewede 254,22 €/Einw.
Rang 15 Grasberg 263,54 €/Einw.
Rang 38 Lilienthal 322,00 €/Einw.
Rang 45 Ritterhude 353,21 €/Einw.
Rang 46 Osterholz-Scharmbeck 367,03 €/Einw.
zum Vergleich Niedersachsen 498,64 und Deutschland 555,37 €/Einw.

Gewerbesteuereinnahmen 2009:
Rang 11 Ritterhude 232,95 €/Einw.
Rang 23 Grasberg 148,48 €/Einw.
Rang 25 Osterholz-Scharmbeck 131,61 €/Einw.
Rang 32 Lilienthal 110,12 €/Einw.
Rang 42 Worpswede 93,94 €/Einw.
Rang 43 Schwanewede 89,90 €/Einw.
Rang 54 Hambergen 41,88 €/Einw.
zum Vergleich Niedersachsen 273,40 und Deutschland 333,95 €/Einw.

Steuereinnahmekraft 2009:
Rang 9 Ritterhude 771,63 €/Einw.
Rang 17 Lilienthal 624,74 €/Einw.
Rang 20 Grasberg 587,24 €/Einw.
Rang 26 Osterholz-Scharmbeck 578,40 €/Einw.
Rang 28 Worpswede 572,34 €/Einw.
Rang 32 Schwanewede 554,64 €/Einw.
Rang 50 Hambergen 444,96 €/Einw.
zum Vergleich Niedersachsen 719,83 und Deutschland 825,01 €/Einw.

Ärztlicher Notdienst

Außerhalb der Öffnungszeiten von Arztpraxen ist seit 2008 nachts und am Wochenende sowie Mittwochs und Freitag nachmittags der Ärztliche Bereitschaftsdienst im Landkreis Osterholz eingerichtet. Davon unabhängig ist der Rettungsdienst mit seinen Notärzten (Tel. 112) für „echte“ Notfälle wie plötzliche Bewusstlosigkeit, schwere Unfälle oder Herzinfarkte zuständig.

Ärztlicher Bereitschaftsdienst im Landkreis Osterholz

Durchgehende telefonische Bereitschaft nachts (19 bis 8 Uhr), am Wochenende, an Feiertagen sowie Mittwochs und Freitags ab 15 Uhr:

Seit April 2012 unter der bundeseinheitlichen Rufnummer 116117.

Bereitschaftsdienstzentrale am Krankenhaus
Zusätzliche ärztliche Präsenz in Kernzeiten:
Mi und Fr 16 bis 19 Uhr
Sa, So und Feiertag 10 bis 12 Uhr und 16 bis 18 Uhr
in der Bereitschaftsdienstzentrale im Kreiskrankenhaus Osterholz
Am Krankenhaus 4
27711 Osterholz-Scharmbeck

Darüber hinaus ist die Bereitschaftsdienstzentrale mittwochs und freitags von 13 bis 20 Uhr und sonnabends, sonn- und feiertags von 8 bis 20 Uhr mit einer Arzthelferin besetzt. Auch in diesen Zeiten können sich Patienten an die Zentrale wenden. Dort wird entschieden, ob der diensthabende Arzt auch außerhalb der Kernzeit alarmiert werden muss.

Info-Broschüre OHZ

Die Erwähnung von teufelsmoor.eu als weiterführende Informationsquelle in der neuen Broschüre „Bullenstark und einfach mehr …“ der Stadt Osterholz-Scharmbeck hat mich sehr gefreut.

Nützlich und sehr ansprechend übrigens, dieses Informationsheft: auf 28 Seiten im handlichen „Flyer-Format“ werden die örtlichen Sehenswürdigkeiten und eine Vielzahl von Anregungen zur Freizeitgestaltung vorgestellt. Einladende Fotos, hunderte von nützlichen Telefonnummern und eine Übersichtskarte (u. a. mit markiertem Butenpad) machen das Heft zum idealen Begleiter für Gäste und Zugezogene. Davon sollte man immer ein Exemplar parat haben, denke ich.

Die Broschüre kann auch von den Seiten der Stadt Osterholz-Scharmbeck als PDF-Datei (1.9 Mb) heruntergeladen werden.