Beek im Teufelsmoor bei Nacht

Beekbrücke um halb elf: Blick nach Bremen

Auf die Idee muss man erstmal kommen: Den lieben Besuch aus Hannover nachts um elf bei dichtem Bodennebel quer durch die Hammeniederung zu scheuchen. Und das auch noch Anfang Oktober.

Aber nur so kamen wir zu diesem Genuss der besonderen Art. Als wir auf dem Heimweg von Worpswede nach OHZ am bekanntlich ganz außergewöhnlich warmen 1. Oktober 2011 kurz nach zehn Uhr abends bei der Worpsweder Mühle in den Herbstnebel eintauchten, verringerte sich die Sichtweite fast schlagartig auf 20-30 m. Kühl-feucht kroch es die Ärmel hoch und spätestens bei Neu Helgoland fühlten wir uns wie Horst Tappert auf der Flucht vor dem Hund von Blackwood Castle. Die Abzweigung zur Beekbrücke war im Nebel erst im letzten Moment zu erkennen, über der Beek aber lichtete sich plötzlich der Nebel und wir konnten bis Bremen schauen.

Diese nachhaltig beeindruckende Nacht- und Nebelfahrt war aber nur das i-Tüpfelchen auf einem äußerst gelungenen Ausflug, den ich deshalb als Moor-Biathlon spezial wärmstens zur Nachahmung empfehlen kann:

Die eingangs geschilderte Abenteuer-Heimfahrt kann diesen Ausflug natürlich nur bei geeigneten Wetterbedingungen abrunden, trotz Klimawandel wird der Oktober sicherlich nicht jedes Jahr dafür in Frage kommen.

 

Fahrradtour im Teufelsmoor

Beekbrücke im Teufelsmoor

Viel Natur, ein dichtes Netz autofreier oder fast autofreier Wege, wenig Steigungen und zahlreichen Gaststätten am Wegesrand machen die Teufelsmoorregion zum Eldorado für den eher bequemen und naturverbundenen Radler. Die Beschaffenheit der Wege ist wechselhaft und zum Teil kritikwürdig, hat sich in den letzten drei Jahren aber merklich verbessert. Stabile Räder mit nicht allzu schmaler Bereifung sind für viele Strecken trotzdem noch vorzuziehen.

Wirklich gutes Kartenmaterial haben wir auch bei wiederholten Versuchen nicht gefunden. Für eigene Erkundungsfahrten abseits der eingefahrenen Wege sollte man entweder viel Zeit einplanen oder ein Navigationsgerät (möglichst mit Satellitenansicht, viele kleine Wege sind nicht kartografiert) mitnehmen. Eine gute Alternative sind vorgeplante Touren, von denen es mittlerweile eine ganze Reihe gibt.
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Aussichtsturm Linteler Weiden

Aussichtsturm Linteler Weiden

Der Aussichtsturm Linteler Weiden am Altarm der Hamme zwischen Tietjenshütte und Scharmbeckstotel (Standortmehr Bilder) wurde als zweiter von zunächst drei geplanten Aussichtstürmen im Rahmen des GR-Projektes “Hammeniederung” Anfang März 2011 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Als Bestandteil eines “naturverträglichen Wegenetzes” soll der Turm der Öffentlichkeitsarbeit und Besucherlenkung dienen. Die Anfahrt ist für Ortsunkundige nicht einfach zu finden.
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Schautafel Butenpad am Markt

Schautafel am Scharmbecker Marktplatz

Der Butenpad ist ein 14.4 km langer Radweg um Osterholz-Scharmbeck herum (Streckenführung siehe OpenStreetMap oder Stadtplan als PDF-Datei). “Einmal rundrum” ist man mit dem Rad bei gemütlichem Tempo eine gute Stunde unterwegs und dabei nie weiter als 15 Minuten vom Stadtkern entfernt.

Die Idee zu einem ausgeschilderten Weg um die Stadt stammt aus dem Jahr 2003. Der Name Butenpad wurde aus 80 Vorschlägen ausgewählt, die auf Grund eines Aufrufes der Stadt gemacht wurden. Der Weg ist durchgehend ausgeschildert, die Schilder führen in Anlehnung an das Wappentier der Stadt einen “lächelnden Bullen” als Logo.
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Melchers Hütte an der Hamme

Melchers Hütte an der Hamme

Melchers Hütte (Standortmehr Fotos …), früher auch Neu-Kamerun oder Buschkaroff-Hütte, ist eine der traditionellen Hammehütten und liegt am westlichen Ende der ehemaligen Holtstelle, dem Haupthandelsplatz für Torf im 19. Jh.. Sie wird von Anneliese und Jürgen Steiz bewirtschaftet und ist ein beliebtes Ausflugsziel für Spaziergänger, Fahrradfahrer und Boot- bzw. Torfkahnfahrten (Tel. 04791 – 2513, Mo Ruhetag).
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Die Museumsanlage Moorkate in Hambergen entstand ab 1980 auf Initiative von Hans-Georg Taube, der 1991 auch den Heimatverein Ströhe-Spreddig gründete. (Quelle: Osterholzer Kreisblatt 26.5.2010)

Die Moorkate wurde im Ortsteil Spreddig nach einem historischen Vorbild überwiegend in Eigenleistung errichtet. Das Museum mit Scheune und Backofen bietet vielfältie Einblicke in das seinerzeit entbehrungsreiche Leben im und vom Moor. Das Heimathaus dient als Vereinstreffpunkt und beherbergt auch kleinere Veranstaltungen. Anfang September werden die “Handwerkertage” ausgerichtet, bei denen historische Werkzeuge und Maschinen sowie traditionelle Handwerksarbeiten demonstriert werden.

Die Museumsanlage kann nach Vereinbarung mit dem Heimatverein Ströhe-Spreddig e.V. (1. Vorsitzender Werner Prigge, Tel. 04793-1201) besichtigt werden, auch in Kombination mit einer Führung in das benachbarte Moor bei Niedersandhausen.

 

Cafe zum Brinkhof

Das Cafe zum Brinkhof ist ein typisches Hofcafe, gelegen mitten in der Ortschaft Teufelsmoor und damit auch im Herzen des Teufelsmoores im engeren Sinne.

Inh. Gisela Wellbrock
Teufelsmoor 4
27711 Osterholz-Scharmbeck
Tel: 04796-263 und 04796-951095
Fax: 04796-951096
www.cafezumbrinkhof.de

geöffnet
April bis Oktober: Di-So 13-18 Uhr
November bis März: Mi-So 14-18 Uhr

 

Die Gaststätte Ludwigslust (Tel. 04791-5271, siehe auch www.tiergarten-ludwigslust.de) mit dem zugehörigen Tiergarten (Standort) ist besonders mit Kindern einen Ausflug wert. Der Tierpark ist von April bis Oktober jeweils von 9:30 bis 18:00 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet € 5.50 für Erwachsene und € 3.00 für Kinder (ohne Gewähr).
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In der Gemeinde Ohlenstedt (Stadt Osterholz-Scharmbeck) sind am ehemals 32.5 m hohen Goldberg nach jahrzehntelangem Sandabbau drei Baggerseen entstanden.

Goldbergsee, Quellsee und “Maritim” mit einer Fläche von 10.000-50.000 m² sind 6-12 m tief. Sandstrand, Bademöglichkeit, FKK-Abschnitt und Restauration locken an Sommertagen bis zu 10.000 zahlende Besucher an die Seen.

 
Schöpfwerk Höftdeich
Standortmehr Fotos von der Wümme …

Das Schöpfwerk Höftdeich am Maschinenfleet im St.-Jürgensland wurde Ende des 19. Jh. nach Plänen von Baurat Tolle (Königlich-preußische Wasserbaudirektion Blumenthal) erbaut und 1894 in Betrieb genommen. Die drei Zentrifugalpumpen mit Dampfantrieb brachten es auf eine Förderleistung von 14 m³/s.

Das Überschwemmungswasser der Wümme wurde damals in den Wintermonaten zwischen den Deichen im St. Jürgensland aufgestaut, um den Schlick zur Düngung des Grünlandes zu nutzen. Im April wurde das Wasser dann mehrere Wochen lang in die Wümme zurückgepumt. Die Bewohner des St. Jürgenslandes widmeten sich damals mehr der Jagd auf Wasservögel, dem Sammeln von Vogeleiern und dem Fischfang als der Landwirtschaft.

Ab 1936 wurde die Fläche dann auch im Winter trocken gehalten, was u. a. auch zur “Austrocknung” des über 100 ha großen Flachwassersees Truper Blänken führte.

1951 wurde das Schöpfwerk auf Elektroantrieb umgestellt, wobei die dekorativen alten Pumpengehäuse belassen wurden.