Bödeker, Susanne

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Susanne Bödeker

Längst kein Geheimtipp mehr: Susanne Bödeker hat 2011 am Scharmbecker Markt das Carpe Diem („Kaffee, Köstlichkeiten und Kreatives“, Marktstraße 9) eröffnet und erfreut sich stetig wachsender Beliebtheit. Der mittlerweile (fast) obligatorische Latte macchiato am Marktfreitag ist so lecker, dass wir jetzt auch den Außer-Haus-Verkauf von Lloyd-Caffee sehr gerne nutzen. Unser aktueller Spitzenreiter für Filterkaffee: Best of Brazil von der Fazenda de Lagoa.

Ich freue mich jetzt schon seit Monaten in wöchentlicher Regelmäßigkeit über diesen Zuwachs am Scharmbecker Markt. Zeigt er doch auch, dass der Ortskern keineswegs zum Aussterben verurteilt ist. Wenn nur jemand ein bisschen Schwung, Qualitätsbewusstsein, Freundlichkeit und Durchhaltevermögen mitbringt. Gutes Gelingen, Frau Bödeker, schön dass Sie da sind!

Breden, Torben

<<    #045 von 999 Gesichtern    >>
Torben Breden

Torben Breden ist wie Philipp Rettungsassistent und ehrenamtlicher OrgL in der Örtlichen Einsatzleitung (ÖEL) beim Landkreis Osterholz. Schon diese ehrenamtliche Tätigkeit ist meines Erachtens einer besonderen Erwähnung wert, und ich kann das durchaus beurteilen. Das gilt natürlich für alle Mitglieder der ÖEL und der SEG gleichermaßen.

Damit nicht genug, Oberlöschmeister Breden engagiert sich auch noch bei der Freiwilligen Feuerwehr Scharmbeckstotel. Springt vor drei Jahren bei der Rettungsaktion nach dem Torfkahnunfall bei Neu Helgoland in die Hamme, taucht durch Planenöffnung und Gestänge des Kahns zu den eingeschlossenen Frauen und rettet sie ins Freie. Was ihm die Niedersächsische Rettungsmedaille und den Hans-Dietrich-Genscher-Preis eingebracht hat.

Und dieser Mensch fühlt sich geehrt und bedankt sich, dass ich ihn wegen der 999 Gesichter gefragt habe … Torben, geht’s noch?? Ich danke dir, so wird ein Schuh draus. Es ist mir eine Ehre. Punkt.

Kuhnke, Philipp

<<    #044 von 999 Gesichtern    >>

Philipp Kuhnke

Wie Hermann und ein halbes Hundert anderer Ehrenamtlicher hat sich auch Philipp Kuhnke gestern seinen Sonntag-Vormittag mit einer „Trockenübung“ des Ernstfalles um die Ohren geschlagen. Philipp ist Rettungsassistent beim DRK und ehrenamtlicher OrgL in der Örtlichen Einsatzleitung beim Landkreis Osterholz. In dieser Funktion war er gerade dabei, im Versorgungszelt der SEG die im Einsatz zur Verfügung stehenden Materialien zu sondieren. Diese Szene haben wir für das Porträt dann noch einmal „nachgespielt“, danke Philipp!

Das Foto hatte übrigens noch ein angenehmes Nachspiel. Nachdem ich Philipp die Bilder vorhin geschickt hatte, hat er sie als „richtig gute Fotos“ bezeichnet. Gefällt mir, zumal ich sein fotografisches Auge (mal DA vorbeischauen!) gut leiden kann!

Spang, Hermann

<<    #043 von 999 Gesichtern    >>
Hermann Spang

Hermann Spang in seinem Element, zumindest wie ich ihn jetzt seit über einem Jahrzehnt kenne. Hermann ist in seiner „Freizeit“ Leiter der Kreisbereitschaft des DRK Osterholz und der SEG im Landkreis Osterholz. Und da ich meine Freizeit (neben dem Knipsen) ähnlichen Hobbys gewidmet habe, laufen wir uns in schöner Regelmäßigkeit bei Bombenräumungen und anderen rettungsdienstlichen Großeinsätzen sowie Übungen und Dienstbesprechungen über den Weg. Und immer scheint Hermann guter Stimmung zu sein, was sich gerade in derartigen Situationen als außerordentlich angenehm und nützlich erweist.

Das Foto ist heute morgen entstanden, nachdem die SEG an der Stadthalle die Zelte für die Sichtung und Versorgung von Verletzten aufgebaut hatte. Wir haben danach mit Hermann die Ausrüstung in Augenschein genommen und ich konnte eine kurze Pause für die 999 Gesichter nutzen, danke Hermann!

Raschka, Claudia

<<    #037 von 999 Gesichtern    >>

Dr. Claudia Raschka
Nachdem ich grad meine eigene Hausärztin vorstellen durfte, bestand Paul darauf, auch seine bei den 999 Gesichtern zu finden. Und mit seiner charmanten Art gelang es ihm tatsächlich, mit Dr. Claudia Raschka einen Termin zum shooting zu verabreden.

Wir kennen Claudia und ihren Mann Thomas erst zwei Jahre, haben uns über gemeinsame Freunde auf einer Torfkahnfahrt von Worpswede nach OHZ kennengelernt. Eigentlich komisch, dass wir uns erst so spät gefunden haben, wo wir doch eine ganze Reihe gemeinsamer Freunde haben und zudem ein Steckenpferd teilen: interessante Geschichten über Land & Leute hier. Umso netter, jetzt befreundet zu sein. Claudia und Thomas betreiben eine Tierarztpraxis in Osterholz-Scharmbeck.

Ackerrandstreifen

Sonnenblumen am Maisfeld
Ackerrandstreifen in Lintel
Am Wochenende habe ich in Lintel eine aus Fotografensicht attraktive Verfeinerung des „Landschaft-mit-möglichst-viel-Maisanbau-schön-langweilig-gestalten“-Konzeptes entdeckt. Eines der in unserer Region (leider) nicht seltenen Maisfelder war eingefasst von einem ca. 5 m breiten Streifen leuchtender Sonnenblumen. Abgesehen von der Botschaft des zu Ende gehenden Sommers war dieser Anblick überaus erfreulich. Heute las ich dann im Osterholzer Kreisblatt über Ackerrandstreifen und bin am überlegen, ob „meiner“ wohl auch einer ist. Das Kreisblatt berichtet über ein „Vorzeige-Projekt“ in Brundorf und das abgedruckte Bild ähnelt dem Sonnenblumen-Streifen in Lintel sehr. Landvolk, Jägerschaft und Imker wollen möglichst viele Landwirte überzeugen, auf diesem Wege die pflanzliche und tierische Artenvielfalt zu erhalten. Durch eine in diesem Jahr erleichterte Antragstellung sei auch die Erlangung von EU-Fördermitteln als Ausgleich für den Ertragsausfall einfacher als zuvor.

Sonnenblumen am Maisfeld
Nachdem ich dann den Wikipedia-Artikel über Ackerrandstreifen gelesen habe, bin ich nicht mehr sicher. Vielleicht habe ich auch eher einen Blühstreifen entdeckt und fotografiert … Andererseits: Wer trifft eigentlich solche Festlegungen? Wikipedia, vielleicht der BUND, das DIN? Ich entschließe mich, die Definitionsfrage zu ignorieren, Blühstreifen klingt mir zu blöd und erinnert irgendwie an Bräunungsstreifen (genialer Link!). Oder?

Gartmann, Sabine

<<    #032 von 999 Gesichtern    >>

Sabine Gartmann
Sabine Gartmann betreibt mit ihrer Schwester Ute die Buchhandlung Schatulle in der Bahnhofstraße in Scharmbeck, nach insgesamt zwei Umzügen seit 2003 im ehemaligen Hiller-Haus Nr. 98.

Wir kennen Sabine ebenso wie ihre Schwester schon einige Jahre. Anfangs waren wir einfach nur angetan von ihrer sehr sachdienlichen Beratung beim Erwerb von Jugendliteratur, mit der wir jahrelang unsere Nichten und Neffen zu Geburtstagen und Weihnachten gequälterfreut haben. Später stellten wir mit Hilfe gemeinsamer Freunde fest, dass uns weit mehr als nur Cornelia Funke miteinander verbindet. Dem Frankreich-Kenner mag das Bild bereits als Hinweis gedient haben, dass die gemeinsamen Interessen mittlerweile deutlich über die Hammeniederung hinaus reichen. Es zeigt übrigens Sabine bei einer improvisierten Lesung umstrittener zeitgenössischer Literatur in Gebärdensprache am Originalschauplatz (ich meine, es war die Szene, in der Sophie die Fibonacci-Folge entschlüsselt … oder so ähnlich).

Die Pyramide im Hintergrund steht dir übrigens mindestens so gut wie den Reisbauern der Sonnenhut, Sabine. Mich wird das Bild deswegen immer auch an die Berichte von eurer Fahrradreise durch China und Vietnam erinnern. Und natürlich an Paris, war klasse!!

Schilling, Christian

<<    #031 von 999 Gesichtern    >>

Christian Schilling
Wenn ich gestern unter dem letzten Porträt beschrieben habe, wie ich fast jeden Sonntag Bäckermeister Schilling am Kippfenster der Backstube sehe, dann ist das nicht ganz eindeutig, fällt mir gerade auf. Häufig ist es nämlich auch Christian Schilling, der „Junior“, der die Kundschaft durch das offene Fenster begrüßt. Und oft sind es auch beide, so wie gestern. Und so gehört er ebenso wie sein Vater zu den Fixpunkten meines Wochenendgefühls und ich bin froh, dass ich meine Nase samt Kamera durchs Fenster in die Bachstube schieben und dieses Foto machen durfte.

Und um es perfekt zu machen, gab’s noch eine Palette des weit über die Landkreisgrenzen hinaus berühmten Butterkuchens „zum Kaffee am Nachmittag“, vielen Dank!

Schilling, Hans Martin

<<    #030 von 999 Gesichtern    >>

Hans Martin Schilling

Das werden jetzt nur Insider verstehen, aber dieses Bild ist ganz einfach Kult!

Allen anderen erkläre ich es gerne: Bäckermeister Hans Schilling betreibt mit fast der ganzen Familie die Bäckerei und Konditorei Schilling an der Koppelstraße, seit 1984 mit einer Filiale in dem Wohn- und Geschäftshaus Ecke Bahnhofstraße/Lange Straße. Seit nunmehr fast 12 Jahren sehe ich fast jeden Sonntag genau dieses Bild: Herr Schilling schaut interessiert durch das angekippte Fenster der Backstube auf den Parkplatz und, sofern nicht handwerklich abgelenkt, grüßt die über den Parkplatz Ankommenden (ohne Brötchentüte) oder Heimgehenden (mit Brötchentüte). Dieses Bild von Bäckermeister Schilling hinter dem Kippfenster hat sich bei mir quasi in der Sehrinde eingebrannt und es ist untrennbar mit dem „Sonntags-morgens-bei-Schilling-Brötchen-holen“-Ritual verbunden. Und so wie mir geht es vielen Anderen, teilweise seit Jahrzehnten. Immer wenn ich in den letzten Wochen über meine 999 Gesichter und noch geplante Porträts schwadroniertgeplaudert habe, kam genau diese Szene zur Sprache. Und die einhellige Antwort war immer „genau, das musst du unbedingt machen, das ist so dermaßen typisch …“. Deshalb bin ich sehr froh (und dankbar, Herr Schilling!), dass ich genau das heute realisieren konnte.

An diesem Bild ist darüber hinaus zweierlei berichtenswert: Erstens habe ich es fast bis in jedes Detail seit Wochen in Gedanken so mit mir herumgetragen, wie ich es heute fotografisch und mittels Bildbearbeitung auch umgesetzt habe. Das gelingt mir in letzter Zeit immer häufiger und freut mich. Zweitens ist dieses Bild das Erste, welches ich mit Lightroom (und sogar nur mit Lightroom) bearbeitet habe. Dazu später mehr.

Böhnke, Jörg

<<    #029 von 999 Gesichtern    >>

Jörg Böhnke
Der Fischerhuder Koch Jörg O. Böhnke ist Küchenchef in Tietjenshütte. Gemeinsam mit Kerstin Benecke leitet er die im März 2010 wieder eröffnete Traditionsgaststätte an der Hamme und ist Geschäftsführer des Betreibers T & H Restaurant GmbH. Telefonisch kannten wir uns schon, weil wir im vergangenen Jahr wegen einiger Fotos für die Webseite des Restaurants telefoniert hatten. Gestern habe ich ihn auch persönlich kennengelernt. Nachdem wir gemeinsam mit Besitzerin Meike Hollenbeck in der noch fast ganz neuen und sehr geschmackvoll eingerichteten Findorffdiele über Torfkahnbilder geplaudert hatten, durfte ich noch ein paar Fotos in „seinem Reich“ machen.

Mit diesem Bild hat das Hochformat Premiere bei den 999 Gesichtern. In letzter Zeit versuche ich häufiger, mit dem (weiterhin möglichst unscharfen) Hintergrund einen Bezug zum Porträtierten herzustellen. Da bot sich beim Maître de Cuisine natürlich die Küche an und die wiederum gab im Hochformat viel mehr her …

Stehnke, Jan

<<    #025 von 999 Gesichtern    >>

Jan Stehnke
Dieses Porträt entstand ebenfalls bereits beim Osterfeuer bei Melchershütte, durch einen Kongressbesuch bin ich erst jetzt dazu gekommen, es gebührend zu würdigen. Danke, Jan!

Der Name Stehnke begegnete uns bereits in den allerersten Tagen in Osterholz-Scharmbeck und er begleitet den aufmerksamen Beobachter hier auf Schritt und Tritt. Jan aka Dipl.-Ing. Johann Gottfried Stehnke ist in mittlerweile 5. Generation Geschäftsführer der Gottfried Stehnke Bauunternehmung GmbH & Co. KG, dem traditionsreichsten noch bestehenden Großunternehmen am Ort und in der Region. Das Familienunternehmen wurde 1868 vom Maurermeister Gottfried Stehnke in der Koppelstraße 174 (heute Nr. 28 oder 31) gegründet und war an der Errichtung unzähliger Häuser und Bauwerke im ganzen Landkreis maßgeblich beteiligt.

Tscheu, Marcus

<<    #024 von 999 Gesichtern    >>

Marcus Tscheu
Unter den vielen netten Leuten, die wir Samstag beim Osterfeuer getroffen haben, war auch Marcus. Das war gut so, denn Marcus kann nicht nur 10.000 m in weniger als 54 Minuten rennen, sondern mit dem Licht seiner tragbaren Telefonzelle auch entscheidende Abschnitte des Teufelsmoores erhellen. Was wesentlich dazu beitrug, dass ich den nach dem dritten Moorbier verdaddelten aus unerklärlichen Gründen verlegten Objektivdeckel meines derzeitigen Lieblingsobjektives wiederfand. Danke Marcus!

Marcus ist Abteilungsdirektor Vertriebssteuerung bei der Kreissparkasse Osterholz.

Tscheu, Linda

<<    #023 von 999 Gesichtern    >>

Linda Tscheu
Linda sehr lebendig unter Menschen, hier beim Osterfeuer bei Melchers Hütte. Für mich eine charakteristische Szene, denn so kenne ich sie schon seit Jahren. Immer, wenn irgendwo was los war, traf ich auch „Frau Müller“, damals noch Marketingleiterin der Kreissparkasse Osterholz. Sie kümmerte sich um Vieles, kannte jeden und jeder kannte sie. Seit die Diplom-Betriebswirtin ihre Brötchen als Geschäftsführerin auswärts verdient, treffen wir sie erfreulicherweise nicht weniger oft, aber eben privat. Gerne zum Beispiel hier, manchmal auch hier oder dort.

Geblieben ist eindeutig das Kümmern, sei es um Freunde oder die Zukunft der Innenstadt. Letztere liegt ihr nicht zuletzt deshalb am Herzen, weil sie als geborene Buschmann in mittlerweile fünfter Generation im Herzen von Scharmbeck aufgewachsen ist.

Lübbert, Joachim

<<    #015 von 999 Gesichtern    >>
Joachim Lübbert

Einige Spuren seines Lebens werde ich nie aus den Augen verlieren, und damit weiß ich mich in bester Gesellschaft. Der am 5. Januar 2016 verstorbene Joachim Lübbert kannte jeden hier und jeder kannte ihn. Im wörtlichen Sinn mag das nicht zutreffen, im übertragenen aber ist es einfach eine Tatsache. Ich jedenfalls erfuhr fast immer irgend etwas Interessantes, wenn ich ihn traf. Im April 2011 sah ich ihn von Weitem, als ich mit den Sonntagsbrötchen an der Mühle vorbei radelte. Also habe ich nach dem Frühstück rasch die Kamera umgehängt und mich nochmals auf den Weg zur Mühle gemacht. Und ich hatte Glück, seine Mühlenführung war bald beendet und ich durfte ihn -noch in „Müller-Uniform“- auf dem Maschinenboden in der 1. Etage fotografieren.

Das passte haargenau, denn für mich gehörte er zur Mühle von Rönn an der Lindenstraße wie die vier Mühlenflügel. Deren vertikale Stellung übrigens schon von Weitem den Feierabend des Müllers anzeigt, wie er mir mal vor Jahren erklärt hat. Was in diesem Fall nicht so ganz zutrifft, denn mit „Feierabend“ wäre sein Verhältnis zur Mühle höchst unzureichend charakterisiert. Dass die 1992 von der Stadt gekaufte Mühle heute als Mühlenmuseum ihrer Bedeutung als eines der Wahrzeichen der Stadt auch gerecht wird, ist auch seinem Engagement und einer vierstelligen Zahl freiwilliger Arbeitsstunden zu verdanken, die er in „seine Mühle“ investiert hat.

Als Vorsitzender des Bürgervereins Osterholz-Scharmbeck e.V., der 2002 die Restaurierung und den Betrieb des Museums übernahm, kümmerte er sich seither um die Sanierung der aufwändigen Technik. Hunderte von sachkundigen und sehr kurzweiligen Führungen hat er durchgeführt, vor einigen Jahren selbst das Müllerdiplom erlangt und 2010 zusammen mit Paul Mahrt und der Volksbank die Kulturmühle ins Leben gerufen. Paul Mahrt war es auch, der ihn im Dezember 2011 für das Bundesverdienstkreuz vorschlug. Und in der Tat, im März 2015 überreichte der Landrat Lübbert im Mühlencafé die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland mit den Worten „Durch seinen Einsatz ist die Mühle das, was sie heute ist: ein gut erhaltenes Museum“.

Auch sonst traf ich Hr. Lübbert immer wieder, wenn es etwas für das Gemeinwohl zu tun gab. So 2009 in der Loger Straße, wo er für die Diakoniestiftung mit vielen anderen Freiwilligen tatkräftig das Haus saniert und renoviert hat, in dem heute Wärmestube und Osterholzer Tafel residieren.

„Glück zu“ da oben … und danke für das Foto, Herr Lübbert.

Schwiethal, Manfred

<<    #014 von 999 Gesichtern    >>

Manfred Schwiethal
Manfred ist, er möge das auf keinen Fall falsch verstehen, „unser Wurstmann“. Freitag nachmittag auf dem Wochenmarkt in Scharmbeck in seinem Sortiment zu stöbern, ist seit vielen Jahren „Kult“. Ein Sonntagsfrühstück ohne seine(n) Serrano, Wurstsalat, Frischkäse, Parma, Hausmachermettwurst, Crémeux oder Mortadella ist kein wirkliches Frühstück. Seit Jahren harrt er mit manchmal nur noch wenigen Marktbeschickern bei Wind und Wetter, Frost und Hitze bis zum späten Nachmittag aus, um auch arbeitenden Nachzüglern wie uns noch zu den wohlverdienten Delikatessen zu verhelfen.

Ohne dich und deine Kalorien wären wir zwei Striche in der Landschaft, Manfred. Immer eine Handbreit Wasser unter’m Kahn und AC/DC auf dem Player, bis nächsten Freitag!

Fotografin

<<    #013 von 999 Gesichtern    >>

Fotografin
Gestern war „Tag der verrückten Schuhe“ in OHZ. Was das mit diesem Gesicht zu tun hat? Tja, die eine fotografiert eben verrückte Schuhe, der andere hübsche Gesichter. In diesem Fall mal eine gerechte Aufteilung, finde ich.

Nee, im Ernst: Ich war also wie berichtet gestern auf dem Markt und die Band take a cake (sehr nett übrigens) machte grade Pause. Da sah ich, wie eine Fotografin aus der Fotoscheune fortwährend fremden Menschen die Füße ablichtete. Wie sich herausstellte, war dies ein Teil der OHZ-bewegt-Aktion: Jeder, der sich mit zwei unterschiedlichen Schuhen fotografieren ließ, erhielt einen 10%-Rabatt-Gutschein für den Schuhkauf.

Während ich mich für ihre Bilderserie mit meinen stinknormalen Chucks spontan als „nicht qualifiziert“ einstufte, fand ich ihr Gesicht doch in höchstem Maße geeignet für mein Projekt. Und ich durfte sie auch fotografieren, danke! Leider habe ich vergessen, nach ihrem Namen zu fragen.

Heute beim Schreiben dieser Zeilen fällt mir übrigens auf, dass ich auch für den 10%-Gutschein qualifiziert gewesen wäre: selbstverständlich trug auch ich „unterschiedliche“ Schuhe, einen rechten und einen linken!

Sudbrink, Heinz-Dieter

<<    #012 von 999 Gesichtern    >>

Dr. Heinz-Dieter Sudbrink
Gestern war ein guter Tag für meine 999 Gesichter. Auf dem üblichen Weg zum Markt trug jede zweite der teils recht stürmischen Windböen schon von Weitem ein paar Musikfetzen die Bahnhofstraße hinauf. Irgendwas schien auf dem Markt los zu sein. Den Hinweis im Kreisblatt hatte ich am Morgen wohl übersehen: Es sollte der „Tag der Schuhe“ im Zuge des Projektes OHZ bewegt.Kreativität sein, die „verrücktesten Schuhe in OHZ“ wurden gesucht.

Zwischen Fisch- und Obststand spielte eine Band und recht bald entdeckte ich in der überschaubaren Menschenmenge dann auch Dr. Heinz-Dieter Sudbrink, sozusagen den „Vater des Projektes„. Er hat maßgeblich dazu beigetragen, 52.200 € aus dem Wettbewerb Ab in die Mitte! nach Osterholz-Scharmbeck zu holen. Seit dem 6. März versuchen jetzt Einzelhändler, Wirtschaftstreff und städtische Wirtschaftsförderung, 12 Wochen lang allerlei Projekte zur Belebung der Innenstadt umzusetzen.

Ich habe Herrn Sudbrink in sehr guter Erinnerung, vor über vier Jahren (ist das wirklich schon sooo lange her?) hat er sich sehr engagiert und zielführend um die Bewerbung Osterholz-Scharmbecks als T-City gekümmert und u. a. am Konzept der Beteiligung des Kreiskrankenhauses gefeilt. Ohne Zweifel gehört sein Gesicht zu denen, die den Landkreis für mich ausmachen und so bin ich dankbar, dass ich ihn jetzt für dieses Projekt ablichten durfte. Danke!

Kim Kathrin

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Kim Kathrin

Dieses Bild ist bereits im Dezember 2010 auf dem Weihnachtsmarkt entstanden, gehört aber ganz unverzichtbar in meine Serie 999 Gesichter. Ich mag die Farben, ich mag das Bokeh und ich mag vor allem diese Augen! Kim war zu Besuch aus Hamburg, erfreulicherweise öfter mal in den letzten Jahren.

Das Foto spielt für mein Projekt eine wichtige Rolle, weil es viele meiner damit verbundenen Ideen perfekt repräsentiert. Es hat mich für diese Aufnahmetechnik sehr eingenommen: (fast) unvorbereitet, mit weit offener Blende und ohne Blitz. Mit seinen Belichtungsdaten (Blende 1.4 – 1/40 s – ISO 2500) ist es fast ein wenig zum ersten Motto der Serie geworden: Blende auf, wenig Licht ist auch gut!

Danke, Kim!

Ute Gartmann

<<    #004 von 999 Gesichtern    >>
Ute Gartmann

Ute betreibt zusammen mit ihrer Schwester Sabine die schatulle, einen feinen Buchladen in Osterholz-Scharmbeck. Beide gehörten für uns schon bald zu den unstrittigen Vorzügen der Region: ihre Buchtipps anlässlich der Geburtstage unserer damals 8- bis 10-jährigen Nichten und Neffen steigerten unser Ansehen in dieser Generation nachhaltig. Zeitweilig gehörte ein Besuch im Buchladen „im Dorf“ zum festen Programm der erfreulich regelmäßigen Besuche Hamburger Großstadt-Teenager bei Tante & Onkel.

Mit Vorlesewettbewerben, zahlreichen Lesungen teils sehr namhafter Autoren und engagierter Beteiligung an vielen Bemühungen zur vorteilhaften Innenstadt-Entwicklung tragen Ute und Sabine mittlerweile Jahrzehnte dazu bei, unserer Region ein Gesicht zu geben.

Nino Puliatti

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Nino Puliatti

Nino Puliatti hat es von Sizilien nach Pennigbüttel verschlagen, der Liebe wegen. Auch wenn es nicht die Liebe zum Teufelsmoor war, für mich ist sein Gesicht hier nicht mehr wegzudenken. Unter anderem ist es integraler Bestandteil „unseres“ bella italia, der italienischen Enklave in OHZ rund um Antonios Cortina und das Costa Smeralda der Muras.

Sofern Nino grad keinen caffè speciale genießt und auch sein Lieblingsverein nicht spielt (kleiner Tipp: Ninos Kater heißt Juve …), dann ist er der freundliche Mann, der für die schatulle zuweilen die Bücher bringt und diese bei Nichtgefallen auch remittieren muss.