Schlauchturm

Schlauchturm in Osterholz-Scharmbeck
Schlauchturm in Osterholz-Scharmbeck ca. 1930 - Foto: E. Krohn
Der Schlauchturm genannte ehemalige Steigerturm am Marktplatz in Osterholz-Scharmbeck wurde 1926 auf Antrag der Feuerwehr nach Beratung im Scharmbecker Magistrat erbaut. Der 17.35 m hohe Klinkerbau am Spritzenhaus sollte eine trockene Aufbewahrung der Schläuche ermöglichen und zudem als Zierde des Marktplatzes dienen. Den damals noch aus Hanf gefertigten Schläuchen drohte andernfalls Schimmelbefall. Nach jahrelangem Leerstand und einem tristen Bauruinen-Desaster 2012-14 ist im neu errichteten Anbau jetzt das griechische Restaurant Kreta von Theodora Lefteroglou und Vasili Diamantakis untergebracht.
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Stagges

Februar 2015: Mit neuem Anstrich
Update August 2016: Nach 2-wöchiger Umdekoration hat bei Stagge’s unter neuer Leitung am 16.8. wieder eröffnet. Martina Lindner, bei Feierlichkeiten und besonderen Anlässen unterstützt von Ribana Colar, feierten offizielle Einweihung am 20. August, Öffnungszeiten wohl weiterhin Di-So, aber auch am Abend, mit Frühstück, Mittagstisch und einer abwechslungsreichen Karte. Das frühere Stagges Hotel bzw. Stagge’s Wirtshaus am Markt an der Marktstraße 13 in Osterholz-Scharmbeck bleibt damit das traditionsreichste Gasthaus am Ort und nach mehr als 320 Jahren Dorfkrug, Marktherberge, Kult-Diskothek und Speisegaststätte eines der Wahrzeichen der Stadt.
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Hammepad

Idyllische Aussichten ...
Hammepad soll er nun nach dem Willen der Internet-Voter zukünftig heißen. Bis zum 25.5.2015 konnte online abgestimmt werden und mit 33.6 % der Stimmen lag dieser Vorschlag gute 10 % vor Hamme-Hütten-Weg. Seinen offiziellen Namen erhält der Weg aber erst vom zuständigen Worpsweder Rat, ob er wohl noch vor seinem 1. Geburtstag getauft werden kann ? 🙂

Hammepad passt gut zum Butenpad und ist griffiger als eine Wortschlange wie diese hier. Und tatsächlich vermittelt er seinen Nutzern einen schönen Eindruck von „unserer Hamme“ mit drei der ehemaligen Hammehütten, die einst so stilprägend waren für unsere Region.
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Marktstr. 2

Marktstraße in Scharmbeck ca. 1920
Marktstr. 2 (re. im Bild)
(Postkarte vermutlich um 1915. Die Kirchenstraße ist eigentlich nicht abgebildet, sie beginnt erst an der Willehadi-Kirche im Hintergrund)
Marktstr. 2 in Osterholz-Scharmbeck (früher Hinter der Wurth bzw. Marktplatz) ist heute ein Geschäftshaus an der Ecke Bahnhofstr./Marktplatz, das der Eigentümergemeinschaft Stehnke gehört. Von 1999 bis 2009 war hier das Postamt, 2009-2014 dann eine „Post-Partner-Filiale“ in den Geschäftsräumen des Schreibwarenladens „Kolibri“ (Inh. Birgit Reuter). Ende März 2014 schloss die Post-Filiale, was im Dezember 2013 eine lebhafte Diskussion im Kreisblatt und einschlägigen Internet-Foren zur Folge hatte.
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ASO-App

ASO-App
Die Abfall-App für Osterholz-Scharmbeck
Abfalltermine Osterholz-Scharmbeck
Abfuhrtermine
Schon wieder vergessen, die braune Tonne an die Straße zu stellen?

Kein Thema mehr für Nerds und Hipster im Landkreis Osterholz. Denn sie haben die im November 2014 vorgestellte Smartphone-App der Abfall-Service Osterholz GmbH. Und nicht nur die. Ich habe sie auch, weil sie nicht halb so albern ist wie ihr Name (wer den nicht glaubt, checkt die Download-Seite) oder Zahnbürsten mit Bluetooth-Schnittstelle.
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Hammehafen Worpswede

Hammehafen Worpswede
Kiosk wäre untertrieben ... das neue Bistro
„Ein Ort mit Suchtpotenzial“, so titelte das Osterholzer Kreisblatt im August über den neuen Hammehafen in Worpswede. Und ich kann mich diesem Eindruck nur anschließen: sehr beeindruckend, was bei Neu-Helgoland in den letzte Monaten auf dem Gelände der ehemaligen Strommeisterei und umzu entstanden ist. Für die Gestaltung des Areals erhielt Worpswede EU-Fördermittel in Höhe von € 203.000 und musste € 4.000 Euro dazulegen.
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Einkaufsbus Osterholz-Scharmbeck

Busbahnhof Osterholz-Scharmbeck
Am 4. September kommt die 667 hinzu
Am 4. September 2014 startet die Buslinie 667, zunächst mit einer Testphase bis zum Jahresende. Im Mai propagierten Klaus Sass und Werner Schauer im Bürgermeisterwahlkampf die Idee, die Zentren der Stadt mit einem „Einkaufsbus“ auch für Bewohner der umliegenden Ortschaften besser zu erschließen. Die Linie 667 fährt nur Donnerstags und startet um 9:45 Uhr am Bahnhof OHZ.
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Förderung des Radverkehrs

Broschüre Förderung des Radverkehrs
Dank eines Hinweises von Norbert Paul im ADFC-Blog bin ich auf die Dokumentation Nr. 124 des Deutschen Städte- und Gemeindebundes mit dem Titel „Förderung des Radverkehrs in Städten und Gemeinden“ aufmerksam geworden.
Die Dokumentation (Download als PDF – 2.2. Mb) richtet sich vorwiegend an Kommunalpolitiker und Entscheidungsträger in den Verwaltungen, die sich in das Thema aktuell einarbeiten wollen.
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Gut Sandbeck Open Air

Samstag abend auf Gut Sandbeck
Privater Initiative, allen voran Gruuf-Mitglied Georg Mikschl aus Pennigbüttel, hatte Osterholz-Scharmbeck ein kleines und feines Musik-Event Anfang August 2014 zu verdanken. Gut Sandbeck Open Air passte „wie Faust auf’s Auge“ zum ersten Wochenende der diesjährigen Sommerferien. Verdächtig lange schon hielt sich der Sommer, den ganzen Juli schon. Die bei über 24 °C sonst weit verbreiteten Grill-Aktivitäten schienen im Laufe dieser Wochen bereits langweilig zu werden, jedenfalls fanden nicht wenige der (noch) Daheimgebliebenen ihren Weg zu den zwei Bühnen auf Gut Sandbeck.
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Helmpflicht höchstrichterlich

Doch keine Mitschuld, wenn man oben ohne fährt!
Darauf haben Fahrrad-Interessierte jetzt seit Monaten mit Spannung gewartet: Der Bundesgerichtshof hat gegen eine Mitschuld der Radfahrerin entschieden, die keinen Helm trug. Nach widersprüchlichen Entscheidungen des OLG Schleswig 2013 (siehe hier) und des OLG Celle 2014 (siehe dort) hob der BGH jetzt die Schleswiger Entscheidung auf und sprach der klagenden Radfahrerin vollen Schadenersatz zu.
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Kleine 3-Hüttentour

Die kleine 3-Hüttentour ist ein von vielen ersehnter Neuzugang im Jahr 2014. Erst seit Juni diesen Jahres ist der teils neu angelegte Hüttenpfad (Achtung: eigene Wortschöpfung) entlang der Hamme befahrbar. Der Rundkurs vom Marktplatz Osterholz-Scharmbeck ist 13.5 km lang und führt im Stadtgebiet über die recht viel befahrene Bahnhofstraße. Mit kleinen Kindern sollte dieser Abschnitt umfahren werden, dafür eignet sich jeder Zugang zum Klosterholz oder auch der Butenpad, Anschluss gewinnt man dann am Sportplatz bzw. unweit des Hafens. Die Beschaffenheit der Wege ist gut bis sehr gut, jeweils zur Hälfte Teerdecke und wassergebundener Sand.

Entfernung 13.5 km
Fahrzeit ca. 0.75 Std.
Steigung max. 3 %
Verkehr

wenig (s. o.)
Kinder mit Einschränkung (s. o.)
Route
 
naviki (inkl. GPS)
google maps
Fahrradportal Teufelsmoor

Eine zum Teil sehr idyllische Rundtour zur Hamme und an ihr entlang mit weitem Blick über die Hammeniederung zwischen Osterholz-Scharmbeck und Worpswede. Auf dem neuen Hüttenpfad radelt man sehr entspannt fast eine Viertelstunde an der Hamme entlang und lernt mit Tietjens Hütte, Melchers Hütte und Kiautschou drei der Jahrhunderte alten Hammehütten kennen, von denen zwei auch heute noch zur Einkehr einladen.

Freie Schule Lindenstraße

Nachdem die Oberschule in Osterholz-Scharmbeck im Mai 2014 ihr Übergangsquartier in der Lindenstraße 55 in Richtung des neuen Campus verlassen hatte, wurde die Übernahme des Gebäudes gegenüber des Wasserturmes durch die ehemalige Freie Schule Lübberstedt bekannt. Die seit 2009 in Eigeninitiative betriebene Schule mit (Stand 2014) 46 Kindern wächst stetig und hat jetzt auch die Zulassung als weiterführende Schule erhalten. Sie wird in Osterholz-Scharmbeck dann als Freie Schule Lindenstraße firmieren.
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Einwohnerversammlung Teich

Bürgerversammlung im Rathaus Osterholz-Scharmbeck
Jörg Fanelli-Falcke erläutert die Hintergründe der Bauplanung
Gestern abend war Einwohnerversammlung im Rathaus Osterholz-Scharmbeck. Gut 100 Interessierte waren der Einladung der Stadt in den großen Sitzungssaal gefolgt, um über die “Städtebauliche Entwicklung im Bereich Hinter der Kirche / Teichstraße” zu diskutieren. Die Bürgerversammlung war einberaumt worden, nachdem Bürgermeister Martin Wagener den Antrag auf Änderung des Bebauungsplanes im Verwaltungsausschuss zurückgezogen und der Ausschuss dann im Oktober beschloss hatte, vor dem förmlichen Bebauungsplanverfahren (Bebauungsplan Nr. 77 „Teichstraße“ 2. Änderung) die Bürger in Form einer Einwohnerversammlung zu beteiligen. Zu den Hintergründen siehe Teich oder Tümpel.
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Hinter der Kirche

Nicht mehr lange: die ehemalige Wärmestube
Schauen Sie Sich das Foto noch einmal gut an: dieses Haus, ehemaliger Standort der Wärmestube der Diakonie Hinter der Kirche 11. wird abgerissen. Ebenso wie die Nr. 12 (im Bild direkt dahinter). Beide sind im Besitz der Stadtentwicklungsgesellschaft (STEG), die es an die „Wertoptimierer“ Grotelüschen & Weber AG aus Bremerhaven verkaufen will. Die wiederum plant dort ein 2½-geschossiges Wohn- und Geschäftshaus mit einer Ladenzeile im Erdgeschoss und insgesamt 23 seniorengerechte 52-100 m² großen Komfortwohnungen. Skizzen des Hauses sind im Ratsinformationssystem (Gremien…Planungsausschuss…Oktober 2012) einsehbar.

Das Projekt wurde im Oktober 2012 im Planungs- und Stadtentwicklungsausschuss des Stadtrates vorgestellt. Auf meiner Skizze (re.) ist das geplante Gebäude rot eingezeichnet, an seiner Nordseite schließt es unmittelbar an die Teichstraße 1 mit den Seniorenwohnungen an. Neuere Planungen sollen nach Angaben gewöhnlich gut unterrichteter Kreise auch den Abriss der Kirchenstraße 6 (ehemals Ihr Platz) vorsehen und die Ecke zur Kirchenstraße einbeziehen.

Planungen 2012
rot=Neubau - hellrot=Parkplätze - hellblau=Restteich
Als problematisch erwies sich bei der Ausschusssitzung der Plan der Investoren, etwa ⅔ von Starkes Teich zuzuschütten, um dort ca. 32 Parkplätze anzulegen. Dazu nämlich muss der geltende Bebauungsplan geändert werden, der für diese Baufläche eine Tiefgarage vorsieht. Das den Bauherren Kosten sparende Entgegenkommen der Stadt begründeten erster Stadtrat Jörg Fanelli-Falcke und Stadtplaner Stefan Kamischow mit 10-jährigen vergeblichen Bemühungen, das Grundstück zu veräußern. Im Ausschuss haben sich alle Fraktionen gegen eine Teichverkleinerung ausgesprochen und die Stadtverwaltung aufgefordert, mit dem Investor eine alternative „Teichlösung“ auszuarbeiten. Ein aus Scharmbeck stammender Leserbriefschreiber hat ironisch angemerkt, man könne natürlich auch die Teichstraße in Tümpelstraße umbenennen.

Starkes Teich 2012
Die Baugenehmigung betreffende Interessenkonflikte zeichnen sich also schon mal ab. Bei uns in Osterholz-Scharmbeck führt das in letzter Zeit ja gerne mal zum jahrelangen Anblick unschöner Bauruinen wie unlängst Marktstraße 4 und aktuell am Schlauchturm. Bin mal gespannt, ob demnächst auch die Gegend rund um Willehadi davon heimgesucht wird.

Ein Anfang ist gemacht: am 20.11. berichtete das Kreisblatt, dass die SPD-Fraktion bereits umgestimmt wurde und jetzt für eine Teichverkleinerung sei. „Der Bau einer Tiefgarage ist für den Investor nach eigenen Aussagen wirtschaftlich nicht vertretbar“, so die SPD. Achso, 😉 na dann!

Mitte Januar 2013 dann scheint die Angelegenheit entschieden. Das Kreisblatt zitiert Michael Rolf-Pissarczyk (CDU) und Brigitte Neuner-Krämer (Die Grünen) mit eindeutigen Rückziehern: Die CDU will den Teich „so weit wie möglich“ erhalten und die Grünen wollen ihn „berücksichtigt“ wissen. Klartext abseits solcher Worthülsen: Ein Resttümpel tut’s auch. Der nicht-öffentlich tagende Verwaltungsausschuss des Stadtrates habe sich auch bereits mit Mehrheit dafür ausgesprochen, auf einer Tiefgarage zu bestehen. Diese übrigens solle ca. 750.000 € kosten, was man dem Investor nicht zumuten möchte.

Für meinen Geschmack ein Schritt in die völlig falsche Richtung. Widerstandslos räumt man das Feld für eine „Billiglösung“ mit einem Beton-Innenhof wie hinter dem Aldi an der Bahnhofstraße, anstatt potenziellen Käufern und Mietern der neuen Wohnungen ein attraktives Ambiente mit Park- und Seeblick zu bieten. Die dafür meiner Überzeugung nach auch einige Zehntausend Euro für einen Tiefgaragenplatz springen lassen würden.

Die Geschichte ist noch lange nicht zu Ende, den Fortgang der Diskussionen finden Sie hier.