Bahnhofstraße 105

Jüdisches Mahnmal Osterholz-Scharmbeck
Die ehemalige Synagoge nach der Reichspogromnacht 1938
Das Grundstück an der Bahnhofstraße 105 (früher Chausseestraße und Bahnhofstr. 136) im Zentrum von Osterholz-Scharmbeck ist überaus geschichtsträchtig. Das heutige Wohn- und Geschäftshaus mit den Hausnummern 99-105a steht erst seit 2005, an seinem unteren Ende befand sich noch bis 2004 das Gebäude der ehemaligen jüdischen Synagoge.
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Friedrichs, Hans-Dieter v.

<<    #041 von 999 Gesichtern    >>

Hans-Dieter v. Friedrichs
Beim Erntefestumzug am vergangenen Sonntag habe ich noch mehr Menschen getroffen, die über Jahrzehnte einen prägenden Einfluss auf die Teufelsmoorregion hatten. Einer von ihnen ist Hans-Dieter v. Friedrichs, dem ich für’s Mitmachen bei den 999 Gesichtern ebenfalls herzlich danke.

Er war über 30 Jahre lang Oberkreisdirektor und damit als Hauptverwaltungsbeamter neben den seinerzeit ehrenamtlich tätigen Landräten der Vorgänger des heutigen Landrates. 1974 übernahm er sein Amt als jüngster OKD Niedersachsens, 2005 übergab er es als dienstältester. Bei seiner Verabschiedung hoben sowohl Niedersachsens Innenminister als auch Bremens Bürgermeister die besonderen Verdienste v. Friedrichs um den Erhalt des Worpsweder Kulturerbes, namentlich des Barkenhoffs, und die Partnerschaft mit dem Nachbarland Bremen hervor.

Buch: Historisches Handbuch …

Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Bremen
Hrsg. Herbert Obenaus in Zusammenarbeit mit David Bankier und Daniel Fraenkel
Wallstein Verlag, 2005
ISBN 3892447535
2 Bände, 1678 Seiten

Das Historische Handbuch der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Bremen ist das Ergebnis einer seit 1995 währenden wissenschaftlichen Kooperation u. a. von Herbert Obenaus (Professor am Historischen Seminar, Universität Hannover), David Bankier (Professor am Avraham Harman Institute of Contemporary Jewry, Hebräische Universität Jerusalem und Leiter des Forschungsinstituts der Gedenkstätte Yad Vashem) sowie Daniel Fraenkel (Leiter der Arbeitsstelle für den Pinkas Ha-Kehillot Germania, das Handbuch für die durch den Nationalsozialismus zerstörten jüdischen Gemeinden in Deutschland, an der Gedenkstätte Yad Vashem).
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Kaufhaus Reuter

1927 erwarb Friedrich Walter Reuter in der Rübhofstr. das Kaufhaus Schmonsees und verlegte es im gleichen Jahr in die Bahnhofstr. 26-28. Als Kaufhaus Reuter prägte es fast 80 Jahre das Wirtschaftsleben der Stadt.

1962 wurden eine Lebensmittel- und eine Haushaltswarenabteilung eröffnet. (Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)

Im September 2002 feierte das Kaufhaus noch sein 75-jähriges Bestehen. 2003 musste es Insolvenz anmelden, der Betrieb konnte aber mit einer Bürgschaft des Landes Niedersachsen und dem Sortiment des Karstadt-Konzerns vorerst aufrechterhalten werden. Im August 2005 schlossen sich die Ladentüren endgültig und die 80 Mitarbeiter verloren ihren Arbeitsplatz. Im April 2007 wurden Gebäude und Grundstück zwangsversteigert, den Zuschlag erhielt für 2.22 Mio € die Kreissparkasse. (Quelle: buten un binnen)

Lt. Stadtchronik hat Kaufhaus Reuter bereits 2001 das Insolvenzverfahren beantragt. (Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)

Weitere Informationen zum Grundstück unter Bahnhofstr. 26-28.