Flora Cohen

Flora Cohen

Alfred Cohen (1864-1942) und seine Frau Flora Cohen (1875-1955, geb. Assenheimer aus Ottersberg) waren Anfang des 20. Jh. etablierte Geschäftsleute in Osterholz-Scharmbeck, die im Nationalsozialismus entrechtet und in Konzentrationslager gesperrt wurden, wo Alfred 1942 verstarb.
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Wasserturm

Wasserturm

Der Wasserturm an der Lindenstraße in Osterholz-Scharmbeck (Standortmehr Fotos …) war ein wichtiger Bestandteil des neuen städtischen Wassernetzes, das 1933-35 als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme im sog. “Dritten Reich” installiert wurde. Als Wasserspeicher am höchsten Punkt der Stadt (37.2 m über NN) sorgte er mit dem gespeicherten Wasser für einen konstanten Druck im Wassernetz der Stadt. Vor 1935 hatte sich die Bevölkerung über einige private und im Stadtgebiet verteilte öffentliche Brunnen mit Wasser versorgt, u. a. auf dem Scharmbecker Markt und an der heutigen Kreuzung Bahnhofstr./Lange Str..

Im Turm wurden zwei Wassertanks angelegt: Der größere im Erdgeschoss enthielt 160 Kubikmeter Wasser für die “Niederdruckzone” und der höher gelegene 50 Kubikmeter für die “Hochdruckzone” der am 1. Dezember 1935 in Betrieb genommenen Wasserversorgung. Das Wasser wurde in Osterholz am Rande der Hammeniederung gewonnen, in zwei großen Brunnen gesammelt und aufbereitet. Zuvor waren Probebohrungen an der Loge, am Sandbeckerbruch und im Krummenwinkel unergiebig ausgefallen. Zur Wasserverteilung wurden 25 km Ortsrohrleitungen und 15 km Hausanschlussleitungen verlegt. (Quelle: J. Segelken Osterholz-Scharmbecker Heimatbuch. Selbstverlag, 1938.)

Seit Inbetriebnahme des Erdbehälters am Gartel dient der Wasserturm nur noch als Aussichtsturm. Seit 2008 ist er allerdings wegen notwendiger Sanierungsarbeiten geschlossen, sonst stand die Aussichtsplattform von Mitte Mai bis Mitte Oktober an Sonn- und Feiertagen nachmittags von 15:00 bis 18:00 Uhr offen. Die Oberkante der Mauerbrüstung liegt 63.42 m über NN.