Mühle von Rönn im Schnee

Mühle im Schnee

Aus vielen Blickrichtungen bestimmt die Mühle von Rönn (Standortmehr Fotos) an der Lindenstraße 40 (früher 332) das Stadtbild, sie gilt als eines der Wahrzeichen von Osterholz-Scharmbeck. In den letzten Jahren ist sie mit viel privater Initiative saniert und zu einem Mühlenmuseum erweitert worden. Besichtigungen können vereinbart werden (Kontakt: Joachim Lubbert, Bürgerverein Osterholz-Scharmbeck e.V., Tel. 04791-59356). Im Mühlengebäude sind die Biologische Station Osterholz (BioS) und das Mühlencafe der Stiftung Maribondo da Floresta (geöffnet Di-So 10:00-18:00 Uhr) beheimatet. Auf Anregung von Paul Mahrt veranstalteten Bürgerverein und Volksbank am 15. September 2010 eine szenische Lesung aus “Max und Moritz” mit dem Schauspieler Martin Leßmann, möglicherweise als Auftakt für eine regelmäßige Nutzung der Mühle als Kulturstätte (siehe auch Kulturmühle).
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Zigarrenfabrik Zülch 1888
Zigarrenfabrik Zülch & Nitzsche
Richtfest ca. 1888

Früher Bahnhofstr. 348

Die Blütezeit der Osterholz-Scharmbecker Zigarrenindustrie setzte 1888 u. a. mit der Neugründung der Zigarrenfabrik Zülch & Nitzsche mit 300 (meist in Heimarbeit tätigen) Arbeitern ein. 1897 wurde der Zigarrenfabrikant Hermann Zülch zum Scharmbecker Bürgervorsteher 1. Klasse gewählt. (Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band 1, 2004)

1923 wurde Dr. jur. Karl Zülch als Schriftführer in den Vorstand der Ortsgruppe Osterholz-Scharmbeck des Bundes der Frontsoldaten e. V. (“Stahlhelm”) gewählt. 1925 übernahm er die Anteile des Hermann Roelecke an der Fa. Zülch & Nitzsche und 1927 die Fa. H. Riechers & Co. OHG als Inhaber. Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band 1, S. 360, 376, 395

1926 erhielt die von der Karlstraße einmündende Straße den Namen Schillerstraße. Im September 1927 wurde das Gebäude dem frisch zusammengelegten Flecken Osterholz-Scharmbeck als neues Rathaus angeboten. Quelle: R. Menkhoff: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Band 1

1933 bezog die neu gegründete Abteilung 4/171 “Jürgen Christian Findorff” des Reichsarbeitsdienstes (RAD) das Gebäude. Das weibliche RAD-Lager wurde 1934 ins Witwenhaus von Gut Sandbeck (Beckstraße 34) verlegt. 1935 richtete sich die Zentrale der NS-Volkswohlfahrt (NSV) mit einer NSV-Schwesternstation ein. Die Männer des RAD zogen 1936 in das neu errichtete Barackenlager neben dem sog. Preußenplatz (Gelände des heutigen Kreishauses). 1940 Inbetriebnahme einer neuen Luftschutzsirene auf dem Dach des Gebäudes der NS-Volkswohlfahrt (NSV), 1943 Wiederöffnung eines NSV-Kindergartens.

1985 eröffnete die Kneipe “le chic”, 1986 die Fahrschule Felske. 1994 eröffnete Wolfgang Modrack ein Planungs- und Consult-Büro. (Quelle: Chronik von Osterholz-Scharmbeck Bd. II, R. Meenkhoff, 2009)